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Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 8

eine Serie von @riemenkarl

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Was schlussfolgert man nun aus all dem? Eine Mutmaßung.

Der Einsatz

Nimmt man die festgestellten Fakten, die unklaren Gründe und Zeiten zum Dienst der Opfer, das enorme Polizeiaufgebot über den Tag hinweg betrachtet, das mehrmalige Auffahren beider Opfer auf die Theresienwiese, die Polizeiwagensichtungen unmittelbar nach der Tat, wahrscheinlich auch einen vermutlichen Notruf in Realzeit gegen 14:00 UHR, BFE-523-Kollegen-DNA auf der Opferbekleidung die offiziell nicht da waren, das frühe Erscheinen von Polizeieinheiten unmittelbar nach der Tat, … dann könnte es darauf schließen, dass es einen größer angelegten Polizeieinsatz gab der noch heute keine Erwähnung finden darf.

Was scheint also so brisant zu sein, einen Einsatz und die damit verbundene Anwesenheit der Polizei unmittelbar nach der Tat derart geheim zu halten? Haben Polizisten gar die Tat selber beobachtet? Durfte man die Informationen auf keinen Fall verwerten?

Alle Spekulation führt hierbei zu keiner Antwort. https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/08/27/mysterium-polizistenmord-kollegen-als-mordergeleitschutz/

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Die gesehenen Fahrzeuge

Der ominöse Audi, der unverkennbar irgendeine Rolle in Zusammenhang mit der Tat spielen muss. Es wird deutlich, dass seine Rolle versucht wurde im Zusammenhang mit der Tat klein zu halten. Nicht nur in den Zeugenaussagen macht es sich bemerkbar. Gerade in jenen Darstellungen die unmittelbar im Tatzeitraum gemacht wurden wird dies deutlich. Entweder finden diese Beobachtungen nur geringfügige Erwähnung, in dem es dazu wenig erkennbare Ermittlungsschritte gab, oder die Zeugenaussagen selbst erscheinen in einem seltsamen Licht. Die Krone setzt dem Ganzen der nachgereichte Fahndungshinweis zu Dieselfahrzeugen auf. Gerade hier wird die Vertuschung erkennbar, worin selbst untergeordnete Beamte in den Akten vermerkten, dass der Zeuge zu diesem Fahrzeugdetail keine Angaben gemacht hat! https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/08/25/heilbronn-die-sabotage-der-ermittlungen-von-anfang-an-jaccuse/

Eine noch seltsamere Rolle spielt der silberne Wagen.

Das Fahrzeug wurde gesehen wie es nach dem Anschlag in hoher Geschwindigkeit zum Tatort fuhr, sich dort kurze Zeit aufhielt, wieder abfuhr und in großer Eile vom Tatort verschwand. Drei Zeugen bilden diese Indizienkette unabhängig voneinander.

Keine Ermittlungsschritte. Keine Erkenntnis. Nichts. Alles im Nebel.

Wusste man vielleicht was das silberne/helle Auto für eine Rolle spielte? Waren mit diesem Fahrzeug vielleicht die ersten und „richtigen“ Polizisten am Tatort, um sich nach einem Funkspruch -gemacht unmittelbar nach der Tat- der Situation zu vergewissern und/oder um Ersthilfe-Maßnahmen zu leisten? Und verschwanden sie deswegen wieder so schnell vom Tatort, weil man dadurch auf keinen Fall einen brisanten Einsatz auffliegen lassen durfte?

siehe: https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/06/14/kiesewetter-wurde-in-eine-falle-gelockt-thomas-wuppesahl-kritische-polizisten/

Aber warum verschleiert man gleichzeitig den blauen Audi und somit mögliche Täter?

Warum sollte man aber mögliche Tatverdächtige decken, die laut den Spurenkomplexen allesamt als Osteuropäer beschrieben wurden und im Bereich der organisierten Kriminalität zu vermuten waren? Vielleicht ist auch ein Mafia-geprägter Racheakt denkbar. Vielleicht war man aber auch schon auf andere Ideen gekommen die im Hintergrund ermittelt wurden. Dies kann vielleicht mit dem Auftrag selbst zusammenhängen, der so heikel war, dass Berührungspunkte –in welcher Form auch immer– zu halb illegalen Machenschaften vielleicht nicht aus zu schließen sind. Daher könnte auch die Identität der Täter automatisch mit verschleiert worden sein, da darin auch ein Zusammenhang zu einem möglichen und durchaus pikantem Einsatz enttarnt worden wäre.

Alles nicht ausermittelt. Versinkt in Spekulation und zeigt zudem auf, dass nichts klar ist.

Warum ausgerechnet diese beiden?

In Anbetracht dessen, dass beide Opfer einen seltsamen und ungeklärten Hintergrund in Bezug auf Dienstantritt und Dienstgrund zu haben scheinen, stößt es einem seltsam auf, dass genau jene beiden dieser Tat zum Opfer fielen. Vor diesem Hintergrund lässt sich die Frage nicht völlig ausräumen, ob beide -offensichtlich mehrmals am Tag- bewusst an diesen Ort geschickt wurden. Wobei das eine mit dem anderen nicht zwangsläufig miteinander zu tun haben muss. Aber wie könnte man die Tat nun gedanklich mit der Rolle der Opfer verknüpfen?

Michele Kiesewetter war des Öfteren in der Vergangenheit für besonders brisante Aufgaben, als nicht offen ermittelnde Polizistin im Einsatz. Vorwiegend bei BTM-Delikten im Bereich der organisierten Kriminalität. Durch ihre separate Streifentätigkeit drohte ihr dabei eine ständige Enttarnung. Martin Arnold könnte aufgrund seiner „kasachischen“ Herkunft einen gewissen sprachlichen Vorteil in Milieu-Kreisen gehabt haben. Ob dies aber in Zusammenhängen mit einem dienstlichen Auftrag stehen kann ist fraglich. Außerdem war er verhältnismäßig unerfahren in solchen Einsätzen, wenn nicht gar völlig unbefleckt auf diesem Gebiet. Ob man gezielt einen der beiden Opfer aus dem Weg räumen wollte, gar beide, oder ob es eine Spontantat war ist Spekulation. Trotzdem steht die Frage im Raum: Hatten beide eine spezielle Aufgabe an diesem Tag und wurden sie deshalb für einen Einsatz unbedingt gebraucht? Das enorme Polizeiaufgebot mehrerer Einheiten und der mysteriöse Dienstantritt könnten dafür sprechen.

Kann man auf eine Zufallstat schließen, so wie es bei beiden Spurenkomplexen „Chico“ und dem „Heroin-Auto“ nahegelegt wurde, die beide eine Spontantat beinhalten? Laut der Spurenauswertung am Tatort und dem damit verbundenen Tatablauf nahm man dies auch so an. Kommt gar eine Art Racheakt an der Polizei, bzw. an bestimmten Personen hierbei in Betracht? Man erinnere sich hier an den fehlgeschlagenen VP-Rekrutierungsversuch vom BFE-523-Chef Thomas B. Wurde Michele Kiesewetter in der Vergangenheit bei verdeckten Einsätzen erkannt? Wurde sie daraufhin zum Opfer? Nur, woher wollte man wissen wann und wo sie an welchem Tag Dienst hatte und sich aufhielt? Dann wäre es definitiv eine gezielte Tat wobei man ein nötiges Hintergrundwissen nicht ausschließen kann. Oder war Martin Arnold vielleicht Ziel des Anschlages?

Zu viele Spekulationen, zu viele Fragen und kaum Antworten.

Nichts ist klar und die Glaskugel gibt keine Antworten her. Man weiß es einfach nicht.

Die Täter…sind noch immer unbekannt

siehe: https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/07/08/zigeunermorder-in-heilbronn-oder-doch-kasachenrussen-die-desinformationen-des-thomas-moser/

Phantombilder gab es genügend. Auch einige die erst viel später erstellt wurden. Blutverschmierte Männer die in Autos sprangen, auch welche die sich am Neckar die Hände wuschen. Geschichten über Waffendiebe, Tatwaffen-Verstecker und zufällige und ermordete Tatzeugen. Alles war dabei. Auch jene Phantombilder die man hätte zeitnah veröffentlichen können. Gründe gibt es sicherlich warum man sie nicht veröffentlichte. Nur, wie plausibel mögen die sein? Manche von ihnen scheinen vielversprechend gewesen zu sein und andere sind eher weniger im Zusammenhang mit der Tat zu betrachten. Auch augenscheinlich zielführende Spurenkomplexe zu potenziellen Tätern waren vorhanden. Spuren und Anfasser für jede denkbare Richtung in Hülle und Fülle. Ebenso Widersprüche und Unklarheiten die danach schrien ausgeräumt werden zu wollen. Auch innerhalb von Behördenebene. Alles war gegeben um dem Fall tiefer nach zu gehen und ihn auf zu klären. Aber vielleicht durfte man nicht. Was aber mit Sicherheit gesagt werden kann ist, dass man definitiv mehr über die Tat und den Ablauf weiß als man zugibt! Was wirklich dahinter steckt kann man nicht sagen. Wir wissen es nicht.

Alle Spekulation nützt nichts. Wo man hin greift fasst man nur in Watte. Man kann es so nicht lösen. Dafür ist (im Normalfall) der Rechtsstaat zuständig. Der Rechtsstaat und die Grundrechte scheinen hierbei aber eine untergeordnete Rolle zu spielen, wenn es um höher gestellte (politische) Interessen gilt. Was kann man machen? Aufzeigen wo die Fehler, die Vertuschungen und die Widersprüche sind. Druck erzeugen. Nicht vergessen. Alleine der Opfer wegen.

Menzel soll wohl einst sinngemäß gesagt haben:

„Wir haben die Schweine die unsere Michele getötet haben“

Ich bin der Meinung, sie laufen noch immer ungestraft umher. Auch ihre Hintermänner.

Nach nunmehr elf Jahren.

ENDE

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 7

eine Serie von @riemenkarl

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Die Nacht ist nicht mehr so dunkel.

Eine Zusammenfassung gepaart mit ein wenig Phantasie und Spekulation.

Das frühe Erscheinen der Polizei nach der Tat

Die frühe Anwesenheit der BFE-Kollegen und anderer Einheiten nach der Tat, wirft ein anderes Licht auf den Tagesablauf. So waren zwei BFE-Kollegen, Uwe B. und Timo H., nach eigenen Angaben zum Tatzeitpunkt in Zivil im Bereich des Bahnhofes auf Patrouille. Beide waren nach der Tat dementsprechend früh vor Ort. http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/10/27/laendle-nsu-waren-timo-hess-und-uwe-baeuerle-die-ersten-polizisten-am-tatort/

Das schnelle Erscheinen des Einheitsführers Thomas B. hingegen wirft mehr Fragen auf als klare Antworten. So war dieser gegen 15:25 UHR am Tatort obwohl er, laut eigenen Angaben, Mutter-Seelen alleine, am ungefähr 50 km weit entfernten Bärensee geradelt sein will. Sein Erscheinen erklärt er damit, dass er gegen 14:25 UHR von Timo H. vom Tatort aus angerufen wurde. Nach dem Telefonat will er anschließend seine Radtour abgebrochen haben und nach Hause gefahren sein. Dort habe er sich geduscht und anschließend sei er mit dem Privatwagen zum Tatort gefahren. Zeitlich ist dies sehr knapp realisierbar. Bei dieser Darstellung gibt es daher zwei große Probleme.

Er stand zu diesem Zeitpunkt unter Polizeischutz, da er die Lebensgefährtin eines Mafia-Bosses als VP angeworben hatte und diese Aktion aufflog. Auch die Distanz mit der zusammenhängenden Zeit ist fragwürdig. Kurz nach der Alarmierung wurden Polizeimaßnahmen eingeleitet, woraufhin sich Heilbronn kurz nach der Tat in eine zäh fließende Verkehrsmaße verwandelte. Durch das entstandene Verkehrschaos wäre es im nahezu unmöglich gewesen, von außerhalb zur angegebenen Zeit auf die Theresienwiese auf zu fahren. Ein weiteres Mysterium nach seinem Erscheinen am Tatort ist ein Anruf auf Michele Kiesewetters Handy. Er rief ihr Handy an obwohl er unmittelbar neben der Toten stand!

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/09/02/die-marchen-des-bfe-chefs-thomas-bartelt/

Auch waren Beamte von anderen Polizei-Einheiten verhältnismäßig schnell am Tatort. Eine Interessante Aussage zum Zeitpunkt des Erscheinens am Tatort, machte ein Polizist der PD Neckarsulm. Er war verantwortlich für die Einsatzkonzeption der BFE-522, die Schwestereinheit der beiden Opfer, wovon Teile dieser Einheit auch an jenem Tag in Neckarsulm im Einsatz waren. Steffen B. befand sich im nur wenige Kilometer entfernten Polizeirevier in Neckarsulm als sie der Funkspruch über die angeschossenen Kollegen erreichte. Anschließend begab er sich umgehend mit seiner Kollegin zum Tatort. Zum Moment des Antreffens am Tatort sagte er aus, dass die tote Michele Kiesewetter noch halb aus dem Auto heraus hing.

Anmerkung:

Diese Darstellung passt nicht zu der Schilderung der ersten drei „offiziellen“ Kollegen, wobei PM Jochen T. die tote Michele Kiesewetter aus dem Auto gezogen haben will (was Tatortzeugen so nicht schildern!). Auch sind hierbei die Zeugenaussagen die am Tatort waren widersprüchlich.

In der Aussage von Steffen B. gibt es noch einer weitere Auffälligkeit: Rettungskräfte wie Notarzt, Krankenwagen oder Rettungshubschrauber, habe er keine zum Zeitpunkt des Antreffens am Tatort gesehen. Während dieser Zeit seien die Kollegen der D23 mit Absperrmaßnahmen beschäftigt gewesen. Um es deutlicher zu sagen: Die Rettungskräfte kamen nach 14:20 UHR!

Die Notärztin kam laut offizieller Darstellung gegen 14:20 UHR, alle anderen erst danach!

Anmerkung:

Michele Kiesewetter lag bei Antreffen der Tatortgruppe, bedeckt mit einer schwarzen Plane, neben dem Auto auf der Fahrerseite. Absperrmaßnahmen des Tatortes wurden gegen kurz vor 14:20 UHR vorgenommen. Der Rettungshubschrauber flog gegen 14:45 UHR ab. Berücksichtigt man hierbei die ungefähre Fahrtdauer von 11 Minuten und davon ausgehend der erste Funkspruch erreichte ihn um 14:14 UHR, dann kommt man rechnerisch auf 14:25 UHR. Zu diesem Zeitpunkt waren aber schon mehrere Polizisten und Rettungskräfte vor Ort! Somit mussten diese Polizisten womöglich noch vor dem offiziellen Funkspruch der Leitstelle (14:14 UHR) verständigt worden sein, um am Tatort vor 14:20 UHR antreffen zu können! Im Umkehrschluss, wenn er um 14:25 UHR angekommen wäre – laut Funkspruch 14:14 UHR- dann wären bei seiner Ankunft sowohl mehrere Rettungskräfte, als auch etliches mehr an Polizei dort gewesen!

Andere in Neckarsulm eingesetzte Beamte der Einheit BFE-522, schildern ihr Erscheinen etwas anders. So sagten Jochen R., und Thomas G. übereinstimmend, dass nachdem sie von dem Überfall erfuhren, beide (mit anderen Kollegen) zurück ins Revier von Neckarsulm fuhren, sich dort aufrüsteten und anschließend zum Tatort fuhren. Vor Ort hätten sie noch den Rettungshubschrauber gesehen. Jessica B. eine weitere Kollegin der BFE 522, die an einer Observation in Neckarsulm teilnahm, fuhr ebenfalls nach der Meldung auf die Theresienwiese. Auch sie bestätigt die Anwesenheit des Rettungshubschraubers!

Anmerkung:

Wenn dem so wäre, dann müssen sie aufgrund der Fahrtdauer und der Ausrüstungsaufnahme im PD Neckarsulm sehr früh gewesen sein, um ungefähr gegen 14:45 UHR (bis der Hubschrauber abflog) vor Ort zu sein.

http://friedensblick.de/25013/teil-5-war-heilbronner-polizei-bereits-um-1400-von-ueberfall-informiert/

Das frühe Erscheinen der Polizei am Tatort, könnte durch eine Übermittlung des wirklich ersten Funkspruches direkt nach der Tat erklärbar sein. Hierbei erinnern wir uns auch an die Polizeiwagen Sichtungen der Zeugen kurz nach 14:00 UHR. Gepaart mit diesen zwei Anhaltspunkten, könnten somit Polizisten unmittelbar nach der Tat den Ersten Funkspruch abgesetzt haben. Vielleicht spielt die Kollegen-DNA auch hier mit hinein. http://arbeitskreis-n.su/blog/2014/09/05/der-dna-polizisten-krimi-von-heilbronn-2011-den-der-nsu-abrupt-stoppte/

Es muss auch einen Grund dafür geben, warum auch Teile der BFE-Einheiten in Heilbronn waren, die nicht offiziell im Einsatz gewesen sind. Hier liegt die Vermutung über einen bis heute verschwiegenen Einsatz nahe, der auch das hohe Aufgebot an Polizeifahrzeugen vor der Tat und innerhalb der Stadt Heilbronn, bzw. in der Nähe der Theresienwiese erklären könnte. http://arbeitskreis-n.su/blog/2017/12/19/polizistenmord-heilbronn-ordner-53-die-heroin-spur-2-taeterwissen-eines-v-mannes/

Etwa inzwischen rund 6000 Deutsch-Russen mit Doppelpässen, die schon Anfang der 2000er Jahre polizei-intern in Heilbronn die „NSU-Russen“ hießen…

Spannend, schon weil es so dicht am 4.11.2011 herauskam. Sind da Zigeuner dabei? OK-Einsatz der BFE 523 am 25.4.2007 auf der Theresienwiese? War das SEK Karlsruhe auch dabei? (War ein VW Bus dort, siehe „Heimatschutz“, ratzfatz wie aus dem Nichts)

 

Es scheint sehr danach, dass es einen früheren Notruf gegeben haben muss, der vor dem Zeugen Peter S. einging. Auch die Minuten frühere Anwesenheit der „echten“ offiziellen Beamten spricht dafür. Denn so wie die Darstellungen von PHK Joachim T., PMin Kerstin K. und PHK Jörg H. lauten, kann es offensichtlich nicht gewesen sein! Man weiß mehr über den Ablauf als man zugibt.

Wer waren die „echten“ ersten Polizisten am Tatort gegen 14:16/18 UHR?

Laut Zeugenaussagen müssen die ersten Polizisten im Zeitraum zur oben genannten Zeit angekommen sein. Nach der offiziellen Darstellung, soll es sich hierbei um das Streifenpaar PM´in Kerstin K. und PHK Joachim T. handeln. In der ersten Vernehmung wollen beide erstgenannten um 14:18 UHR am Tatort angekommen sein, PHK Jörg H. direkt danach. Zu dieser Zeit gab eine Polizistin -die ihren Namen nicht nannte- eine Meldung über Funk durch: „Kollegin Ex und Kollege angeschossen“. Diese Meldung suggeriert, dass der Funkspruch vor Ort abgegeben wurde. PM´in Kerstin K. saß jedoch nachweislich gegen 14:15 UHR noch im Funkraum der PD Heilbronn. Durch die Entfernung und das damit verbundene rechtzeitliche Eintreffen gegen 14:16/18UHR, kann sie nicht jene erste Polizistin gewesen sein! Für ihren Streifenpartner PHK Joachim T. besteht somit das gleiche Problem zeitnah an der Theresienwiese an zu kommen. Als man diese zeitlich unmögliche Spanne bemerkte, wurde daraufhin die Uhrzeit mit 14:22 UHR angegeben. Aber genau dieser Punkt hebelt sich selbst in der Darstellung aus. Denn der Funkspruch der unbekannten Polizistin wurde um 14:18 UHR abgegeben! Laut offizieller Darstellung gab es nie eine „alternative“ Polizistin die einen Funkspruch vor Ort absetzte. Es war immer PMin Kerstin K.!

Auch sind die Aussagen der drei offiziellen Beamten zur Auffinde-Situation und deren darauffolgenden Handlungen widersprüchlich.

Hier am Beispiel der Zeugin Hermina Z. Sie befand sich am Tatort und bekam das Eintreffen und die Handlungen der ersten Beamten mit. Nach ihrer Darstellung fast der eintreffende Polizist die am Boden liegende Polizistin am Kopf an (Überprüfung auf Vitalfunktion?). Er zieht sie NICHT aus dem Auto, so wie PM Kerstin K., PHK Joachim T. und PHK Jörg H. angegeben haben, da die Person laut der Zeugin neben dem Auto lag! Andere am Tatort anwesende Zeugen beschreiben überhaupt keine Ersthilfe-Maßnahmen der Polizisten. Noch ein weiteres Indiz: Es wurde KEINE DNA der drei Beamten auf der Opferbekleidung gefunden, obwohl diese Ersthilfemaßnahmen geleistet haben wollen!

Als Gedächtnisstütze dienen hier wieder die Zeugenaussagen über ein Polizeiwagen, der kurz nach 14:00 UHR am nördlichen Eingang der Theresienwiese gesehen wurde. Was also wenn zum Beispiel diese Streife die Tat meldete und daraufhin die ersten Polizisten eintrafen? Wenn also die drei offiziell angegebenen Polizisten nicht die ersten waren die am Tatort ankamen, wer war es dann?

Viel wahrscheinlicher ist, dass es völlig andere Polizisten waren die als erste am Tatort eintrafen und womöglich auch früher als die ersten Zeugen (kurzzeitig) dort waren. Denn es gibt ein dunkles Zeitfenster von 14:00 UHR bis ungefähr 14:10 UHR in welchem keine Beobachtungen gemacht wurden. Hier würden die nicht-gemachten 165 Schaustelleraussagen vielleicht Licht ins Dunkel bringen können. Die später mit den Taxifahrern angekommenen Polizisten werden höchstwahrscheinlich völlig andere gewesen sein, als die benannten drei „offiziellen“ Polizisten. Diese „offiziellen“ Polizisten musste man womöglich durch die echten Polizisten ersetzen, um dadurch deren Identität und gleichzeitig einen geheimen Einsatz o.ä. vertuschen zu können.

Heimatschutz:

Das MEK Karlsruhe ist 92 Kilometer weit weg stationiert. Auf einigen Fotos nach der Tat sind Kastenwagen mit dem Nummernschild KA für Karlsruhe zu erkennen. Es ist ungeklärt, was das MEK Karlsruhe so schnell, wenige Minuten nach der Tat, am Tatort gemacht hat.

Was spielen die drei südost-europäisch aussehenden Männer für eine Rolle -wenn man von ein und derselben Sichtung ausgeht-, die vor der Tat und unmittelbar danach gesehen wurden? Gibt es dazu eine „harmlose“ Erklärung (Schwarzarbeiter etc.)? Waren es vielleicht Zivilbeamte welche in der Nähe dienstlich unterwegs waren? Könnten sie gar die Tat beobachtet haben? Waren sie es vielleicht, die zuerst den Hilferuf abgegeben haben? Vielleicht könnte auch das helle/silberne Auto eine Rolle spielen, dass gegen 14:10 UHR gesehen wurde und danach genauso schnell wieder verschwand wie es auftauchte. Man weiß es nicht.

Wer könnten also diese Beamten gewesen sein? Weitere Spekulation: Vielleicht jene vier nachfolgend aufgeführten Kollegen, von denen man auch die DNA auf der Opferbekleidung gefunden hatte? Waren Steffen K., Daniel S., Matthias S. und Rainer B. diejenigen die vorher da waren und Erste-hilfe-Maßnahmen einleiteten und Susanne M. vielleicht diejenige, die den Funkspruch abgesetzt hat? Alle diese BFE-Beamten waren an jenem Tag offiziell nicht in Heilbronn. Einer von ihnen, Daniel S. der offiziell Urlaub hatte, kontrollierte sogar um 14:40 UHR Personen auf der Theresienwiese. Auf den Opfern und im Fahrzeug gab es insgesamt noch sechs weitere nicht ausgewertete DNA Spuren, denen auch nicht mehr nachgegangen wurde. Gleiches betrifft die Schutzweste von Martin Arnold, die von den Ersthelfern ausgezogen wurde, aber nicht auf DNA überprüft wurde! Die Polizistin Susanne M. (BFE 523) verweigerte nicht nur die Herausgabe von wichtigen Akten über Michele Kiesewetters Einsätze, sondern auch die Herausgabe ihrer DNA. Später fand man während der Spurenauswertung am BMW ein Fingerabdruck-Fragment, welches mit BFE-523 Kollegen abgeglichen werden sollte, aber nicht mehr ausgewertet wurde.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/12/19/warum-verweigert-phk-susanne-motz-eine-dna-probe-und-akten-uber-kiesewetters-noep-einsatze/

Der blaue Audi – „MOS i denn, MOS i denn zum Städtele hinaus…“

Eigentlich sprechen die aufgeführten Zeugenberichte für sich selbst. Der gesehene Wagen, meist in den Zeugenbeschreibungen im Groben zueinander identisch, taucht den ganzen Tag über immer wieder auf. Wohl bemerkt, auch im Zeitraum der Tat unmittelbar bei der Theresienwiese. Nicht nur das Fahrzeug selbst ist auffällig, sondern auch wie man mit dieser Sichtung in den Akten umgegangen ist. Die erste Erwähnung über ein blaues, im Landkreis Mosbach gemeldetes Fahrzeug, machte der Zeuge Mehmet C. am Vormittag gegen 11:30 UHR am Salzhafen. Zwar konnte er die drei russisch wirkenden Männer nicht phantombildgerecht darstellen, dafür das Fahrzeug aber umso genauer. Er beschrieb es als einen blauen Audi A4 mit Mosbacher Kennzeichen. An dem Platz wo er jene Sichtung machte, wurden später Gegenstände zur näheren Untersuchung und möglichen Identifizierung der Personen eingesammelt. An jener Stelle fand man außer Zigarettenkippen auch ein silbernes Feuerzeug. Dieses asservierte und mehrfach als silbern benannte Feuerzeug, wird aber später als ein bunt beklebtes Feuerzeug mit schwarzem Grund abgebildet. Also ein völlig anderes Feuerzeug wie es visuell scheint. Das Ergebnis der Spurenauswertung war ernüchternd. Die DNA Auswertung der eingesammelten Gegenstände erbrachte keine brauchbaren Spuren oder Treffer.

Es fällt zum blauen Audi noch etwas auf. Gerade die Zeugenaussagen zur unmittelbaren Tat-Phase finden nur geringe Erwähnung. So gibt es zur sehr knapp beschriebenen Aussage des Ehepaars F. nur einen kurzen Vermerk von ihrer Sichtung. Darin soll ein blauer Audi, hier jedoch mit LB-Kennzeichen angegeben, zum nördlichen Eingang der Theresienwiese eilig aufgefahren sein. Die zwei Insassen wurden nur dürftig beschrieben. Im Zusammenfassungsordner taucht diese Aussage schon gar nicht mehr auf. Ebenso was die Schilderung des Zeugen Andrei F. betrifft, der ein ähnliches Fahrzeug sah, dass in Tatzeitnähe von der Theresienwiese aus flüchtete. So wiederrief er anscheinend seine Aussage bei einer zwei Jahre später gemachten Vernehmung mit der Begründung, er habe unter Drogen gestanden und sich diese Geschichte nur ausgedacht um die ausgeschriebene Belohnung zu kassieren. So etwas soll es ja geben. Was aber an seiner angeblich frei erfundenen Geschichte deutlich auffällt ist die Fahrzeugbeschreibung selbst. Zwar gibt er das Fahrzeug als einen blauen Ford Kombi an, jedoch sind wie bei anderen Schilderungen Farbe und Nummernschild identisch. Auch die zeitliche Nähe nach der Tat und die Fahrtrichtung die „sein“ Auto genommen hat, könnte sich mit der Darstellung der Zeugin Liselotte W. ergänzen. Die Analogie zu anderen Beobachtungen ist unverkennbar. Wie viel Glück musste Andrei F. also bei seiner Phantasiererei haben, um solch eine Übereinstimmung zu anderen Zeugenaussagen zu bekommen? In den Medien war zu solch einem Fahrzeug nichts bekannt.

Ein eigenartiges Gefühl beschleicht einen auch, wenn man sich die beiden Aussagen der Zeugin Liselotte W. betrachtet. Zuerst gab sie an, nicht nur zur ungefähren Tatzeit die Schüsse vernommen zu haben, sondern auch einen blutverschmierten „Russen“, in eine an der Kreuzung wartende, dunkle/blaue Limousine mit Mosbacher Kennzeichen hechten zu sehen. Bei ihrer zweiten Vernehmung, ungefähr zwei Jahre später, ändert sie nicht nur seltsamerweise den Ort ihrer Sichtung, sondern sie beschreibt das Fahrzeug völlig anders als zuvor! Jetzt soll dieses Fahrzeug eine helle Farbe gehabt haben und vermutlich ein Mercedes gewesen sein. Diese nachträglich gemachte Aussage der Zeugin, ist jedoch weder von den Beamten, noch von ihr selbst unterschrieben worden. Die größte Auffälligkeit in dieser Spurenkette macht sich bei der VP- Sichtung aus der Sontheimer Straße gegen 14:30 UHR (vorher 13:40 UHR) bemerkbar. Der Zeuge gab eine sehr genaue Beschreibung seiner Sichtung ab. Auch er beschrieb sehr detailreich einen blauen Audi mit Mosbacher Kennzeichen. Hier mit der Typenbezeichnung A4. Als man vermutlich merkte welche Brisanz diese Spur zu haben schien und man sie mit anderen Spuren und Zeugenaussagen abgeglichen hatte, ermittelte man nach potenziellen Fahrzeughaltern eines solchen Fahrzeugs. Als man die nötigen Daten zur Fahrzeughalterermittlung eingegrenzt und den Wagen zur Fahrzeugfahndung ausgeschrieben hatte, schickte man noch am selben Tag ein Fax der zuständigen Stelle hinter her, das man ausschließlich nach Dieselfahrzeugen fahnden solle. Das große Problem bei dieser Aussage ist, dass der Zeuge aus der Sontheimer Straße die Angabe eines Dieselfahrzeuges nie gemacht hatte!

O-Ton:

Warum wurde beim KBA auf Dieselfahrzeuge begrenzt? Der Zeuge macht hierzu keine Angaben.

Diese nicht-gemachte Aussage bemerkten selbst die untergeordneten Ermittler 2010 in den Akten! Vielleicht spielen hierbei auch in irgendeiner Form die verschwundenen Ringfahndungslisten mit ein. Also welchen Sinn soll es haben ein mögliches und potenzielles Fluchtauto und somit automatisch seine dazugehörige osteuropäische Besatzung zu vertuschen, die im dringenden Verdacht stehen etwas mit der Tat zu tun haben zu können?

Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten der sich mit diesen Fakten auseinander setzt. Eigentlich springt einem die Absicht hinter dieser Aktion ins Gesicht. Genauso, wie die blutverschmierten „Russen“ am 25.04.2007 bildlich in jenen Audi gesprungen sind.

Das helle/silberne Auto. Hohe Relevanz, wenig Ermittlungsschritte.

Ebenfalls finden diese Beobachtungen im Vergleich zu ihrer Brisanz nur eine geringe Erwähnung. Die dementsprechenden Aussagen sind lediglich knapp aufgelistet. Man erkennt daran keine Bewegung oder Spurenverfolgung innerhalb der Akten.

Im Zusammenfassungsordner gibt der Zeuge Jamil Chehade dieses Fahrzeug vermutlich als Erster an. Darin ist in seiner Aussage vermerkt, dass das Fahrzeug ein Taxi gewesen sein soll, welches mit schneller Fahrt auf die Theresienwiese zum Trafohaus gefahren und nach wenigen Augenblicken ebenso schnell wieder weg gefahren sein soll. Widerspruch hierbei: die Taxis kamen anhand der Zeugenaussagen nachweislich Minuten später. Deutlich wird das auch durch Jamil Chehades Aussagen selbst, der am Tatort angelangt ist als die Taxis kurz darauf und nach ihm ankamen. Andere Zeugenaussagen die ebenfalls am Tatort waren stützen diese Darstellung untereinander. Außerdem fuhren beide Taxis erst ab als die offiziellen Polizisten am Tatort waren. Dieses helle/silberne Auto wurde auch von zwei weiteren Zeugen beobachtet. Vermutlich zur gleichen Zeit als Jamil Chehade sich auf Höhe des Stellwerkes befand, fuhr der Zeuge Heiko N. mit der S-4 Straßenbahn am Tatort entlang. Dabei sah er eine silberne Limousine unmittelbar vor dem Opferfahrzeug stehen. Vermutlich nach den Sichtungen von Jamil Chehade und Heiko N., macht der Zeuge Herbert M. in unmittelbarer Nähe der Theresienwiese eine ähnliche Beobachtung. So sieht er wie ein silbernes Fahrzeug, nach seiner Beobachtung vermutlich eine Mercedes E-Klasse, in schneller Fahrt auf der Theresienstraße in südlicher Richtung zur B-27 davon fährt.

Zu diesem Auto gibt es trotz seiner offensichtlichen Wichtigkeit keinerlei Spurenermittlungsberichte. Welche Rolle spielte dieser Wagen an jenem Tag? Was machte dieses Fahrzeug auf der Theresienwiese? Warum fehlen dazu Berichte, wobei die hohe Relevanz dieser Beobachtungen doch unverkennbar ist? Wusste man was es für ein Fahrzeug (Personen) war?

Waren es Täter oder Waffendiebe? Waren es vielleicht Zivilbeamte die helfen wollten aber offiziell nicht helfen „durften“? Nicht nachvollziehbar und völlig im Nebel.

Eine tote Spur. Wieder einmal.

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 6

eine Serie von @riemenkarl

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Unmittelbare Nachtatphase. Ungefähr nach 14:10 UHR.

Weiter mit den Zeugen.

Anmerkung:

Alle aufgeführten Uhrzeiten sind nicht zweifelsfrei klar. Es sind nur Schätzwerte (der Zeugen). Manche von ihnen wurden mit Hilfe von anderen Zeugenaussagen über die gleiche Sichtung abgeglichen, um dadurch den „Mittelwert“ an zu nehmen. Zur genauen Ermittlung von Wegstrecken (Zeiten für Fahrt- und Fußweg) wurde Google Maps verwendet.

14:10/:12 UHR + weitere Minuten, Mustafa K.

Der Zeuge Peter S. kommt am Bahnhof an und berichtet dem Taxi-Fahrer Mustafa Kandil über das eben Gesehene auf der Theresienwiese. Da Mustafa K. Schwierigkeiten beim Absetzen des Notrufs hat, reicht er sein Handy weiter an Peter S. der den Notruf absetzt. Dieser geht über Mustafa K.s Handy bei der Leitstelle um 14:12 UHR ein. Zwei weitere Taxi-Fahrer, Ralph D. und Marianne Barbara H., bekommen den abgesetzten Notruf und das Gespräch über die Tat mit. Beide Taxifahrer (Ralf D. und Marianne Barbara H.) fahren unmittelbar danach gemeinsam in einem Taxi los, um sich der Situation auf der Theresienwiese zu vergewissern. Mustafa K. macht nach Beendigung des Gespräches ebenfalls auf den Weg zur Theresienwiese.

Anmerkung:

Notrufende/Telefonat verm. gegen 14:14/15 UHR. Zeiten nicht klar (Schätzwert). Ralf D. und Marianne Barbara H. befinden bereits am Tatort (ungefähr ab 14:13 UHR+).

Als Mustafa K. ebenfalls am Tatort eintrifft kommen auch fast zeitgleich die ersten offiziellen Polizisten an. Von diesen Polizisten werden die Personalien der Anwesenden aufgenommen. Anschließend werden die Zeugen weggeschickt. Mustafa K. bemerkt am Tatort einen jungen Mann der sich in unmittelbarer Nähe am Trafohaus befindet und auf einer Eisenstange am Trafohaus angelehnt gewesen sei. Dieser junge Mann soll sich von hinten an den Streifenwagen angenähert und die Szene beobachtet haben, woraufhin der junge Mann anschließend verschwand. Diesen beschreibt er wie folgt: Schwarze Haare, rotes T-Shirt und circa 25 Jahre alt. Ferner sieht er zwei junge Männer auf der Brücke.

Anmerkung:

Mustafa K. ruft um 14:12 UHR bei der Leitstelle an. Das Telefonat/Notruf wird zeitgleich von den beiden Taxifahrern mitgehört. Daraufhin machen sich beide umgehend auf den Weg zur Theresienwiese. Die geschätzte Fahr-Zeit (laut Google-maps) vom Taxi-Stand am Bahnhof bis zur Theresienwiese, beträgt mit dem Auto circa zwei Minuten. Die geschätzte Ankunft-Zeit der beiden Taxifahrer 14:13/14 UHR. Wer war dieser Mann hinterm Trafo-Haus? Arthur Christ? Ähnlich vermuteten dies auch die Ermittler durch das Phantombild von Loretta E. Vermutlich sind mit den beiden jungen Männern die beiden Zeugen Devinder und Pargath S. gemeint. Zur Reihenfolge der Ankunft auf der Theresienwiese: Erst kommen Ralf D. und Marianne Barbara H. an, dann Mustafa K. und mit ihm fast zeitgleich die ersten Polizisten. Anschließend wird er mit Antreffen der ersten „offiziellen“ Polizisten davon gejagt. <- Geschätzt circa 14:20 UHR.

Siehe: Quelle: Heimatschutz. Ungekürzte Passagen http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/04/21/hn-wer-waren-die-ersten-polizisten-am-tatort/

14:12:24 UHR, telefonischer Notruf geht bei der PD Heilbronn ein

Angeschossene Polizisten auf der Theresienwiese. Abgesetzt vom Zeugen Peter S. über Mustafa K. Handy.

14:13/:15 UHR, Ralf D.

Der Zeuge hört das Gespräch über den Vorfall auf der Theresienwiese und den Notruf von Peter S. und Mustafa K. mit. Er fordert daraufhin seine Kollegin Marianne Barbara H. auf mit ihm mit zu fahren, um sich vor Ort der Situation zu vergewissern. Beide fahren vom Bahnhof aus sofort zur Theresienwiese.

Anmerkung:

Geschätzte Ankunftszeit, wenige Minuten nach dem Notruf, circa 14:14/15 UHR (Weg/Zeit-Berechnung. google-maps).

Beide treffen am Tatort ein. Am Polizeiauto sind beide Türen geöffnet. An der Fahrerseite liegt der Polizist am Boden, auf der Beifahrerseite die Polizistin mit den Füßen im Fußraum. Unmittelbar danach ruft er die Polizei an. Kurze Zeit darauf trifft ein Streifenwagen ein.

14:13/:15 UHR, Marianne Barbara H.

Die Zeugin hört den Notruf von Peter S. und Mustafa K. mit, woraufhin sie und ihr Kollege Ralf D. in seinem Taxi zum Tatort fuhren. Vor Ort angekommen, gibt sie an, dass beide Türen offen gestanden sind. An der untersten Ecke der Brücke sieht sie zwei ausländische Jugendliche, vermutlich die beiden Singhs.

Anmerkung:

Geschätzte Ankunftszeit, wenige Minuten nach dem Notruf, circa 14:14/15 UHR (google-maps). Devinder S. und Pargath S. kommen nur wenige Minuten später als beide Taxifahrer an den Tatort.

14:10/:15 Uhr, Devinder S.

Beide Zeugen (Pargat und Devinder S.) kamen kurz nach der Tat über die Brücke in Richtung Theresienwiese. Der Zeuge bemerkte die offen stehende Fahrertür des Polizeiautos, worin eine Beamtin nach vorne gebeugt auf dem Fahrersitz saß. Kurze Zeit später traf ein Taxi ein. Unmittelbar danach kam der erste Streifenwagen dazu.

Anmerkung:

Antreffendes Taxi besetzt mit Ralf D. und Marianne Barbara H.

Befragt nach allgemeinen Auffälligkeiten zur Theresienwiese in den letzten Wochen:

Die Polizeiauto Sichtungen auf der Theresienwiese sind dem Zeugen erst seit circa zwei Wochen von der Tat zurück gerechnet aufgefallen. Auch gab es in dieser Zeit Sichtungen von nicht nur einem, sondern auch von zwei Polizeiautos welche dort gestanden haben. Er geht diesen Weg seit Jahren täglich.

Anmerkung:

Er kommt gleichzeitig mit Pargath S. die Brücke entlang. Widersprüchlich: Sagte ebenfalls aus, dass die Polizistin auf dem Fahrersitz zur Seite übergebeugt sitzt (hängt?). Anschließend kommen Taxifahrer Ralf D. und Marianne Barbara H. Kurz darauf die ersten Streifenwagen. Polizeiauto-Sichtungen, auch mit mehreren Streifenwagen, bemerkte der Zeuge jedoch erst seit circa zwei Wochen vor der Tat!

14:10/:15 UHR, Pargath S.

Bemerkt beim Überqueren der Brücke ein Polizeifahrzeug am Trafohaus. Neben dem Fahrzeug liegt eine Polizistin am Boden (noch auf der Brücke). Er geht an den Tatort heran und bemerkt nachdem Beide auf den Streifenwagen zugehen und fast in Front des Fahrzeuges stehen, dass ein Polizeibeamter auf der Beifahrerseite liegt. Beim näheren Herangehen unmittelbar an den Tatort (bis circa 4 bis 5m), bemerken beide sie einen Taxifahrer und sprechen diesen an um Hilfe an zu fordern (wahrscheinlich Ralf D.). Dieser versucht daraufhin telefonisch einen Notruf ab zu setzen, woraufhin bald die ersten Streifenwagen ankommen.

Anmerkung:

Er kommt gleichzeitig mit Devinder S. am Tatort an. Sieht die Polizisten neben dem Streifenwagen liegen. Auch der Polizist liegt daneben (Der Zeuge gibt deutlich 14:10 UHR an da er zu diesem Zeitpunkt auf sein Handy schaute um Hilfe zu rufen).

14:00/:15UHR (vermutlich 14:13UHR+), Hermina Z.

Die Zeugin lief über die Brücke von Böckingen kommend nach Heilbronn. Beim Überqueren der Brücke sah sie den Streifenwagen. Bis auf 20m herangekommen, konnte sie eine blutüberströmte Person erkennen, die neben dem Fahrzeug lag aber die Beine noch im Fahrzeug hatte. Die am Boden liegende Person beschrieb sie aufgrund ihrer Statur als Polizistin. Während dieser Beobachtung stellte sie einen Taxifahrer fest, dessen Taxi sich mit geöffneten Türen vor dem Streifenwagen befand. Im nächsten Moment kam eine herannahende Streife, die der Taxifahrer (verm. Ralf D.) versuchte mit Handzeichen auf die Unfallstelle aufmerksam zu machen. Als die Streife eintrifft, stieg der Polizist aus, ging zur verletzten Person auf der Fahrerseite und fasste diese am Kopf an. Danach ging er umgehend auf die Beifahrerseite. Anschließend habe er zweimal „Scheiße, Scheiße“ gesagt und mit seinem Handy telefoniert.

Anmerkung:

Die Zeugin konnte in der ersten Vernehmung nicht sagen, ob es sich bei dem Polizisten auf der Fahrerseite um einen männlichen oder eine weibliche Person handelt. Später gab sie diese als Polizistin an. Bei einer anderen Darstellung in den Akten, ist bei ihrer Aussage vom einen Polizisten die Rede, der auf der Fahrerseite neben dem Auto liegt. Der eintreffende Polizist fast die am Boden liegende Person (Polizistin lt. Zeugin?) am Kopf an (Überprüfung auf Vitalfunktion?). Er zieht sie NICHT aus dem Auto, so wie PM Kerstin K., PHK Joachim T. und PHK Jörg H. angegeben haben, da die Person laut der Zeugin neben dem Auto lag! Außerdem gaben beide Polizisten an, dass sie erst gegen 14:20/22 UHR am Tatort ankamen! Mit wem telefoniert der Polizist? Wurde hier ein zweiter Notruf abgesetzt oder war das Telefonat anderer Natur? Das Telefonat erwähnt keiner der drei offiziellen ersten Beamten in ihren Aussagen!

14:10/20 UHR, Zeuge Anton M.

Der Zeuge befuhr mit seinem Fahrrad den Weg parallel des Neckars von der Böckinger Brücke zur Otto Konz Brücke, wo er nach ungefähr 500m drei Personen bemerkte die ihm entgegen kamen. Zwei Männer und eine Frau mit Kopftuch. Einer von Ihnen wusch sich (augenscheinlich) die blutverschmierten Hände im Neckar. Später sah der Zeuge die drei Personen erneut im Bereich Wertwiesenpark, woraufhin er den Eindruck hatte, dass diese sich vor ihm verstecken würden. An der Stelle wo sich einer der Männer seine Hände wusch, fand man am 27.04.2007 blutverschmierte Taschentücher. Phantombilder wurden gefertigt.

Anmerkung:

Der Zeuge machte die erste Aussage am 12.05.2009. Wie seine Zeugenaussagen zu bewerten sind ist fraglich. Er machte seine Angaben erst Jahre später. Auffallend ist aber, dass seine Schilderungen zu dem sich am Neckar waschenden Mann mit dem Fundort der blutverschmierten Taschentücher übereinstimmen. Die Zeit der Sichtung ergibt sich aus der Wegstreckenermittlung und durch seine Darstellungen. Die asservierten und untersuchten Taschentücher erbrachten keine auswertbaren DNA-Ergebnisse (keine Übereinstimmung von z.B. dem Blut der beiden Opfer). Die Ermittlungen in die Richtung dieser Spur ergaben (bis zum 04.11.2011) keine zielführenden Ergebnisse.

14:14UHR (ungefähr), Erste Meldung aus Zentrale über Funk an

Polizeieinheiten. Angeschossene Kollegin auf der Theresienwiese.

Der Notruf von Peter S. dauert vermutlich noch an.

Anmerkung:

Die Beamten waren nur wenige Minuten nach der Meldung aus der Zentrale am Tatort.

Geht man nach den ersten Tatortzeugen und deren Zeitangaben, treffen vermutlich ab jetzt ungefähr (gegen 14:15/16 UHR

die ersten (inoffiziellen) Polizisten am Tatort ein. Angeblich soll der Sachverhalt in der Funkzentralle um 14:18 UHR

vollständig aufgenommen worden sein (durch eine Funkmeldung von einer Kollegin vor Ort?).

14:15 UHR (ungefähr), Tatortbereichsfahndung R-5

Tatortbereichsfahndung im Radius von 5 km wird ausgelöst.

14:16/18 UHR, Die Ankunft der ersten Beamten am Tatort?

14:18 UHR, Funkspruch einer unbekannten Polizistin vor Ort

Kollegin EX, Kollege schwer verletzt. Notarzt ist vor Ort“. Der Funkspruch wird von einer Frau abgegeben die ihren Namen nicht nennt.

Anmerkung:

Die erwähnte Zeit ergibt sich durch die Zeitangaben der ersten Zeugen am Tatort (u.a.Taxifahrer. Grundlage für diese Schätzung: Beginn des Notrufes von Mustafa K. und Peter S., 14:12 UHR, plus ungefähre Gesprächsdauer 2min, plus geschätzte Fahrtdauer vom Bahnhof zur Theresienwiese (lt. Google maps) 1min. Ergibt ungefähre Ankunftzeit 14:15 UHR.

Angenommen der Notruf dauerte 2 Minuten (die Leitstelle nahm den Sachverhalt gegen 14:14 UHR auf) und Mustafa K. machte sich danach umgehend auf den Weg, so kam er vermutlich gegen 14:15/16UHR ebenfalls am Tatort an. Fast zeitgleich (oder kurz danach) trafen die ersten Polizisten ein.

Wenn man nach der oben stehenden Milchmädchen-Rechnung anhand der Zeugenaussagen geht, dann müssen die ersten Polizisten ungefähr in oben dargestelltem Zeitraum -und früher als es die offizielle Darstellung sagt- da gewesen sein! Die ersten offiziellen Beamten sollen PHK Joachim T., PMin Kerstin K. und PHK H. gewesen sein. Die beiden erstgenannten Polizisten bildeten eine Streife. Angeblich kam PHK Jörg H. anschließend dazu. Der erste „offizielle“ Funkspruch wurde um 14:18 UHR von einer weiblichen Polizistin (die Ihren Namen nicht nannte) vom Tatort abgegeben. Diesen Funkspruch soll angeblich PMin Kerstin K. abgegeben haben. PMin Kerstin K. befand sich jedoch um 14:15 UHR nachweislich noch im Funkraum der PD Heilbronn. Das rechtzeitige Eintreffen beider Polizisten am Tatort, ist aufgrund der Strecke und der damit verbundenen Dauer unmöglich. Diese Zeitangabe wurde dann später mit 14:20/22 UHR angegeben. Laut dieser Darstellung heißt das im Umkehrschluss, wenn PMin Kerstin K. und ihre Kollegen gegen 14:20/22 UHR angekommen sein wollen, kann sie nicht den Funkspruch vor Ort um 14:18 UHR abgesetzt haben! Eine „alternative“ weibliche Beamtin am Funkgerät hat es nie gegeben. Offiziell war es immer PMin Kerstin K.! Nicht nur diese Gründe sprechen dagegen. Alle drei offiziell ersten Beamten wurden nicht auf der Opferbekleidung nachgewiesen (DNA), obwohl sie Ersthelfer-Maßnahmen geleistet haben wollen! In diesem Zusammenhang hatte man auch angefordert die Schutzweste (welche die Ersthelfer Martin Arnold ausgezogen haben) auf DNA zu untersuchen – was aber nicht geschah!

ERGO: PMin Kerstin K., PHK Joachim T. und PHK Jörg H. waren sehr wahrscheinlich nicht die ersten „offiziellen“ Polizisten.

Eine andere interessante Frage: Wer genau waren also dann diese Beamten und warum waren sie schon so schnell vor Ort, wenn der Notruf von Peter S. und Mustafa K. zum oben genannten Zeitpunkt vermutlich gerade so beendet wurde? Die Beamten hätten in unmittelbarer Nähe sein müssen, wenn der Funkspruch der Leitstelle um 14:14 UHR an die umliegenden Einheiten ausgegeben wurde! Oder anders gedacht:

SIE HÄTTEN FRÜHER ÜBER DEN VORFALL INFORMIERT WORDEN SEIN MÜSSEN!

Wer könnten also diese Beamten gewesen sein? Die Wahrscheinlichkeit eines früheren Notrufes liegt nahe!

Man denke hierbei wieder an die Polizeiwagen-Sichtungen von kurz nach 14:00 UHR…

https://sicherungsblog.wordpress.com/tag/susanne-motz/

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/12/19/warum-verweigert-phk-susanne-motz-eine-dna-probe-und-akten-uber-kiesewetters-noep-einsatze/

Gegen 14:20/22 UHR, Erste Polizisten – nach zweiter offizieller Darstellung

Die angeblich ersten „offiziellen“ Beamten am Tatort, sollen PMin Kerstin K., PHK Joachim T. und PHK H. gewesen sein.

Anmerkung:

Die angegebene Uhrzeit der Beamten PMin Kerstin K. und PHK Joachim T. zum Antreffen am Tatort, ist hierbei ebenfalls zeitlich sehr knapp. Alle drei wollen mehr oder weniger Ersthelfer-Maßnahmen durchgeführt haben. Die Zeugin Hermina Z., welche das Eintreffen der Polizisten und die darauffolgenden Szenen beobachtete, verlor in ihrer Aussage kein Wort über Ersthelfer-Maßnahmen der Polizisten, obwohl sie das Antreffen der ersten Beamten genau schildert. Auch nicht darüber, dass Michele Kiesewetter von Polizisten aus dem Auto gezogen worden sein soll! Der Polizist fasste der am Boden liegenden verletzten Beamtin lediglich an den Kopf und ging dann zur Beifahrerseite. Auch erwähnt keiner der „offiziellen“ drei Beamten, dass einer von ihnen telefoniert haben will – was die Zeugin aber beobachtete! Es ist sehr unwahrscheinlich dass diese drei jene ersten Beamten waren. Wer traf in diesem Zeitraum (oder kurz danach) dort alles ein?

Vielleicht auch die BFE-523 Angehörigen Uwe B. und Timo H.? Diese befanden sich am Bahnhof, circa 3 Minuten per PKW von der Theresienwiese entfernt.

14:22 UHR, Frau Dr. Schröder. Notärztin.

Sie stellt zur genannten Zeit den Tod von Michele Kiesewetter fest. Alle anderen Rettungskräfte kommen wenige Minuten später am Tatort an.

Anmerkung:

Von Ihr gibt es kein Protokoll in den Akten, welche ihre Darstellung auf der Theresienwiese und ihres Einsatzes wiederspiegelt. Auch so etwas wie eine Zeugenaussage gibt es nicht. Lediglich den Vermerk, dass sie den Tod von Michele Kiesewetter festgestellt hat. Ihre DNA wurde außerdem ebenfalls nicht auf der Opferbekleidung festgestellt. Ebenso wie die der angeblich ersten offiziellen Kollegen, die unter anderem auch Erste-Hilfe Maßnahmen geleistet haben wollen. Die Notärztin muss gegen kurz vor 14:18/20 UHR (ungefähr) eingetroffen sein, um wenige Augenblicke danach den Tod von Michele Kiesewetter fest zu stellen. Die Uhrzeit ergibt sich auch aus dem Funkspruch der unbekannten Polizisten von 14:18 UHR, die da sagte, „Notarzt ist vor Ort“.

14:30 UHR, Anonymer HWG. Beobachtung in der Sontheimer Straße.

Die Vertrauensperson 1749 der Polizei Heilbronn gab zum Tattag an, in der Sontheimer Straße Richtung Stadtmitte zu laufen, wo er einen blutverschmierten Mann sah der in ein wartendes Auto hechtete. Der Mann war am Unterarm blutverschmiert und habe dort eine Tätowierung in Form von Kreuz auf Hügel gehabt. Er soll muskulös, schlank, 1,80m circa 30 Jahre alt gewesen sein und hatte kurze blonde, zum Mittelscheitel gekämmte Haare. Er beschrieb ihn als „Russe“. Während er die Beobachtung machte, hechtete der beschriebene Mann eine Böschung vom Wertwiesen-Park her kommend, quer über die Fahrbahn in ein wartendes Auto. Er sprang in einen wartenden, dunklen, blauen Audi 80 mit Mosbacher Kennzeichen. Der Fahrer habe ihm „Dawai dawai“ zugerufen. Angaben zum Fahrer konnte er nicht machen. Der Zeuge korrigierte später seine Uhrzeitangabe und gab diese mit 14:30 UHR an. Vorher wurde die Zeit mit 13:40 Uhr angegeben.

Anmerkung:

Zur Spur 22. Der besagte blaue / dunkle Audi 80 (oder A4) mit Mosbacher Kennzeichen, wurde am selben Tag gegen 11:30 UHR in der Hafenstraße in Heilbronn gesichtet. Die drei Männer, die dem Audi zugerechnet werden, unterhielten und stritten sich lautstark. Die Männer seien ebenfalls „Russen“ gewesen. An dem besagten Aufenthaltsort wurden später Zigarettenkippen und ein Einwegfeuerzeug gefunden. Zur Personenbeschreibung der drei Männer ist nur bekannt, dass es junge Leute und ausschließlich „Russen“ gewesen sein sollen. Auch fällt hier wieder die Beschreibung des Autos auf, die eine deutliche Verbindung zu den Beobachtungen der Zeugen kurz vor und nach der Tat darstellt könnte.

14:30/40 UHR, Die Tatortermittler kommen am Tatort an.

Anmerkung:

Wann wurde Michele Kiesewetter aus dem Auto gehoben? Laut den offiziellen Beamten direkt nachdem sie eintrafen. Die Zeugenaussagen die am Tatort waren sprechen zum Teil dagegen. Drei von vier Zeugen sagen, dass die Polizisten außerhalb des Autos lagen! Die Tatortgruppe vermerkt bei ihrem Eintreffen, dass die Tote neben dem Auto unter einer schwarzen Plane liegt.

14:40 UHR, Timo H. Gruppenführer BFE-523 am Tatort

Der BFE-523 Beamte Timo H. ruft den Chef der Einheit Thomas B. an. Die tote Michele Kiesewetter läge neben ihm.

14:40 UHR und weitere Minuten, Daniel S. BFE-523

Der BFE-523-Beamte kontrollierte zur genannten Zeit Personen auf der Theresienwiese.

Auffallend hierbei: er hatte an diesem Tag offiziell Urlaub! Zudem wurde seine DNA auf der Opferbekleidung nachgewiesen.

Anmerkung:

Trotz der dazwischen liegenden Grundreinigung des BMWs fand man neben seiner DNA noch drei weitere Kollegen-DNAs auf den Opfern. Zum Teil an ungewöhnlichen Stellen die eher unwahrscheinlich durch äußere Berührung oder DNA Verschleppung übertragen werden könnten. Erklärt wurde dies damit, dass man innerhalb des Kollegenkreises Ausrüstungsgegenstände untereinander gelegentlich tauschen würde.

14:45 UHR, Martin Arnold wird ins Klinikum Ludwigsburg abgeflogen

15:25 UHR, Thomas B. am Tatort. Chef der BFE-523

Zur genannten Uhrzeit ruft Thomas B. das Handy der toten Michele Kiesewetter an. Während des Anrufes steht er unmittelbar neben ihr.

Anmerkung:

Warum rief er die tote neben ihm liegende Michele Kiesewetter an? Um das Handy zu finden? Es gibt ein Handy von ihr welches offensichtlich verschwunden ist (besaß zwei private Handys. Eines fehlt). Was sollte diese Handlung bezwecken? Was hätte man auf diesem Handy finden können? Absprachen für einen Diensttausch oder ähnliches?

Noch am selben Nachmittag wurde die Sonderkommission „Parkplatz“ ins Leben gerufen. Die Ermittlungen endeten mit insgesamt drei SOKO-Leitern am 04.11.2011 ohne Ergebnis. Ab jenem magischen Datum entwickelte der Fall eine interessante Eigendynamik.

Die Täter waren „klar“. NSU.

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 5

eine Serie von @riemenkarl

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Die Tat und die Auffinde-Situation

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der BMW5er neben dem Trafohaus

13:58 UHR, diverse Ohrenzeugen hören Schüsse

14:00 UHR, Ehepaar F. (11)

Beide beobachteten wie ein dunkelblauer Audi A 4 mit LB-Kennzeichen in schneller Fahrt auf die Theresienwiese, an der Zufahrt Schlachthof fuhr. Fahrer blond, Kurzhaarschnitt, weiterer Mitfahrer.

Anmerkung:

Auch hier wird wieder ein blauer Audi beschrieben. Was sehr auffällig ist, dass dieser in unmittelbarer Tatortnähe gesehen wurde! Zwar ist hier das Nummernschild ein anderes, aber die Fahrzeugbeschreibung passt weitgehend mit den anderer Zeugen überein! Diese Aussage findet in den Akten nur geringe Erwähnung. Personenbeschreibungen könnten vielleicht mit den Phantomen übereinstimmen. Unklar.

Gegen 14:00 UHR, Andrei F. (12)

Der Zeuge hört gegen 14:00 UHR zwei Schüsse, er sah auch das Polizeifahrzeug. Im Anschluss sah er einen blauen Ford Kombi mit Mosbacher Kennzeichen schnell in Richtung Süden davon fahren. Seine Beobachtungen machte er vermutlich auf Höhe des alten Schlachthofes in der Theresienstraße.

Anmerkung:

Diese Aussagen befinden sich nicht in Ordner1 und sind leider nur dürftig geschildert. Vermutlich ist bei dem Polizeifahrzeug das Opferfahrzeug gemeint. Auch hier taucht wieder der ominöse blaue PKW auf, der hier aber als Ford Kombi bezeichnet wird. Trotzdem wird hierbei wieder das Kennzeichen als Mosbacher Nummer angegeben. Die Polizei schätzte seine Aussagen in weiteren Vernehmungen als unglaubwürdig ein. Spur 603. Diese Aussage machte er ungefähr vor dem 28.08.2007(wann genau ist unklar). Ein Aktenvermerkt dazu:

In einer Folgevernehmung am 27.04.09 erklärte der HWG, dass damals alles gelogen war: Er sei unter Drogen gestanden und wollte schnelles Geld verdienen. Das Handy des HWG war nicht in der Funkzelle.

Wie dieser Aktenvermerk und seine Aussagen im Einklang zu sehen sind ist fraglich. Was aber auffällt ist, dass an dieser Stelle ein blaues Auto mit einem Mosbacher Kennzeichen erwähnt wird. Ähnlich wie bei den Zeugenaussagen von Mehmet C., Lieselotte W. und dem HWG aus der Sontheimer Straße.

Muss man ein Handy dabei haben um etwas gesehen zu haben? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich einen vom Tatort flüchtenden blauen Wagen mit Mosbacher Kennzeichen vorstellt und der im Tagesverlauf von mehreren Zeugen im Groben so gesehen wurde? Solch eine Information war womöglich nicht aus den Medien zu entnehmen.

14:00 UHR (ungefähr), Lieselotte W. (13 und B)

Die Zeugin befuhr von Nordheim her kommend die Neckartalstraße. 150 m bis 200 m bevor sie die Otto-Konz-Brücke befuhr, hörte sie ganz deutlich zwei harte Schüsse. Als sie an der Kreuzung anhielt, sah sie einen Mann, der sowohl am linken Arm als auch an seiner komplett linken Seite blutverschmiert war. Es sah so aus als ob zufällig ein Auto dem Mann entgegen kam. Dieses Auto hielt an, der Mann stellte sich vor die Beifahrertüre, schaute um sich herum und stieg anschließend hinten im Fahrzeug ein. Die Person wird wie folgt beschrieben: Männlich, mittelgroß, 170- 175 cm, nicht dick aber gut genährt, breite Schultern, rundes Gesicht, glatte und dunkelblonde Haare. Er wird als Russe oder Pole beschrieben. Der Mann war ca. 30 – 35 Jahre alt. Er trug ein blau-grün gemustertes Hemd. Er trug keinen Bart und keine Brille. Das Fluchtfahrzeug beschreibt sie als dunkle Limousine, möglicherweise blau. Die Erscheinung des Fahrzeuges beschreibt sie als ungepflegt und runter geritten (sinngemäß). Das Fahrzeug soll aus der Theresienstraße an der Ecke zur Karlsruher Straße gehalten haben und in Richtung Böcking gefahren sein.

Bei einer ergänzenden Vernehmung im Oktober 2009 sagte die Zeugin zu dem Fahrzeug aus, dass es sich hierbei um eine Limousine handelte die hell, vielleicht beige war. Ähnlich wie ein Taxi, aber ausdrücklich war es kein Taxi. Es soll sich hierbei um einen Mercedes („oder sowas“, Ausdruck der Zeugin) mit Mosbacher Kennzeichen gehandelt haben. Bei dem Kennzeichen sei sie sich absolut sicher. Dieses Szenario soll sich nun an der Kreuzung Frankfurter Straße zur Theresienstraße zugetragen haben. Diese Örtlichkeit liegt circa 280m nördlich von der zuerst gemachten Beobachtung (Theresienstraße Ecke Karlsruher Straße) entfernt.

Anmerkung:

Sehr auffällig ist es, dass die Zeugin die Angaben zu dem Fahrzeug und zum Standpunkt ihrer Sichtung im Oktober 2009 ändert. Wie soll sie diese Beobachtung gemacht haben (die sich in der zweiten Darstellung im nördlichen Teil abgespielt haben soll), wenn sie doch aber am südlichen Teil der Theresienwiese entlang fuhr? Das dunkle/blaue Fahrzeug mit Mosbacher Kennzeichen, meist von anderen Zeugen als Audi 80 oder Audi A4 beschrieben, wird nun von ihr als ein völlig anderes Fahrzeug angegeben! Warum macht sie nach einem so langen Zeitraum plötzlich und ohne jede erkennbare Notwendigkeit völlig andere Angaben zum Fahrzeug und zum „Ort des Geschehens“? Angeblich soll sie diese Aussage aus Eigenantrieb gemacht haben, da ihr die Sache keine Ruhe lassen würde. Ein Vermerk zu ihren Vernehmungen lautet, dass die Zeugin einen „unsicheren“ Eindruck in ihren (zweiten) Zeugenaussagen übermitteln würde. Bei der Vernehmung in der sie diese nachträglichen Angaben gemacht hatte, findet sich keine Unterschrift. Weder von den vernehmenden Beamten noch von der Zeugin! Diese „Änderungen“ von Zeugenaussagen zu der Fahrzeugbeschreibung findet sich immer wieder im Verlauf der Zeugenangaben.

14:00/05 UHR, Jürgen N. (14)

Der Zeuge befuhr am Tattag die Hafenstraße in südlicher Richtung. Er fuhr gegen kurz vor 14:00UHR von seinem Wohnort los und parkte sein Fahrzeug gegen kurz nach 14:00 UHR auf der Höhe des Eros-Centers in der Hafenstraße, kurz vor der Eisenbahnunterführung (geschätzte Fahrdauer von seinem Wohnort aus bis zum Abstellen des Autos, laut Google-maps circa 8 Minuten). Anschließend ging er dann von der Hafenstraße, unter der Unterführung hindurch und auf die andere Straßenseite in die Theresienstraße. Dort fiel ihm auf der nördlichen Einfahrt zur Theresienwiese ein Polizeifahrzeug auf. Die folgenden Beobachtungen machte er von der Unterführung aus, circa 10 bis 15m entfernt, in südlich blickender Richtung. Das Polizeifahrzeug, ein 5er BMW Streifenwagen, stand gegen der Fahrtrichtung mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig direkt neben der ersten Einfahrt (von Norden gesehen). Neben dem Polizeiauto befanden sich ein Polizist, den er als circa 1,89m groß beschrieb, und eine südländisch aussehende Passantin von circa 1,75m Größe, welcher der Polizist kontrollierte. Einen zweiten Polizisten sah er nicht. Die Frau hatte eine schlanke Gestalt, lange glatte schwarze Haare, ungefähr zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Anmerkung:

Der Zeuge sagt in aller Deutlichkeit, dass er den Beamten und das Polizeifahrzeug um kurz nach 14:00 UHR an der nördlichen Einfahrt der Theresienwiese gesehen hat. Wie kann diese offensichtliche Tatsache in die Geschichte passen? Offiziell kamen die ersten Beamten aber erst gegen 14:22 UHR an! (vorher mit 14:18 UHR angegeben)

Bei der Frage welche Größe der vernehmende Beamte gehabt habe, sagt der Zeuge, dieser sei ungefähr 1,89m groß. Vermerkt wird hierbei, dass der Beamte eine tatsächliche Größe von 1,92m hat. Was lässt sich aus dem Vermerk in den Akten schließen? –> Ist hier bekannt welcher Beamte die Kontrolle kurz nach 14:00 UHR durchführte? Was hatte der Polizist kurz nach dem Anschlag dort zu suchen, wo der Funkspruch und der Notruf offiziell noch gar nicht raus waren?

Nachtatphase. Zeugen entdecken den Tatort.

14:05 UHR, Auffinde-Zeuge. Peter S.

Der Zeuge fuhr mit dem Rad über die Brücke in Richtung Bahnhof entlang und bemerkte dabei das neben dem Trafohaus stehende Polizeiauto. Er fuhr in unmittelbare Nähe auf ungefähr 20m (blieb die ganze Zeit auf dem Radweg) an den Tatort heran. Dabei sah er, dass ein Polizist seitlich aus der geöffneten Fahrertür hing. Es sah so aus, als hinge der Polizist seitlich auf dem Türschweller um sich nach unten zu beugen. Der Polizist sei auf der Brust blutverschmiert gewesen. Beide Türen standen offen. Er fährt zum Bahnhof und verständigt über den Taxifahrer Mustafa K. die Polizeidienststelle Heilbronn. Sein eigenes Handy benutzt er nicht. Der Zeuge beschreibt in einer weiteren Vernehmung den heraushängenden Polizisten. Hierbei gibt er bei der Frisur an, dass diese eine dunkelblonde mit hellen Strähnen gewesen sei. Er beschreibt sie als Kurzhaarfrisur. Weiter gibt er an, dass er keine Langhaarfrisur erkannt haben will. Er sieht während er zum Bahnhof fährt beim Zurückblicken, dass beide Türen geöffnet sind.

13:55/14:15 UHR (zwischen beiden Uhrzeiten), Thorsten B. (C)

Der Zeuge befuhr vermutlich gegen kurz nach 14:00 UHR die Hafenstraße in südlicher Richtung (in Richtung Theresienwiese). Auf der Höhe der Bahnunterführung sah er rechts von sich drei Männer die Böschung hinunter laufen. Für ihn hatte es den Eindruck als würden sie vor etwas davon laufen. Er vermutete eine Kontrolle von Schwarzarbeitern. Als er auf der Höhe der Theresienwiese war bemerkte er, dass sich dort schon Polizeifahrzeuge befunden haben. Seine Verlobte Tina K. bestätigte die Uhrzeit und die Erzählung ihres Verlobten, da dieser sie unmittelbar nach der Sichtung angerufen habe. Die Uhrzeit wird hierbei auf kurz nach 14:00 UHR eingegrenzt.

Anmerkung:

Hier wird von drei flüchtenden Männern gesprochen. Waren dies eventuell dieselben Männer die auch der Zeuge Thomas K. zuvor gesehen hatte, welche die Frankfurter Straße in Richtung Theresienwiese entlang liefen? Mögliche wäre es, da Thomas K.s Darstellungen sich auf nur wenige Minuten zuvor beziehen. Somit könnte es auch möglich sein, dass diese drei Männer kurz nach den Schüssen geflohen sind. Dies ist aber deshalb unklar, da die angegebenen Zeiten recht ungenau sind. In einem Aktenvermerk steht zu den drei Personen, dass es sich hierbei womöglich um Zivilbeamte gehandelt habe (klar ist dies aber nicht. Warum sollten Zivilbeamte (gegen 14:50 UHR) vor etwas davon rennen?

Die Uhrzeit wird mit zwischen kurz vor 14:00 Uhr und 14:15 UHR angegeben. Somit könnte er diese Sichtung vermutlich gegen kurz nach 14:00 UHR gemacht haben. Als Bestätigung der zeitlichen Eingrenzung, dient das Telefonat mit seiner Verlobten, die er kurz danach angerufen haben will. In einem Aktenvermerk ist geschildert, dass die Verbindungsdaten seines Anrufes mit seiner Verlobten, auf 14:48 UHR datiert sind. Jedoch steht diese „Feststellung“ im direkten Gegensatz zu den beiden Aussagen der Zeugen Thorsten B. und seiner Verlobten!

Der Zeuge gibt klar mehrere Polizeifahrzeuge an die gegen kurz nach 14:00 UHR auf der Theresienwiese standen. Offiziell kamen die ersten Beamten aber erst gegen 14:18 UHR, was später auf 14:22 UHR umgeändert wurde (wegen des Funkspruches und der langen Anfahrzeit der ersten Kollegen).

Da offensichtlich mehrere Polizeifahrzeuge (Opferfahrzeug plus X?) vor 14:15 UHR von ihm gesehen wurden, kann es somit -nach der offiziellen Darstellung- unmöglich die Streife von PMin Kerstin K., PHK Joachim T. oder PHK Jörg H. gewesen sein. Wie schon erwähnt trafen diese nach offizieller Darstellung erst gegen 14:22 UHR ein (PMin Kerstin K. gab an als erste Streife gegen 14:22 UHR am Tatort eingetroffen zu sein)!

Wer waren dann diese Polizisten, so es denn mehrere gewesen sein sollten? Möglich wäre auch die Streife die der Zeuge Jürgen N. an der Einfahrt der Theresienwiese gegen 14:05 UHR sah, mit dem Polizist der dort eine Frau kontrollierte.

Sollten seine Schilderungen stimmen (wonach es aussieht), dass die Polizei schon kurz nach 14:00 UHR vor Ort war, so wie es die Zeugen Jürgen N. und Thorsten B. beschrieben, dann stimmt nicht nur die offizielle Version nicht, sondern dann gab es Polizisten die vor den „Offiziellen“ am Tatort waren.

14:10 UHR, Michael Karl W.

Der Zeuge sah gegen 14:10 UHR den Streifenwagen am besagten Tatort stehen. Die Fahrertür war geöffnet und aus dieser hing ein „sackähnlicher“ Gegenstand, den er nicht näher beschreiben konnte. Er befuhr die Strecke mit seinem Fahrrad. Genauere oder andere Beobachtungen konnte er nicht machen.

14:10 UHR (ungefähr), Jamil CHEHADE. (15)

Kam gegen 12:45 UHR schon einmal am späteren Tatort vorbei. Zu diesem Zeitpunkt stand der Streifenwagen noch nicht dort. Vermutlich kurz vor 14:10 UHR läuft er die Bahnhofsstraße zur Frankfurter Straße entlang in Richtung Theresienwiese. Folgende Beobachtung machte er auf Höhe des Stellwerkes: Dabei bemerkt er ein heran eilendes Fahrzeug welches mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffährt, auf das Trafo-Häuschen zusteuert und hinter diesem anhält. Während er den Fahrradweg weiter zur Theresienwiese läuft, fährt das helle Fahrzeug nach circa 20 Sekunden mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienstraße in Richtung Süden weg. Es wird in den Akten angegeben, dass es sich hierbei um ein Taxi handelt.

Anmerkung:

Angegeben wird, dass das helle Fahrzeug ein Taxi gewesen sein soll.

Dieser Sachverhalt kann aus zwei Gründen NICHT stimmen!

  1. Die Taxis kamen erst Minuten später an, fast zeitgleich als die ersten offiziellen Polizisten eintrafen. Anschließend blieben die Taxis so lange, bis sie von den Polizisten weg geschickt wurden!
  2. Der Zeuge Chehade spricht an anderer Stelle von einem hellen Fahrzeug welches mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffuhr und nach wenigen Sekunden wieder davon raste. Diese Sichtung wird auch in der Doku „Tod einer Polizistin“ (2017-ARD) von ihm so dargestellt.

Ein anonymer Hinweisgeber beschreibt ein silberfarbenes Fahrzeug, möglicherweise ein Mercedes E-Klasse, welches mit hoher Geschwindigkeit von der Theresienstraße in Richtung Otto-Konz-Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Auch der Zeuge Heiko N. spricht von einem silbernen Fahrzeug, das unmittelbar vor dem Polizeifahrzeug gestanden haben soll. Dies habe er beim vorbei fahren mit der S-4 gesehen. Hier könnte eine Analogie zur Spur 292 (anonymer HWG) und den Aussagen von Zeuge Heiko N. mit denen von Jamil Chehade bestehen.

Ein logischer und möglicher Schluss wäre, dass das heranfahrende helle Fahrzeug jemanden aufgegabelt haben könnte!

14:00/:10 UHR + weiter Minuten. (ungefähre Zeitangabe) Herbert M. (17)

Der Zeuge sah wie ein silberfarbener Mercedes, vermutlich E-Klasse, mit hoher Geschwindigkeit aus der Theresienstraße auf die Otto-Konz Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Seine Angaben beziehen sich auf ungefähr 14:00 UHR oder kurz danach.

Anmerkung:

Hierbei könnte es sich um dasselbe Fahrzeug handeln, dass auch die Zeugen Jamil Chehade und Heiko N.sahen. Der Zeuge Jamil Chehade beschrieb das Fahrzeug als einen hellen Wagen. In seiner Aussage von Ordner.1 steht jedoch, dass dies ein Taxi war. Kann aber nicht sein, da die Taxis nachweislich Minuten später ankamen (siehe seine Aussage oben). Der Zeuge Heiko N. wird womöglich dasselbe Fahrzeug gesehen haben. Er sagt dazu es sei ein silbernes viertüriges Auto gewesen. Die Zeiten von Jamil Chehade und Heiko N. stimmen ungefähr überein.

14:12 UHR, „Ring 30“ LPP Stuttgart ruft Ringfahndung innerhalb 30km aus.

14:15 UHR (vermutlich gegen 14:10 UHR) Heiko N. (16)

Der Zeuge fuhr mit der Straßenbahn S-4 zur ungefähr genannten Zeit von Böckingen kommend in Richtung Heilbronn. Während dessen sah er beim Vorbeifahren auf der Brücke den Streifenwagen am Backsteingebäude stehen. Dabei sah er wie ein Polizist aus der geöffneten Fahrertür heraushing. Auf der Beifahrerseite saß ebenfalls ein Polizist. Beide Türen waren geöffnet. Unmittelbar vor dem Polizeiwagen, ungefähr drei Meter schräg davor, stand ein silberner, viertüriger PKW. Weitere Personen fielen dem Zeugen nicht auf. Die Türen des silbernen Autos waren geschlossen.

Anmerkung:

Früher als 14:13 UHR deshalb, da die Taxifahrer nach dem Notruf von Zeugen Mustafa K. / Peter S. losfuhren. Fahrdauer vom Bahnhof zur Theresienwiese circa 1 Minute. Hier wird eine Analogie zu den Zeugenaussagen von Jamil Chehade und Herbert M. deutlich, worin beide einen hellen/silberfarbenen PKW beschrieben, der auf die Theresienwiese bzw. zum Trafohaus mit hoher Geschwindigkeit auf und wieder ab fuhr.

14:12 UHR (ungefähr), Jamil Chehade

Nachdem das Fahrzeug abgefahren und eine Staubwolke hinterlassen hat, befindet sich Jamil Chehade am Trafohäuschen/Tatort. Er nähert sich dem Streifenwagen von hinten auf circa 2m. Beide Türen des BMWs sind geöffnet. Er bemerkt dabei, dass die Frau am Boden lag, mit den Füßen noch im Fahrerraum. Dabei bemerkt er, dass die Waffe fehlt und die Polizistin die Hand am Holster hat. Polizist liegt auf der Beifahrerseite auf dem Boden.

Anmerkung:

Die Zeitberechnung ergibt sich aus den ungefähren Standortangaben des Zeugen und den Zeitangaben der Weg-Strecken-Berechnung (google-maps). Hierbei geht aus den Aussagen nicht klar hervor wer auf welcher Seite lag. Polizistin liegt wie der Polizist neben dem Fahrzeug, jedoch sind die Beine noch im Fahrzeug. Möglich wäre, dass MK auf F-Seite und MA auf BF-Seite lag. Dies ist jedoch nicht ganz klar. In seiner zweiten Vernehmung korrigiert er folgendes:

Die Polizistin habe auf der Fahrerseite aus dem Auto gehangen und die „Taxis“ seien schnell von der Theresienwiese abgefahren. Mit Taxis werden womöglich die „echten Taxis“ gemeint sein, die von den Polizisten vom Tatort verscheucht wurden, ohne dass man deren Personalien und Aussagen aufgenommen hat.

Ungefähr 3-4 Minuten (geschätzte Zeit) nach seinem Eintreffen am Tatort, kommen auch die ersten Streifenwagen an. Kurze Zeit zuvor treffen die drei Taxi-Fahrer Ralf D. und Barbara H. ein. Kurz darauf folgt auch der Taxifahrer Mustafa K. mit seinem Taxi, fast zeitgleich mit der Polizei.

Jamil Chehade wird von einer Polizistin weg geschickt ohne dass diese die Personalien des Zeugen aufnehmen.

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Personen und Fahrzeuge unmittelbar nach der Tat

Um die Zeugenaussagen nacheinander im Zusammenhang zu bringen, werden diese weiter unten chronologisch in einem Text dargestellt. Als Stütze soll diese Grafik dienen.

Gegen 13:58 UHR und 14:00 UHR

Die Schüsse fielen gegen 13:58 UHR. Das Ehepaar F. machte gegen 14:00 UHR eine interessante Beobachtung. Sie beschreiben wie ein dunkelblauer Audi A 4 mit LB-Kennzeichen (11) in schneller Fahrt auf die Theresienwiese an der Zufahrt Schlachthof fuhr. Fahrer blond, Kurzhaarschnitt, weiterer Mitfahrer.

Anmerkung:

Die Aussagen des Ehepaars F. findet in den Akten nur eine knappe Erwähnung. Hier wird der Audi mit LB-Kennzeichen und nicht mit einem Mosbacher Kennzeichen angegeben.

Der Zeuge Andrei F. hörte nicht nur gegen 14:00 UHR die Schüsse, sondern er beschrieb eine Szenerie die er ungefähr vom alten Schlachthof aus beobachtete. Dabei sah er das Opferfahrzeug (0) und ein auf der Theresienstraße in südlicher Richtung davon flüchtenden blauen Wagen mit Mosbacher Kennzeichen(12).

Anmerkung:

In den Akten spielt er eine seltsame Rolle. Darin ist ein Vermerk, dass er sich diese Aussagen nur ausgedacht habe um die Belohnung ab zu kassieren. Außerdem soll er zur Tatzeit unter Drogen gestanden haben. Sowas soll´s ja geben. Aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, sich bei seiner Phantasiererei ein blaues flüchtendes Fahrzeug mit Mosbacher Kennzeichen aus zu denken? Die erste Aussage über seine Sichtung wurde am 27.04.2009 wiederrufen. Er gibt das Fahrzeug unter anderem als einen Ford Kombi an. Gegen ihn lag zum Tatzeitpunkt ein BTM-Delikt vor.

Ungefähr im gleichen Zeitraum stand die Zeugin Lieselotte W. mit ihrem Wagen an der südlichen Kreuzung der Theresienwiese. Auch sie vernahm die Schüsse gegen 14:00 UHR. Dort sah sie am südlichen Eingang der Theresienwiese einen dunklen/blauen Wagen (13), eine Limousine mit Mosbacher Kennzeichen auf der Ecke warten, in welche ein flüchtender Mann (B) hinein hechtete. Kurz darauf fuhr der Wagen (13) in Richtung Böckingen mit hoher Geschwindigkeit davon.

Anmerkung:

Bei dem Fahrzeug (11) und (12) könnte es sich um dasselbe Fahrzeug handeln! In ihrer Aussage ist es auffallend, dass sie in ihrer zweiten Vernehmung angeblich andere Angaben zum Aussahen des Fahrzeuges und zur Örtlichkeit der Sichtung macht. Nicht nachvollziehbar – wieso so plötzlich (siehe dazu ihre Aussage).

Kurz nach 14:00 (:05+)UHR

Ungefähr wenige Minuten nach 14:00 UHR, sah der Zeuge Thorsten B. auf der nördlichen Seite des Bahndammes drei Männer (C) die Böschung hinunter rennen die nach Norden flüchteten.

Anmerkung:

Vielleicht haben diese Männer rein gar nichts mit der Tat zu tun, sie sollen hier aber dennoch Erwähnung finden. Der Zeuge Thomas K. sah um kurz vor 14:00 UHR drei Männer (A) von der Frankfurter Straße in Richtung Theresienwiese gehen. Vielleicht könnte es sich um die gleiche Sichtung handeln. Wer waren diese Personen? Waffendiebe? Täter? Unbeteiligte?

Anschließend fuhr der Zeuge durch die Unterführung hindurch und sah dass sich auf der Theresienwiese schon Polizei ((14) und (0)???) befunden habe.

Anmerkung:

Er spricht deutlich von kurz nach 14:00 UHR. Außerdem spricht er von Polizeifahrzeugen -> MERHZAHL! Kann es hierbei sein, dass der Zeuge den Streifenwagen vor der Einfahrt gemeint hat den auch Jürgen N. um kurz nach 14:00/05 UHR gesehen hat? Dann könnte die Sichtung nicht nur aus dem Opferfahrzeug (0) bestehen, sondern auch aus Jürgen N.s Streifenwagen-Sichtung (13). Das würde bedeuten, dass zwei Zeugen unabhängig voneinander und unmittelbar nach der Tat Polizisten nahe dem Tatort gesehen haben!

Ungefähr gegen 14:10 UHR

Anmerkung:

Das Polizeifahrzeug (14), welches vermutlich gesehen wurde, befindet sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr in Tatortnähe.

In dieser Zeit kommt der Zeuge Jamile Chehade aus Richtung Bahnhof und geht den Radweg der Theresienwiese entlang. Kurz vor der Theresienwiese, ungefähr auf Höhe des Stellwerkes, sieht er ein helles Fahrzeug (15) mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffahren. Nach wenigen Augenblicken fährt dieses Fahrzeug wieder fluchtartig davon. Im ungefähr selben Augenblick fährt der Zeuge Heiko N. mit der S4 an der Theresienwiese vorbei. Dabei sieht er ebenfalls wie der Zeuge Jamil Chehade ein silbernes Fahrzeug (16) auf der Theresienwiese. Nach seinen Angaben stand das vier-türige Fahrzeug circa drei Meter schräg vor dem Opferfahrzeug (0). Personen konnte er keine wahrnehmen.

Auch ein anderer Zeuge, Herbert M., machte eine ähnliche Beobachtung. So sah er wie ein silberfarbener Mercedes, (17) vermutlich E-Klasse, mit hoher Geschwindigkeit aus der Theresienstraße auf die Otto-Konz Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Seine Angaben beziehen sich auf ungefähr 14:00 UHR oder kurz danach.

Fakt ist: Es gibt Tatortzeugen die wichtige Beobachtungen zum Tatgeschehen gemacht haben und denen verhältnismäßig wenig Beachtung geschenkt wurde.

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 4

eine Serie von @riemenkarl

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Vortatphase. Weitere Zeugen.

Laut offizieller Darstellung und nach den an die SOKO gefaxten Einsatzlisten der BFE 523, dauert die Schulung zu dieser Zeit noch an. Weiter mit den Zeugenaussagen.

Zwischen 12:35 UHR und 12:40 UHR, Taxifahrer Mustafa K.

Der Zeuge bemerkte ein Polizeifahrzeug mit GP- Kennzeichen in der Kaiserstraße nahe Inselbrücke. welcher in Richtung Bahnhof fuhr.

Anmerkung:

Sollten Michele Kiesewetter und Martin Arnold mittags gegen 12:30 UHR und 13:30 UHR die angebliche Schulung besucht haben, so könnten diese unmöglich in dem gesehenen Fahrzeug gewesen sein.

GP-Kennzeichen: Fahrzeug zugehörig der 5.BePo in Göppingen?

12:45 UHR, Jamil CHEHADE

Der Zeuge kommt zu diesem Zeitpunkt das erste Mal am späteren Tatort vorbei. Er geht den Fahrradweg entlang in Richtung Innenstadt. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich kein Streifenwagen auf der Theresienwiese.

13:22/23 UHR, Markus W. (1)

Der Zeuge befuhr die Otto Konz Brücke von Böckingen kommend in Richtung Heilbronn. Während er die Karlsruher Straße entlang fuhr, sah er auf der linken Seite auf dem Fahrbahnrad bzw. auf dem Gehsteig in Höhe der Bushaltestelle einen BMW 5er Kombi Streifenwagen abgestellt. Der Standort war am südlichen Ende der Theresienwiese gegenüber der Werkstatt Pit-Stop. Das Fahrzeug war unbesetzt.

Anmerkung:

Bei diesem Streifenwagen kann es sich nicht um den Streifenwagen handeln, der mit Michele Kiesewetter besetzt war. Sie soll zwischen 12:30 und 13:30 UHR im Polizeipräsidium Heilbronn bei einer M-Tex Schulung gewesen sein.

13:37 UHR (um diese Zeit herum), Alexander R. (2)

Der Zeuge sah auf Höhe der CC Bank in der Bahnhofsstraße, einen (vermutlich)BMW-Kombi-Streifenwagen in Richtung Bahnhof fahren. Zur Besetzung des Fahrzeugs konnte er keine Angaben machen. Er telefonierte um 13:37 UHR mit seiner Frau. Er geht davon aus, die Sichtung im Zeitraum des Telefonates gemacht zu haben.

Anmerkung:

Vermutlich handelt es sich bei der Sichtung von Zeuge Alexander R. und dem Ehepaar R.-S. um ein und dasselbe Fahrzeug. Grund hier führ, die zeitliche nahe beieinander liegenden Sichtungen und die Fahrtrichtung von Osten nach Westen (Bahnhofsstraße nach Kreuzung Bahnhofsweg/Frankfurter Straße).

13:35/40 UHR (ungefähr), Ehepaar R.-S. (3)

Die Zeugin Martina R.-S. fuhr mit ihrem Mann per Fahrrad von Heilbronn-Mitte in Richtung Westen, zu dem Fahrradweg der parallel der Gleise entlang führt. Dabei überquerten beide den Zebrastreifen an der Kreuzung Bahnhofsweg und Frankfurter Straße. Währenddessen fiel der Zeugin ein alter brauner Mercedes auf, der am dortigen Zebrastreifen anhielt. Dahinter befand sich ein Streifenwagen mit ortsfremdem Nummernschild (keine Heilbronner Nummer). Zu den Polizisten können keine Angaben gemacht werden, außer, dass es zwei waren (Geschlecht und Aussehen unbekannt). Die Marke des Streifenwagens ist unbekannt. Ihr Mann war bei einem späteren Gespräch über die Fahrzeugsichtung der Meinung, es habe sich im Mann und Frau als Besatzung gehandelt. Nach dem Überqueren der Straße, fuhr der Mercedes in Richtung Theresienwiese (von der Frankfurter Straße kommend links runter/südlich). Das Polizeiauto verlor sie aus den Augen, Fahrtrichtung unbekannt.

Anmerkung:

An anderer Stelle wird in den Akten vermerkt, dass dieses Polizeifahrzeug in Richtung Hafenstraße gefahren sein soll. In der Hafenstraße, bzw. am Salzhafen (ungefähr grobe Richtung) wurde auch die Sichtung der drei Russen und des blauen Audi 80 mit MOS-Kennzeichen, von Zeuge Mehmet C. gemacht.

13:45 UHR, Manfred K. (4)

Er kam von der Otto-Konz-Brücke in Richtung Heilbronn und sah im Zeitraum der genannten Zeit ein Streifenwagen neben sich stehen. Beide befanden sich auf der Karlsruher Straße. Der Streifenwagen fuhr bei der Grünphase nach links in Richtung Theresienstraße. Die Streife fuhr ein Polizeibeamter, einen Beifahrer sah er nicht.

Anmerkung:

An anderer Stelle wurde der Zeitpunkt der Sichtung mit 13:50 UHR angegeben. Dieser Streifenwagen muss ein anderer sein als die oben beschriebenen Zeugensichtungen. Er kam aus südlicher Richtung und fuhr nach Norden. Wenn der Streifenwagen mit Kiesewetter besetzt zu diesem Zeitraum von der Bahnhofsstraße (oder wo anders war) aus gekommen ist, dann muss dies folglich eine andere Streife gewesen sein. Vielleicht auch die gleiche, die später gegen 14:05UHR (laut Zeuge N.) am nördlichen Eingang der Theresienwiese gesehen wurde.

13:40 / 45 UHR, Michael L. (5)

Der Zeuge läuft auf dem Fahrradweg oberhalb der Theresienwiese von Böckingen in Richtung Heilbronn. Zu diesem Zeitpunkt sieht er neben dem Stromhäuschen ein Polizeifahrzeug.

13:45 UHR, Algis K. (6)

Der Zeuge befuhr die Fußgängerbrücke von Böckingen kommend in Richtung Heilbronn Bahnhof. Auf Höhe der Theresienwiese sah er einen Streifenwagen parken, der jedoch nicht am späteren Tatort stand. Das Streifenfahrzeug soll im nördlichen Teil der Theresienwiese unter den dortigen Bäumen, mit der Fahrzeugfront in Richtung des Radweges bzw. der Bahngleise geparkt gewesen sein. Personen und Polizisten sah er nicht.

Anmerkung:

Wo stand dieser Streifenwagen? Standortwechsel (gab es ein Standortwechsel von Michael L.s Sichtung?)? Gab es einen zweiten Streifenwagen? War es der gleiche Streifenwagen den zuvor der Zeuge Manfred K. sah? Zeitlich könnte dies passen. Michael L. sah vermutlich den gleichen Streifenwagen. Hier könnte es sich um eine ähnliche Beobachtung handeln, wie sie Wolfgang A. gegen 11:45 UHR machte.

13:50 UHR, Margret S.

Die Zeugin befuhr mit ihrem Fahrrad die Fußgängerbrücke von Böckingen kommend in Richtung Heilbronn Bahnhof. Kein Streifenwagen vor Ort. Lediglich vier weitere Autos.

Anmerkung:

Fuhr der besagte Streifenwagen weiter zu einem anderen (Treff-) Punkt? Derselbe Streifenwagen den Algis K. und Manfred K. zuvor gesehen hatten? Besetzt mit einem Mann als Fahrer laut Manfred K.?

13:50 UHR (ungefähr), Perihan Ö. und Havva N. (7)

Als die Zeuginnen in Richtung Bahnhof fuhr und vor dem Bahnhof an einem Fußgängerüberweg an einer roten Ampel warten musste, fiel ihr ein Polizeiauto auf, das ihnen entgegen kam (vom Bahnhof kommend). Der ungefähre Standort ist am Bahnhof Nähe Busparkplatz. Dies beschrieben sie als einen längeren Wagen, womöglich ein Kombi. Besetzt sei das Fahrzeug mit einer Polizistin als Fahrer und einen jungen Polizisten als Beifahrer. Die Polizistin hatte dunkelblonde bis braune hochgesteckte Haare und trug eine Sonnenbrille. Das Polizeiauto bog ab und fuhr in Richtung Schlachthof(grobe Richtung Theresienwiese).

Anmerkung:
Möglicherweise dieselbe Sichtung wie von den Zeugen R.-S., Algis K. und Alexander R. Sichtung müsste daher vor 13:50 UHR gemacht worden sein. Andernfalls ein weiterer/anderer Streifenwagen!

13:55 UHR (ungefähr), Alla S. (8)

Als die Zeugin sich gerade etwa auf halber Strecke zwischen der Hafenstraße und Beginn

der Eisenbahnbrücke auf dem Fußweg parallel zur Eisenbahnlinie befand, bemerkte sie einen Streifenwagen, der von der Hafenstraße kommend auf die Theresienwiese gefahren kam. Dadurch, dass sie schon auf halber Strecke der Theresienwiese war hatte sie nicht gesehen, aus welcher Richtung das Polizeiauto in die Theresienwiese eingebogen war. Zur genauen Uhrzeit befragt gab sie an, dass dies etwa gegen 13.50 Uhr oder 13.55 Uhr gewesen sein müsste. Auf die Frage, ob ihr zu diesem Zeitpunkt irgendetwas Besonderes oder Merkwürdiges aufgefallen war gab die Zeugin an, dass ihr aufgefallen war, dass das Polizeiauto langsam und „ruppig“ auf dem Platz in Richtung dem Stromhäuschen fuhr. Vordem Stromhäuschen bog das Polizeiauto nach links ein. Sie befand sich zu

diesem Zeitpunkt etwa in gleicher Höhe und lief geradeaus weiter über die Eisenbahnbrücke.

Anmerkung:

Das „ruppige“ Auffahren des Streifenwagens, beschreibt auch die VP aus der „Heroin-Auto-Spur“ in seiner Aussage.

13:55 UHR (plus wenige Minuten), Ewald R. (9)

Der Zeuge befuhr mit seinem Auto die Theresienstraße in südlicher Richtung um anschließend auf die Otto-Konz-Brücke ab zu biegen. Dabei stellte er fest, dass in Bereich der unteren (südlichen) Einfahrt der Theresienwiese ein Polizeiauto war. Er vermutet, dass dieses gestanden habe.

13:5? UHR (geschätzte Zeit), Thomas K. (A) und (10)

Der Zeuge befand sich gegen kurz vor 14:00 UHR (Zeit nicht ganz klar, zwischen 13:50 und 13:55UHR) mit seinem Fahrzeug in der Nähe Frankfurter Straße Kreuzung Theresienstraße. Dabei fielen ihm drei Männer auf, die aus der Frankfurter Straße von Richtung Bahnhof herunter kamen und in Richtung Theresienstraße liefen. Der Zeuge beschrieb die Personen als südost-europäisch aussehend. Möglicherweise war auch noch ein vierter dabei, der aus südlicher Richtung vom alten Schlachthof kommend, zu den drei Männern dazu stieß. Kurz nach dieser Beobachtung fuhr er mit seinem Fahrzeug von der Frankfurter Straße nach links in die Theresienstraße in Richtung Süden. Der Zeuge bemerkte dabei auf der Höhe des alten Turms (Luftschutzbunker auf der Theresienwiese), ein Streifenwagen, vermutlich einen kleinen Van, welcher ihm entgegen kam.

Anmerkung:

Martin Arnold gab bei seiner ersten Vernehmung an sich daran erinnern zu können, am Tattag in einem VW T-4 Bus gesessen zu haben. Es könnte sich dabei aber auch um dieselbe Sichtung handeln, die auch die Zeugen Markus W., Manfred K. und Ewald R. sahen. Hierbei könnte es sich um ein anderen Streifenwagen handeln der von Süden in Richtung Theresienwiese fuhr.

Übersicht zu den Polizeiwagen-Sichtungen unmittelbar vor der Tat

DIE Streifenwagen. Eine Grafik sagt mehr als tausend Worte.

Aus den Darstellungen der Zeugen fällt eines ganz besonders auf:

Es muss mehrere Streifenwagen gegeben haben die im ungefähr gleichen Zeitraum in der Nähe der Theresienwiese waren. Zwar wird von einzelnen Zeugen ein BMW als Streifenwagen angegeben, jedoch stellt sich die Frage, war dies jener BMW 5er der mit Kiesewetter besetzt war?

Gab es noch mehr BMW 5er Streifenwagen (von der BePo)?

Am 25.04.2007 befanden sich nachfolgende Fahrzeuge der Bereitschaftspolizei im Einsatz:

1. GP-3464, BMW 5’er, Opferfahrzeug (BFE 523)

2. GP-3***, Opel Omega, Zivilfahrzeug (EZ514)

3. GP-3***, Ford Fiesta, Zivilfahrzeug (BFE 523)

4. GP-3***, VW-T4, Streifenfahrzeug (EZ 514)

5. GP-3***, Audi, Zivilfahrzeug (BFE 522, eingesetzt in Neckarsulm)

6. GP-3***, Daimler Benz, Zivilfahrzeug (BFE 522, eingesetzt in Neckarsulm)

Ergo: Wenn diese Liste stimmt, können die gemachten Zeugensichtungen nicht alle ein BMW 5er gewesen sein. Es muss mehrere Fahrzeuge gegeben haben.

Anmerkung:

Streifenwagen von anderen Einheiten sind hierbei jedoch unberücksichtigt geblieben und nicht in der Liste mit aufgeführt.

Zu berücksichtigen sind hierbei auch die Zeiten der gemachten Beobachtungen. Man muss bei manchen Fahrzeugen und der zeitlichen Nähe einzelner Beobachtungen zueinander davon ausgehen, dass es sich dabei um ein Fahrzeug handelt welches von mehreren Zeugen gesehen wurde. Trotz zeitlicher Unterschiede, könnte als eventuelles Beispiel dafür die Fahrzeuge 2,6 und 3 in Frage kommen.

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Interpretation zu den Sichtungen in der Phase vor der Tat.

Fest zu stehen scheint, dass es mindestens zwei unterschiedliche Streifenwagen gab.

Zumindest eines dieser Fahrzeuge näherte sich von Nord-westlicher Richtung, vom Bahnhof kommend. Bei den Sichtungen (2), (6) und (3) (eventuell auch (7) könnte es sich um ein und dasselbe Fahrzeug handeln. Trotz leichter zeitlicher unterschiede und den Beschreibungen aus den Zeugenaussagen könnte dies dennoch Nahe liegen. Dass in dieser „Sichtungskette“ noch ein weiteres Fahrzeug beinhaltet sein könnte, kann letztendlich nicht völlig ausgeschlossen werden. Auffällig hierbei Fahrzeug (6), welches deutlich später als eben genannte gesehen wurde. Hierbei werden aber von den Zeugen eine Frau(Fahrerin) und ein Mann beschrieben. Welche Rolle das Fahrzeug (5) anhand der Zeugenaussagen und im Einklang mit der Darstellung über die Tat spielt, erscheint sich nicht zu erschließen.

Jedoch nicht nur der spätere Tatort ist hierbei auffällig, sondern auch das nähere Umfeld. Auch an der südlichen Einfahrt der Theresienwiese befand sich ein Streifenwagen. Seltsamerweise auch ungefähr an gleicher Stelle wo die Zeugin W. gegen14:00 UHR ihre Sichtung machte. Ein Streifenwagen wurde nicht nur gegen 13:22 UHR sondern auch gegen 13:55 UHR dort stehen gesehen. Das Fahrzeug (4) des Zeugen Manfred K. (gesehen um 13:45 UHR) und das Fahrzeug (8) von Ewald R. (gesehen um 13:55 UHR), könnten aufgrund der zeitlichen und örtlichen Nähe ein und dasselbe Fahrzeug sein. Auffällig bei (4), das Fahrzeug fuhr ein Mann. Einen Beifahrer gab es hierbei nicht. Beispielsweise könnte (4) an das südliche Ende der Theresienwiese fahren um als (8) dort zu parken, so wie es (1) gegen 13:23 schon tat. Dieses Fahrzeug könnte auch gegen 14:00 UHR wieder gesehen worden sein. Dabei stand ein Streifenwagen am nördlichen Eingang der Theresienwiese. Die zeitliche und örtliche Nähe könnten diesen Verdacht erhärten.

Die Sichtung (9) könnte hierbei völlig aus dem Rahmen fallen und zum dritten Fahrzeug werden. Mögliche wäre aber auch, dass es das zuvor gesehene Fahrzeug (4) bzw. (8) wurde, welches sich als (9) in Bewegung setzt. Der Zeuge beschrieb jedoch die (9) als einen „kleinen Van“ oder ähnliches. Somit möglicherweise abwegig zu (4) und (8) die als BMW 5er beschrieben wurden.

Einzelne Sichtungen sagen auch deutlich aus, dass ein BMW 5er Streifenwagen schon vor dem Tatzeitpunkt (z.B. gegen 11:30 bis 11:45 UHR) auf der Theresienwiese und auch am späteren Tatort gesehen wurde. Hierbei könnte es sich zumindest um Michele Kiesewetter gehandelt haben.

Ob Martin Arnold als Mitglied dieser Streifenbesatzung vor Ort war ist fraglich. Sicherlich kann er aber trotzdem schon vormittags dort gewesen sein, was nicht zweifelsfrei klar ist. Ein Grund für seine vormittägliche Anwesenheit könnten gefundene Zigarettenkippen der beiden Opfer sein, die am späteren Tatort außerhalb und weiter hinter dem Fahrzeug liegend gefunden wurden. Hier könnte man eventuell annehmen, dass ein vorheriger Aufenthalt am Tatort stattgefunden habe und das Fahrzeug im Gegensatz zum späteren Auffinden weiter zurück gestanden haben könnte. Weiter in dieser Annahme gedacht, könnten die beiden Opfer sich ihrer Zigarettenkippen vom Auto aus sitzend entledigt haben, was dadurch den Auffinde-Punkt beider Kippen erklären könnte.

Es muss aber allemal eine Absicht vermutet werden, warum dieses (oder ein anderes Fahrzeug) mehrmals den späteren Tatort anfuhr! Nach wie vor ist der gesamte Tagesablauf beider Opfer in Frage zu stellen und völlig ungeklärt. Auch weiß man offenbar nicht wo der BMW den ganzen Tag über war.

Anmerkung:

Über das im Dienst-Kfz installierte Navigationsgerät wurde versucht die Aufenthaltsorte und die letzte Fahrtstrecke des Dienst-Kfz zu rekonstruieren. Trotz zahlreicher differenzierter Untersuchungsansätze zum Auffinden möglicher mitgeloggter GPS-Koordinaten, konnten keine Koordinaten im Arbeitsspeicher des Geräts festgestellt werden.

Ende Teil 4

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 3

eine Serie von @riemenkarl

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Zusammenfassung zum Vormittag und Mittag.

Zwei uniformierte Bäckerei-Kamps-Kunden. Vermutlich gegen 11:00 UHR.

Vorweg ist der Wiederspruch zu den Zeiten zu erwähnen.

Während der ersten Befragung wurde von den Zeugen fast übereinstimmend gesagt, dass die beiden Polizisten gegen 11:00 UHR in der Bäckerei eingekauft haben. Am ehrlichsten kommt der unbeteiligte Zeuge L. in dieser Darstellung vor, der schräg gegenüber der Bäckerei in einem Café gesessen hat und die Szene des Einkaufs zufällig beobachtete. Er gab die Zeit mit 11:00 UHR an.

Die Auszubildende der Bäckerei, Bianca V. legte sich ebenfalls auf 11:00 UHR fest.

Gertrud V. sagte zunächst zwischen 10:30 UHR und 11:00 UHR aus, gab dann in einer späteren Vernehmung die Zeit mit nach 11:00 UHR an – was ihre Nichte Bianca V. dann ebenfalls nachträglich bestätigte. Zur genauen Prüfung der Uhrzeiten wurden die Einkaufszeiten der Kasse mit den gekauften Waren der Polizisten überprüft. Hierbei ergab sich ein in Frage kommender Zeitraum von 11:26 UHR bis 11:30 UHR. Ein Uhrzeitvergleich mit der Kasse der Bäckerei ergab einen Vorlauf von 56 Minuten. Ergo ergäbe sich daraus eine Zeit des Einkaufes von 12:22 Uhr bis 12:25 Uhr. Diese Zeiten können nicht stimmen und passen allesamt nicht in den offiziellen Tagesablauf der beiden Opfer hinein. Völlig widersprüchlich und nicht ausermittelt.

Anmerkung:

Martin Arnold gab an vor dem Anschlag beim Bäcker gewesen zu sein und unmittelbar danach auf die Theresienwiese gefahren zu sein um dort Pause zu machen. Der Zeitpunkt wird durch seine Aussage so suggeriert, dass es sich um kurz vor 14:00 UHR handelt(Wortlaut: vor der Tat). Was wurde ihm aber nachträglich „eingeredet“ um seine Erinnerungslücken auf zu füllen? Seine Darstellung scheint widersprüchlich zu den erst gemachten Zeugenaussagen vom Bäcker zu sein. Hierbei nochmal: Die Zeugen gaben in der ersten Aussage allesamt den ungefähren Zeitraum von 11:00 UHR an!

Eine andere Auffälligkeit zu den Backwaren-kaufenden Beamten sind ihre Beschreibungen. Was klar von den Zeugen gesagt wird ist, dass es sich um einen Polizisten und eine Polizistin gehandelt haben soll. Der Zeuge L. konnte vom gegenüberliegenden Café die Szene beobachten. Er konnte die Beamten und das Fahrzeug beschreiben. Das Polizeifahrzeug identifiziert er als einen BMW 5er Touring. Er habe die Frau wiedererkannt, als er in der Zeitung von dem Anschlag hörte und darin das Bild der getöteten Polizistin sah. Somit liegt nahe das es sich hierbei um Michele Kiesewetter handelt. Aber wer war der Beamte? Dieser wird von den Verkäuferinnen als ein junger blonder Polizist beschrieben. Auch haben sie ihn erkannt, da er schon öfter dort eingekauft hat. Der Zeuge L. gibt ferner an, dass der Polizeibeamte den BMW 5er Touring gefahren haben soll. Hierbei gibt es zwei große Probleme: Martin Arnold ist nicht blond. Er hat dunkle Haare. Außerdem war Martin Arnold zum ersten Mal in Heilbronn im Einsatz. Ergo konnte man ihn nicht „wieder erkennen“. Auch sagt Martin Arnold selbst aus, dass Michele Kiesewetter die ganze Zeit über Fahrerin des BMWs war.

Die Frage liegt also nahe: Wer war also vormittags der blonde und BMW-fahrende Beamte in Begleitung von Michele Kiesewetter?

links MA, mittig das den 3 Kamps-Damen vorgelegte Foto?, rechts Dominik W.

Diese Angabe könnte sich mit der Aussage des Zeugen Otto S. decken, der gegen 11:27 UHR wenige Kilometer entfernt, einen BMW 5er in der Frankfurter Straße sah der auf die Theresienwiese fuhr. Hierbei gibt er an, dass ein junger Polizeibeamter den Streifenwagen gefahren haben soll. Nähere Angaben konnte er aufgrund der kurzen Beobachtungszeit nicht machen. Geht man außerdem von der zeitlichen Nähe der (ersten) Zeugenbeschreibungen vom Bäcker aus, dann könnte es sich hierbei durchaus um dieselben Beamten und um dasselbe Fahrzeug handeln.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/05/13/trugspuren-in-heilbronn-2007/

(Die?) Streifenwagen am späteren Tatort

Die Mehrzahl der Zeugen beschreiben ganz deutlich, dass eine Polizeistreife besetzt mit einer Frau und einem Mann vormittags auf der Theresienwiese war. Diese Sichtungen beziehen sich auf den Zeitraum von circa 11:30 UHR bis circa kurz vor 12:00 UHR und könnte somit ein und dieselbe Streife sein. Bei der gesehenen Polizistin wird es sich wahrscheinlich um Michele Kiesewetter handeln. Begründet wird dies durch die Aussagen der Verkäuferinnen der Bäckerei Kamps und durch einen weiteren Zeugen. Die Identität des Beifahrers ist hierbei unklar. Ob es sich um Martin Arnold handelt ist nicht ersichtlich aber aus vorangegangener Darstellung eher unwahrscheinlich. Aber aufgrund von eventuell mehreren Polizeifahrzeugen ist hierbei auch ebenfalls nicht klar, ob Michele Kiesewetter die ganze Zeit über auf der Theresienwiese war. Aus den Zeugenaussagen geht stellenweise nicht hervor um welchen Fahrzeugtyp es sich bei dem gesehenen Streifenwagen gehandelt hat. Die Möglichkeit ist schlichtweg nicht aus zu schließen, ob es mehrere Streifenwagen am späteren Tatort gab, wenn auch nur für einen kurzen Zeitraum.

Eine Mutmaßung. Ein möglicher Ablauf zum Vormittag könnte folgender sein:

Man denke hierbei an den blonden Polizisten, der mit Michele Kiesewetter ungefähr gegen 11:00 UHR bei der Bäckerei Kamps einkaufen war und auch den BMW 5er Touring fuhr. Anschließend wird gegen 11:27 UHR vom Zeugen Otto S. ein junger Polizeibeamter als Fahrer eines Streifenwagens in der Frankfurter Straße beobachtet, der anschließend auf die Theresienwiese auffährt.

Anmerkung:

Der Streifenwagen wird von ihm als ein Kombi beschrieben. Vermutlich handelt es sich hierbei anhand der Beschreibungen um dasselbe Fahrzeug mit denselben Insassen wie bei der Bäckerei Kamps.

Weitere Zeugen beschreiben übereinstimmend einen neben dem Trafohaus stehenden Streifenwagen für den Zeitraum von 11:30 UHR bis circa 11:45 UHR. Anschließend gibt es für die Uhrzeit von circa 11:45 UHR zwei andere aber übereinstimmende Darstellungen zum Standort des (oder von einem) Streifenwagen. Darin heißt es, dass der Streifenwagen nicht neben dem Trafohaus stand, sondern, dass das Polizeiauto circa 30m nördlich von der Einfahrt entfernt in der Sonne, mit der Fahrzeugfront nach Norden zeigend geparkt gewesen sei. Nicht wie später in den Akten vermerkt gibt der Zeuge Wolfgang A. an, dass das Fahrzeug unbesetzt gewesen sei, sondern die von ihm gesehene Polizeibesatzung aus einer Frau und einem Mann bestanden habe. Bei der Polizistin habe es sich um die ermordete Michele Kiesewetter gehandelt. Er sei sich deshalb sicher, da er das Foto der Getöteten später in den Medien wieder erkannte. Zum Polizisten konnte er keine Angaben machen.

Anmerkung:

Diese Aussagen machte der Zeuge Wolfgang A. gegenüber Georg Lehle, welcher den Zeugen anrief um Unklarheiten und Widersprüche aus seiner Aussage ausräumen zu können.

Gegen 11:45 UHR (oder wenige Minuten später) wird der Streifenwagen an einem anderen Standpunkt gesehen (nördlich der Einfahrt). Martin Arnold beschreibt diesen Standort ebenfalls in einer seiner Aussagen.

Könnte der Streifenwagen seinen Standort gewechselt haben? Aber wo liegt hierfür der Grund wenn dem so wäre?

Gab es vielleicht noch einen zweiten Streifenwagen? (zeitliche Lücken in den Zeugensichtungen?) Gibt es Verwechslungen innerhalb der Zeugenaussagen? -> Gegen kurz vor 12:00 UHR steht der (ein) Streifenwagen wieder am späteren Tatort. Martin Arnold sagt, sie wären nur einmal vormittags dort gewesen. Völlig wirr und nichts geklärt.

http://friedensblick.de/26325/heilbronner-polizistenmord-die-vertuschte-3-maenner-spur/

Während oder kurz nach 11:45 UHR wird der Standort des Streifenwagens wieder damit angegeben, dass dieser bis circa kurz vor 12:00 UHR neben dem Trafohaus gestanden haben soll. Laut der Zeugin Elke J. soll sich der neben dem Trafohaus geparkte Streifenwagen, in der Zeit zwischen 11:30 UHR und 12:00 UHR, langsam von der Theresienwiese entfernt haben.

Anmerkung:

Die Zeiten der Zeugin sind leider nicht ganz klar und scheinen sich mit anderen Aussagen (zeitlich) zu widersprechen.

Auch sie gibt als Streifenwagenbesatzung einen Mann und eine Frau an. Angaben wer von beiden fuhr finden sich nicht in den Akten.

Hierbei liegt der Verdacht nahe, dass Michele Kiesewetter zu dem genannten Zeitpunkt auf der Theresienwiese war, jedoch Martin Arnold als Teil der gesehenen Streifenwagenbesatzung womöglich (noch) nicht. Nichts ist zweifelsfrei ausermittelt. Keine Klarheit.

War Martin Arnold gegen 11:30 UHR schon einmal MIT Michele Kiesewetter auf der Theresienwiese, oder vielleicht etwas später?

Zweifelsfrei kann das niemand genau sagen. Seine eigenen Angaben zum vormittäglichen Ablauf sind widersprüchlich. Er selbst gibt auf jeden Fall in seinen weiteren Vernehmungen an, dass er vormittags schon einmal (1x) mit Michele Kiesewetter auf der Theresienwiese war. Diese Darstellung bleibt in seinen Vernehmungen bestehen, jedoch ändern sich in seinen Erzählungen die Standorte auf der Theresienwiese.

  1. Version

Hierbei sollen beide außerhalb des Wagens und neben dem Trafohaus stehend geraucht haben. Später fand man am Tatort weiter hinter dem Fahrzeug noch zwei weitere Zigarettenkippen, außer den beiden die man von den Opfern im Auto fand.

  1. Version

Eine andere Darstellung zum Standpunkt könnte wieder zu den Schilderungen der Zeugen Wolfgang A. und Thomas A. von 11:45UHR passen. O-Ton:

Bei der ersten Rauchpause waren wir nicht an der gleichen Stelle,

sondern irgendwo weiter in der Parkreihe da vorne. Aber auch links von dem Weg hier.“

Anmerkung: bei dieser Aussage saß er mit der Psychologin im Fahrzeug neben dem Trafohaus, um den Tatablauf am Tatort unter Hypnose nacherzählen zu können. Bei seiner Beschreibung wird wohl der Bereich der nördlichen Einfahrt der Theresienwiese gemeint sein.

Das Problem bei beiden Versionen -obwohl sie zunächst plausibel erscheinen- ist, dass er bei seinen Aussagen keine zeitlichen Angaben macht. Außerdem ändert er seine Version zum Standort ab.

Kurz um, es widerspricht sich und ein klarer Ablauf wird dadurch nicht ersichtlich.

Anmerkung:

Andernfalls könnte eine Mischung aus beiden Versionen insofern einen Sinn ergeben, wenn man den zeitlichen Ablauf der Zeugensichtungen Von 11:30 UHR bis circa 12:00 UHR berücksichtigt, welche einen „Standortwechsel“ beinhalten könnte. Zunächst stand ein Streifenwagen am Trafohaus, dann (laut den Zeugen Thomas A. und Wolfgang A.) bei circa 11:45 UHR in der Nähe der nördlichen Einfahrt, und anschließend wieder um kurz vor 12:00 UHR beim Trafohaus.

Auch könnte man durch seine „beiden Versionen“ auf die Idee kommen, dass er mehr als einmal vormittags am späteren Tatort gewesen zu sein scheint. Widersprüchlich hierbei die Vermutung über den Anruf von 10:12 UHR. Jedoch suggerieren seinen Aussagen, dass sich dies nur auf einmal vormittags bezieht. Zu berücksichtigen ist auch sein Erinnerungsvermögen.

Bei seiner Aussage zum Tatablauf gibt er noch einen weiteren markanten Punkt an. So sagt er, dass nachdem beide von der Bäckerei kamen, sie anschließend unmittelbar vor dem Anschlag auf direktem Wege zur Theresienwiese gefahren seien. Der Zeitraum vom „unmittelbar vor dem Anschlag“ ist jedoch nachmittags gegen 13:58 UHR und nicht vormittags gegen 11:00 UHR, so wie es anfänglich die drei Zeugen vom Bäcker aussagten! Hierbei unberücksichtigt die Uhrzeiten des Einkaufes, so passt alleine die Aussage schon nicht direkt vom Bäcker zur Theresienwiese gefahren zu sein, woraufhin unmittelbar darauffolgen der Anschlag stattfand.

Anmerkung:

Was durch diese Aussage deutlich werden könnte ist, dass Martin Arnold womöglich nur einmal auf der Theresienwiese (also unmittelbar vor dem Anschlag) gewesen ist!

Auffallend hierbei, die Änderung der Einkaufszeiten bei der Bäckerei Kamps. Von circa 11:00 UHR, später auf circa 11:30 UHR und dann wiederum – aufgrund einer angeblich falsch gehenden Kassenuhr- auf circa 12:30 UHR abgeändert. Die Uhrzeit rück so zu sagen immer näher an den Zeitraum der Tat!

Seine Schilderungen sind in ihrem Ablauf völlig wild und unklar. Manches steht nach wie vor gegensätzlich und ungeklärt im Raum. Ein deutlicher Widerspruch zu seinen Schilderungen könnten die drei Zeugenaussagen der Bäckerei Kamps sein. Ebenfalls spielt der ominöse Anruf um 10:12 UHR dort mit hinein. Durch den vermutlich kurzfristig telefonisch mitgeteilten Dienstantritt Martin Arnolds, die Beschreibungen der Bäckerei-Verkäuferinnen, der vermutlich damit zusammenhängenden Sichtung des Zeugen Otto S. und Martin Arnolds Widersprüchen in seinen Aussagen, bleibt allemal ein „Geschmäckle“ und will nicht so recht zur offiziellen Darstellung passen.

Eine nicht ganz uninteressante Denkrichtung zum Streifenpartner Michele Kiesewetters hat Georg Lehle vom Friedensblick:

http://friedensblick.de/25087/teil-8-nutzte-michele-kiesewetter-die-theresienwiese-als-pausenort/

Der blaue Audi von 11:30 UHR

Der Zeuge Mehmet C. beschrieb jenen blauen Audi A4 mit Mosbacher Kennzeichen, der auch im späteren Tagesverlauf noch eine interessante Rolle einnehmen wird. An dem Ort wo der Zeuge seine Sichtung machte wurden später auch Gegenstände zur Spurensicherung asserviert. Hierbei fand man ein silbernes Feuerzeug und ein paar Zigarettenkippen um DNA-Spuren und Fingerabdrücke zu sichern. Als Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchung: Bei beiden Gegenständen wurden keine auswertbaren/brauchbaren Spuren festgestellt. Kurios und widersprüchlich hierbei, das silberne Feuerzeug wird später in den Akten als ein buntes Feuerzeug abgebildet, nicht als ein silbernes, so wie es durchweg in den Akten beschrieben wurde. Die nicht auswertbaren Spuren im Zusammenhang mit dem blauen Audi und seiner Besatzung bilden eine große Auffälligkeit. Dazu später mehr.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/04/21/das-merkwurdige-feuerzeug-der-russen-vom-tatort-heilbronn-ist-ein-schlussel/

Michele Kiesewetters Handy-Log-In am Europaplatz

Ihr Privathandy war laut den aufgelisteten Daten gegen 11:36 UHR und 11:47 UHR in der Nähe des Europaplatzes eingeloggt.

Anmerkung:

Geht man davon aus, dass Michele Kiesewetter von 11:30UHR bis circa kurz vor 12:00 UHR auf der Theresienwiese gewesen sein soll, dann stehen die Log-In-Daten ihres Privathandys dazu teilweise im Widerspruch. Gab es einen Wechsel der Fahrzeuge? Gab es mehrere Fahrzeuge zur genannten Zeit auf der Theresienwiese? War Michele Kiesewetter im Zeitraum von 11:30 UHR bis circa 12:00 UHR kurzzeitig nicht (mehr) auf der Theresienwiese? Änderte sie ihren Standort? Nichts ist klar. Auch hier wieder die Frage, war Michele Kiesewetter Teil der Streifenwagenbesatzung am Vormittag?

Ein anderer Hinweis wegen der Log-In-Örtlichkeit:

In einer Vernehmung von Steffen B. (Angehöriger des PD Neckarsulm) sagte dieser aus, dass ab dem 28.03.2007 auch Angehörige der BFE-523 an Aufträgen zur Drogenbekämpfung in Neckarsulm beteiligt gewesen seien. Auch am Tattag gab es Einheiten der BFE-522 die in Neckarsulm tätig waren. Unter anderem wurde im Zuge dieser Einsätze auch der nahe gelegene Plattenwald in Bad Friedrichshall angefahren. Während dessen wurde den tätigen Beamten auch der Europaplatz in Heilbronn als Brennpunkt vorgestellt um diesen auch innerhalb eines Einsatzes mit zu bestreifen. Steffen B. war für die Einsatzkonzeption „Methadon“ in Neckarsulm zuständig. Auch waren am 25.04.2007 Einheiten der BFE-522 in Neckarsulm, also circa 2km von Heilbronn entfernt im Einsatz.

Gab es an diesem Tag einen größeren Einsatz worin sich beide Einheiten aushalfen und sich Streifengebiete teilten?


War Michele Kiesewetter vielleicht wegen eines ähnlichen Einsatzkonzeptes in dieser Gegend eingeloggt? Mit Sicherheit hätten die nicht auswertbaren Dienst-Navi-Daten des BMWs Klarheit verschaffen können. Gleiches betrifft die Aufzeichnungen des Diensthandys. Diese Daten „gingen auf dem Postweg verloren“ und wurden nicht neu angefordert. Das Handy lag eingeschaltet im BMW-Streifenwagen. Es wäre für die Rekonstruktion des tatsächlichen Geschehens unverzichtbar gewesen, da es den Aufenthalt des 5er-BMW Touring an jenem Tag verraten hätte.

M-Tex-Schulung

Die offizielle Darstellung über die Schulung ist absolut fraglich. Das Thema der Schulung konnte später kein einziger der daran teilnehmenden Kollegen mehr genau erinnern. Auch gibt es Unklarheiten über die Dokumentation, die fehlenden Teilnehmerlisten und über den genauen Inhalt der Schulung. Später lautete die offizielle Darstellung es sei eine Schulung gewesen um Anzeigen in elektronischer Form auf zu nehmen. Manche Kollegen von Michele Kiesewetter hielten eine vormittägliche Schulung an diesem Tag für unlogisch, da ihre Einsatzzeiten (angeblich gleich wie bei MK, auch laut offiziellem Dienstplan) um 12:30 UHR angefangen und um ungefähr 19:00 UHR geendet haben. Der Schulungsleiter Uwe Z. bestätigt indirekt auch den Dienstantritt von 12:30 UHR, indem er sagt, dass zum genannten Zeitpunkt die Schulung begonnen hätte. Laut MKs Kollegin Jeannette H. soll die Schulung vormittags gewesen und um 12:00 UHR geendet sein. Michele Kiesewetter soll während der Schulung neben ihr gesessen haben. Die Uhrzeit steht im Wiederspruch zur offiziellen Darstellung. Worin es heißt, die Schulung ging von 12:30 UHR bis 13:30 UHR.

Zu viele Widersprüche, zu viel unklar.

Anmerkung:

Sollte die Schulung mit Martin Arnold und Michele Kiesewetter vormittags abgehalten und um 12:00 UHR beendet worden sein, dann konnten beide schlecht am Vormittag (gemeinsam?) auf Streife (und auf der Theresienwiese von 11:30 bis circa 12:00 UHR) gewesen sein. Auch würden die Handydaten von Michele Kiesewetter in diesem Zeitraum dagegen sprechen, da sie sich währenddessen in der Sülmer Straße aufhielt. Laut MKs Log-in Daten war sie gegen 12:15 UHR in der Nähe des PD Heilbronn. Es ist anhand der vielen Unklarheiten fraglich ob es diese Schulung überhaupt gegeben hat. Und wenn nicht: wo waren die Kollegen, einschließlich die beiden Opfer während dieser Zeit? Wenn es die Schulung doch gab: Kiesewetter wurde bei der angeblichen Schulung gesehen, Arnold hingegen nicht! An Martin Arnold erinnerte sich keiner der angeblichen Schulungsteilnehmer. Wo war also Martin Arnold mittags von 12:30 UHR bis 13:30 UHR, wenn er nicht auf der Schulung war und eventuell auch zuvor nicht mit Michele Kiesewetter (durchgängig?) Streifendienst gemacht hat? Nichts ist zweifelsfrei klar was diesen Zeitraum angeht.

 

Ende Teil 3.

HEILBRONN AM 25.04.2007. DER TAGESABLAUF, TEIL 2

eine Serie von @riemenkarl

.

Zeugenaussagen. Vormittags.

11:00 UHR, drei Zeugen. Bäckerei Kamps, Sülmer Straße 68.

Zur genannten Zeit bestätigten zwei Verkäuferinnen der Bäckerei Kamps, Bianca und Gertrud V. mit einem weiteren Zeugen, die Anwesenheit eines Polizisten und einer Polizistin die beide dort einkauften. Der Beamte wurde als blonder junger Polizist beschrieben der auch den BMW 5er Streifenwagen fuhr. Den jungen Polizist sowie die Polizistin erkannten beide Verkäuferinnen wieder, da beide schon öfter zum Einkauf in der Bäckerei waren. Die Verkäuferinnen und der Zeuge sind sich sicher, dass es sich bei der Polizistin um Michele Kiesewetter gehandelt haben soll, da sie diese später in der Zeitung wieder erkannten. Auch den jungen Polizisten kannten die Verkäuferinnen, da dieser ebenfalls öfter dort einkaufte. Fahrer des Streifenwagens der Polizist.

Anmerkung:

Die Zeiten der Sichtungen wurden später auf 11:30 UHR und nochmals später auf 12:30 UHR umbenannt. Der blonde Polizist kann unmöglich Martin Arnold gewesen sein. Martin Arnold ist dunkelhaarig. Martin Arnold war zum ERSTEN Mal in Heilbronn eingesetzt worden. Wie kann man da jemanden wieder erkennen? Welches Foto wurde den Verkäuferinnen bei ihrer Vernehmung zum unbekannten Polizisten vorgehalten?

Wer war der Polizist als Fahrer, der mit Michele Kiesewetter auf Streife war und in der Bäckerei einkaufte? Hierbei ist auch wichtig, dass Michele Kiesewetter am Tatort auf der Fahrerseite und Martin Arnold auf der Beifahrerseite aufgefunden wurden. Martin Arnold sagte ebenfalls aus er sei Beifahrer gewesen. Wie kam also die spätere Streifenwagenbesatzung des 5er BMWs zu Stande?

11:27 UHR, Otto S. (1)

Fuhr die Hafenstraße in Richtung Karlsruhe Straße. Nach passieren der Bahnunterführung, kam von links ein Streifenwagen aus der Frankfurter Straße über die Theresienstraße und fuhr auf den dortigen Parkplatz. Seiner Ansicht nach könnte es sich um einen VW Kombi gehandelt haben. Der Fahrer soll ein junger Polizeibeamte gewesen sein.

Anmerkung:

Gleiches Fahrzeug wie es die Zeugen bei der Bäckerei sahen? Widerspruch: VW Kombi und BMW 5er Kombi. Die Einkaufszeiten sind nicht völlig klar, wurden aber von den Zeugen bei der ersten Vernehmung mit „gegen 11:00 UHR“ angegeben. Könnte somit eventuell derselbe Streifenwagen sein.

11:30 UHR, Mehmet C.

Der Zeuge fuhr mit seinem Fahrrad aus nördlicher Richtung am Salzhafen über die Fahrradbrücke, parallel den Gleisen verlaufend, nach Richtung Süden. Nach der Brücke fielen ihm drei Männer auf die sich neben einem Auto sitzend lautstark unterhielten. Der Zeuge hielt die Männer für Osteuropäer, Russen. Das Fahrzeug beschrieb er als einen älteren blauen Audi A4 mit Mosbacher Kennzeichen. An der Stelle wo sich die Männer aufhielten wurden später ein silbernes Feuerzeug und ein paar Zigarettenkippen sichergestellt.

Anmerkung:

Es könnte möglich sein, dass anhand der Beschreibung genau jener Wagen auch später nach der Tat in der Sontheimer Straße gesehen wurde(und auch anderswo). Ebenfalls wurden hierbei russisch wirkende Männer beschrieben. Auch besteht die Möglichkeit, dass es dasselbe Fahrzeug war wie es die Zeugin Liselotte W. (und vielleicht der Zeuge Andrei F.) sah. Das gefundene silberne Feuerzeug ist in den Akten jedoch als buntes Feuerzeug abgebildet. Bei der Untersuchung ergaben sich keine DNA Treffer.

11:30 UHR, Laura B. (2)

Sah am späteren Tatort einen Streifenwagen stehen. Vermutlich seien zwei Personen bei geöffneten Türen im Wagen gesessen.

11:35 UHR, Dorothea H. und Madien M. (3)

Beide gaben übereinstimmend an, dass als sie mit der S-Bahn die Brücke überquerten, einen Streifenwagen am Trafohaus stehen sahen.

11:43 UHR, Gerlinde G. (4)

Sah aus dem vorbeifahrenden Regionalzug ein Streifenwagen neben dem Trafohaus stehen.

11:45 UHR, Wolfgang A. und Thomas A. (5) und (6)

Die Zeugen gaben übereinstimmend an einen BMW-Streifenwagen mit GP-Kennzeichen auf der Theresienwiese gesehen zu haben. Der Standort wurde damit angegeben, dass dieser in der Sonne geparkt in Richtung Hafenstraße gestanden sei, 30m in nördlicher Richtung entfernt von der Einfahrt. Besetzt mit einer Frau und einem Mann. Bei der Frau geht Wolfgang A. von Kiesewetter aus. Es machte den Eindruck als frühstückten beide.

Anmerkung:

Die Zeiten von Zeugin Laura B., Zeuge Wolfgang A. und Zeuge Thomas A. liegen dicht beieinander. Jedoch ist der Standpunkt des Polizeiautos jeweils ein anderer. Gab es zwei Polizeiautos oder hat man um geparkt? War Martin Arnold zu diesem Zeitpunkt schon mit Michele Kiesewetter auf Streife? An Martin Arnold erinnert sich niemand von den Teilnehmern der M-Tex-Schulung. Möglich scheint aber, dass beide schon vormittags (irgendwann) am späteren Tatort gewesen sein könnten. Die Frage ist wann genau dies war? Am Tatort wurden hinter dem Fahrzeug jeweils eine Zigarettenkippe von Martin Arnold und Michele Kiesewetter gefunden(außer den beiden Kippen die man im Fahrzeug fand). Ob dies in einem zeitlichen Zusammenhang zum Vormittag stehen könnte ist unklar, aber möglich.

11:30 / 12:00 UHR (vermutlich nach 11:45 UHR), Elke J. (7)

Die Zeugin hatte im angegebenen Zeitraum Mittagspause. Während dieser Zeit überquerte sie die Theresienwiese. Dabei fiel ihr ein Streifenwagen auf, der neben dem Trafohäuschen stand und sich kurz darauf in Bewegung setzte und davon fuhr. Als Besatzung gab die Zeugin eine Polizistin und einen Polizist an. Keine Angaben wer Fahrer und Beifahrer war.

Anmerkung:

An anderer Stelle wird in den Akten die Zeit der Sichtung mit 12:30 UHR angegeben. Kann wegen der angeblichen Schulung nicht Michele Kiesewetter gewesen sein. Auch gibt die Zeugin an dieser Stelle (andere Vernehmung) an, dass eine Frau den Wagen gefahren haben soll.

12:00 UHR, anonymer Hinweisgeber (8)

Sieht Streifenfahrzeug mit GP-Kennzeichen am späteren Tatort.

Interpretation zu den Beobachtungen.

Von 11:27 bis circa 12:00 UHR.

Ob es sich bei den Sichtungen um einen oder mehrere Streifenwagen handelt ist nicht klar.

(1)Fährt auf, bleibt vermutlich als (2), (3), (4) bis circa 11:43 dort stehen. Standortwechsel zu (5) und (6) oder anderer Streifenwagen? Unklar. Die Sichtungen von (7) und (8) scheinen sich zeitlich mit einander zu vermischen. In der Reihenfolge wäre logisch, dass (8) um kurz vor 12:00UHR noch dort stand und (7) daraufhin vom Trafohaus weg fuhr.

 

12:15 UHR, PM Felix D.

Er sieht Michele Kiesewetter gegen 12:15 UHR im PD Heilbronn im FEG-Zimmer auf einem Stuhl sitzen. Später gegen 12:30 UHR begegnet er ihr noch einmal im Treppenhaus.

Anmerkung:

Deckt sich mit den Kollegenaussagen zur Schulung und den Log-In Daten von Michele Kiesewetter aus Ordner.1

12:30 UHR, Loretta E.

Beim Überqueren der Theresienwiese bemerkte sie einen Mann der sich auffällig am Trafohäuschen herum druckste. Als die Zeugin näher kam schien es ihr, als ob der Mann sich bewusst von ihr wegdrehte. Phantombild wurde erstellt. Ein Polizeiwagen sah sie nicht.

Anmerkung:

Bei der Ähnlichkeit vom Phantombild zu dem unter mysteriösen Umständen gestorbenen jungen Mann, vermuteten die Ermittler, dass es sich hierbei um Arthur Christ gehandelt haben könnte. Auch sagte die V-Person aus der Heroin-Spur aus, dass Arthur Christ am Tattag auf der Theresienwiese war. Da er den Anschlag auf die Polizisten beobachtete wurde er angeblich vorsorglich umgebracht, so die VP weiter. Die Ermittler wollten sein Alibi überprüfen, welches jedoch aufgrund der Zeitlichen Nähe zum 04.11.2011 nicht mehr überprüft wurde. Nähere Infos unter:

http://arbeitskreis-n.su/blog/2017/12/18/polizistenmord-heilbronn-ordner-53-die-heroin-spur-1-4-russen-mmp/

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/12/16/mutmasslicher-augenzeuge-des-polizistenmordes-verbrannte-in-seinem-auto/

Zwischen 12:30 UHR und 13:30 UHR .

Angeblich M-Tex Schulung in der PD Heilbronn.

Ebenfalls fällt auf, dass laut den Aussagen der Kollegen anscheinend nur Michele Kiesewetter bei der M-Tex Schulung im PD Heilbronn gesehen wurde. Die befragten Beamten die an jener Schulung teilgenommen haben wollen, konnten sich allesamt nicht an die Anwesenheit von Martin Arnold erinnern. Auch die fehlenden Teilnehmerlisten würden hier Klarheit verschaffen. Ebenso die ewigen Widersprüche zu den Einsatzplänen und dem Diensttausch spielen darin eine wichtige Rolle.

Anmerkung:

Würde man nur nach den Handy-Daten der beiden Opfer gehen wird hierdurch schon eines deutlich: Michele Kiesewetter und Martin Arnold waren wahrscheinlich nicht nur vormittags (zumindest in bestimmten Zeiträumen, alles nicht ganz klar) verhältnismäßig weit voneinander entfernt, sondern sehr wahrscheinlich auch im Zeitraum der angeblichen Schulung nicht zusammen. Ein starker Hinweis dafür, dass Martin Arnold wirklich nicht an der Schulung zu gegen war beschreiben mitunter auch die Handydaten. Martin Arnold befand sich um 12:14 UHR in der Moltkestraße von Heilbronn. Also mehrere hundert Meter von der PD Heilbronn entfernt wo sich Michele Kiesewetter zum fast gleichen Zeitpunkt aufhielt.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/05/25/teil-5-kiesewetter-und-arnold-waren-definitiv-nicht-gemeinsam-bei-der-angeblichen-schulung/

Ende Teil 2

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 1

eine Serie von @riemenkarl

.

In dieser Serie soll der Tattag (heute vor 11 Jahren) mit seinen Geschehnissen dargestellt werden.

Als Grundlage werden dafür die Tatrelevanten Zeugenaussagen chronologisch aufgelistet und in Bezug mit anderen wichtigen Fakten zusammengeführt. Ziel ist es auch, den Tagesverlauf der Opfer und den damit zusammenhängenden Ereignissen – vor, während und nach der Tat – ein wenig klarer beleuchtet zu können. Die Darstellung bezieht sich somit vom Dienstantritt bis kurz nach der Tat. Die wichtigsten Phantome werden nur knapp beleuchtet. Kriminaltechnische Untersuchungen und die Tatortermittlung werden hierbei weitestgehend ausgeklammert, da das Ganze dann schlichtweg zu überkomplex würde. Nach alter Manier werden wieder die nötigen Querverbindungen und Hinweise aufgeführt um die einzelnen Fakten gedanklich miteinander verbinden zu können.

Auch soll der wichtigste Zeuge Martin Arnold hier mit einfließen, der nur durch ein Wunder diesen feigen Anschlag überlebte. Zu seinen Aussagen ist aber vorab zu erwähnen, dass die Ärzte seine Erinnerungsfähigkeit im Nachhinein als wertlos einstuften, wohingegen die Ermittler dennoch einiges auf seine Aussagen gaben. Welche Darstellungen von ihm real sind kann nachträglich nicht mehr genau bewertet werden. Sowohl ein durchaus nachvollziehbarer Angstfaktor, als auch der Versuch Lückenhafte Erinnerungen von außen zu ergänzen, spielen hier mit hoher Wahrscheinlichkeit mit ein.

Eine weitere Auffälligkeit sei vorab bemerkt: die Zeugenaussagen sind zum Teil nachgebessert und unklar in ihrer Darstellung. Manche Zeugenaussagen wurden sogar falsch protokolliert. Wiederum andere fehlen sogar gänzlich in den Akten. Dem interessierten Leser sei eines versprochen: Viele Narrative werden in folgender Serie gründlich hinterfragt.

Viel zu viel ist nach all den Jahren immer noch völlig unklar. Alles ist zu hinterfragen.

Morgens. Dienstantritt.

Laut offizieller Lesart sollen Michele Kiesewetter und Martin Arnold gemeinsam am Tattag den Dienst verrichtet haben. Wie begann also der Tagesverlauf von beiden Opfern?

Tagesverlauf anhand der Privathandy-Login-Daten von Michele Kiesewetter und Martin Arnold

Um den Vormittag und die damit verbundene und angebliche gemeinsame Diensttätigkeit verknappt zu beleuchten, nehmen wir uns hierzu eine Auflistung der Privathandy-Log-in Daten zur Hand.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/06/02/25-4-2007-teil-12-das-mobilfunknetz-wie-funktioniert-es-stimmt-der-gemeinsame-tagesablauf-der-opfer/

Aus den aufgelisteten Dateien aus Ordner.1 wird ersichtlich, dass die Log-In Daten beider Opfer an unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Orten registriert worden sind. Eine Auffälligkeit findet sich zum Mittag. Martin Arnold war um 12:14 UHR in der Heilbronner Moltkestraße und Michele Kiesewetter um 12:15 UHR in der Heilbronner JFK-Straße, in der Nähe des PD Heilbronn. Somit waren beide nahezu gleichzeitig hunderte Meter voneinander entfernten und an völlig unterschiedlichen Orten.

Anmerkung:

Zu den Log-In Daten ist noch folgendes zu sagen (Wikipedia):

Der genaue Aufenthaltsort des Mobiltelefons in einem GSM-Mobilfunknetz über die CID (eigentliche Registrierung) wird dem Netz erst mit dem Aufbau einer Verbindung, etwa durch einen Anruf oder dem Versand oder Empfang einer Kurznachricht, bekannt.

Handy-Daten:

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/06/02/25-4-2007-teil-11-handynetz-funkantennen/

Dienst von Michele Kiesewetter

Offiziell war sie für die BFE 523 für diesen Tag eingeteilt. Der Grund dafür ändert sich in verschiedenen Versionen. Mal sprang sie für einen kranken Kollegen ein und Mal grätschte sie angeblich freiwillig auf die Einsatzliste. Wodurch sie zu ihrer Diensteinteilung für den 25.04.2007 kam, dazu sind nach wie vor viele Fragen offen. Fakt scheint zu sein, dass man Michele Kiesewetter früh morgens am 25.04.2007 gegen 06:30 UHR, nach dem Duschen in der Böblinger Kaserne sah. Mehrere Zeugen bestätigen ihre morgendliche Anwesenheit in Vorbereitung für ihren Dienst. Auch ein anderer Kollege, der eine interessante Beobachtung machte, bestätigte Ihre Anwesenheit. So sagte Marcello P. aus, dass er Michele Kiesewetter morgens alleine im BMW-Streifenwagen aus der Böblinger Kaserne fahren sah. Mit wem sie später in den folgenden Stunden ihren vormittäglichen Dienst vollbrachte, darf weiter gerätselt werden. Dazu später mehr.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/08/30/wer-holte-kiesewetter-zum-dienst-an-ihrem-todestag/

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/05/27/25-4-2007-teil-6-wie-kam-michele-kiesewetter-zu-ihrem-einsatz-in-heilbronn-wer-war-inkognito-dort-und-warum/

Dienst von Martin Arnold

Ein weiterer Punkt der angeblichen vormittäglichen und gemeinsamen Diensttätigkeit, wird durch die Frage deutlich, ab wann Martin Arnold überhaupt zum Dienst kam. Der angebliche und noch immer unklare Tausch des Dienstbeginnes der BFE 523, von 12:30UHR auf 8:30 UHR, fällt auch am Beispiel Martin Arnold auf und wirkt unweigerlich in den Tagesverlauf mit ein.

Anmerkung:

Dienstplan der BFE-523, für den 25.04.2007: Die Dauer der Einsatzkonzeption, bzw. der Dienstbeginn, wurde mit 08:30UHR bis 19:45 UHR angegeben. Die noch am Tattag an die SOKO gefaxte offizielle Version ist jedoch mit 12:30 UHR Dienstbeginn angegeben. Es wurde nie endgültig geklärt warum der Dienst der BFE-523 so früh vorverlegt/dargestellt wurde! Auch der nachträglich geänderte Einsatzplan mit der Änderung auf 8:30 UHR ist verschwunden!

Sowohl in den Dienstplänen der BFE 523 und auch der EZ 514 ist Martin Arnold NICHT für den 25.04.2007 eingetragen! Wie kam er also ab wann und wodurch an jenem Tag zu seinem Dienst nach Heilbronn?

Zu seinem Tagesverlauf gab er an, am Morgen des 25.04.2007 zuhause in der elterlichen Wohnung in Sindelfingen, zwischen 08:00 UHR und 09:00 UHR morgens aufgestanden zu sein und sich langsam für den Dienst fertig gemacht zu haben. Dieses Verhalten suggeriert einen späteren Dienstantritt als 08:30 UHR. Maik S., die Urlaubsvertretung vom Dienstzimmerbeauftragen der BFE 523 Sven H., will abends am Tag vor dem Mord, die Einheit telefonisch über den frühen Einsatzbeginn von 08:30 UHR informiert haben.

Anmerkung:

Martin Arnold soll an jenem Tag offiziell der BFE 523 zugeteilt worden sein. Dies sagen die Einsatzlisten. Wieso stand er erst so spät auf, wenn die BFE 523 doch einen Tag vor dem Mord telefonisch durch Maik S. über die zeitliche Änderung auf 08:30 UHR informiert worden gewesen sein soll? Eine logische Handlung von Martin Arnold wäre z.B. hierbei gewesen: in der Kaserne der 5. BP in Göppingen zu übernachten, sich den Wecker für 07:00 UHR zu stellen und dementsprechend früh einsatzbereit zu sein. Martin Arnold vermittelt in seiner Aussage aber klar, dass er davon ausging spät zum Dienst zu müssen, da er den Tag gemütlich (Originaler Wortlaut) gegen 08:00UH und 09:00 UHR startete. VERMUTUNG: Der frühe Einsatzbeginn könnte nachkonstruiert worden zu sein, um eine dementsprechend frühe Anwesenheit der BFE 523 in Heilbronn zu erklären.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/06/17/25-4-2007-teil-16-warum-stand-arnold-erst-nach-dienstbeginn-auf/

Wenn Martin Arnold also davon ausging erst regulär um 12:30 UHR anfangen zu müssen, so wie nebenbei erwähnt der Dienstbeginn der EZ 514 für den Tattag um 12:30 UHR angesagt war, dann ist es plausibel im elterlichen Heim dementsprechend lange aus zu schlafen.

Im Zusammenhang der Einsatzzeiten fällt noch etwas anderes auf. Martin Arnold sagte bei seiner ersten Vernehmung auf die Frage, in welchem Streifenwagen er sich befunden habe, dass er in einem VW T-4 gesessen sei. In der Einheit EZ 514 gab es am Tattag einen VW T-4 der im Einsatz war. Wäre also eine geplante und nicht schriftlich festgehaltene Zuordnung Martin Arnolds Tage zuvor zur EZ 514 denkbar? War er vielleicht kurzzeitig ein Besatzungsmitglied dieses VW T-4 und ebenso der EZ-514 zugeteilt? Laut offizieller Darstellung war dem nicht so. Er wird später auf der Einsatzliste und als Streifenpartner von Michele Kiesewetter, also der BFE-523, geführt.

Anmerkung:

Mit der Annahme von Martin Arnold erst so spät zum Dienst zu müssen und gedanklich mit der Frage der Ermittler verknüpft, in welchem Polizeifahrzeug er gesessen habe -woraufhin seine erste Angabe dazu ein VW T-4 Bus war – dann ist dieser Gedankengang nicht ganz unwahrscheinlich, dass er kurzzeitig mit der Einheit der BFE-514 mit fuhr. Wurde er mit einem T-4 Bus abgeholt oder fuhr er als Besatzungsmitglied, wenn auch nur vormittags für kurze Zeit, darin mit? Die Kollegen die diesen T-4 nachweislich fuhren wurden allesamt nicht auf die Äußerung von Martin Arnold hin befragt. Selbst dieser T-4 wird auch im nervenärztlichen Gutachten von ihm wieder erwähnt. Worin steht, dass ein Konvoi von circa drei Autos, darunter ein VW T-4 und ein BMW 5er, von Böblingen aus zum Einsatz gefahren sind! Ein T-4 war auch nachweislich an jenem Tag im Einsatz!

Eine weitere Auffälligkeit zeigt sich durch einen Anruf, der seine ersten Erinnerungen und die oben dargestellte Hypothese untermauern könnte. Martin Arnold hat am Tattag ein Telefongespräch gegen 10:12 UHR erhalten. Dies geht aus der ausgewerteten Providerliste seines Privathandys hervor. Auffällig hierbei: Die Geo-Daten dieses Telefonats sind dazu nicht aufgeführt. Was könnte das bedeuten? War er zu diesem Zeitpunkt noch zu Hause in Sindelfingen, da er davon ausging erst um 12:30 UHR seinen Dienst antreten zu müssen?

Anmerkung:

Geo-Daten= gegenwärtige Standortangabe des Handys bei einem Telefonat/SMS.

Vermutlich könnte er zu diesem Zeitpunkt wirklich noch zu Hause in Sindelfingen gewesen sein. Aufgrund der Tatsache, dass Martin Arnold auf keinen Einsatzlisten der beiden Einheiten auftaucht, kann hieraus vermutet werden, dass ihm in diesem Telefonat sein kurzfristiges Einspringen mitgeteilt wurde. Im Umkehrschluss wäre die in Ordner1 vermerkte Handy-Registrierung (um 10:37 UHR in Heilbronn-Böckingen) eine grobe Fälschung um seinen regulären Dienstantritt und seine gemeinsame (und durchgängige) Streifentätigkeit mit Michele Kiesewetter plausibel erscheinen zu lassen.

Den Gedanken nun einmal weiter gesponnen…

Wenn Martin Arnold um 10:12 UHR vermutlich noch immer Zuhause war, er angerufen und zum Dienst beordert wurde, er daraufhin ungefähr 1h15min Fahrt benötigte um von Sindelfingen nach Böblingen in die Polizeikaserne und dann wiederum nach Heilbronn zu kommen, kann er Ergo nicht gegen 11:00 UHR (oder etwas später) beim Bäcker einkaufen gewesen sein! Dann wären wir rein rechnerisch bei der Zeit von 11:27 UHR in Heilbronn. Die vermutete Zeit für den Aufenthalt in der Polizeikaserne und das „Fertigmachen“ zu Hause (Anziehen, Ausrüstungsempfang, Einsatzbesprechung, Autowechsel…) sind dabei nicht mit drin. Diese Zeiten würden sich addieren sodass man vermutlich locker die 12:00 UHR Marke ankratzt um schlussendlich in Heilbronn an zu kommen.

Der Antritt der Schulung wäre rechnerisch möglich, hebelt sich aber selbst aus, da sein Handy um 12:14 UHR in der Moltkestraße in Heilbronn registriert wurde und sich niemand an seine Anwesenheit in der Schulung erinnert!

Sollte diese Annahme und das Telefonat von 10:12 UHR stimmen, dann wird nicht nur die offizielle Darstellung zum Dienstantritt hinfällig, sondern dann muss automatisch eine plausible Erklärung dafür her, wer ihn anrief, was gesprochen wurde und auch vielleicht warum er so kurzfristig zum Dienst geholt wurde. Es ist schlichtweg nicht völlig klar welche Log-in-Daten von beiden stimmen (10:12 UHR oder 10:37 UHR). Aber seine Aussagen und die Uhrzeit 10:12 UHR sollte man ernst nehmen. Auch Maik S. sollte nochmal dringend nach dem ominösen Diensttausch und dem Erscheinen von Martin Arnold befragt werden. In Anbetracht dessen, dass er eventuell so kurzfristig zum Dienst kam und später zum Opfer eines feigen Anschlages wurde, beschleicht einen ein seltsames Gefühlt…

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/06/01/25-4-2007-teil-10-arnolds-wundersames-privathandy-auch-2-nummern/

Unterm Strich gesehen: Sowohl Dienstgrund und Dienstantritt sind bei beiden noch immer viel zu unklar. Und gerade weil es bis heute dazu noch viel zu wenige klare Antworten gibt, muss man sich fragen, warum war es nötig, dass beide an diesem Tag gemeinsam Dienst hatten.

Und vielleicht auch in dem Zusammenhang: Warum fielen gerade diese beiden zum Opfer?

Ende Teil 1

#NSU LÄNDLE: ABGEORDNETE KLÄREN NICHTS AUF 3

Teil 1 Frntic…

Teil 2 RDL-Gedoens und AfD-Spooner

bleibt noch der bedrohte Nichtceskaner aus Südthüringen:

Endlich ein Uwe-Bezug!

Man versuchte sich an Hochdeutsch? Als lingua franca?

Soweit bekannt: Fliegerscheune Cospeda, KKK-Kreuzverbrennung, die 18 Namen welche Beate Zschaepe auf die Fotos schrieb.

Seit 1996 V-Frau der Polizei, 18 Namen auf Fotos geschrieben, Teilnehmer einer KKK-Kreuzverbrennung an der Fliegerscheune in Cospeda. Um ihrem Cousin Stefan Apel zu helfen?

KKK-Gedoens.

War Piatto eigentlich auch dort? Oder bei Emingers und Dienelt (Weisse Bruderschaft Erzgebirge) bei der Kreuzverbrennung in JohannStadt?

Brandt hatte tierischen Schiss vor Rosemann, das hat sein V-Mann-Fuehrer Bode neulich bestaetigt.

Geschenkt. Irrelevant.

Kaethes tote Gäule werden auch im Laendle gern geritten:

NSU-Netzwerk Rosemann & Co, feuchter Antifatraum. Litauische Rotlichtverbindungen schon eher… Frauen inklusive. DNA auf Womo-Socke soll litauisch sein… Zufall?

Wie jetzt, nie eine Ceska gehabt?

Jug wuerde das eventuell anders sehen.

Slapstick. Waere ich gerne live dabei gewesen.

boese Maenner im Wald = Staatsschutz/VS oder so.

Wehrsportgruppe wo alle waren damals = Gladio Ost, oder GST, oder was meint er?

NSU-watch oder so = AK igittipfui?

egal.

Geradezu ignorant waere es davon auszugehen dass nicht… das Omakind mit Katze nicht zu vergessen.

Gab der MAD den Mundlos ans BfV ab? Hatte eine Mundlos-Akte…

Operation Konfetti 11.11.2011 nach Anfrage des BMI am 8.11.2011 ist verbuergt. Bundestags-Wortprotokoll.

Die Mutter scheint eine interessante Zeugin zu sein. Ruft die Polizei, dass alle Waffen haetten, und kann Anwerbeversuch bezeugen?

deshalb interessant, weil ja angeblich die Polizei gar keine rechten Spitzel hatte… Stichwort Staatsschutz.

Man denke mal an TLKA-“Fatzke“ KHM Mario Melzer, der mehrere Informanten ankarrte, Ivo Sauerbrey und Tom Turner, die aber nie verpflichtet worden seien. (Bundestags-Wortprotokoll). Weil “dem LKA nicht gestattet“, na wer’s glaubt… man denke nur an den Eisenacher Bankraub-V-Mannhinweis des Staatsschutzes.

Michael Hubeny ist der letzte Zeuge, den die Verteidigung Wohlleben laden lassen wollte, in Sachen “alternative Ceska-Beschaffung jenseits von Kronzeuge Carsten Schultze“.

Schaun mer mal… was sie demnaechst veranstalten im Laendle… bald ist dort endlich Schluss mit den Kasperaden.

#NSU: BLOGGER ERMITTELN NICHT. 7: Dienstwaffenwirrwarr

Blogger beschreiben Widersprüche, und schauen dann, was passiert.

Manchmal erstatten sie sogar Strafanzeigen, die jedoch immer eingestellt werden.

Im Fall der Waffenmauscheleien im Wohnmobil konnte/wollte auch der Bundestags-Innenausschuss nichts machen/aufklaeren. Trotz gegenteiliger Ankuendigungen. Binningers Polizistenausschuss… vergesst es einfach.

Eine Zusammenfassung gibt es hier, aus dem Jahr 2015:

Das Paradoxon der Heilbronner Dienstwaffen – Fazit

Was an den Innenausschuss ging, 2014:

http://arbeitskreis-n.su/blog/wp-content/uploads/2015/06/dienstwaffen-hk-p2000-munition.pdf

Zur Dienstwaffe v. Michele Kiesewetter, Nr. 116-021769. -Wie ist es möglich, dass aus derselben Waffe von zwei verschiedenen Ermittlern in zeitlichem Abstand zwei verschiedene Patronen aus dem Lauf (Patronenlager) gesichert wurden?

Wahnsinn. Es springt einem ins Gesicht, dass da gemauschelt wurde. Alles getürkt?!?

Noch verwirrender wurde das Dienstwaffen-wechsle-dich dann durch die Zeugenaussagen im Erfurter Ausschuss 2016:

NSU Erfurt: Das Dienstwaffen-Auffindungs-Dilemma wird grösser

Und auch 2018 ist immer noch unklar, welche Waffen nun wirklich im Womo waren, und welche Waffen erst ueber Nacht mit der Soko Parkplatz ankamen/einflogen, um dann am 5.11.2011 gefunden zu werden. Das gilt analog auch fuer die Waffenfunde in Zwickau… anderes Thema.

Es ist rein gar nichts aufgeklaert, aus Mails und Kommentaren ergeben sich folgende offene Fragen (grobe Auswahl, unvollstaendig):

Kommt das Menzelsche Waffendebakel noch in der Serie, die schier endlos werden kann, so viele Widersprüche wurden aufgezeigt.

– Menzel stottert noch am 7.11. (PK) über nur eine Waffe. Mal sagt er Kiesewetter, dann auch mal Arnold Jahre später, legt sich am Ende aber auf Kiesewetter fest.

Die PK: 7 Waffen, aus denen 8 wurden…

  • Aus der Gotaher Schwabenprotokollierung des 5.11.2011 geht hervor, dass die Dienstwaffe Arnold erst am 5.11.2011 morgens gefunden wurde, als KHK’in Rieger fleissig mitschrieb, obwohl die Waffe doch noch in Stregda (am Vortag!!) aus dem Bad entnommen worden sein soll.

Richtig, das entspricht Menzels Gerichtsaussage: Zuerst Waffe Kiesewetter. Arnolds Waffe spaeter.

– Alle Polizisten eiern rum, wenn es um die Dienstwaffen geht. Nur Hoffmann ist bei seiner P10 geblieben.

Korrekt: Hoffmann fand im Bad eine P10, statt einer P2000. Kam nie in die Medien, dieses Malheur…

– Wieso wurden die Dienstwaffen nicht am Fundort beim Tauss fotografisch asserviert, wie es üblich ist?

Es gibt keine Asservierungsfotos der beiden Dienstwaffen, sondern erst nachgerichtete. Das Problem des nicht erkannten Landeswappens ist ebenfalls ominoes.

– Wo ist das Badwaffenfoto mit Hütchen im Original, wie lauten die EXIF-Daten?

Haette der Erfurter Ausschuss klaeren koennen, wollte er jedoch nicht.

– Wo sind die echten Feuerwehrfotos?

Na beim BKA?!?

– Wo ist der Originaltext der INPOL-Anfragen? Wer hat wann was mit welchem Ergebnis angefragt?

Haette der Erfurter Ausschuss klaeren koennen, wollte er jedoch nicht. Stichworte: Aussage Dieter Burkhardt, in PD Gotha nach 18 Uhr abgefragt, Handschellen aus HN dabei, also im Womo. Wanderhandschellen.

– wieviele Seriennummern haben Dienstwaffen des Spaetzlelandes? Eine, zwei, oder drei?

Haette der Erfurter Ausschuss klaeren koennen, wollte er jedoch nicht. Waere ein Klacks gewesen…das zu klaeren.

Im November 2011 gab es noch “Fake News“ der Medien dazu, wo welche Waffe(n) gefunden wurden, die Brisanz des NoGo Themas Beweismanipulation liess jedoch sehr schnell alles Investigative verstummen. Daran wird sich nichts mehr aendern.

Mal grundsätzlich: Beweismittel manipulieren ist in der BRD ein ganz alter Hut