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NSU: Beugehaft von Moser (Teil 1)

NSU Ländle in den letzten Zügen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5

Wir können nicht dafür, daß viel Wirres im Internet verbreitet wird. Ändern können wir das auch nicht. Wir können aber ein par Hinweise geben, wie man sich schlau macht, ehe man Gift und Galle ins Internet kleckert. Auf etlichen Internetportalen, dem Twitter, in Foren und Pressemitteilungen der Parteien ging es rund, als es um den Antrag auf Ordnungsgeld gegen Rechtsanwalt Steffen Wilfried Hammer ging. Desgleichen bezüglich der Erzwingungshaft gegen RA Ricarda Lang.

Für die Tätigkeit des PUAs im kleinesten Mafialändle der Welt gibt es eine Geschäftsgrundlage, das ist das Gesetz und der Einsetzungsbeschluß.

Mut zur Lücke sagten sich die Edelblüter des Schwabenvolkes, denn das für einen PUA geltende Gesetz regelt das Zeugnisverweigerungsrecht auschließlich nach §§ 52, 55 und 76 StPO. Also schaut man da nach.

Da sich Rechtsanwalt Hammer allerdings bei seiner Zeugnisverweigerung ausdrücklich auf § 53 StPO bezieht, der besagt

Zur Verweigerung des Zeugnisses sind ferner berechtigt

3. Rechtsanwälte … über das, was ihnen in dieser Eigenschaft anvertraut worden oder bekanntgeworden ist …,

ist der Drops gelutscht. Die Schwaben haben das für ihre PUAs gar nicht erst geregelt. Das fällt ihnen nun auf die Füße.

Es ist völlig Banane, was der Sozendarsteller denkt. Hammer hat im Rahmen seiner Mandatswahrnehmung im NSU-Prozeß Dinge anvertraut bekommen, über die Drexler nun Auskunft erheischt. Kann er vergessen. Und Privates, wie Eintrittsdatum in eine Musikkapelle, das ist genauso obsolet. Hat nichts mit dem gesetzlichen Untersuchungsauftrag zu tun.

Der Moser-Artikel geht zwar über die Beugehaft der Frau Lang, was auch nicht korrekt ist, denn man will eine Aussage erzwingen und steckt sie nach § 16 (Zwangsmittel bei der Beweiserhebung) in Erzwingungshaft. Dieser Vorgang hat sich inzwischen einige Rechtsinstanzen weiter gedreht, ist somit seitens Drexler nichts weiter als Fahnen schwenken und bunte Luftballons aufblasen. Darin sind sie allerdings gut, die Sozen.

Abgesehen davon, ist gesetzlich nicht normiert, wie die von Staatsdienern und Arbeiterführern gewünschten Erkenntnisse in der Haft erzwungen werden können. Da bleibt reichlich Spielraum für Phantasie. Frau Lang kann wassergeboardet oder einer Lichttherapie ausgesetzt werden. Möglich scheint auch, daß der Anstaltsleiter durch eine Serie einfühlsamer Gespräche den Erkenntnisprozeß fördert. Beate Zschäpe weiß, wie so ein Sinneswandel während der U-Haft vonstatten geht. Die verrät aber nix. Das ist doof.

Es geht unterm Strich immer noch um jene Person, die den Tipp gegeben haben soll, auf der Theresienwiese sei es um einen Waffendeal gegangen. Der AK NSU hat dieser Person den Decknamen Reiner Nübel gegeben. Deckname Nübel spielt, sagen wir mal so, in einer Liga mit Zipfihaum-Fromm und Oktoberfestverschwörer Chaussy. Das nur nebenbei.

All das ist herzlich unwichtig, wenn man weiß das Frau Lang das Mandat im Prozeß gegen die Fake-Terroristen der „Sauerland-Gruppe“ hatte. Da der ominöse Tipp aus diesem Umfeld kam, kann auch sie ruhigen Gewissen den 53er ziehen. Geht Drexler einen Scheißdreck an, was sie von wem im Rahmen ihres Mandates erfahren hat. Da muß er sich an die mit den Ermittlungen beauftragte Staatsanwaltschaft wenden. Die darf Auskunft verlangen. Leider auch nicht bei Frau Lang.

bei beiden Zeugen geht es um das Zeugnisverweigerungsrecht eines Geheimnisträgers und juristische Schritte/Zwangsmassnahmen, weil es vom NSU UA BaWü nicht für begründet gesehen wird. und doch liegen Welten dazwischen.

Das juristische Gekeife der jeweiligen Parteien muß man sich nicht reinziehen, wenn man die Gesetzestexte zu Rate zieht.

Im übrigen trägt nichts von diesem Pfauengespreize, aber auch gar nichts zur Aufklärung des Mordes an Michelle Kiesewetter und des Mordanschlages auf Martin Arnold bei. Das Aufklärergehabe war weitestgehend CO2-Ausstoß und damit Klimaverschärfung. Und sei es nur des politischen Klimas.

Die Ikone der schwäbischen Arbeiterbewegung, der der Sache treu dienende Drexler, ist schwer angeschlagen.

#NSU Ländle in den letzten Zügen, Teil 5: BKA gegen Aust/Laabs

Schnappatmung bei der Antifa innerhalb und ausserhalb des Stuttgarter Landtags verursachte der BKA-Staatsschutz in Person des KHK Klaus Wallner, weil er sagte, dass Ralf Marschner das NSU-Trio nicht kannte, und Aust/Laabs Fake News verbreitet hätten (aka Mundlos war Vorarbeiter, Zschäpe arbeitete im Laden…)

Märchenbuch-Autoren…

Das sei alles falsch, sagte Wallner, und das steht ja auch in den Bundestags-Leaks von 2017: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/CD12950/Anlagen%200001-0094/

Oder hier:

Zeuge OSTA Weingarten in Berlin: Kein Jobben Mundlos bei Marschner

Es war also keineswegs eine Überraschung, das das BKA exakt das sagte, was die BAW sagte.

Auch dass er Aust/Laabs abwatschte war klar, erfreulich deutlich hat er das getan.

Wumms. Voll die Watschn.

Hatten wir ausführlich im Video: https://youtu.be/3CxTa8xWwcA?t=1063

Erkennbarer Antifadreck, da sollen Leute verdummt werden… noch dümmer als bei der Springerpresse Aust/Laabs.

Bekanntermassen haben BKA und BAW ihr eigenes NSU-Narrativ, das der isolierten Kleinstzelle ohne bundesweites Netzwerk.

Lügenpresse:

die falsche Beate:

Gregor “Max“ R., so hiess einer der Marschner-Leute… daraus wurde bei Aust/Laabs dann MFB:

soll am 8.11.2011 im Womo gefunden worden sein

Alles nicht neu, im Gegenteil…

Darf ja auch gar nicht sein. Wäre fatal.

Er wurde verleumdet, und feige Staatsanwälte verweigerten Ermittlungen:

Staatsanwaltschaft stellt Strafanzeige von Marschner wegen Verleumdung ein, mit abenteuerlicher Begründung

Kein Rechtsstaat erkennbar, keine unabhängige Justiz weit und breit…

Nur Kadavergehorsam… und Tiefer Staat.

Sehenswertes Video dazu:

http://fatalistblog.arbeitskreis-n.su/2018/05/20/die-reale-macht-wirkt-im-verborgenen-dirk-pohlmann-und-der-tiefe-staat/

 

Ist derselbe Wallner:

Das BKA sucht fatalist

Lang ist’s her…

Die Antifakids waren fein am Abkotzen, da in ihrer heilen Welt das BKA schlicht NSU-Blasphemie begangen hat.

“sehr wohl habe Marschner einen NSU-Bezug“, stampfte Ellen Esen trotzig auf.

So sind sie halt, die Religionsfanatiker…

ENDE.

#NSU Ländle in den letzten Zügen, Teil 4

Aus aktuellem Anlass nachzutragen:

Die nicht aussagewilligen Zeugen (siehe Teil 1) sollen reden:

Es wäre geschmacklos, zu sagen, daß die Zeugen ums Verrecken nicht aussagen wollen. Aber im Fall des Baden-Württembergischen Untersuchungsausschusses zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) und dem Mord an der Polizistin Michelle Kiesewetter und dem versuchten Mord an ihrem Kollegen Martin Arnold am 25. April 2007 kommt es doch irgendwie nicht von ungefähr.

Immerhin sind bisher sechs tote Zeugen zu beklagen – junge Menschen, die bei lebendigem Leibe verbrannten, von Thrombosen getötet, einem plötzlichen Zuckerschock und was es dergleichen noch an normalen Lebensrisiken gibt zum Opfer fielen.

Jedenfalls kann man im Grunde jedem nicht suizidal veranlagten Menschen verstehen, der, wenn möglich, von seinem Aussageverweigerungsrecht vor diesem Untersuchungsausschuß gebrauch macht. Aktuell sind es zwei Anwälte, die partout etwas nicht sagen wollen.

Die beiden wichtigsten toten Zeugen heissen ziemlich sicher Uwe B. und Uwe M., aber woher soll die junge Freiheit das wissen?

Wir tippen weiterhin auf den Tippgeber namens Rainer Nübel vom Stern.

Wie das BKA zur Schweizer Ceska-Spur kam, und wie die CIA nach Heilbronn kam

Mal sehen,ob wir am Ende kräftig lachen können.

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Teil 4: Peter R.L. – (geladen auf 14 Uhr)

Korrespondent Michel sagt den Namen: Peter Litzel. Siehe Audio Teil 2.

2015 war er schonmal da. Foto und Audiodatei hier:

NSU-Ausschuss Ländle: Was die US-Dienste so treiben… viel Rauch um Nichts

Endete so:

Die deutschen Gesetze müsse man kennen, nur beachten würde man sie nicht… jedenfalls nicht immer, schränkt er ein. (So ist das nun einmal in Vasallenstaaten… unter Besatzung… )

Eigentlich verschwendete Zeit, das Ganze… der Zeuge weiss nichts. Er ist nicht SECRET NOFORN-berechtigt, als Nichtamerikaner, und was er gerüchteweise gehört hat, das ist wie das DIA-Protokoll… vom Hörensagen… Retourkutsche oder Auftragsarbeit, gezahlt hat der Stern mit Sicherheit recht ordentlich…

Ist schon komisch, dass sich niemand an die Aussage 2015 erinnerte?

Da war nix, sagte er auch 2018:

Ende Teil 4.

#NSU Ländle in den letzten Zügen, Teil 3

Es sei völlig unklar, was für eine Ceska-Pistole denn der Herr Rosemann gehabt haben soll, die der Bandidos-Rocker Hubeny gesehen haben will, und woher die kam. Stuttgart, Schweiz, irgendwie so:

#NSU Ländle in den letzten Zügen, Teil 2

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Und so ähnlich argumentierte die Verteidigung Wohlleben in München:

@messeticker Anwalt Klemke: Die Beweisaufnahme habe nicht ergeben, dass Ralf Wohlleben und Carsten S. die #NSU-Tatwaffe besorgt hatten, dass ein Schalldämpfer bestellt wurde und dass Wohlleben das Geld dafür zur Verfügung stellte.

Anders gesagt: Es gibt zuviele Ceska-Beschaffungsstories, die allesamt unbewiesen sind.

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Weiter im Ländle: Zeuge Volker W.

3. Volker F.W. – eventueller Waffenlieferant aus Stuttgart

Die hatten da offenbar viel Spass:

Doch keine FLAK gehabt?

Er habe keine Waffen (Ceskas) verkauft.

Spielchen, weiter nichts…

Alles vergeudete Zeit.

Teil 3

#NSU Ländle in den letzten Zügen, Teil 2

Gestern gab es den 1. Teil, und inzwischen gibt es ein Radio RDL-Audiofile vom Linksunten-Nuschler Michel.

rdl.de/sites/default/files/audio/2018/05/20180515-nsuuntersuch-w10071.mp3

Weiterhin gab es eine Beschwerde von Jug Puskaric an @FrauFoo und die Antifakids wegen dieser Formulierung:

3. Volker F.W. – laut Puskaric Waffenlieferant aus Stuttgart (geladen auf 13 Uhr)

Das hat Puskaric nie gesagt, dass der Volker ein Waffenlieferant sei, was er sagte, dass könne man ja bei den Antifakids nachlesen:  https://www.die-anstifter.de/2018/03/20-sitzung-des-nsu-ua-ii-am-5-maerz-2018/

Auf die Frage woher er Volker W. kenne sagt Puskaric „sage ich nichts dazu“. – @nsuwatch_bw

Auf Vorhaltung,dass Volker W. sich an ihn erinnere sagt er,dann müsse das wohl so sein, er erinnere sich nicht daran. – @nsuwatch_bw

Gasmaske sei auch Quatsch:

Und Gasmaske taucht überhaupt nicht auf.
So ein Schrott…

Er habe keine Lust auf baldiges Ableben.

Die machen mich hier zum Mülleimer für ihre Scheiße. Müssen sie mich nur noch umlegen und dann sind viele unbequeme Fragen auf einen Schlag gelöst.

Haben wir hiermit klargestellt. Wie immer gilt: Niemals der Antifa glauben.

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Teil 2

Zeuge Bandidos-Prozess Erfurt mit angeblichem Zschäpe-Besuch (welche Identität?) in Begleitung 2 er Männer Ende 2010/Anfang 2011.

Michael Hubeny – soll bei bei Rosemann u.a. eine Ceska gesehen haben (geladen auf 10.45 Uhr)

Wurde das aufgeklärt?

  • Was für eine Ceska?
  • War Zschäpe im Prozess und sprach RA Gerd Zahner aus Konstanz an?

Nicht wirklich, wie es scheint.

War das alles?

Sollen wir daraus schliessen, dass sie nicht dort war, oder dass niemand ernsthaft danach fragte?

Offensichtlich ist das so.

Welch peinlicher Kasperlesausschuss.

Alles bekannt, Kapke-Stories, völlig unwichtig, aber typisch?

Auch witzig: V-Leute spielen WSG für Spiegel-TV:

5.000 DM gab es vom Spiegel, sagte man uns.

Alles Fake? Alles gestellt, damals wie heute?

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Die waren staatlich beauftragt im Untergrund.

Das Ceska-Wirrwarr:

Das Wort Schalldämpfer fehlt.

Das Kaliber fehlt.

Warum?

Banküberfall mit Schreckschusswaffen?

Doppelschlag Stralsund 2006/2007…

Auf die Anklagebank gehörte also der Sven Rosemann? Wegen der Döner-Ceska?

Stimmt, Beweise braucht beim Schauprozess niemand. Im Gegenteil… siehe Blog heute morgen.

Da weinen die Linksdummen immer so schön, wenn ihre Realität zerbricht 😉

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V-Mann Dienel hat sogar abkassiert für diesen Fake.

eine Ceska, die Ceska, ne andere Ceska, nichts ist bewiesen.

Ende Teil 2

#NSU Ländle in den letzten Zügen, Teil 1

Zum Ende hin wird es voll: 6 Zeugen gestern, 2 wollten jedoch nichts sagen.

22. Sitzung:

1. Steffen Wilfried Hammer – von 1988 bis zur Auflösung 2010 Kopf und Sänger der Rechtsrockband „Noie Werte“. Zwei Lieder der Band dienten der musikalischen Untermalung einer frühen Version des NSU-Bekennervideos. Er arbeitet als Rechtsanwalt und vetrat die Anwältin von Wohlleben im Prozess am 9.1.2018
2. Michael Hubeny – soll bei bei Rosemann u.a. eine Ceska gesehen haben (geladen auf 10.45 Uhr)
3. Volker F.W. – laut Puskaric Waffenlieferant aus Stuttgart (geladen auf 13 Uhr)
4. Peter R.L. – (geladen auf 14 Uhr)
5. K.W. – KHK, BKA, wird zur Person Ralf Marschner und zu der Auswertung der Telekommunikation (Handy, Festnetz, Internet, vor allem über Facebook und Skype) des NSU befragt. Er soll Auskunft geben, ob bei der Auswertung der im Wohnmobil und in der Wohnung in Zwickau aufgefundenen Handys und Computer Kontakte nach Baden-Württemberg festgestellt wurden.(geladen auf 15 Uhr)
6. Ricarda Lang – die Rechtsanwältin, die nach dem Urteil des Landgerichts Stuttgart nun erneut geladen wurde (geladen auf 16 Uhr)

Alle Tweets der Aussagen sind hier:  http://nsu-leaks.freeforums.net/post/71463/thread

Zeuge 1 wollte keine Aussagen machen:

Den Rest werden Gerichte entscheiden:

Vielleicht hat es sehr wohl miteinander zu tun.

Spielchen, weiter nichts?

Als da wären:

Schaun mer mal, ob Hammer aussagen muss.

Zeugin 6 will bis zum BVerfG gehen: RA Lang

das kann dauern:

Wer ihr also den Namen Mevlut Kar steckte, der an jenem Polizisten-Mordtag auf der Theresienwiese gewesen sein soll, das will sie nicht verraten.

Die Spekulationen gehen dorthin, dass es Rainer Nübel war, dessen Pappdrache, und der sass wie immer mit im Saal.

Aus der Presserunde gabs nur wenig Gezwitscher:

Weirauch nennt Causa Hammer als „juristischer Taschenspielertrick, sich kurz mandatieren zu lassen“ um dann nichts zu seinem Leben auszusagen

Er wirft dem Vorsitzenden falsche Vorhaltungen vor. „Eigene Überprüfungen“ bezogen sich laut Zeuge Peter L. auf amerikanischen Geheimdienste und nicht auf den Verbindungsmann.

Journalist Rainer Nübel stellt die Vernehmungsweise von Drexler zu Peter L. in Frage und ob diese juristisch korrekt war (zu viele Details um sie per twitter wiederzugeben.

Rainer Nübel stellt die Vernehmungsweise von Drexler zu Peter L. in Frage und ob diese juristisch korrekt war (zu viele Details um sie per twitter wiederzugeben.

[meine intelligenz wurde heute von der aussage des bka zeugen echt beleidigt]

der wird sich in nicht-öffentlicher Sitzung die schriftliche Stellungnahme des Rechtsbeistands der Zeugin Lang rechtlich werten.

Zeugin wird entlassen. jetzt noch kurze Presserunde

Read more: http://nsu-leaks.freeforums.net/thread/631/infos-zum-nsu-ausschuss-ndle#ixzz5FWmygI4y

Die Sauerlandbomber samt ihrer Agentenführer vom FBI bleiben für den Stern offenbar ein Thema. Wie zu erwarten war.

Ende Teil 1

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 8

eine Serie von @riemenkarl

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Was schlussfolgert man nun aus all dem? Eine Mutmaßung.

Der Einsatz

Nimmt man die festgestellten Fakten, die unklaren Gründe und Zeiten zum Dienst der Opfer, das enorme Polizeiaufgebot über den Tag hinweg betrachtet, das mehrmalige Auffahren beider Opfer auf die Theresienwiese, die Polizeiwagensichtungen unmittelbar nach der Tat, wahrscheinlich auch einen vermutlichen Notruf in Realzeit gegen 14:00 UHR, BFE-523-Kollegen-DNA auf der Opferbekleidung die offiziell nicht da waren, das frühe Erscheinen von Polizeieinheiten unmittelbar nach der Tat, … dann könnte es darauf schließen, dass es einen größer angelegten Polizeieinsatz gab der noch heute keine Erwähnung finden darf.

Was scheint also so brisant zu sein, einen Einsatz und die damit verbundene Anwesenheit der Polizei unmittelbar nach der Tat derart geheim zu halten? Haben Polizisten gar die Tat selber beobachtet? Durfte man die Informationen auf keinen Fall verwerten?

Alle Spekulation führt hierbei zu keiner Antwort. https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/08/27/mysterium-polizistenmord-kollegen-als-mordergeleitschutz/

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Die gesehenen Fahrzeuge

Der ominöse Audi, der unverkennbar irgendeine Rolle in Zusammenhang mit der Tat spielen muss. Es wird deutlich, dass seine Rolle versucht wurde im Zusammenhang mit der Tat klein zu halten. Nicht nur in den Zeugenaussagen macht es sich bemerkbar. Gerade in jenen Darstellungen die unmittelbar im Tatzeitraum gemacht wurden wird dies deutlich. Entweder finden diese Beobachtungen nur geringfügige Erwähnung, in dem es dazu wenig erkennbare Ermittlungsschritte gab, oder die Zeugenaussagen selbst erscheinen in einem seltsamen Licht. Die Krone setzt dem Ganzen der nachgereichte Fahndungshinweis zu Dieselfahrzeugen auf. Gerade hier wird die Vertuschung erkennbar, worin selbst untergeordnete Beamte in den Akten vermerkten, dass der Zeuge zu diesem Fahrzeugdetail keine Angaben gemacht hat! https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/08/25/heilbronn-die-sabotage-der-ermittlungen-von-anfang-an-jaccuse/

Eine noch seltsamere Rolle spielt der silberne Wagen.

Das Fahrzeug wurde gesehen wie es nach dem Anschlag in hoher Geschwindigkeit zum Tatort fuhr, sich dort kurze Zeit aufhielt, wieder abfuhr und in großer Eile vom Tatort verschwand. Drei Zeugen bilden diese Indizienkette unabhängig voneinander.

Keine Ermittlungsschritte. Keine Erkenntnis. Nichts. Alles im Nebel.

Wusste man vielleicht was das silberne/helle Auto für eine Rolle spielte? Waren mit diesem Fahrzeug vielleicht die ersten und „richtigen“ Polizisten am Tatort, um sich nach einem Funkspruch -gemacht unmittelbar nach der Tat- der Situation zu vergewissern und/oder um Ersthilfe-Maßnahmen zu leisten? Und verschwanden sie deswegen wieder so schnell vom Tatort, weil man dadurch auf keinen Fall einen brisanten Einsatz auffliegen lassen durfte?

siehe: https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/06/14/kiesewetter-wurde-in-eine-falle-gelockt-thomas-wuppesahl-kritische-polizisten/

Aber warum verschleiert man gleichzeitig den blauen Audi und somit mögliche Täter?

Warum sollte man aber mögliche Tatverdächtige decken, die laut den Spurenkomplexen allesamt als Osteuropäer beschrieben wurden und im Bereich der organisierten Kriminalität zu vermuten waren? Vielleicht ist auch ein Mafia-geprägter Racheakt denkbar. Vielleicht war man aber auch schon auf andere Ideen gekommen die im Hintergrund ermittelt wurden. Dies kann vielleicht mit dem Auftrag selbst zusammenhängen, der so heikel war, dass Berührungspunkte –in welcher Form auch immer– zu halb illegalen Machenschaften vielleicht nicht aus zu schließen sind. Daher könnte auch die Identität der Täter automatisch mit verschleiert worden sein, da darin auch ein Zusammenhang zu einem möglichen und durchaus pikantem Einsatz enttarnt worden wäre.

Alles nicht ausermittelt. Versinkt in Spekulation und zeigt zudem auf, dass nichts klar ist.

Warum ausgerechnet diese beiden?

In Anbetracht dessen, dass beide Opfer einen seltsamen und ungeklärten Hintergrund in Bezug auf Dienstantritt und Dienstgrund zu haben scheinen, stößt es einem seltsam auf, dass genau jene beiden dieser Tat zum Opfer fielen. Vor diesem Hintergrund lässt sich die Frage nicht völlig ausräumen, ob beide -offensichtlich mehrmals am Tag- bewusst an diesen Ort geschickt wurden. Wobei das eine mit dem anderen nicht zwangsläufig miteinander zu tun haben muss. Aber wie könnte man die Tat nun gedanklich mit der Rolle der Opfer verknüpfen?

Michele Kiesewetter war des Öfteren in der Vergangenheit für besonders brisante Aufgaben, als nicht offen ermittelnde Polizistin im Einsatz. Vorwiegend bei BTM-Delikten im Bereich der organisierten Kriminalität. Durch ihre separate Streifentätigkeit drohte ihr dabei eine ständige Enttarnung. Martin Arnold könnte aufgrund seiner „kasachischen“ Herkunft einen gewissen sprachlichen Vorteil in Milieu-Kreisen gehabt haben. Ob dies aber in Zusammenhängen mit einem dienstlichen Auftrag stehen kann ist fraglich. Außerdem war er verhältnismäßig unerfahren in solchen Einsätzen, wenn nicht gar völlig unbefleckt auf diesem Gebiet. Ob man gezielt einen der beiden Opfer aus dem Weg räumen wollte, gar beide, oder ob es eine Spontantat war ist Spekulation. Trotzdem steht die Frage im Raum: Hatten beide eine spezielle Aufgabe an diesem Tag und wurden sie deshalb für einen Einsatz unbedingt gebraucht? Das enorme Polizeiaufgebot mehrerer Einheiten und der mysteriöse Dienstantritt könnten dafür sprechen.

Kann man auf eine Zufallstat schließen, so wie es bei beiden Spurenkomplexen „Chico“ und dem „Heroin-Auto“ nahegelegt wurde, die beide eine Spontantat beinhalten? Laut der Spurenauswertung am Tatort und dem damit verbundenen Tatablauf nahm man dies auch so an. Kommt gar eine Art Racheakt an der Polizei, bzw. an bestimmten Personen hierbei in Betracht? Man erinnere sich hier an den fehlgeschlagenen VP-Rekrutierungsversuch vom BFE-523-Chef Thomas B. Wurde Michele Kiesewetter in der Vergangenheit bei verdeckten Einsätzen erkannt? Wurde sie daraufhin zum Opfer? Nur, woher wollte man wissen wann und wo sie an welchem Tag Dienst hatte und sich aufhielt? Dann wäre es definitiv eine gezielte Tat wobei man ein nötiges Hintergrundwissen nicht ausschließen kann. Oder war Martin Arnold vielleicht Ziel des Anschlages?

Zu viele Spekulationen, zu viele Fragen und kaum Antworten.

Nichts ist klar und die Glaskugel gibt keine Antworten her. Man weiß es einfach nicht.

Die Täter…sind noch immer unbekannt

siehe: https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/07/08/zigeunermorder-in-heilbronn-oder-doch-kasachenrussen-die-desinformationen-des-thomas-moser/

Phantombilder gab es genügend. Auch einige die erst viel später erstellt wurden. Blutverschmierte Männer die in Autos sprangen, auch welche die sich am Neckar die Hände wuschen. Geschichten über Waffendiebe, Tatwaffen-Verstecker und zufällige und ermordete Tatzeugen. Alles war dabei. Auch jene Phantombilder die man hätte zeitnah veröffentlichen können. Gründe gibt es sicherlich warum man sie nicht veröffentlichte. Nur, wie plausibel mögen die sein? Manche von ihnen scheinen vielversprechend gewesen zu sein und andere sind eher weniger im Zusammenhang mit der Tat zu betrachten. Auch augenscheinlich zielführende Spurenkomplexe zu potenziellen Tätern waren vorhanden. Spuren und Anfasser für jede denkbare Richtung in Hülle und Fülle. Ebenso Widersprüche und Unklarheiten die danach schrien ausgeräumt werden zu wollen. Auch innerhalb von Behördenebene. Alles war gegeben um dem Fall tiefer nach zu gehen und ihn auf zu klären. Aber vielleicht durfte man nicht. Was aber mit Sicherheit gesagt werden kann ist, dass man definitiv mehr über die Tat und den Ablauf weiß als man zugibt! Was wirklich dahinter steckt kann man nicht sagen. Wir wissen es nicht.

Alle Spekulation nützt nichts. Wo man hin greift fasst man nur in Watte. Man kann es so nicht lösen. Dafür ist (im Normalfall) der Rechtsstaat zuständig. Der Rechtsstaat und die Grundrechte scheinen hierbei aber eine untergeordnete Rolle zu spielen, wenn es um höher gestellte (politische) Interessen gilt. Was kann man machen? Aufzeigen wo die Fehler, die Vertuschungen und die Widersprüche sind. Druck erzeugen. Nicht vergessen. Alleine der Opfer wegen.

Menzel soll wohl einst sinngemäß gesagt haben:

„Wir haben die Schweine die unsere Michele getötet haben“

Ich bin der Meinung, sie laufen noch immer ungestraft umher. Auch ihre Hintermänner.

Nach nunmehr elf Jahren.

ENDE

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 7

eine Serie von @riemenkarl

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Die Nacht ist nicht mehr so dunkel.

Eine Zusammenfassung gepaart mit ein wenig Phantasie und Spekulation.

Das frühe Erscheinen der Polizei nach der Tat

Die frühe Anwesenheit der BFE-Kollegen und anderer Einheiten nach der Tat, wirft ein anderes Licht auf den Tagesablauf. So waren zwei BFE-Kollegen, Uwe B. und Timo H., nach eigenen Angaben zum Tatzeitpunkt in Zivil im Bereich des Bahnhofes auf Patrouille. Beide waren nach der Tat dementsprechend früh vor Ort. http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/10/27/laendle-nsu-waren-timo-hess-und-uwe-baeuerle-die-ersten-polizisten-am-tatort/

Das schnelle Erscheinen des Einheitsführers Thomas B. hingegen wirft mehr Fragen auf als klare Antworten. So war dieser gegen 15:25 UHR am Tatort obwohl er, laut eigenen Angaben, Mutter-Seelen alleine, am ungefähr 50 km weit entfernten Bärensee geradelt sein will. Sein Erscheinen erklärt er damit, dass er gegen 14:25 UHR von Timo H. vom Tatort aus angerufen wurde. Nach dem Telefonat will er anschließend seine Radtour abgebrochen haben und nach Hause gefahren sein. Dort habe er sich geduscht und anschließend sei er mit dem Privatwagen zum Tatort gefahren. Zeitlich ist dies sehr knapp realisierbar. Bei dieser Darstellung gibt es daher zwei große Probleme.

Er stand zu diesem Zeitpunkt unter Polizeischutz, da er die Lebensgefährtin eines Mafia-Bosses als VP angeworben hatte und diese Aktion aufflog. Auch die Distanz mit der zusammenhängenden Zeit ist fragwürdig. Kurz nach der Alarmierung wurden Polizeimaßnahmen eingeleitet, woraufhin sich Heilbronn kurz nach der Tat in eine zäh fließende Verkehrsmaße verwandelte. Durch das entstandene Verkehrschaos wäre es im nahezu unmöglich gewesen, von außerhalb zur angegebenen Zeit auf die Theresienwiese auf zu fahren. Ein weiteres Mysterium nach seinem Erscheinen am Tatort ist ein Anruf auf Michele Kiesewetters Handy. Er rief ihr Handy an obwohl er unmittelbar neben der Toten stand!

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/09/02/die-marchen-des-bfe-chefs-thomas-bartelt/

Auch waren Beamte von anderen Polizei-Einheiten verhältnismäßig schnell am Tatort. Eine Interessante Aussage zum Zeitpunkt des Erscheinens am Tatort, machte ein Polizist der PD Neckarsulm. Er war verantwortlich für die Einsatzkonzeption der BFE-522, die Schwestereinheit der beiden Opfer, wovon Teile dieser Einheit auch an jenem Tag in Neckarsulm im Einsatz waren. Steffen B. befand sich im nur wenige Kilometer entfernten Polizeirevier in Neckarsulm als sie der Funkspruch über die angeschossenen Kollegen erreichte. Anschließend begab er sich umgehend mit seiner Kollegin zum Tatort. Zum Moment des Antreffens am Tatort sagte er aus, dass die tote Michele Kiesewetter noch halb aus dem Auto heraus hing.

Anmerkung:

Diese Darstellung passt nicht zu der Schilderung der ersten drei „offiziellen“ Kollegen, wobei PM Jochen T. die tote Michele Kiesewetter aus dem Auto gezogen haben will (was Tatortzeugen so nicht schildern!). Auch sind hierbei die Zeugenaussagen die am Tatort waren widersprüchlich.

In der Aussage von Steffen B. gibt es noch einer weitere Auffälligkeit: Rettungskräfte wie Notarzt, Krankenwagen oder Rettungshubschrauber, habe er keine zum Zeitpunkt des Antreffens am Tatort gesehen. Während dieser Zeit seien die Kollegen der D23 mit Absperrmaßnahmen beschäftigt gewesen. Um es deutlicher zu sagen: Die Rettungskräfte kamen nach 14:20 UHR!

Die Notärztin kam laut offizieller Darstellung gegen 14:20 UHR, alle anderen erst danach!

Anmerkung:

Michele Kiesewetter lag bei Antreffen der Tatortgruppe, bedeckt mit einer schwarzen Plane, neben dem Auto auf der Fahrerseite. Absperrmaßnahmen des Tatortes wurden gegen kurz vor 14:20 UHR vorgenommen. Der Rettungshubschrauber flog gegen 14:45 UHR ab. Berücksichtigt man hierbei die ungefähre Fahrtdauer von 11 Minuten und davon ausgehend der erste Funkspruch erreichte ihn um 14:14 UHR, dann kommt man rechnerisch auf 14:25 UHR. Zu diesem Zeitpunkt waren aber schon mehrere Polizisten und Rettungskräfte vor Ort! Somit mussten diese Polizisten womöglich noch vor dem offiziellen Funkspruch der Leitstelle (14:14 UHR) verständigt worden sein, um am Tatort vor 14:20 UHR antreffen zu können! Im Umkehrschluss, wenn er um 14:25 UHR angekommen wäre – laut Funkspruch 14:14 UHR- dann wären bei seiner Ankunft sowohl mehrere Rettungskräfte, als auch etliches mehr an Polizei dort gewesen!

Andere in Neckarsulm eingesetzte Beamte der Einheit BFE-522, schildern ihr Erscheinen etwas anders. So sagten Jochen R., und Thomas G. übereinstimmend, dass nachdem sie von dem Überfall erfuhren, beide (mit anderen Kollegen) zurück ins Revier von Neckarsulm fuhren, sich dort aufrüsteten und anschließend zum Tatort fuhren. Vor Ort hätten sie noch den Rettungshubschrauber gesehen. Jessica B. eine weitere Kollegin der BFE 522, die an einer Observation in Neckarsulm teilnahm, fuhr ebenfalls nach der Meldung auf die Theresienwiese. Auch sie bestätigt die Anwesenheit des Rettungshubschraubers!

Anmerkung:

Wenn dem so wäre, dann müssen sie aufgrund der Fahrtdauer und der Ausrüstungsaufnahme im PD Neckarsulm sehr früh gewesen sein, um ungefähr gegen 14:45 UHR (bis der Hubschrauber abflog) vor Ort zu sein.

http://friedensblick.de/25013/teil-5-war-heilbronner-polizei-bereits-um-1400-von-ueberfall-informiert/

Das frühe Erscheinen der Polizei am Tatort, könnte durch eine Übermittlung des wirklich ersten Funkspruches direkt nach der Tat erklärbar sein. Hierbei erinnern wir uns auch an die Polizeiwagen Sichtungen der Zeugen kurz nach 14:00 UHR. Gepaart mit diesen zwei Anhaltspunkten, könnten somit Polizisten unmittelbar nach der Tat den Ersten Funkspruch abgesetzt haben. Vielleicht spielt die Kollegen-DNA auch hier mit hinein. http://arbeitskreis-n.su/blog/2014/09/05/der-dna-polizisten-krimi-von-heilbronn-2011-den-der-nsu-abrupt-stoppte/

Es muss auch einen Grund dafür geben, warum auch Teile der BFE-Einheiten in Heilbronn waren, die nicht offiziell im Einsatz gewesen sind. Hier liegt die Vermutung über einen bis heute verschwiegenen Einsatz nahe, der auch das hohe Aufgebot an Polizeifahrzeugen vor der Tat und innerhalb der Stadt Heilbronn, bzw. in der Nähe der Theresienwiese erklären könnte. http://arbeitskreis-n.su/blog/2017/12/19/polizistenmord-heilbronn-ordner-53-die-heroin-spur-2-taeterwissen-eines-v-mannes/

Etwa inzwischen rund 6000 Deutsch-Russen mit Doppelpässen, die schon Anfang der 2000er Jahre polizei-intern in Heilbronn die „NSU-Russen“ hießen…

Spannend, schon weil es so dicht am 4.11.2011 herauskam. Sind da Zigeuner dabei? OK-Einsatz der BFE 523 am 25.4.2007 auf der Theresienwiese? War das SEK Karlsruhe auch dabei? (War ein VW Bus dort, siehe „Heimatschutz“, ratzfatz wie aus dem Nichts)

 

Es scheint sehr danach, dass es einen früheren Notruf gegeben haben muss, der vor dem Zeugen Peter S. einging. Auch die Minuten frühere Anwesenheit der „echten“ offiziellen Beamten spricht dafür. Denn so wie die Darstellungen von PHK Joachim T., PMin Kerstin K. und PHK Jörg H. lauten, kann es offensichtlich nicht gewesen sein! Man weiß mehr über den Ablauf als man zugibt.

Wer waren die „echten“ ersten Polizisten am Tatort gegen 14:16/18 UHR?

Laut Zeugenaussagen müssen die ersten Polizisten im Zeitraum zur oben genannten Zeit angekommen sein. Nach der offiziellen Darstellung, soll es sich hierbei um das Streifenpaar PM´in Kerstin K. und PHK Joachim T. handeln. In der ersten Vernehmung wollen beide erstgenannten um 14:18 UHR am Tatort angekommen sein, PHK Jörg H. direkt danach. Zu dieser Zeit gab eine Polizistin -die ihren Namen nicht nannte- eine Meldung über Funk durch: „Kollegin Ex und Kollege angeschossen“. Diese Meldung suggeriert, dass der Funkspruch vor Ort abgegeben wurde. PM´in Kerstin K. saß jedoch nachweislich gegen 14:15 UHR noch im Funkraum der PD Heilbronn. Durch die Entfernung und das damit verbundene rechtzeitliche Eintreffen gegen 14:16/18UHR, kann sie nicht jene erste Polizistin gewesen sein! Für ihren Streifenpartner PHK Joachim T. besteht somit das gleiche Problem zeitnah an der Theresienwiese an zu kommen. Als man diese zeitlich unmögliche Spanne bemerkte, wurde daraufhin die Uhrzeit mit 14:22 UHR angegeben. Aber genau dieser Punkt hebelt sich selbst in der Darstellung aus. Denn der Funkspruch der unbekannten Polizistin wurde um 14:18 UHR abgegeben! Laut offizieller Darstellung gab es nie eine „alternative“ Polizistin die einen Funkspruch vor Ort absetzte. Es war immer PMin Kerstin K.!

Auch sind die Aussagen der drei offiziellen Beamten zur Auffinde-Situation und deren darauffolgenden Handlungen widersprüchlich.

Hier am Beispiel der Zeugin Hermina Z. Sie befand sich am Tatort und bekam das Eintreffen und die Handlungen der ersten Beamten mit. Nach ihrer Darstellung fast der eintreffende Polizist die am Boden liegende Polizistin am Kopf an (Überprüfung auf Vitalfunktion?). Er zieht sie NICHT aus dem Auto, so wie PM Kerstin K., PHK Joachim T. und PHK Jörg H. angegeben haben, da die Person laut der Zeugin neben dem Auto lag! Andere am Tatort anwesende Zeugen beschreiben überhaupt keine Ersthilfe-Maßnahmen der Polizisten. Noch ein weiteres Indiz: Es wurde KEINE DNA der drei Beamten auf der Opferbekleidung gefunden, obwohl diese Ersthilfemaßnahmen geleistet haben wollen!

Als Gedächtnisstütze dienen hier wieder die Zeugenaussagen über ein Polizeiwagen, der kurz nach 14:00 UHR am nördlichen Eingang der Theresienwiese gesehen wurde. Was also wenn zum Beispiel diese Streife die Tat meldete und daraufhin die ersten Polizisten eintrafen? Wenn also die drei offiziell angegebenen Polizisten nicht die ersten waren die am Tatort ankamen, wer war es dann?

Viel wahrscheinlicher ist, dass es völlig andere Polizisten waren die als erste am Tatort eintrafen und womöglich auch früher als die ersten Zeugen (kurzzeitig) dort waren. Denn es gibt ein dunkles Zeitfenster von 14:00 UHR bis ungefähr 14:10 UHR in welchem keine Beobachtungen gemacht wurden. Hier würden die nicht-gemachten 165 Schaustelleraussagen vielleicht Licht ins Dunkel bringen können. Die später mit den Taxifahrern angekommenen Polizisten werden höchstwahrscheinlich völlig andere gewesen sein, als die benannten drei „offiziellen“ Polizisten. Diese „offiziellen“ Polizisten musste man womöglich durch die echten Polizisten ersetzen, um dadurch deren Identität und gleichzeitig einen geheimen Einsatz o.ä. vertuschen zu können.

Heimatschutz:

Das MEK Karlsruhe ist 92 Kilometer weit weg stationiert. Auf einigen Fotos nach der Tat sind Kastenwagen mit dem Nummernschild KA für Karlsruhe zu erkennen. Es ist ungeklärt, was das MEK Karlsruhe so schnell, wenige Minuten nach der Tat, am Tatort gemacht hat.

Was spielen die drei südost-europäisch aussehenden Männer für eine Rolle -wenn man von ein und derselben Sichtung ausgeht-, die vor der Tat und unmittelbar danach gesehen wurden? Gibt es dazu eine „harmlose“ Erklärung (Schwarzarbeiter etc.)? Waren es vielleicht Zivilbeamte welche in der Nähe dienstlich unterwegs waren? Könnten sie gar die Tat beobachtet haben? Waren sie es vielleicht, die zuerst den Hilferuf abgegeben haben? Vielleicht könnte auch das helle/silberne Auto eine Rolle spielen, dass gegen 14:10 UHR gesehen wurde und danach genauso schnell wieder verschwand wie es auftauchte. Man weiß es nicht.

Wer könnten also diese Beamten gewesen sein? Weitere Spekulation: Vielleicht jene vier nachfolgend aufgeführten Kollegen, von denen man auch die DNA auf der Opferbekleidung gefunden hatte? Waren Steffen K., Daniel S., Matthias S. und Rainer B. diejenigen die vorher da waren und Erste-hilfe-Maßnahmen einleiteten und Susanne M. vielleicht diejenige, die den Funkspruch abgesetzt hat? Alle diese BFE-Beamten waren an jenem Tag offiziell nicht in Heilbronn. Einer von ihnen, Daniel S. der offiziell Urlaub hatte, kontrollierte sogar um 14:40 UHR Personen auf der Theresienwiese. Auf den Opfern und im Fahrzeug gab es insgesamt noch sechs weitere nicht ausgewertete DNA Spuren, denen auch nicht mehr nachgegangen wurde. Gleiches betrifft die Schutzweste von Martin Arnold, die von den Ersthelfern ausgezogen wurde, aber nicht auf DNA überprüft wurde! Die Polizistin Susanne M. (BFE 523) verweigerte nicht nur die Herausgabe von wichtigen Akten über Michele Kiesewetters Einsätze, sondern auch die Herausgabe ihrer DNA. Später fand man während der Spurenauswertung am BMW ein Fingerabdruck-Fragment, welches mit BFE-523 Kollegen abgeglichen werden sollte, aber nicht mehr ausgewertet wurde.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/12/19/warum-verweigert-phk-susanne-motz-eine-dna-probe-und-akten-uber-kiesewetters-noep-einsatze/

Der blaue Audi – „MOS i denn, MOS i denn zum Städtele hinaus…“

Eigentlich sprechen die aufgeführten Zeugenberichte für sich selbst. Der gesehene Wagen, meist in den Zeugenbeschreibungen im Groben zueinander identisch, taucht den ganzen Tag über immer wieder auf. Wohl bemerkt, auch im Zeitraum der Tat unmittelbar bei der Theresienwiese. Nicht nur das Fahrzeug selbst ist auffällig, sondern auch wie man mit dieser Sichtung in den Akten umgegangen ist. Die erste Erwähnung über ein blaues, im Landkreis Mosbach gemeldetes Fahrzeug, machte der Zeuge Mehmet C. am Vormittag gegen 11:30 UHR am Salzhafen. Zwar konnte er die drei russisch wirkenden Männer nicht phantombildgerecht darstellen, dafür das Fahrzeug aber umso genauer. Er beschrieb es als einen blauen Audi A4 mit Mosbacher Kennzeichen. An dem Platz wo er jene Sichtung machte, wurden später Gegenstände zur näheren Untersuchung und möglichen Identifizierung der Personen eingesammelt. An jener Stelle fand man außer Zigarettenkippen auch ein silbernes Feuerzeug. Dieses asservierte und mehrfach als silbern benannte Feuerzeug, wird aber später als ein bunt beklebtes Feuerzeug mit schwarzem Grund abgebildet. Also ein völlig anderes Feuerzeug wie es visuell scheint. Das Ergebnis der Spurenauswertung war ernüchternd. Die DNA Auswertung der eingesammelten Gegenstände erbrachte keine brauchbaren Spuren oder Treffer.

Es fällt zum blauen Audi noch etwas auf. Gerade die Zeugenaussagen zur unmittelbaren Tat-Phase finden nur geringe Erwähnung. So gibt es zur sehr knapp beschriebenen Aussage des Ehepaars F. nur einen kurzen Vermerk von ihrer Sichtung. Darin soll ein blauer Audi, hier jedoch mit LB-Kennzeichen angegeben, zum nördlichen Eingang der Theresienwiese eilig aufgefahren sein. Die zwei Insassen wurden nur dürftig beschrieben. Im Zusammenfassungsordner taucht diese Aussage schon gar nicht mehr auf. Ebenso was die Schilderung des Zeugen Andrei F. betrifft, der ein ähnliches Fahrzeug sah, dass in Tatzeitnähe von der Theresienwiese aus flüchtete. So wiederrief er anscheinend seine Aussage bei einer zwei Jahre später gemachten Vernehmung mit der Begründung, er habe unter Drogen gestanden und sich diese Geschichte nur ausgedacht um die ausgeschriebene Belohnung zu kassieren. So etwas soll es ja geben. Was aber an seiner angeblich frei erfundenen Geschichte deutlich auffällt ist die Fahrzeugbeschreibung selbst. Zwar gibt er das Fahrzeug als einen blauen Ford Kombi an, jedoch sind wie bei anderen Schilderungen Farbe und Nummernschild identisch. Auch die zeitliche Nähe nach der Tat und die Fahrtrichtung die „sein“ Auto genommen hat, könnte sich mit der Darstellung der Zeugin Liselotte W. ergänzen. Die Analogie zu anderen Beobachtungen ist unverkennbar. Wie viel Glück musste Andrei F. also bei seiner Phantasiererei haben, um solch eine Übereinstimmung zu anderen Zeugenaussagen zu bekommen? In den Medien war zu solch einem Fahrzeug nichts bekannt.

Ein eigenartiges Gefühl beschleicht einen auch, wenn man sich die beiden Aussagen der Zeugin Liselotte W. betrachtet. Zuerst gab sie an, nicht nur zur ungefähren Tatzeit die Schüsse vernommen zu haben, sondern auch einen blutverschmierten „Russen“, in eine an der Kreuzung wartende, dunkle/blaue Limousine mit Mosbacher Kennzeichen hechten zu sehen. Bei ihrer zweiten Vernehmung, ungefähr zwei Jahre später, ändert sie nicht nur seltsamerweise den Ort ihrer Sichtung, sondern sie beschreibt das Fahrzeug völlig anders als zuvor! Jetzt soll dieses Fahrzeug eine helle Farbe gehabt haben und vermutlich ein Mercedes gewesen sein. Diese nachträglich gemachte Aussage der Zeugin, ist jedoch weder von den Beamten, noch von ihr selbst unterschrieben worden. Die größte Auffälligkeit in dieser Spurenkette macht sich bei der VP- Sichtung aus der Sontheimer Straße gegen 14:30 UHR (vorher 13:40 UHR) bemerkbar. Der Zeuge gab eine sehr genaue Beschreibung seiner Sichtung ab. Auch er beschrieb sehr detailreich einen blauen Audi mit Mosbacher Kennzeichen. Hier mit der Typenbezeichnung A4. Als man vermutlich merkte welche Brisanz diese Spur zu haben schien und man sie mit anderen Spuren und Zeugenaussagen abgeglichen hatte, ermittelte man nach potenziellen Fahrzeughaltern eines solchen Fahrzeugs. Als man die nötigen Daten zur Fahrzeughalterermittlung eingegrenzt und den Wagen zur Fahrzeugfahndung ausgeschrieben hatte, schickte man noch am selben Tag ein Fax der zuständigen Stelle hinter her, das man ausschließlich nach Dieselfahrzeugen fahnden solle. Das große Problem bei dieser Aussage ist, dass der Zeuge aus der Sontheimer Straße die Angabe eines Dieselfahrzeuges nie gemacht hatte!

O-Ton:

Warum wurde beim KBA auf Dieselfahrzeuge begrenzt? Der Zeuge macht hierzu keine Angaben.

Diese nicht-gemachte Aussage bemerkten selbst die untergeordneten Ermittler 2010 in den Akten! Vielleicht spielen hierbei auch in irgendeiner Form die verschwundenen Ringfahndungslisten mit ein. Also welchen Sinn soll es haben ein mögliches und potenzielles Fluchtauto und somit automatisch seine dazugehörige osteuropäische Besatzung zu vertuschen, die im dringenden Verdacht stehen etwas mit der Tat zu tun haben zu können?

Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten der sich mit diesen Fakten auseinander setzt. Eigentlich springt einem die Absicht hinter dieser Aktion ins Gesicht. Genauso, wie die blutverschmierten „Russen“ am 25.04.2007 bildlich in jenen Audi gesprungen sind.

Das helle/silberne Auto. Hohe Relevanz, wenig Ermittlungsschritte.

Ebenfalls finden diese Beobachtungen im Vergleich zu ihrer Brisanz nur eine geringe Erwähnung. Die dementsprechenden Aussagen sind lediglich knapp aufgelistet. Man erkennt daran keine Bewegung oder Spurenverfolgung innerhalb der Akten.

Im Zusammenfassungsordner gibt der Zeuge Jamil Chehade dieses Fahrzeug vermutlich als Erster an. Darin ist in seiner Aussage vermerkt, dass das Fahrzeug ein Taxi gewesen sein soll, welches mit schneller Fahrt auf die Theresienwiese zum Trafohaus gefahren und nach wenigen Augenblicken ebenso schnell wieder weg gefahren sein soll. Widerspruch hierbei: die Taxis kamen anhand der Zeugenaussagen nachweislich Minuten später. Deutlich wird das auch durch Jamil Chehades Aussagen selbst, der am Tatort angelangt ist als die Taxis kurz darauf und nach ihm ankamen. Andere Zeugenaussagen die ebenfalls am Tatort waren stützen diese Darstellung untereinander. Außerdem fuhren beide Taxis erst ab als die offiziellen Polizisten am Tatort waren. Dieses helle/silberne Auto wurde auch von zwei weiteren Zeugen beobachtet. Vermutlich zur gleichen Zeit als Jamil Chehade sich auf Höhe des Stellwerkes befand, fuhr der Zeuge Heiko N. mit der S-4 Straßenbahn am Tatort entlang. Dabei sah er eine silberne Limousine unmittelbar vor dem Opferfahrzeug stehen. Vermutlich nach den Sichtungen von Jamil Chehade und Heiko N., macht der Zeuge Herbert M. in unmittelbarer Nähe der Theresienwiese eine ähnliche Beobachtung. So sieht er wie ein silbernes Fahrzeug, nach seiner Beobachtung vermutlich eine Mercedes E-Klasse, in schneller Fahrt auf der Theresienstraße in südlicher Richtung zur B-27 davon fährt.

Zu diesem Auto gibt es trotz seiner offensichtlichen Wichtigkeit keinerlei Spurenermittlungsberichte. Welche Rolle spielte dieser Wagen an jenem Tag? Was machte dieses Fahrzeug auf der Theresienwiese? Warum fehlen dazu Berichte, wobei die hohe Relevanz dieser Beobachtungen doch unverkennbar ist? Wusste man was es für ein Fahrzeug (Personen) war?

Waren es Täter oder Waffendiebe? Waren es vielleicht Zivilbeamte die helfen wollten aber offiziell nicht helfen „durften“? Nicht nachvollziehbar und völlig im Nebel.

Eine tote Spur. Wieder einmal.

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 6

eine Serie von @riemenkarl

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Unmittelbare Nachtatphase. Ungefähr nach 14:10 UHR.

Weiter mit den Zeugen.

Anmerkung:

Alle aufgeführten Uhrzeiten sind nicht zweifelsfrei klar. Es sind nur Schätzwerte (der Zeugen). Manche von ihnen wurden mit Hilfe von anderen Zeugenaussagen über die gleiche Sichtung abgeglichen, um dadurch den „Mittelwert“ an zu nehmen. Zur genauen Ermittlung von Wegstrecken (Zeiten für Fahrt- und Fußweg) wurde Google Maps verwendet.

14:10/:12 UHR + weitere Minuten, Mustafa K.

Der Zeuge Peter S. kommt am Bahnhof an und berichtet dem Taxi-Fahrer Mustafa Kandil über das eben Gesehene auf der Theresienwiese. Da Mustafa K. Schwierigkeiten beim Absetzen des Notrufs hat, reicht er sein Handy weiter an Peter S. der den Notruf absetzt. Dieser geht über Mustafa K.s Handy bei der Leitstelle um 14:12 UHR ein. Zwei weitere Taxi-Fahrer, Ralph D. und Marianne Barbara H., bekommen den abgesetzten Notruf und das Gespräch über die Tat mit. Beide Taxifahrer (Ralf D. und Marianne Barbara H.) fahren unmittelbar danach gemeinsam in einem Taxi los, um sich der Situation auf der Theresienwiese zu vergewissern. Mustafa K. macht nach Beendigung des Gespräches ebenfalls auf den Weg zur Theresienwiese.

Anmerkung:

Notrufende/Telefonat verm. gegen 14:14/15 UHR. Zeiten nicht klar (Schätzwert). Ralf D. und Marianne Barbara H. befinden bereits am Tatort (ungefähr ab 14:13 UHR+).

Als Mustafa K. ebenfalls am Tatort eintrifft kommen auch fast zeitgleich die ersten offiziellen Polizisten an. Von diesen Polizisten werden die Personalien der Anwesenden aufgenommen. Anschließend werden die Zeugen weggeschickt. Mustafa K. bemerkt am Tatort einen jungen Mann der sich in unmittelbarer Nähe am Trafohaus befindet und auf einer Eisenstange am Trafohaus angelehnt gewesen sei. Dieser junge Mann soll sich von hinten an den Streifenwagen angenähert und die Szene beobachtet haben, woraufhin der junge Mann anschließend verschwand. Diesen beschreibt er wie folgt: Schwarze Haare, rotes T-Shirt und circa 25 Jahre alt. Ferner sieht er zwei junge Männer auf der Brücke.

Anmerkung:

Mustafa K. ruft um 14:12 UHR bei der Leitstelle an. Das Telefonat/Notruf wird zeitgleich von den beiden Taxifahrern mitgehört. Daraufhin machen sich beide umgehend auf den Weg zur Theresienwiese. Die geschätzte Fahr-Zeit (laut Google-maps) vom Taxi-Stand am Bahnhof bis zur Theresienwiese, beträgt mit dem Auto circa zwei Minuten. Die geschätzte Ankunft-Zeit der beiden Taxifahrer 14:13/14 UHR. Wer war dieser Mann hinterm Trafo-Haus? Arthur Christ? Ähnlich vermuteten dies auch die Ermittler durch das Phantombild von Loretta E. Vermutlich sind mit den beiden jungen Männern die beiden Zeugen Devinder und Pargath S. gemeint. Zur Reihenfolge der Ankunft auf der Theresienwiese: Erst kommen Ralf D. und Marianne Barbara H. an, dann Mustafa K. und mit ihm fast zeitgleich die ersten Polizisten. Anschließend wird er mit Antreffen der ersten „offiziellen“ Polizisten davon gejagt. <- Geschätzt circa 14:20 UHR.

Siehe: Quelle: Heimatschutz. Ungekürzte Passagen http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/04/21/hn-wer-waren-die-ersten-polizisten-am-tatort/

14:12:24 UHR, telefonischer Notruf geht bei der PD Heilbronn ein

Angeschossene Polizisten auf der Theresienwiese. Abgesetzt vom Zeugen Peter S. über Mustafa K. Handy.

14:13/:15 UHR, Ralf D.

Der Zeuge hört das Gespräch über den Vorfall auf der Theresienwiese und den Notruf von Peter S. und Mustafa K. mit. Er fordert daraufhin seine Kollegin Marianne Barbara H. auf mit ihm mit zu fahren, um sich vor Ort der Situation zu vergewissern. Beide fahren vom Bahnhof aus sofort zur Theresienwiese.

Anmerkung:

Geschätzte Ankunftszeit, wenige Minuten nach dem Notruf, circa 14:14/15 UHR (Weg/Zeit-Berechnung. google-maps).

Beide treffen am Tatort ein. Am Polizeiauto sind beide Türen geöffnet. An der Fahrerseite liegt der Polizist am Boden, auf der Beifahrerseite die Polizistin mit den Füßen im Fußraum. Unmittelbar danach ruft er die Polizei an. Kurze Zeit darauf trifft ein Streifenwagen ein.

14:13/:15 UHR, Marianne Barbara H.

Die Zeugin hört den Notruf von Peter S. und Mustafa K. mit, woraufhin sie und ihr Kollege Ralf D. in seinem Taxi zum Tatort fuhren. Vor Ort angekommen, gibt sie an, dass beide Türen offen gestanden sind. An der untersten Ecke der Brücke sieht sie zwei ausländische Jugendliche, vermutlich die beiden Singhs.

Anmerkung:

Geschätzte Ankunftszeit, wenige Minuten nach dem Notruf, circa 14:14/15 UHR (google-maps). Devinder S. und Pargath S. kommen nur wenige Minuten später als beide Taxifahrer an den Tatort.

14:10/:15 Uhr, Devinder S.

Beide Zeugen (Pargat und Devinder S.) kamen kurz nach der Tat über die Brücke in Richtung Theresienwiese. Der Zeuge bemerkte die offen stehende Fahrertür des Polizeiautos, worin eine Beamtin nach vorne gebeugt auf dem Fahrersitz saß. Kurze Zeit später traf ein Taxi ein. Unmittelbar danach kam der erste Streifenwagen dazu.

Anmerkung:

Antreffendes Taxi besetzt mit Ralf D. und Marianne Barbara H.

Befragt nach allgemeinen Auffälligkeiten zur Theresienwiese in den letzten Wochen:

Die Polizeiauto Sichtungen auf der Theresienwiese sind dem Zeugen erst seit circa zwei Wochen von der Tat zurück gerechnet aufgefallen. Auch gab es in dieser Zeit Sichtungen von nicht nur einem, sondern auch von zwei Polizeiautos welche dort gestanden haben. Er geht diesen Weg seit Jahren täglich.

Anmerkung:

Er kommt gleichzeitig mit Pargath S. die Brücke entlang. Widersprüchlich: Sagte ebenfalls aus, dass die Polizistin auf dem Fahrersitz zur Seite übergebeugt sitzt (hängt?). Anschließend kommen Taxifahrer Ralf D. und Marianne Barbara H. Kurz darauf die ersten Streifenwagen. Polizeiauto-Sichtungen, auch mit mehreren Streifenwagen, bemerkte der Zeuge jedoch erst seit circa zwei Wochen vor der Tat!

14:10/:15 UHR, Pargath S.

Bemerkt beim Überqueren der Brücke ein Polizeifahrzeug am Trafohaus. Neben dem Fahrzeug liegt eine Polizistin am Boden (noch auf der Brücke). Er geht an den Tatort heran und bemerkt nachdem Beide auf den Streifenwagen zugehen und fast in Front des Fahrzeuges stehen, dass ein Polizeibeamter auf der Beifahrerseite liegt. Beim näheren Herangehen unmittelbar an den Tatort (bis circa 4 bis 5m), bemerken beide sie einen Taxifahrer und sprechen diesen an um Hilfe an zu fordern (wahrscheinlich Ralf D.). Dieser versucht daraufhin telefonisch einen Notruf ab zu setzen, woraufhin bald die ersten Streifenwagen ankommen.

Anmerkung:

Er kommt gleichzeitig mit Devinder S. am Tatort an. Sieht die Polizisten neben dem Streifenwagen liegen. Auch der Polizist liegt daneben (Der Zeuge gibt deutlich 14:10 UHR an da er zu diesem Zeitpunkt auf sein Handy schaute um Hilfe zu rufen).

14:00/:15UHR (vermutlich 14:13UHR+), Hermina Z.

Die Zeugin lief über die Brücke von Böckingen kommend nach Heilbronn. Beim Überqueren der Brücke sah sie den Streifenwagen. Bis auf 20m herangekommen, konnte sie eine blutüberströmte Person erkennen, die neben dem Fahrzeug lag aber die Beine noch im Fahrzeug hatte. Die am Boden liegende Person beschrieb sie aufgrund ihrer Statur als Polizistin. Während dieser Beobachtung stellte sie einen Taxifahrer fest, dessen Taxi sich mit geöffneten Türen vor dem Streifenwagen befand. Im nächsten Moment kam eine herannahende Streife, die der Taxifahrer (verm. Ralf D.) versuchte mit Handzeichen auf die Unfallstelle aufmerksam zu machen. Als die Streife eintrifft, stieg der Polizist aus, ging zur verletzten Person auf der Fahrerseite und fasste diese am Kopf an. Danach ging er umgehend auf die Beifahrerseite. Anschließend habe er zweimal „Scheiße, Scheiße“ gesagt und mit seinem Handy telefoniert.

Anmerkung:

Die Zeugin konnte in der ersten Vernehmung nicht sagen, ob es sich bei dem Polizisten auf der Fahrerseite um einen männlichen oder eine weibliche Person handelt. Später gab sie diese als Polizistin an. Bei einer anderen Darstellung in den Akten, ist bei ihrer Aussage vom einen Polizisten die Rede, der auf der Fahrerseite neben dem Auto liegt. Der eintreffende Polizist fast die am Boden liegende Person (Polizistin lt. Zeugin?) am Kopf an (Überprüfung auf Vitalfunktion?). Er zieht sie NICHT aus dem Auto, so wie PM Kerstin K., PHK Joachim T. und PHK Jörg H. angegeben haben, da die Person laut der Zeugin neben dem Auto lag! Außerdem gaben beide Polizisten an, dass sie erst gegen 14:20/22 UHR am Tatort ankamen! Mit wem telefoniert der Polizist? Wurde hier ein zweiter Notruf abgesetzt oder war das Telefonat anderer Natur? Das Telefonat erwähnt keiner der drei offiziellen ersten Beamten in ihren Aussagen!

14:10/20 UHR, Zeuge Anton M.

Der Zeuge befuhr mit seinem Fahrrad den Weg parallel des Neckars von der Böckinger Brücke zur Otto Konz Brücke, wo er nach ungefähr 500m drei Personen bemerkte die ihm entgegen kamen. Zwei Männer und eine Frau mit Kopftuch. Einer von Ihnen wusch sich (augenscheinlich) die blutverschmierten Hände im Neckar. Später sah der Zeuge die drei Personen erneut im Bereich Wertwiesenpark, woraufhin er den Eindruck hatte, dass diese sich vor ihm verstecken würden. An der Stelle wo sich einer der Männer seine Hände wusch, fand man am 27.04.2007 blutverschmierte Taschentücher. Phantombilder wurden gefertigt.

Anmerkung:

Der Zeuge machte die erste Aussage am 12.05.2009. Wie seine Zeugenaussagen zu bewerten sind ist fraglich. Er machte seine Angaben erst Jahre später. Auffallend ist aber, dass seine Schilderungen zu dem sich am Neckar waschenden Mann mit dem Fundort der blutverschmierten Taschentücher übereinstimmen. Die Zeit der Sichtung ergibt sich aus der Wegstreckenermittlung und durch seine Darstellungen. Die asservierten und untersuchten Taschentücher erbrachten keine auswertbaren DNA-Ergebnisse (keine Übereinstimmung von z.B. dem Blut der beiden Opfer). Die Ermittlungen in die Richtung dieser Spur ergaben (bis zum 04.11.2011) keine zielführenden Ergebnisse.

14:14UHR (ungefähr), Erste Meldung aus Zentrale über Funk an

Polizeieinheiten. Angeschossene Kollegin auf der Theresienwiese.

Der Notruf von Peter S. dauert vermutlich noch an.

Anmerkung:

Die Beamten waren nur wenige Minuten nach der Meldung aus der Zentrale am Tatort.

Geht man nach den ersten Tatortzeugen und deren Zeitangaben, treffen vermutlich ab jetzt ungefähr (gegen 14:15/16 UHR

die ersten (inoffiziellen) Polizisten am Tatort ein. Angeblich soll der Sachverhalt in der Funkzentralle um 14:18 UHR

vollständig aufgenommen worden sein (durch eine Funkmeldung von einer Kollegin vor Ort?).

14:15 UHR (ungefähr), Tatortbereichsfahndung R-5

Tatortbereichsfahndung im Radius von 5 km wird ausgelöst.

14:16/18 UHR, Die Ankunft der ersten Beamten am Tatort?

14:18 UHR, Funkspruch einer unbekannten Polizistin vor Ort

Kollegin EX, Kollege schwer verletzt. Notarzt ist vor Ort“. Der Funkspruch wird von einer Frau abgegeben die ihren Namen nicht nennt.

Anmerkung:

Die erwähnte Zeit ergibt sich durch die Zeitangaben der ersten Zeugen am Tatort (u.a.Taxifahrer. Grundlage für diese Schätzung: Beginn des Notrufes von Mustafa K. und Peter S., 14:12 UHR, plus ungefähre Gesprächsdauer 2min, plus geschätzte Fahrtdauer vom Bahnhof zur Theresienwiese (lt. Google maps) 1min. Ergibt ungefähre Ankunftzeit 14:15 UHR.

Angenommen der Notruf dauerte 2 Minuten (die Leitstelle nahm den Sachverhalt gegen 14:14 UHR auf) und Mustafa K. machte sich danach umgehend auf den Weg, so kam er vermutlich gegen 14:15/16UHR ebenfalls am Tatort an. Fast zeitgleich (oder kurz danach) trafen die ersten Polizisten ein.

Wenn man nach der oben stehenden Milchmädchen-Rechnung anhand der Zeugenaussagen geht, dann müssen die ersten Polizisten ungefähr in oben dargestelltem Zeitraum -und früher als es die offizielle Darstellung sagt- da gewesen sein! Die ersten offiziellen Beamten sollen PHK Joachim T., PMin Kerstin K. und PHK H. gewesen sein. Die beiden erstgenannten Polizisten bildeten eine Streife. Angeblich kam PHK Jörg H. anschließend dazu. Der erste „offizielle“ Funkspruch wurde um 14:18 UHR von einer weiblichen Polizistin (die Ihren Namen nicht nannte) vom Tatort abgegeben. Diesen Funkspruch soll angeblich PMin Kerstin K. abgegeben haben. PMin Kerstin K. befand sich jedoch um 14:15 UHR nachweislich noch im Funkraum der PD Heilbronn. Das rechtzeitige Eintreffen beider Polizisten am Tatort, ist aufgrund der Strecke und der damit verbundenen Dauer unmöglich. Diese Zeitangabe wurde dann später mit 14:20/22 UHR angegeben. Laut dieser Darstellung heißt das im Umkehrschluss, wenn PMin Kerstin K. und ihre Kollegen gegen 14:20/22 UHR angekommen sein wollen, kann sie nicht den Funkspruch vor Ort um 14:18 UHR abgesetzt haben! Eine „alternative“ weibliche Beamtin am Funkgerät hat es nie gegeben. Offiziell war es immer PMin Kerstin K.! Nicht nur diese Gründe sprechen dagegen. Alle drei offiziell ersten Beamten wurden nicht auf der Opferbekleidung nachgewiesen (DNA), obwohl sie Ersthelfer-Maßnahmen geleistet haben wollen! In diesem Zusammenhang hatte man auch angefordert die Schutzweste (welche die Ersthelfer Martin Arnold ausgezogen haben) auf DNA zu untersuchen – was aber nicht geschah!

ERGO: PMin Kerstin K., PHK Joachim T. und PHK Jörg H. waren sehr wahrscheinlich nicht die ersten „offiziellen“ Polizisten.

Eine andere interessante Frage: Wer genau waren also dann diese Beamten und warum waren sie schon so schnell vor Ort, wenn der Notruf von Peter S. und Mustafa K. zum oben genannten Zeitpunkt vermutlich gerade so beendet wurde? Die Beamten hätten in unmittelbarer Nähe sein müssen, wenn der Funkspruch der Leitstelle um 14:14 UHR an die umliegenden Einheiten ausgegeben wurde! Oder anders gedacht:

SIE HÄTTEN FRÜHER ÜBER DEN VORFALL INFORMIERT WORDEN SEIN MÜSSEN!

Wer könnten also diese Beamten gewesen sein? Die Wahrscheinlichkeit eines früheren Notrufes liegt nahe!

Man denke hierbei wieder an die Polizeiwagen-Sichtungen von kurz nach 14:00 UHR…

https://sicherungsblog.wordpress.com/tag/susanne-motz/

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/12/19/warum-verweigert-phk-susanne-motz-eine-dna-probe-und-akten-uber-kiesewetters-noep-einsatze/

Gegen 14:20/22 UHR, Erste Polizisten – nach zweiter offizieller Darstellung

Die angeblich ersten „offiziellen“ Beamten am Tatort, sollen PMin Kerstin K., PHK Joachim T. und PHK H. gewesen sein.

Anmerkung:

Die angegebene Uhrzeit der Beamten PMin Kerstin K. und PHK Joachim T. zum Antreffen am Tatort, ist hierbei ebenfalls zeitlich sehr knapp. Alle drei wollen mehr oder weniger Ersthelfer-Maßnahmen durchgeführt haben. Die Zeugin Hermina Z., welche das Eintreffen der Polizisten und die darauffolgenden Szenen beobachtete, verlor in ihrer Aussage kein Wort über Ersthelfer-Maßnahmen der Polizisten, obwohl sie das Antreffen der ersten Beamten genau schildert. Auch nicht darüber, dass Michele Kiesewetter von Polizisten aus dem Auto gezogen worden sein soll! Der Polizist fasste der am Boden liegenden verletzten Beamtin lediglich an den Kopf und ging dann zur Beifahrerseite. Auch erwähnt keiner der „offiziellen“ drei Beamten, dass einer von ihnen telefoniert haben will – was die Zeugin aber beobachtete! Es ist sehr unwahrscheinlich dass diese drei jene ersten Beamten waren. Wer traf in diesem Zeitraum (oder kurz danach) dort alles ein?

Vielleicht auch die BFE-523 Angehörigen Uwe B. und Timo H.? Diese befanden sich am Bahnhof, circa 3 Minuten per PKW von der Theresienwiese entfernt.

14:22 UHR, Frau Dr. Schröder. Notärztin.

Sie stellt zur genannten Zeit den Tod von Michele Kiesewetter fest. Alle anderen Rettungskräfte kommen wenige Minuten später am Tatort an.

Anmerkung:

Von Ihr gibt es kein Protokoll in den Akten, welche ihre Darstellung auf der Theresienwiese und ihres Einsatzes wiederspiegelt. Auch so etwas wie eine Zeugenaussage gibt es nicht. Lediglich den Vermerk, dass sie den Tod von Michele Kiesewetter festgestellt hat. Ihre DNA wurde außerdem ebenfalls nicht auf der Opferbekleidung festgestellt. Ebenso wie die der angeblich ersten offiziellen Kollegen, die unter anderem auch Erste-Hilfe Maßnahmen geleistet haben wollen. Die Notärztin muss gegen kurz vor 14:18/20 UHR (ungefähr) eingetroffen sein, um wenige Augenblicke danach den Tod von Michele Kiesewetter fest zu stellen. Die Uhrzeit ergibt sich auch aus dem Funkspruch der unbekannten Polizisten von 14:18 UHR, die da sagte, „Notarzt ist vor Ort“.

14:30 UHR, Anonymer HWG. Beobachtung in der Sontheimer Straße.

Die Vertrauensperson 1749 der Polizei Heilbronn gab zum Tattag an, in der Sontheimer Straße Richtung Stadtmitte zu laufen, wo er einen blutverschmierten Mann sah der in ein wartendes Auto hechtete. Der Mann war am Unterarm blutverschmiert und habe dort eine Tätowierung in Form von Kreuz auf Hügel gehabt. Er soll muskulös, schlank, 1,80m circa 30 Jahre alt gewesen sein und hatte kurze blonde, zum Mittelscheitel gekämmte Haare. Er beschrieb ihn als „Russe“. Während er die Beobachtung machte, hechtete der beschriebene Mann eine Böschung vom Wertwiesen-Park her kommend, quer über die Fahrbahn in ein wartendes Auto. Er sprang in einen wartenden, dunklen, blauen Audi 80 mit Mosbacher Kennzeichen. Der Fahrer habe ihm „Dawai dawai“ zugerufen. Angaben zum Fahrer konnte er nicht machen. Der Zeuge korrigierte später seine Uhrzeitangabe und gab diese mit 14:30 UHR an. Vorher wurde die Zeit mit 13:40 Uhr angegeben.

Anmerkung:

Zur Spur 22. Der besagte blaue / dunkle Audi 80 (oder A4) mit Mosbacher Kennzeichen, wurde am selben Tag gegen 11:30 UHR in der Hafenstraße in Heilbronn gesichtet. Die drei Männer, die dem Audi zugerechnet werden, unterhielten und stritten sich lautstark. Die Männer seien ebenfalls „Russen“ gewesen. An dem besagten Aufenthaltsort wurden später Zigarettenkippen und ein Einwegfeuerzeug gefunden. Zur Personenbeschreibung der drei Männer ist nur bekannt, dass es junge Leute und ausschließlich „Russen“ gewesen sein sollen. Auch fällt hier wieder die Beschreibung des Autos auf, die eine deutliche Verbindung zu den Beobachtungen der Zeugen kurz vor und nach der Tat darstellt könnte.

14:30/40 UHR, Die Tatortermittler kommen am Tatort an.

Anmerkung:

Wann wurde Michele Kiesewetter aus dem Auto gehoben? Laut den offiziellen Beamten direkt nachdem sie eintrafen. Die Zeugenaussagen die am Tatort waren sprechen zum Teil dagegen. Drei von vier Zeugen sagen, dass die Polizisten außerhalb des Autos lagen! Die Tatortgruppe vermerkt bei ihrem Eintreffen, dass die Tote neben dem Auto unter einer schwarzen Plane liegt.

14:40 UHR, Timo H. Gruppenführer BFE-523 am Tatort

Der BFE-523 Beamte Timo H. ruft den Chef der Einheit Thomas B. an. Die tote Michele Kiesewetter läge neben ihm.

14:40 UHR und weitere Minuten, Daniel S. BFE-523

Der BFE-523-Beamte kontrollierte zur genannten Zeit Personen auf der Theresienwiese.

Auffallend hierbei: er hatte an diesem Tag offiziell Urlaub! Zudem wurde seine DNA auf der Opferbekleidung nachgewiesen.

Anmerkung:

Trotz der dazwischen liegenden Grundreinigung des BMWs fand man neben seiner DNA noch drei weitere Kollegen-DNAs auf den Opfern. Zum Teil an ungewöhnlichen Stellen die eher unwahrscheinlich durch äußere Berührung oder DNA Verschleppung übertragen werden könnten. Erklärt wurde dies damit, dass man innerhalb des Kollegenkreises Ausrüstungsgegenstände untereinander gelegentlich tauschen würde.

14:45 UHR, Martin Arnold wird ins Klinikum Ludwigsburg abgeflogen

15:25 UHR, Thomas B. am Tatort. Chef der BFE-523

Zur genannten Uhrzeit ruft Thomas B. das Handy der toten Michele Kiesewetter an. Während des Anrufes steht er unmittelbar neben ihr.

Anmerkung:

Warum rief er die tote neben ihm liegende Michele Kiesewetter an? Um das Handy zu finden? Es gibt ein Handy von ihr welches offensichtlich verschwunden ist (besaß zwei private Handys. Eines fehlt). Was sollte diese Handlung bezwecken? Was hätte man auf diesem Handy finden können? Absprachen für einen Diensttausch oder ähnliches?

Noch am selben Nachmittag wurde die Sonderkommission „Parkplatz“ ins Leben gerufen. Die Ermittlungen endeten mit insgesamt drei SOKO-Leitern am 04.11.2011 ohne Ergebnis. Ab jenem magischen Datum entwickelte der Fall eine interessante Eigendynamik.

Die Täter waren „klar“. NSU.

Heilbronn am 25.04.2007. Der Tagesablauf, Teil 5

eine Serie von @riemenkarl

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Die Tat und die Auffinde-Situation

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der BMW5er neben dem Trafohaus

13:58 UHR, diverse Ohrenzeugen hören Schüsse

14:00 UHR, Ehepaar F. (11)

Beide beobachteten wie ein dunkelblauer Audi A 4 mit LB-Kennzeichen in schneller Fahrt auf die Theresienwiese, an der Zufahrt Schlachthof fuhr. Fahrer blond, Kurzhaarschnitt, weiterer Mitfahrer.

Anmerkung:

Auch hier wird wieder ein blauer Audi beschrieben. Was sehr auffällig ist, dass dieser in unmittelbarer Tatortnähe gesehen wurde! Zwar ist hier das Nummernschild ein anderes, aber die Fahrzeugbeschreibung passt weitgehend mit den anderer Zeugen überein! Diese Aussage findet in den Akten nur geringe Erwähnung. Personenbeschreibungen könnten vielleicht mit den Phantomen übereinstimmen. Unklar.

Gegen 14:00 UHR, Andrei F. (12)

Der Zeuge hört gegen 14:00 UHR zwei Schüsse, er sah auch das Polizeifahrzeug. Im Anschluss sah er einen blauen Ford Kombi mit Mosbacher Kennzeichen schnell in Richtung Süden davon fahren. Seine Beobachtungen machte er vermutlich auf Höhe des alten Schlachthofes in der Theresienstraße.

Anmerkung:

Diese Aussagen befinden sich nicht in Ordner1 und sind leider nur dürftig geschildert. Vermutlich ist bei dem Polizeifahrzeug das Opferfahrzeug gemeint. Auch hier taucht wieder der ominöse blaue PKW auf, der hier aber als Ford Kombi bezeichnet wird. Trotzdem wird hierbei wieder das Kennzeichen als Mosbacher Nummer angegeben. Die Polizei schätzte seine Aussagen in weiteren Vernehmungen als unglaubwürdig ein. Spur 603. Diese Aussage machte er ungefähr vor dem 28.08.2007(wann genau ist unklar). Ein Aktenvermerkt dazu:

In einer Folgevernehmung am 27.04.09 erklärte der HWG, dass damals alles gelogen war: Er sei unter Drogen gestanden und wollte schnelles Geld verdienen. Das Handy des HWG war nicht in der Funkzelle.

Wie dieser Aktenvermerk und seine Aussagen im Einklang zu sehen sind ist fraglich. Was aber auffällt ist, dass an dieser Stelle ein blaues Auto mit einem Mosbacher Kennzeichen erwähnt wird. Ähnlich wie bei den Zeugenaussagen von Mehmet C., Lieselotte W. und dem HWG aus der Sontheimer Straße.

Muss man ein Handy dabei haben um etwas gesehen zu haben? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich einen vom Tatort flüchtenden blauen Wagen mit Mosbacher Kennzeichen vorstellt und der im Tagesverlauf von mehreren Zeugen im Groben so gesehen wurde? Solch eine Information war womöglich nicht aus den Medien zu entnehmen.

14:00 UHR (ungefähr), Lieselotte W. (13 und B)

Die Zeugin befuhr von Nordheim her kommend die Neckartalstraße. 150 m bis 200 m bevor sie die Otto-Konz-Brücke befuhr, hörte sie ganz deutlich zwei harte Schüsse. Als sie an der Kreuzung anhielt, sah sie einen Mann, der sowohl am linken Arm als auch an seiner komplett linken Seite blutverschmiert war. Es sah so aus als ob zufällig ein Auto dem Mann entgegen kam. Dieses Auto hielt an, der Mann stellte sich vor die Beifahrertüre, schaute um sich herum und stieg anschließend hinten im Fahrzeug ein. Die Person wird wie folgt beschrieben: Männlich, mittelgroß, 170- 175 cm, nicht dick aber gut genährt, breite Schultern, rundes Gesicht, glatte und dunkelblonde Haare. Er wird als Russe oder Pole beschrieben. Der Mann war ca. 30 – 35 Jahre alt. Er trug ein blau-grün gemustertes Hemd. Er trug keinen Bart und keine Brille. Das Fluchtfahrzeug beschreibt sie als dunkle Limousine, möglicherweise blau. Die Erscheinung des Fahrzeuges beschreibt sie als ungepflegt und runter geritten (sinngemäß). Das Fahrzeug soll aus der Theresienstraße an der Ecke zur Karlsruher Straße gehalten haben und in Richtung Böcking gefahren sein.

Bei einer ergänzenden Vernehmung im Oktober 2009 sagte die Zeugin zu dem Fahrzeug aus, dass es sich hierbei um eine Limousine handelte die hell, vielleicht beige war. Ähnlich wie ein Taxi, aber ausdrücklich war es kein Taxi. Es soll sich hierbei um einen Mercedes („oder sowas“, Ausdruck der Zeugin) mit Mosbacher Kennzeichen gehandelt haben. Bei dem Kennzeichen sei sie sich absolut sicher. Dieses Szenario soll sich nun an der Kreuzung Frankfurter Straße zur Theresienstraße zugetragen haben. Diese Örtlichkeit liegt circa 280m nördlich von der zuerst gemachten Beobachtung (Theresienstraße Ecke Karlsruher Straße) entfernt.

Anmerkung:

Sehr auffällig ist es, dass die Zeugin die Angaben zu dem Fahrzeug und zum Standpunkt ihrer Sichtung im Oktober 2009 ändert. Wie soll sie diese Beobachtung gemacht haben (die sich in der zweiten Darstellung im nördlichen Teil abgespielt haben soll), wenn sie doch aber am südlichen Teil der Theresienwiese entlang fuhr? Das dunkle/blaue Fahrzeug mit Mosbacher Kennzeichen, meist von anderen Zeugen als Audi 80 oder Audi A4 beschrieben, wird nun von ihr als ein völlig anderes Fahrzeug angegeben! Warum macht sie nach einem so langen Zeitraum plötzlich und ohne jede erkennbare Notwendigkeit völlig andere Angaben zum Fahrzeug und zum „Ort des Geschehens“? Angeblich soll sie diese Aussage aus Eigenantrieb gemacht haben, da ihr die Sache keine Ruhe lassen würde. Ein Vermerk zu ihren Vernehmungen lautet, dass die Zeugin einen „unsicheren“ Eindruck in ihren (zweiten) Zeugenaussagen übermitteln würde. Bei der Vernehmung in der sie diese nachträglichen Angaben gemacht hatte, findet sich keine Unterschrift. Weder von den vernehmenden Beamten noch von der Zeugin! Diese „Änderungen“ von Zeugenaussagen zu der Fahrzeugbeschreibung findet sich immer wieder im Verlauf der Zeugenangaben.

14:00/05 UHR, Jürgen N. (14)

Der Zeuge befuhr am Tattag die Hafenstraße in südlicher Richtung. Er fuhr gegen kurz vor 14:00UHR von seinem Wohnort los und parkte sein Fahrzeug gegen kurz nach 14:00 UHR auf der Höhe des Eros-Centers in der Hafenstraße, kurz vor der Eisenbahnunterführung (geschätzte Fahrdauer von seinem Wohnort aus bis zum Abstellen des Autos, laut Google-maps circa 8 Minuten). Anschließend ging er dann von der Hafenstraße, unter der Unterführung hindurch und auf die andere Straßenseite in die Theresienstraße. Dort fiel ihm auf der nördlichen Einfahrt zur Theresienwiese ein Polizeifahrzeug auf. Die folgenden Beobachtungen machte er von der Unterführung aus, circa 10 bis 15m entfernt, in südlich blickender Richtung. Das Polizeifahrzeug, ein 5er BMW Streifenwagen, stand gegen der Fahrtrichtung mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig direkt neben der ersten Einfahrt (von Norden gesehen). Neben dem Polizeiauto befanden sich ein Polizist, den er als circa 1,89m groß beschrieb, und eine südländisch aussehende Passantin von circa 1,75m Größe, welcher der Polizist kontrollierte. Einen zweiten Polizisten sah er nicht. Die Frau hatte eine schlanke Gestalt, lange glatte schwarze Haare, ungefähr zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Anmerkung:

Der Zeuge sagt in aller Deutlichkeit, dass er den Beamten und das Polizeifahrzeug um kurz nach 14:00 UHR an der nördlichen Einfahrt der Theresienwiese gesehen hat. Wie kann diese offensichtliche Tatsache in die Geschichte passen? Offiziell kamen die ersten Beamten aber erst gegen 14:22 UHR an! (vorher mit 14:18 UHR angegeben)

Bei der Frage welche Größe der vernehmende Beamte gehabt habe, sagt der Zeuge, dieser sei ungefähr 1,89m groß. Vermerkt wird hierbei, dass der Beamte eine tatsächliche Größe von 1,92m hat. Was lässt sich aus dem Vermerk in den Akten schließen? –> Ist hier bekannt welcher Beamte die Kontrolle kurz nach 14:00 UHR durchführte? Was hatte der Polizist kurz nach dem Anschlag dort zu suchen, wo der Funkspruch und der Notruf offiziell noch gar nicht raus waren?

Nachtatphase. Zeugen entdecken den Tatort.

14:05 UHR, Auffinde-Zeuge. Peter S.

Der Zeuge fuhr mit dem Rad über die Brücke in Richtung Bahnhof entlang und bemerkte dabei das neben dem Trafohaus stehende Polizeiauto. Er fuhr in unmittelbare Nähe auf ungefähr 20m (blieb die ganze Zeit auf dem Radweg) an den Tatort heran. Dabei sah er, dass ein Polizist seitlich aus der geöffneten Fahrertür hing. Es sah so aus, als hinge der Polizist seitlich auf dem Türschweller um sich nach unten zu beugen. Der Polizist sei auf der Brust blutverschmiert gewesen. Beide Türen standen offen. Er fährt zum Bahnhof und verständigt über den Taxifahrer Mustafa K. die Polizeidienststelle Heilbronn. Sein eigenes Handy benutzt er nicht. Der Zeuge beschreibt in einer weiteren Vernehmung den heraushängenden Polizisten. Hierbei gibt er bei der Frisur an, dass diese eine dunkelblonde mit hellen Strähnen gewesen sei. Er beschreibt sie als Kurzhaarfrisur. Weiter gibt er an, dass er keine Langhaarfrisur erkannt haben will. Er sieht während er zum Bahnhof fährt beim Zurückblicken, dass beide Türen geöffnet sind.

13:55/14:15 UHR (zwischen beiden Uhrzeiten), Thorsten B. (C)

Der Zeuge befuhr vermutlich gegen kurz nach 14:00 UHR die Hafenstraße in südlicher Richtung (in Richtung Theresienwiese). Auf der Höhe der Bahnunterführung sah er rechts von sich drei Männer die Böschung hinunter laufen. Für ihn hatte es den Eindruck als würden sie vor etwas davon laufen. Er vermutete eine Kontrolle von Schwarzarbeitern. Als er auf der Höhe der Theresienwiese war bemerkte er, dass sich dort schon Polizeifahrzeuge befunden haben. Seine Verlobte Tina K. bestätigte die Uhrzeit und die Erzählung ihres Verlobten, da dieser sie unmittelbar nach der Sichtung angerufen habe. Die Uhrzeit wird hierbei auf kurz nach 14:00 UHR eingegrenzt.

Anmerkung:

Hier wird von drei flüchtenden Männern gesprochen. Waren dies eventuell dieselben Männer die auch der Zeuge Thomas K. zuvor gesehen hatte, welche die Frankfurter Straße in Richtung Theresienwiese entlang liefen? Mögliche wäre es, da Thomas K.s Darstellungen sich auf nur wenige Minuten zuvor beziehen. Somit könnte es auch möglich sein, dass diese drei Männer kurz nach den Schüssen geflohen sind. Dies ist aber deshalb unklar, da die angegebenen Zeiten recht ungenau sind. In einem Aktenvermerk steht zu den drei Personen, dass es sich hierbei womöglich um Zivilbeamte gehandelt habe (klar ist dies aber nicht. Warum sollten Zivilbeamte (gegen 14:50 UHR) vor etwas davon rennen?

Die Uhrzeit wird mit zwischen kurz vor 14:00 Uhr und 14:15 UHR angegeben. Somit könnte er diese Sichtung vermutlich gegen kurz nach 14:00 UHR gemacht haben. Als Bestätigung der zeitlichen Eingrenzung, dient das Telefonat mit seiner Verlobten, die er kurz danach angerufen haben will. In einem Aktenvermerk ist geschildert, dass die Verbindungsdaten seines Anrufes mit seiner Verlobten, auf 14:48 UHR datiert sind. Jedoch steht diese „Feststellung“ im direkten Gegensatz zu den beiden Aussagen der Zeugen Thorsten B. und seiner Verlobten!

Der Zeuge gibt klar mehrere Polizeifahrzeuge an die gegen kurz nach 14:00 UHR auf der Theresienwiese standen. Offiziell kamen die ersten Beamten aber erst gegen 14:18 UHR, was später auf 14:22 UHR umgeändert wurde (wegen des Funkspruches und der langen Anfahrzeit der ersten Kollegen).

Da offensichtlich mehrere Polizeifahrzeuge (Opferfahrzeug plus X?) vor 14:15 UHR von ihm gesehen wurden, kann es somit -nach der offiziellen Darstellung- unmöglich die Streife von PMin Kerstin K., PHK Joachim T. oder PHK Jörg H. gewesen sein. Wie schon erwähnt trafen diese nach offizieller Darstellung erst gegen 14:22 UHR ein (PMin Kerstin K. gab an als erste Streife gegen 14:22 UHR am Tatort eingetroffen zu sein)!

Wer waren dann diese Polizisten, so es denn mehrere gewesen sein sollten? Möglich wäre auch die Streife die der Zeuge Jürgen N. an der Einfahrt der Theresienwiese gegen 14:05 UHR sah, mit dem Polizist der dort eine Frau kontrollierte.

Sollten seine Schilderungen stimmen (wonach es aussieht), dass die Polizei schon kurz nach 14:00 UHR vor Ort war, so wie es die Zeugen Jürgen N. und Thorsten B. beschrieben, dann stimmt nicht nur die offizielle Version nicht, sondern dann gab es Polizisten die vor den „Offiziellen“ am Tatort waren.

14:10 UHR, Michael Karl W.

Der Zeuge sah gegen 14:10 UHR den Streifenwagen am besagten Tatort stehen. Die Fahrertür war geöffnet und aus dieser hing ein „sackähnlicher“ Gegenstand, den er nicht näher beschreiben konnte. Er befuhr die Strecke mit seinem Fahrrad. Genauere oder andere Beobachtungen konnte er nicht machen.

14:10 UHR (ungefähr), Jamil CHEHADE. (15)

Kam gegen 12:45 UHR schon einmal am späteren Tatort vorbei. Zu diesem Zeitpunkt stand der Streifenwagen noch nicht dort. Vermutlich kurz vor 14:10 UHR läuft er die Bahnhofsstraße zur Frankfurter Straße entlang in Richtung Theresienwiese. Folgende Beobachtung machte er auf Höhe des Stellwerkes: Dabei bemerkt er ein heran eilendes Fahrzeug welches mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffährt, auf das Trafo-Häuschen zusteuert und hinter diesem anhält. Während er den Fahrradweg weiter zur Theresienwiese läuft, fährt das helle Fahrzeug nach circa 20 Sekunden mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienstraße in Richtung Süden weg. Es wird in den Akten angegeben, dass es sich hierbei um ein Taxi handelt.

Anmerkung:

Angegeben wird, dass das helle Fahrzeug ein Taxi gewesen sein soll.

Dieser Sachverhalt kann aus zwei Gründen NICHT stimmen!

  1. Die Taxis kamen erst Minuten später an, fast zeitgleich als die ersten offiziellen Polizisten eintrafen. Anschließend blieben die Taxis so lange, bis sie von den Polizisten weg geschickt wurden!
  2. Der Zeuge Chehade spricht an anderer Stelle von einem hellen Fahrzeug welches mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffuhr und nach wenigen Sekunden wieder davon raste. Diese Sichtung wird auch in der Doku „Tod einer Polizistin“ (2017-ARD) von ihm so dargestellt.

Ein anonymer Hinweisgeber beschreibt ein silberfarbenes Fahrzeug, möglicherweise ein Mercedes E-Klasse, welches mit hoher Geschwindigkeit von der Theresienstraße in Richtung Otto-Konz-Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Auch der Zeuge Heiko N. spricht von einem silbernen Fahrzeug, das unmittelbar vor dem Polizeifahrzeug gestanden haben soll. Dies habe er beim vorbei fahren mit der S-4 gesehen. Hier könnte eine Analogie zur Spur 292 (anonymer HWG) und den Aussagen von Zeuge Heiko N. mit denen von Jamil Chehade bestehen.

Ein logischer und möglicher Schluss wäre, dass das heranfahrende helle Fahrzeug jemanden aufgegabelt haben könnte!

14:00/:10 UHR + weiter Minuten. (ungefähre Zeitangabe) Herbert M. (17)

Der Zeuge sah wie ein silberfarbener Mercedes, vermutlich E-Klasse, mit hoher Geschwindigkeit aus der Theresienstraße auf die Otto-Konz Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Seine Angaben beziehen sich auf ungefähr 14:00 UHR oder kurz danach.

Anmerkung:

Hierbei könnte es sich um dasselbe Fahrzeug handeln, dass auch die Zeugen Jamil Chehade und Heiko N.sahen. Der Zeuge Jamil Chehade beschrieb das Fahrzeug als einen hellen Wagen. In seiner Aussage von Ordner.1 steht jedoch, dass dies ein Taxi war. Kann aber nicht sein, da die Taxis nachweislich Minuten später ankamen (siehe seine Aussage oben). Der Zeuge Heiko N. wird womöglich dasselbe Fahrzeug gesehen haben. Er sagt dazu es sei ein silbernes viertüriges Auto gewesen. Die Zeiten von Jamil Chehade und Heiko N. stimmen ungefähr überein.

14:12 UHR, „Ring 30“ LPP Stuttgart ruft Ringfahndung innerhalb 30km aus.

14:15 UHR (vermutlich gegen 14:10 UHR) Heiko N. (16)

Der Zeuge fuhr mit der Straßenbahn S-4 zur ungefähr genannten Zeit von Böckingen kommend in Richtung Heilbronn. Während dessen sah er beim Vorbeifahren auf der Brücke den Streifenwagen am Backsteingebäude stehen. Dabei sah er wie ein Polizist aus der geöffneten Fahrertür heraushing. Auf der Beifahrerseite saß ebenfalls ein Polizist. Beide Türen waren geöffnet. Unmittelbar vor dem Polizeiwagen, ungefähr drei Meter schräg davor, stand ein silberner, viertüriger PKW. Weitere Personen fielen dem Zeugen nicht auf. Die Türen des silbernen Autos waren geschlossen.

Anmerkung:

Früher als 14:13 UHR deshalb, da die Taxifahrer nach dem Notruf von Zeugen Mustafa K. / Peter S. losfuhren. Fahrdauer vom Bahnhof zur Theresienwiese circa 1 Minute. Hier wird eine Analogie zu den Zeugenaussagen von Jamil Chehade und Herbert M. deutlich, worin beide einen hellen/silberfarbenen PKW beschrieben, der auf die Theresienwiese bzw. zum Trafohaus mit hoher Geschwindigkeit auf und wieder ab fuhr.

14:12 UHR (ungefähr), Jamil Chehade

Nachdem das Fahrzeug abgefahren und eine Staubwolke hinterlassen hat, befindet sich Jamil Chehade am Trafohäuschen/Tatort. Er nähert sich dem Streifenwagen von hinten auf circa 2m. Beide Türen des BMWs sind geöffnet. Er bemerkt dabei, dass die Frau am Boden lag, mit den Füßen noch im Fahrerraum. Dabei bemerkt er, dass die Waffe fehlt und die Polizistin die Hand am Holster hat. Polizist liegt auf der Beifahrerseite auf dem Boden.

Anmerkung:

Die Zeitberechnung ergibt sich aus den ungefähren Standortangaben des Zeugen und den Zeitangaben der Weg-Strecken-Berechnung (google-maps). Hierbei geht aus den Aussagen nicht klar hervor wer auf welcher Seite lag. Polizistin liegt wie der Polizist neben dem Fahrzeug, jedoch sind die Beine noch im Fahrzeug. Möglich wäre, dass MK auf F-Seite und MA auf BF-Seite lag. Dies ist jedoch nicht ganz klar. In seiner zweiten Vernehmung korrigiert er folgendes:

Die Polizistin habe auf der Fahrerseite aus dem Auto gehangen und die „Taxis“ seien schnell von der Theresienwiese abgefahren. Mit Taxis werden womöglich die „echten Taxis“ gemeint sein, die von den Polizisten vom Tatort verscheucht wurden, ohne dass man deren Personalien und Aussagen aufgenommen hat.

Ungefähr 3-4 Minuten (geschätzte Zeit) nach seinem Eintreffen am Tatort, kommen auch die ersten Streifenwagen an. Kurze Zeit zuvor treffen die drei Taxi-Fahrer Ralf D. und Barbara H. ein. Kurz darauf folgt auch der Taxifahrer Mustafa K. mit seinem Taxi, fast zeitgleich mit der Polizei.

Jamil Chehade wird von einer Polizistin weg geschickt ohne dass diese die Personalien des Zeugen aufnehmen.

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Personen und Fahrzeuge unmittelbar nach der Tat

Um die Zeugenaussagen nacheinander im Zusammenhang zu bringen, werden diese weiter unten chronologisch in einem Text dargestellt. Als Stütze soll diese Grafik dienen.

Gegen 13:58 UHR und 14:00 UHR

Die Schüsse fielen gegen 13:58 UHR. Das Ehepaar F. machte gegen 14:00 UHR eine interessante Beobachtung. Sie beschreiben wie ein dunkelblauer Audi A 4 mit LB-Kennzeichen (11) in schneller Fahrt auf die Theresienwiese an der Zufahrt Schlachthof fuhr. Fahrer blond, Kurzhaarschnitt, weiterer Mitfahrer.

Anmerkung:

Die Aussagen des Ehepaars F. findet in den Akten nur eine knappe Erwähnung. Hier wird der Audi mit LB-Kennzeichen und nicht mit einem Mosbacher Kennzeichen angegeben.

Der Zeuge Andrei F. hörte nicht nur gegen 14:00 UHR die Schüsse, sondern er beschrieb eine Szenerie die er ungefähr vom alten Schlachthof aus beobachtete. Dabei sah er das Opferfahrzeug (0) und ein auf der Theresienstraße in südlicher Richtung davon flüchtenden blauen Wagen mit Mosbacher Kennzeichen(12).

Anmerkung:

In den Akten spielt er eine seltsame Rolle. Darin ist ein Vermerk, dass er sich diese Aussagen nur ausgedacht habe um die Belohnung ab zu kassieren. Außerdem soll er zur Tatzeit unter Drogen gestanden haben. Sowas soll´s ja geben. Aber wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, sich bei seiner Phantasiererei ein blaues flüchtendes Fahrzeug mit Mosbacher Kennzeichen aus zu denken? Die erste Aussage über seine Sichtung wurde am 27.04.2009 wiederrufen. Er gibt das Fahrzeug unter anderem als einen Ford Kombi an. Gegen ihn lag zum Tatzeitpunkt ein BTM-Delikt vor.

Ungefähr im gleichen Zeitraum stand die Zeugin Lieselotte W. mit ihrem Wagen an der südlichen Kreuzung der Theresienwiese. Auch sie vernahm die Schüsse gegen 14:00 UHR. Dort sah sie am südlichen Eingang der Theresienwiese einen dunklen/blauen Wagen (13), eine Limousine mit Mosbacher Kennzeichen auf der Ecke warten, in welche ein flüchtender Mann (B) hinein hechtete. Kurz darauf fuhr der Wagen (13) in Richtung Böckingen mit hoher Geschwindigkeit davon.

Anmerkung:

Bei dem Fahrzeug (11) und (12) könnte es sich um dasselbe Fahrzeug handeln! In ihrer Aussage ist es auffallend, dass sie in ihrer zweiten Vernehmung angeblich andere Angaben zum Aussahen des Fahrzeuges und zur Örtlichkeit der Sichtung macht. Nicht nachvollziehbar – wieso so plötzlich (siehe dazu ihre Aussage).

Kurz nach 14:00 (:05+)UHR

Ungefähr wenige Minuten nach 14:00 UHR, sah der Zeuge Thorsten B. auf der nördlichen Seite des Bahndammes drei Männer (C) die Böschung hinunter rennen die nach Norden flüchteten.

Anmerkung:

Vielleicht haben diese Männer rein gar nichts mit der Tat zu tun, sie sollen hier aber dennoch Erwähnung finden. Der Zeuge Thomas K. sah um kurz vor 14:00 UHR drei Männer (A) von der Frankfurter Straße in Richtung Theresienwiese gehen. Vielleicht könnte es sich um die gleiche Sichtung handeln. Wer waren diese Personen? Waffendiebe? Täter? Unbeteiligte?

Anschließend fuhr der Zeuge durch die Unterführung hindurch und sah dass sich auf der Theresienwiese schon Polizei ((14) und (0)???) befunden habe.

Anmerkung:

Er spricht deutlich von kurz nach 14:00 UHR. Außerdem spricht er von Polizeifahrzeugen -> MERHZAHL! Kann es hierbei sein, dass der Zeuge den Streifenwagen vor der Einfahrt gemeint hat den auch Jürgen N. um kurz nach 14:00/05 UHR gesehen hat? Dann könnte die Sichtung nicht nur aus dem Opferfahrzeug (0) bestehen, sondern auch aus Jürgen N.s Streifenwagen-Sichtung (13). Das würde bedeuten, dass zwei Zeugen unabhängig voneinander und unmittelbar nach der Tat Polizisten nahe dem Tatort gesehen haben!

Ungefähr gegen 14:10 UHR

Anmerkung:

Das Polizeifahrzeug (14), welches vermutlich gesehen wurde, befindet sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr in Tatortnähe.

In dieser Zeit kommt der Zeuge Jamile Chehade aus Richtung Bahnhof und geht den Radweg der Theresienwiese entlang. Kurz vor der Theresienwiese, ungefähr auf Höhe des Stellwerkes, sieht er ein helles Fahrzeug (15) mit hoher Geschwindigkeit auf die Theresienwiese auffahren. Nach wenigen Augenblicken fährt dieses Fahrzeug wieder fluchtartig davon. Im ungefähr selben Augenblick fährt der Zeuge Heiko N. mit der S4 an der Theresienwiese vorbei. Dabei sieht er ebenfalls wie der Zeuge Jamil Chehade ein silbernes Fahrzeug (16) auf der Theresienwiese. Nach seinen Angaben stand das vier-türige Fahrzeug circa drei Meter schräg vor dem Opferfahrzeug (0). Personen konnte er keine wahrnehmen.

Auch ein anderer Zeuge, Herbert M., machte eine ähnliche Beobachtung. So sah er wie ein silberfarbener Mercedes, (17) vermutlich E-Klasse, mit hoher Geschwindigkeit aus der Theresienstraße auf die Otto-Konz Brücke und weiter in Richtung B-27 fuhr. Seine Angaben beziehen sich auf ungefähr 14:00 UHR oder kurz danach.

Fakt ist: Es gibt Tatortzeugen die wichtige Beobachtungen zum Tatgeschehen gemacht haben und denen verhältnismäßig wenig Beachtung geschenkt wurde.