NSU: Ein Fall für Katharina – Kurzkrimi am Sonntag

Sie ist die beste Aufklärerin der Politkriminalität, zuständig für die Region nördlich des Weißwurstäquators bis Rennsteig. Bis dato hat sie noch jeden Fall geklärt, wie sie es für richtig hielt und ließ sich durch nichts in ihrem Drang nach offenen Mikrofonen und füllbaren Zeitungsspalten abbringen. Selbst die großmäulig verkündete Twitteraskese war nur ein symbolischer Akt, denn der Klassenkampf ruht nicht, und somit auch nicht die Verbre­cher.

Die Mossad-Agentin konnte sich auf die Vorarbeit vieler Kollegen und Freunde verlassen, als die Ungeheuerlichkeit zur Sprache kam, die den in kriminalpolizeilichen Dingen unschlagbaren Polizeidirektor Menzel letztlich auf die Spur von Böhnhardt und Mundlos führte. Nach dem Bank­raub in Arnstadt und der ersten Auswertung der vorliegenden Er­kenntnisse erschnüffelte Menzels geschulte Polizistennase den kurz be­vorstehenden Fahndungserfolg. Die Gauner sollten ihm bald ins Netz gehen. Er sollte Recht behalten.

„Erstmal ist es ganz normaler Vorgang, dass die Polizei alle Beweismittel zur Akte [nimmt], dazu ist sie verpflichtet, nach Gesetz. Es gibt also überhaupt keinen Ermessensspielraum weder für mich noch für den Kollegen …“

Der Mann, der keine Alternative zur den Gepflogenheiten kriminalpoli­zeilicher Ermittlungen sieht (Menzel über Menzel), alles akribisch notie­ren und verakten läßt, um der Täter habhaft zu werden, der beste Detektiv Thüringens hatte im Lagefilm zum Bankraub unter anderem auch die Notiz in Stein gemeißelt, daß einer der Täter dem Äußeren nach Mulatte, also einem gemischtrassigen Phänotyp (BKA) zuzuordnen wäre.

160424_obama_gelandet
Überwachungsphoto: von einer Räuberbande abgesicherte Fluchtfahrzeuge Obamas

.

Dieser Tage hieß es ja in der Zeitung, Obama war das. Nun rätselt das Internet darüber, welcher Neger, genauer gesagt, welcher Nazineger, um die 20 Jahre alt, den Raub der Sore durchgezogen hatte.

Viel schlimmer jedoch wiegt der Vorwurf, den der AK NSU der thürin­gischen Kriminalpolizei macht. In ihrer rassistischen Verblendung haben sie die nach viel Geld gierenden Täter nie bei den Negernazis gesucht, sondern sich von ihrer rassistischen Grundhaltung leiten lassen, um unbescholtene Neger dem Verdacht eines Bankraubes auszusetzen. Schämt euch.

Katharina klärt auf. Das Problem heißt Rassismus.

Es lebe der 1. Mai, Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse.

Gottlob ist Politkommissar Kathi keine Arbeiterklasse.

Potsdamer Landtag braucht Nachhilfe in Parlamentarischer Demokratie

Nur direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild ist Demokratie, aber noch muss man in der medial gelenkten Parteien-Demokratie BRD Vorlieb nehmen mit den Realitäten. Und die SED-Nachfolger bei Linkspartei und die DDR-Blockflöten in sonstigen Parteien im Potsdamer Landtag zeigen den Bürgern dankenswerter Weise, was sie von der Parlamentarischen Demokratie so halten: Nichts, ausser man folgt der richtigen Gesinnung.

Ein nettes Beispiel ergab sich bei der am Freitag erfolgten Einsetzung des Piatto-NSU-Ausschusses:

piatto1Der AfD-Mann fiel 4 Mal durch, und wurde letztlich mit 7 gegen 6 Stimmen gewählt.

Die Besetzung des Untersuchungsausschusse

Mit Spannung wurde erwartet, ob der AfD-Abgeordnete Andreas Galau einen Sitz im Untersuchungsausschuss bekommt. Am Mittwoch hatte der Landtag Galau bei der Wahl für das Gremium, das den Verfassungsschutz kontrolliert, zum vierten Mal durchfallen lassen.

Am Freitagvormittag stand fest: Ja, die AfD ist dabei. Sechs Abgeordnete stimmten gegen den AfD-Mann, darunter die SPD-Abgeordnete Inka Gossmann-Reetz. Die sieben Stimmen aus der nicht vollständig angetretenen AfD-Fraktion reichten für Galau. „Für mich setzt die AfD mit ihren Provokationen hier die Sicherheit unseres Landes aufs Spiel“, so Gossmann-Reetz gegenüber der MAZ. „Herr Galau ist schon einmal – wissentlich oder unwissentlich – zur Quelle rechtsextremer Hetzer geworden.“

Rechtsextreme Hetze? Ermittelt der Staatsanwalt? Steht eine Anklage wegen Volksverhetzung bevor? Hat Stasi-Kahanes Facebook-Zensurteam wenigsten gemaasheikotet?

Worum geht es denn bei dieser Hetze?

Der Hintergrund: Im Juni 2015 hatte Galau unerlaubt Fotos bei einer Sitzung des Sozialausschusses Oberhavel gemacht und diese anschließend auf seiner offiziellen Facebook-Seite geteilt. Auf den Fotos zu sehen waren die Adressen geplanter Asylunterkünfte. Kurz darauf teilten rechtsextreme Organisationen das Foto mit ihren Lesern im sozialen Netzwerk.

Steinigt ihn! Was erlauben Galau?

Galau war zunächst stellvertretender Vorsitzender der Schüler Union in Berlin.[1] Parteipolitisch war Galau von 1985 bis 1987 Mitglied der CDU, von 1987 bis 1990 der Republikaner[1] und von 1992 bis 2013 der FDP.

MERKSATZ: Die Bürger haben sich nicht dafür zu interessieren, wo Migrantenheime geplant werden. Wehret den Anfängen, wo kämen wir denn da hin, wenn Bürger informiert würden, und sich gar dagegen organisieren würden?

Parlamentarische Demokratie ist, wenn Bürger nicht informiert werden, was die Regierung so plant, um Rentenzahler in spe und Horden von Ingenieuren sowie Ärzten in ihrer Nachbarschaft anzusiedeln…

Wie linksversifft die märkische SPD ist, dafür steht offenbar diese Bindestrich-Doppelnamen-Tante.

„Andreas Galau wurd nun Kenntnisse aus dem innersten Bereich des Verfassungsschutzes bekommen, ich halte das für gefährlich“, sagt Inka Gossmann-Reetz“, „deshalb habe ich auch gegen ihn gestimmt.“ Ohne Galaus Wahl hätte sich der Untersuchungsausschuss nicht konstituieren können, im Landtag vertretene Fraktionen haben ein Recht auf Sitze in Ausschüssen. Das weiß auch Inka Gossmann-Reetz: „Die Personalie Galau ist eine reine Provokation. Es ist die Reaktion darauf, dass er nicht in die Parlamentarische Kontrollkommission gewählt wurde. Es hätte auch andere Kandidaten gegeben“, ist die sozialdemokratische Abgeordnete überzeugt.

Hätte die AfD einen anderen Vertreter in den Ausschuss delegiert, einen den Linken genehmen… gibt es den in der AfD-Fraktion?, da zeigt sich wunderbar deutlich das „Demokratieverständnis“ im knallroten Brandenburg. DDR-Toilettenpapierverwender… rauh macht Braunes rot 😉

Wichtig ist natürlich sich klarzumachen, dass dieser Ausschuss das reinste Theaterschauspiel ist, und die Seilschaften der Brandenburger CDU mit dem Verfassungsschutz das eigentliche Problem sind. Der VS-Anwalt von Matthias Dienelt, Wohnungsvermieter und wahrscheinlich V-Mann, die Katherina Reiche-Clique, und deren ehemaliger persönlicher Referent im Bundestag Gordian Meyer-Plath. LfV Sachsen-Vorturner inzwischen… CDU-Seilschaften im Verfassungsschutz. Schade, das Reiche-Gatte Sven Petge fehlt…

Da wundert es denn auch wenig, dass der AfD-Mann auch aus der „konservativen Volkspartei CDU“ keine einzige Stimme bekam. 5 Mal keine Stimme.

Der Piattoausschuss wird peinlich werden. Aber was macht das schon, ob nun ein peinlicher NSU-Ausschuss mehr oder weniger?

Im Forum haben wir dazu einen recht umfangreichen Strang, in dem @anmerkung Folgendes gepostet hat:

hsnmjypc

1. Der Untersuchungsausschuss soll umfassend aufklären, ob ein Handeln oder Unterlassen der Brandenburger Sicherheits- und Justizbehörden, einschließlich der Vertrauenspersonen (V-Personen), der verdeckten Ermittler und der sonstigen menschlichen Quellen, der Landesregierung unter Einschluss der politischen Leitungen der zuständigen Ministerien und der ihrer Fach-, Rechts- und Dienstaufsicht unterliegenden Behörden (= betroffene staatliche Stellen des Landes Brandenburg), auch im Zusammenwirken mit Bundesbehörden (z.B. BfV, BKA, BND, MAD) und Behörden anderer Länder, die Bildung und die Taten der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) sowie deren Unterstützer (= rechtsextreme Organisationen und Personen sowie Strukturen der rechtsradikal motivierten Kriminalität) begünstigt und/oder die Aufklärung und Verfolgung der von der Terrorgruppe begangenen Straftaten erschwert haben. Es soll ebenfalls ermittelt werden, ob alle rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten zur Aufklärung und Verhinderung von Straftaten durch Brandenburger Sicherheits- und Justizbehörden ausgeschöpft wurden.
—–
Das ist der Wortlaut des ersten Aufklärungsanspruchs. Das verstehe, wer will, ich will es nicht.

Hier haben wir es allerdings mit einer klaren Ansage zur Nichtaufklärung zu tun.

– soll umfassend aufklären, ob ein Handeln oder Unterlassen der Brandenburger … auch im Zusammenwirken mit Bundesbehörden (z.B. BfV, BKA, BND, MAD) und Behörden anderer Länder … die Bildung und die Taten der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ sowie deren Unterstützer (= rechtsextreme Organisationen und Personen sowie Strukturen der rechtsradikal motivierten Kriminalität) begünstigt und/oder die Aufklärung und Verfolgung der von der Terrorgruppe begangenen Straftaten erschwert haben.

Damit klären die gar nichts auf. Erstens, denn bevor sie das Handeln der Brandenburger bewerten können müssen zwingend kriminalpolizeilich ermittelt, beweisträchtig angeklagt und gerichtlich geurteilt sein:

a) ob jemand überhaupt diesen NSU gegründet hat oder ein Phantasiegebilde des GBA ist,
b) welche Taten dieser NSU begangen hat
c) und warum ausschließlich Rechtsentreme und nicht die Schutz- und Sicherheitsorgane, als auch die Antifa als Unterstützer benannt werden, die ja mit der Geständnis-DVD und möglicherweise der NSU-CD (Corelli) einen erklecklichen Teil zur Legendenbildung beigetragen haben.

Strunzdumme Politker eben.

Da kommt nichts rüber. Ich habe auch nie was anders behauptet, weil ich weiß, daß es im Landtag Brandenburg auch starke Bemühungen gibt, die Aufklärungsbemühungen durch Nichtaufklärung zu torpedieren.

Wir werden mit weiteren Märchen zugemüllt. Das ist der einzige Auftrag. Exakt das geht aus dem ersten Blatt hervor.
—–
IV. Arbeitsweise

Zur Aufklärung des Untersuchungsgegenstandes sind neben den zwingend
einzubeziehenden Beweismitteln auch die Berichte der bereits abgeschlosse-nen und laufenden Untersuchungsausschüsse zum „NSU“ im Bund und in an-deren Bundesländern, weitere Berichte im Kontext des „NSU“, z.B. der Schäfer-Kommission in Thüringen sowie ggf. Erkenntnisse aus dem Münchener NSU-Prozess einzubeziehen.
—–
Da die kritische Auseinandersetzung und faktenbasierte Analyse seitens des AK NSU und vieler anderer Blogger in der Arbeitsweise außen vorbleibt, die Mosers, Funkes und Schorlaus bis jetzt auch, aber das wird sich ändern, wollen sie unter sich bleiben. Es ist schlichtweg politischer Gruppensex im Darkroom, den die da betreiben werden. Die wollen unter sich bleiben.

Alles klar?

Wie „NSU-Aufklärer“ beim Erfurter Abschlepp-Pappdrachen die Leine halten

Was hat denn die bundesdeutsche Medienlandschaft über die Menzelsche Zeugenvernehmung in Erfurt berichtet?

Nichts. Nur dass er aussagen würde.

DPA hat diese Sphäronbilder, 360 Grad-Aufnahmen, die in den 2014 geleakten Womo-Akten drin sind. Und vermeldete dazu, die Originale habe der Ausschuss jetzt bekommen:

spheron

Die Sache ist so unendlich trivial:

Wenn man in Stregda eine brauchbare Dokumentation des Zustandes im Womo machte, Fotos, Video, 3 D, dann konnte man die Leichenfuhre auch abschleppen.

Genau dieses „Abschleppen“ wurde jedoch von Ausschuss, „Aufklärern“ und Medien endlos zum Skandal aufgeblasen, um darunter alles Wichtige zu verstecken.

Ein Armutszeugnis der TA:

NSU- Ausschuss: Einsatzleiter verteidigt seine Maßnahmen
28.04.2016 – 12:35 Uhr
Erfurt. Der Leiter des Polizeieinsatzes beim Auffliegen der Terrorzelle NSU hat seine umstrittenen Entscheidungen vom 4. November 2011 in Eisenach verteidigt.

menzel

„Für mich sind diese Maßnahmen alternativlos“, sagte der Polizist am Donnerstag vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages in Erfurt. Sie seien auch „der Garant“ dafür gewesen, dass ein mutmaßlicher Unterstützer des NSU zwölf Stunden später festgenommen worden sei.

Aus Sicht des Beamten war es auch richtig, das ausgebrannte Wohnmobil, in dem damals die Leichen der mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gefunden worden waren, schnell abzuschleppen. Andere Zeugen hatten verschiedene Entscheidung des Mannes vor dem Ausschuss des Landtages teils scharf kritisiert.

ZGT / 28.04.16 / TA

Mehr war da nicht zu berichten? Nur diese Pappdrachen-Gedönsgeschichte vom Abschleppen?

DIE WELT kündigte eine sehr interessante Aussage an:

welt

Pappdrachen-Gedöns Abschleppskandälchen… wo ist der Bericht, dass PD Menzel seine Gerichtsaussage änderte, was die zuerst gefundene Pistole aus Heilbronn angeht? Dass er Axel Mögelin von der Soko Parkplatz gegen Abend Blödsinn (vorher nicht, jetzt aber schon, ganz neu!) erzählte, Kiesewetters Dienstwaffe sei gefunden worden, wo es doch ganz neu die Dienstwaffe vom Arnold war? Wo es doch laut KHK’in Knobloch lediglich Heilbronner Munition war?

Wo sind die INPOL-Abfragen aus Gotha vom 4.11.2011? Die enthalten die Wahrheit! WAS wann abgefragt wurde!

„Huhu, kommt doch Morgen mal her, wir haben Micheles Dienstwaffe!“, und dann war es jetzt plötzlich Martins, während Michelles noch weitere Stunden auf dem Tisch herumlag, insgesamt 10 Stunden bis zur Identifizierung gegen Mitternacht?

Was für ein Schwachsinn… aber der einzige Ausweg für die Sicherheitsbehörden, das Dienstwaffenbingo einigermassen konkludent zu entwirren. Menzel musste den Fehler gemacht haben, und er gestand…

bt3

NSU-Ausschuss: Ex-Polizeichef Michael Menzel verändert Aussage zur Kiesewetter-Schusswaffe

.

Andreas Förster hat etwas mehr:

Das obligatorische Pappdrachengedöns!

frMenzel, damals Chef der zuständigen Polizeidirektion in Gotha, war eine halbe Stunde nach dem Feuer im Wohnmobil in Eisenach eingetroffen. Vor Ort traf er – teils gegen den Widerstand anderer Beamter – eine Reihe von Entscheidungen, die sich letztlich nachteilig auf die weiteren Ermittlungen auswirkten: So ließ Menzel das Fahrzeug mitsamt den darin befindlichen Leichen und Waffen in eine nahegelegene Garagenhalle abschleppen, obwohl dabei die Spurenlage im Wohnmobil erheblich verändert wurde. Er zog zudem die von der Feuerwehr im Inneren des Fahrzeugs gefertigten Fotos ein, die erst jetzt, Jahre später, wieder aufgetaucht sind. Auch ließ er den Außenbereich um das Fahrzeug nach dem Abschleppen reinigen, ohne dass dort nach weiteren Spuren gesucht wurde.

Ob alle Fotos aufgetaucht sind, das sollte man stark anzweifeln.

Die unglaublichsten Aussagen von Ex-Polizeidirektor Menzel vor dem thüringer NSU-Ausschuss

Nochmal: Wenn man vorher brauchbar dokumentiert, kann man auch abschleppen. Was soll denn da das Problem sein? Das Problem heisst nicht Abschleppen, das Problem heisst VORHER dokumentieren. Kindergarten einfach… und Menzel behauptet, er habe exakt das angeordnet: 3 D Aufnahmen VOR dem Abtransport.

Mehrwert vom Förster:

Wenig überzeugend fiel auch seine Begründung dafür aus, warum er schon recht früh am 4. November 2011 die Existenz eines dritten Täters ausschloss, der etwas mit dem Tod von Mundlos und Böhnhardt zu tun haben könnte. Zwar hatten die als erstes am Tatort eingetroffenen Streifenbeamten keine flüchtende Person gesehen – einige Anwohner dagegen schon.

Auch gab es gut eine Stunde nach dem Fund der Leichen einen Anruf bei der Polizei, wonach in der Nähe von Eisenach eine auffällige Person an der Autobahn versuche, Autos anzuhalten. Dennoch schloss Menzel vor Ort weitere Suchmaßnahmen aus.

Der georgische Fernfahrer, dessen Beobachtungsort man verlegte… an die A 71, weg von der A 4, trotz BKA-Überprüfung und Hinweis, die Verlegung passe nicht… A 4 Eisenach sei richtig.

Dabei legt ein jetzt aufgetauchter brisanter Vermerk in den Thüringer Polizeiakten die Vermutung nahe, dass möglicherweise doch eine dritte Person zumindest an dem von Mundlos und Böhnhardt am Morgen des 4. November 2011 begangenen Bankraub beteiligt gewesen sein könnte. So ist im Arbeitsprotokoll der von Menzel geführten SoKo „Capron“ unter dem 5. November der Hinweis eines Polizeispitzels vermerkt. Diese V-Person hatte von einem Bekannten berichtet, der kurz zuvor bei einem „Thomas“ in Eisenach zu Besuch gewesen war. Dort habe er eine schwarze Maske und eine Waffe gesehen. „Thomas“ habe gesagt, er wolle eine Bank überfallen.

Auf die Frage, ob er diesem Hinweis seinerzeit nachgegangen sei, zuckte Menzel nur mit den Schultern. Daran habe er keine Erinnerung mehr, sagte er.

Nichts zu berichten für die ehemals gute Thüringer Allgemeine? Spiegel, Welt & Co haben auch keinen Bedarf?

Grandiose Vertuschung der Leitmedien, wieder einmal in Erfurt. Wird zum Regelfall.

Kein Russ in den Lungen, kein CO im Herzblut, Berliner Selbstmordsehnsucht

Merkwürdige Szenen müssen sich Gestern in Berlin im NSU-Ausschuss abgespielt haben, als Dr. Halder vom LKA Stuttgart vernommen wurde, der am 5.11.2011 das Womo in Eisenach besichtigte und dann zum „Hilfsbrandermittler“ gemacht wurde. Wochen später fertigte er ein „Brandgutachten“, Stückwerk ohne forensische Überprüfungen, keine Benzinschnüffelhunde eingesetzt, keine Laborbeprobungen auf Brandbeschleuniger, gar nichts.

Gestern in Berlin wurde aus Dr. Halder auch gleich noch ein Hilfs-Gerichtsmediziner gemacht, wie Sigi Mayr berichtet.

Zunächst ging es um eine Gasexplosion im Womo, ein fiktionales Element in Wolfgang Schorlaus NSU-Krimi „Die schützende Hand“, das sich im Wesentlichen darauf stützt, dass die Drehregler am Gasherd auf Fotos nicht auf „aus“ standen. Nun gut… ist ja auch nur ein Roman…

Der aber als Verschwörungstheorie widerlegt werden sollte?

Sieht so aus:

So weit so bekannt. Dann ging es los. Binningers Parteifreundin Sylvia Jörrißen entwickelte aus heiterem Himmel den gespenstischen Ehrgeiz, das Phantom der Verschwörungstheorie von einer wie auch immer gearteten großen Gasexplosion im Wohnmobil zu bekämpfen. Es hatte schon so etwas in der Luft gelegen; ein lemurenartiges Arschloch der staatlichen Antifa war im Fahrstuhl nicht darum herumgekommen, unmittelbar neben mir in penetranter Lautstärke von der Widerlegung einschlägiger Verschwörungstheorien zu faseln. Die Untergebenen des Halbaffen mussten drauf Händchen falten und Köpfchen senken.

In drängender Unruhe und ohne erkennbare sachliche Motivation bombardierte Jörrißen den Zeugen mit absurden Fragen, wobei immer das Phantom einer zu widerlegenden Gasexplosion im Raum stand. Halder, überrumpelt von diesem Wahnsinn, wusste nicht recht, was er antworten sollte. Den Höhepunkt dieses Exzesses bildete eine hitzige Diskussion über die Frage, ob der legendäre schwarzsilberne Revolver auf der Spüle im Herunterfallen (!) die Knöpfe des Gasherds „gedrückt“ haben könnte. Kollegen griffen dann ein und modifizierten den Irrsinn in die Richtung der Fragestellung, ob ein Revolver schwer genug sei, die Herdknöpfe „gedrückt“ zu halten, auf dass eine solche Gasexplosion zustande kommen hätte können.

Halder schüttelte nur den Kopf und meinte, so etwas habe man nicht untersucht. Allerdings begann der schlaue und ängstliche Zeuge im Folgenden, sich sichtlich noch doofer zu stellen. In manchen Momenten wirkte der weißbärtige Rentner nach dieser ersten Irrsinsprobe wie ein Kinderarzt, der irgend einen „beruhigenden“ Scheiß von sich geben will. So meinte er, „irgendwer“ habe in der Halle mal den Gasherd aufgedreht und es habe wie auch immer „geblubbert“. Man wusste buchstäblich nicht mehr, was man sich dazu denken sollte.

Leute Leute, es gab keine Gasexplosion im Womo, es gab gar keine Explosion im Womo; WENN es eine Gasexplosion gab, dann in Zwickau. Da flogen die Aussenwände aus 36er Mauerwerk weg… HÄTTE es eine Gasexplosion (oder eine Benzindampfexplosion) im Womo gegeben, so wären Fenster, Tür und Dach weggeflogen.

Haben die alle Physik und Chemie nach der 10. Klasse abgewählt?

Ja, ganz bestimmt:

Nachdem Jörrißen ihre Lehre 1989 erfolgreich zur Bankkauffrau absolviert hatte, arbeitete sie bis zum Jahr 1993 im Überregionalen Förderkreis der Deutschen Bank in Hamm und Osnabrück. Anbei machte sie ab 1991 ein nebenberufliches Studium an der Bankakademie Dortmund und beendete dies im Jahr 1992 mit dem Abschluss Bankfachwirtin

Sachverstand ist da leider nicht vorhanden…

.

Der hilfsgerichtsmedizinische Teil ist noch grotesker:

Langsam aber sicher begann die Sitzung surreale Züge anzunehmen. Die anwesende Antifa wurde zornig, weil Halder so im Ungewissen blieb und sich zunehmend in Widersprüche verstrickte. Als die Rußlungenlüge (natürlich ohne diese Einordnung) zur Sprache kam, stieg die Körperspannung der linksradikalen Staatsschützer. Offener Hass, leises Zischen schlugen dem Zeugen entgegen.

In dieser Lage wurde Halder von Binninger gefragt, ob es möglich sei, nach Ausbruch des Brandes im Wohnmobil noch so lange ohne Ruß in den Atemwegen zu agieren, dass die bekannten Vorgänge der angeblichen Selbstauslöschung des „NSU“ stattfinden hätten können. Halder antwortete darauf zunächst beschwichtigend „Ich glaube, dass die Geschichte so stimmt“. Genauso gut hätte er sagen können, ich will nicht, dass ihr mich teert und federt.

Der nicht vorhandene Russ ist nur der eine Teil der Beweisführung, der andere, viel wichtigere Teil der Forensik ist das nicht erhöhte Kohlenmonoxid im Herzblut.

peters2

Selbst ein am Boden rumkriechender Mundlos hätte dieses CO eingeatmet, und man hätte bei der Autopsie erhöhte Werte gefunden.

Hat man aber nicht…

Die Abwesenheit von Sachverstand äusserte sich dann Gestern wie folgt:

Vor aller Augen wurstelte sich Halder durch eine unglaubwürdige Apologie der offiziellen Version der Ereignisse. Mit jeder Bemerkung und mit jeder Einschätzung, die er dazu abgab, wurde diese offizielle Version aber unglaubwürdiger. So merkte er an, dass man durchaus kurze Zeit lebend im Wohnmobil noch agieren habe können, vor allem in Bodennähe. Die Frage nach Ruß in der Lunge sparte Halder absichtlich aus. Komisch die Vorstellung, Mundlos hätte in Bodennähe Schüsse abgeben und so seine Aktionsfähigkeit und lungenseitige Rußlosigkeit erhalten können.

Binninger, zunehmend unsicher, versuchte den Zeugen auf einen Zeitraum festzulegen, innerhalb dessen Mundlos lungenrußfrei hätte bleiben können. Die Antifa im Saal kochte, biss sich auf die Lippen; Halder wollte sich nicht festlegen. Schließlich schlug Binninger vor, einige Minuten hätte das doch der Fall sein können. Halder, wieder nur vom Überleben und von der Aktionsfähigkeit sprechend, nicht vom Lungenruß, brachte aber die Dimension von Sekunden ins Spiel, um darauf im Frageton von Minuten zu reden. Minuten, Sekunden, die Antifa entlud ihren Hass in schallendem Gelächter, wie in einem Volkstheater.

Wieder schritt Binninger ein, Mihalic fraß eine Vollkornschnitte. „Was jetzt, Sekunden oder Minuten?“, und Halder druckste weiter rum. Plötzlich war der schneidende Zwischenruf einer klischeehaften Lesbe zu hören: „Minuten!“ Als hätte sie ihm zurufen wollen, du Dummkopf, was willst du eigentlich, sag endlich das, was wir brauchen.

Binninger als Vorsitzender reagierte gar nicht auf diese skandalöse Störung der parlamentarischen Ordnung, diese böswillige Einschüchterung des Zeugen. Ich habe in diesem Moment auch jede menschliche Achtung vor diesem schlaksigen Leisetreter, dieser fleischgewordenen Duckmäuserei von einem provinziellen Emporkömmling, verloren. Nach diesem Zwischenruf, der natürlich keine Folgen für die Störer hatte, war im Grunde jede weitere Befragung sinnlos.

Halder meinte noch, man müsste schon am Boden kriechen, um Lungenruß zu vermeiden, und Binninger wechselte das Thema. Schläfrig meinte Petra Pau, der Vorsitzende habe ihre Fragen vorweggenommen (der Klassiker). Auf eine läppische Nachfrage der Linken dann noch eine knallige Bemerkung Halders: Der Brand sei nicht rekonstruiert worden, man könne doch um Gottes Willen wegen so einer Sache (der NSU-Affäre) nicht noch einmal ein Wohnmobil anzünden. Und Brandbeschleuniger habe man nicht gesucht, das sei unnötig gewesen. Schließlich habe es „keinen Sinn gemacht einen Kanister im Wohnmobil auszukippen“, fügte der schlaue Schwabe hinterlistig hinzu.

Man hatte damit zu tun, die 2 Kilo Hirn mit oder ohne weitere Munitionsteile zu entsorgen, die Aussagen dazu in Erfurt sind bekannt.

Dieser NSU Ausschuss wird gar nichts aufklären. Ebenso wenig wie der in Erfurt.

Erfurt… gutes Stichwort:

bt3

Siehe auch:

NSU-Ausschuss: Ex-Polizeichef Michael Menzel verändert Aussage zur Kiesewetter-Schusswaffe

Die Schwaben rückten an wegen einer Waffe Kiesewetter, die gefunden worden sei, den Anruf erhielten sie gegen Abend. War -neueste Variante- ein Fehlinfo von PD Menzel an KOR Mögelin von der Soko Parkplatz.

Das Dienstwaffenbingo geht weiter…

Im Schutt habe er die Mordwaffe Kiesewetter gleich richtig zugeordnet, wenn auch nicht „sicher“

Aufregende Zeiten damals für Manfred Nordgauer vom LKA Stuttgart in der Frühlingsstrasse 26 beim Schutthaufensieben im November 2011. Bericht von Sigi Mayr aus Berlin.

Zuerst die Zeitungsartikel:

Gut einstudiert, aber schlecht vorgetragen auch seine Erlebnisse mit der Ceska. Im Gegensatz zu Halder, der schmunzelnd vorgab, vom NSU zuerst aus der Presse gehört zu haben, erzählte Nordgauer die Geschichte, er habe am 8.11. abends Unterlagen aus dem Besitz der Verdächtigen gesehen, die Unterlagen wären in einer Beziehung zu den Ceska-Morden zu sehen gewesen. Ein Konvolut von Zeitungsartikeln sei das gewesen, da habe er schon ein merkwürdiges Gefühl gehabt.

Dann die Ceska:

Als er dann an der „Stahltafel“ stand und von einem Kollegen die Ceska präsentiert bekommen habe, sei er gleich mit diesem Kollegen und der Waffe in den bereit stehenden VW-Bus der Spurensicherung gestiegen. Sofort habe er das Kaliber der Waffe und den Schalldämpfer gesehen, da sei es ihm wie Schuppen von den Augen gefallen: „Jetzt haben wir auch die Waffe.“ Für ihn sei der Fall in diesem Moment klar gewesen.

Fotos? Braucht doch keiner!

Was mit den Waffen später passiert sei, wisse er nicht, die Dienstwaffen aus dem Wohnmobil habe er nie gesehen.

Und dann noch das:

Im Schutt habe er die Mordwaffe Kiesewetter gleich richtig  zugeordnet, wenn auch nicht „sicher“.

Guter Mann, dieser Nordgauer!

.

Problem: Kiesewetter wurde mit der Pistole Radom VIS 9 mm erschossen, und diese Mordwaffe wurde schon Tage vor Nordgauers Ankunft in Zwickau gefunden, nämlich am 5.11.2011 als 1. Waffe überhaupt, und das in der Wohnung.

Die zu erwartende Nachfrage blieb aus, Gestern in Berlin. Tokarev, Radom, egal. Märchen so oder so?

Florian Heiligs Handy und Laptop auslesen war zu heiss? Geheimnisverrat wegen Kinderpornos

Warum ermittelt die Staatsanwaltschaft Heilbronn wegen Geheimnisverrat gegen Unbekannt?

26.4.2016:

Zwischenablage17

Was sind heikle, private Daten?

Kinder- und Tierpornos:

bild

Auf dem Gerät, das in seinem Elternhaus beschlagnahmt wurde, entdeckte ein Sachverständiger nach BILD-Informationen eindeutiges Material: Riesige Dateien mit Kinder- und Tierporno-Bildern.

Jetzt hat sich deshalb die Staatsanwaltschaft Heilbronn eingeschaltet, bat den NSU-Ausschuss in einem Schreiben (liegt BILD vor) um Zusendung des Computers zum „Zweck der Überprüfung des Tatverdachts und zur Auswertung“.

Brisant: im Fokus steht jetzt ausgerechnet H.s Familie selbst. Nach einer statistischen Auswertung könnte sich demnach ein Verdacht gegen gleich mehrere Familienmitglieder ergeben haben.

Zuletzt gab es im Ausschuss Ärger, weil die Familie nicht, wie eigentlich vereinbart, weitere technische Geräte, wie Florians Laptop sowie einen Camcorder zur Auswertung übergeben hatte. Wo sich diese mittlerweile befinden, ist unklar.

Die Staatsanwaltschaft Heilbronn wollte sich gegenüber BILD zu den Ermittlungen nicht äußern.

Und jetzt ermitteln sie gegen Unbekannt wegen Geheimnisverrat… es geht wohl um das Schreiben der STA an den NSU-Ausschuss.

6 Monate vorher, Anfang März 2015, sagte der Vater im NSU-Ausschuss aus, diesen PC gäbe es noch:

flo1

Auf der Suche nach Handy, SIM, Laptop etc. hatte man eine Hausdurchsuchung bei Heiligs veranstaltet, und offenbar dann den alten PC aus Florians Zimmer mitgenommen, der vorher nie interessiert hatte.

Die Gegenstände aus dem Autowrack waren jedoch beim Herrn Professor… Hajo Funke:

flo2

Und dann war das Zeug irgendwann „weg“.

War zu heiss?

flo3

Was bitte war so heiss, dass „Hajo Funke und RA Narin bzw. deren Spezialisten „es nicht machen wollten“?

Wichtige Details:

  • laut Aussage Funke gab es keine SIM in dem Handy
  • laut Aussage Vater und Schwester war dieses Handy samt der SIM von den Leuten (Rechten) gekommen, für die Florian „Aufträge erledigen musste“.

flo4

Ein Bewegungsprofil des Handys wurde nie erstellt.

flo5

Welche „Rechten“ waren mit Florian auch in Spanien, Leute, die die Familie von Bildern kannte, und später in den Medien wiedererkannte?

Ausermittelt ist da gar nichts, und die „heissen“ Geräte sind weg. Mitsamt der Fotos, der Anrufprotokolle, der Whats up-Nachrichten?

Gab Funke das Florian-Handy über „Gewährsleute“ an die Sicherheitsbehörden?

Wer genug Zeit und Neugier hat, der soll sich Funkes Aussage anhören: um die 80 Minuten.

Anfang 2014 bekam Funke von Familie Heilig 4 elektr. Geräte, die im Juli 2015 immer noch nicht ausgewertet sind, und 2 davon, nämlich das „Handy ohne SIM-Karte“ und eine externe Festplatte, sind verschwunden?

Ohne SIM? Auf einmal? Und dann ganz verschwunden?

Das hat mehr als nur ein Geschmäckle…

500 DM versus 2.500 DM – Kaufpreis durchwinken fällt „Wolles“ Anwälten auf die Füsse

Was haben wir gelacht! Der BR schreibt vom neuesten „Coup“  des Anwaltsteams Wohlleben:

500

Warum haben wir gelacht?

Na weil seit 2012 höchstrichterlich feststeht, nämlich vom BGH, dass der Verkäufer Andreas Schultz 2.500 DM bekommen hat. Ankauf 2.000 DM, Verkauf 2.500 DM.

b8918-bgh-1

Der BGH schreibt: Beschuldigter (Wohlleben) gab Carsten Schultze 2.500 DM.

HEUTE schreibt der BR, die 500 DM Kaufpreis der Pistole habe Wohlleben aus wirtschaftlicher Not gar nicht aufbringen können… so argumentieren die Anwälte… (500 DM sind nach heutiger Kaufkraft ca. 500 Euro. Eher nicht besonders viel Geld)

Wie lächerlich ist das denn bitte?

Wer hat die himmelschreienden Widersprüche zum Ceska-Kauf  nicht angesprochen, sondern im Gegenteil dafür gesorgt, dass Verkäufer Andreas Schultz überhaupt nicht vor Gericht aussagte?

Das war die Verteidigung Wohlleben. Am 13.11.2013. Im Detail hier nachlesbar:

Als RA Klemke seinen Mandanten Wohlleben ans Messer lieferte

Statt die Widersprüche, die himmelschreienden damals zu nutzen, als es nötig und geboten war, hat man sie allesamt durchgewunken. Und kommt 2016 mit solch einem Scheiss, 500 DM habe Wohlleben gar nie aufbringen können?

Wo es doch um (laut Verkäufer, festgeklopft bereits 2012 vom BGH)  um 2.500 DM gehen soll?

Was für supi Anwälte… Tino Brandt als neuer, glaubwürdiger Zeuge, der jetzt aussagen soll, er habe Carsten Schultze die 500/2.500 DM gegeben? Wo noch nicht einmal der Kaufpreis geklärt ist?

Verraten und verkauft…

Angeblicher Ceska-Käufer bezeichnet sich als Strohmann

Man kann ziemlich sicher davon ausgehen, das die Ceska-Beschaffungsgeschichte nicht stimmt, wie sie uns von BKA und BAW erzählt wird.

Das hatten wir zuletzt vor knapp einer Woche nochmals dargestellt, dass an diesem Waffenbuch so gut wie gar nichts stimmt:

Neues zum Waffenbuch des „Ceska-VerKäufers“ aus der Schweiz

Dort sind „Fantasiekäufer“ eingetragen, argumentiert die Verteidigung Wohllebens, sie hätten dafür Zeugen, angebliche Käufer, die gar keine Kunden dort waren. Ganz konkret auf der Seite mit den Ceskas 034671 und 034678, Letztere angeblich W04 aus dem Zwickauer Schutthaufen.

Gestern konnte man zum angeblichen Käufer dieser 2 Pistolen, Anton Peter Germann, sehr Interessantes bei der Antifa-Nebenklage lesen:

strohmannWarum sieht sich Germann als Strohmann, also als vorgeschobenen Käufer, der er nicht war?

Das dürfte daran liegen, dass seine Waffenerwerbskarte vorgelegt wurde, als ein Dritter diese 2 Waffen im Laden kaufte. Das BKA meint bekanntlich, die 2 Waffen seien per Nachnahme versendet worden. Völlig falsch.

„Händler im Graubereich“, diese Aussage von KHK Jung (BKA, EG Ceska) in Berlin damals scheint also richtig gewesen zu sein.

Es gab einen illegalen Handel mit Waffenerwerbskarten in der Schweiz.

Oktober 2014:

Der graue Handel mit Waffen in der Schweiz

Diesen etwas kryptischen Blogbeitrag haben Sie hoffentlich gelesen?

DIE DÖNERMORDE OHNE UWES, ABER MIT WISSEN DES STAATES, LAUERN BEREITS AM HORIZONT

Wenn nicht: Erst lesen, dann hier weiterlesen!

_________________________________________

Der Beitrag endete mit:

Und im Hintergrund wartet “Ceska-Müller” aus der Schweiz:

Des Weiteren wurde ein Nebenklägervertreter als Zeuge gehört. Er war von Hans-Ulrich Müller, der laut Anklage die Mordwaffe Ceska nach Thüringen gebracht hatte, am Rande der Vernehmung Müllers und seines Bekannten in der Schweiz angesprochen worden.Müller hatte dabei behauptet, die Waffe sei von dem Schweizer Waffenhändler an einen anderen Mann aus Jena verkauft worden, der gute Kontakte zur Neonazi-Szene gehabt habe. Müller meinte, er könne das auch beweisen, weigerte sich aber, dies gegenüber den Behörden zu tun, solange ihm keine Straffreiheit zugesichert werde.

http://www.nsu-nebenklage.de/blog/2014/10/22/22-09-2014-2/

Das hätte was, nicht wahr?

Wer soll denn dieser V-Mann aus Jena sein? Ist das ein V-Mann der Polizei, oder ist das ein V-Mann des TLfV?

Böhnhardt-Clique soll schon 1992 Waffen gehabt haben

Der Zeuge sagte, er habe damals im Haus eines der Cliquenmitglieder „zwei oder drei“ Revolver oder Pistolen gesehen. Über die Herkunft der Waffen habe er nichts gewusst. Er erinnere sich allerdings daran, dass es in der Szene in Jena einen Mann mit dem Spitznamen „Papst“ gegeben habe. Er wisse noch, dass „der Papst“ zwei Rottweiler und einen kahlgeschorenen, tätowierten Schädel gehabt habe. Er sei dafür bekannt gewesen, dass man bei ihm „alles“ bekommen könne.

Kandidaten gäbe es da so einige… den „Papst“, die Rotlicht-Zwillinge, und Hans-Ulrich Müller verscheuerte diesem Ceska-Käufer aus Jena die Waffenerwerbskarte des Germann? Samt Kopie des Germann-Ausweises zur Legitimation im Laden?

Dafür will er zugesicherte Straffreiheit, bevor er den Namen nennt?

Wer Zugang zu Waffen hat, der rennt nicht ins Madley… Kronzeuge Carsten Schultzes Erzählungen wackelten dann ebenfalls gewaltig. Der Verkäufer im Madley, Andreas Schultz, hatte seine Aussage um 180 Grad gedreht, sie „wunschgemäss geändert“, und wurde vom GBA mit Straffreiheit belohnt: Das BKA durfte nicht gegen Schultz ermitteln wegen Beihilfe zu 9 Morden.

.

Man muss sich die Frage stellen, warum BKA und BAW auf diesen Deal nicht eingegangen sind. Wenn Müller Recht hat, dann hat er es ermöglicht, dass ein angeblicher, ihm bekannter „V-Mann aus Jena“ mit einer illegal gehandelten Strohmann-Germann-Waffenerwerbskarte im Laden Schläfli&Zbinden „die“ Ceska 83 SD kaufen konnte, die angeblich identisch ist mit der W04-Schutthaufen-Ceska 83 SD aus Zwickau.

Interessante Variante, die die offizielle Mär vom Ceska-Versand und der Ceska-Stafette bis zu den Uwes vollends lächerlich machen würde. Schrott ist sie sowieso, nicht beweisbar, und 4 von 6 Beteiligten streiten alles ab.

Ob die W04 aus Zwickau eine Schweizer Ceska ist, das ist die eigentlich wichtigere Frage. Dieses BKA-Desaster steht erst noch bevor. Ebenso wie die Enttarnung der BKA Junk Science von der immergleichen Waffe bei 9 Dönermorden.

Die nächste V-Mann-Pleite in NRW mit Ansage

Seit 3 Jahren angesagt, die gestrige Pleite, der Beitrag von damals (vor Prozessbeginn) ist dieser:

Stadler sagte schon damals, er kenne keine Uwes, alles Blödsinn, und als man ihn dann Gestern polizeilich vorführen liess in den Ausschuss, da sagte er Dasselbe.

nrw-stadlerTweets von Gestern

Was ist denn aus den CZ-Waffen geworden, die Stadler 2006 in der Szene angeboten haben soll, jedenfalls laut V-Mann Heidi?

Herr Thomas Moser?

heidi

War auch nichts?

War S. mit Mundlos in Dortmund?

Bundesweit bekannt geworden ist Toni S. 2013. Ein ehemaliger Spitzel der Dortmunder Polizei hatte ausgesagt, dass er ihn 2006 nur wenige Tage vor dem Mord an Kubaşık zusammen mit Uwe Mundlos und einer Frau in Dortmund gesehen haben will. Der Spitzel war Taxifahrer und will mit Toni S. zusammen Mundlos und die Frau in Dortmund am Bahnhof abgeholt haben. Vor dem Ausschuss weist der ehemalige V-Mann diese Behauptung zurück. Auch das BKA habe das ja schon als unglaubwürdig eingestuft. „Wissen Sie, wenn das nicht so einen traurigen Hintergrund hätte, dann würde ich mich jetzt hier über so einen Mist schlapp lachen„, raunzt er vor dem Ausschuss. http://www1.wdr.de/archiv/nsu/v-mann-zwangsvorgefuehrt-100.html

.

V-Mann „Heidi“ war eine Luftnummer?

Stadler meinte nur, der sei stadtweit als Spinner bekannt. Also der perfekte Zeuge für diesen Ausschuss und für die Antifa generell.

Auf die Zeugin Vera von Achenbach, DKP-Journalistin, wartete man Gestern vergeblich. Dabei hätte ihre Aussage so gut zu der von „Heidi“ gepasst:

vera

Wird der Antifa-Ausschuss NRW sich diese supi Zeugin wirklich entgehen lassen?

Dem SWR-Bericht zufolge könnte es sich dabei allerdings eine bloße Verwechslung handeln: Demnach haben inzwischen BKA-Beamte den früheren Nachbarn der Zeugin vernommen. Er habe gesagt, dass er sich in jener Zeit die Haare rasiert hatte, so dass man ihn für einen Neonazi habe halten können. Und seine Frau sei selbst der Meinung, dass sie Beate Zschäpe ähnlich sehe.

Da geht noch was! Dranbleiben 😉

Die viel gefragten Schwaben geben Gastspiel in Berlin

Er war im Womo am 5.11.2011, wo er eine „Schwäbische Kehrwoche“ mitveranstaltete, und 2 Kilo Hirnmasse in blaue Säcke entsorgte. Mit Munitionsteilen oder ohne, niemand weiss das. Er wohl auch nicht.

Er war in Zwickau am Schuttwaffensieben, mit Overall samt Name drauf, die Sachsen meinten, KHK Koch war mit dabei, er selber sagte aus, er war mit KHK Rinderknecht dort. Ab 7.11., laut Einsatzbericht der Sachsen ab 8.11.2011.

Mal ist er KHM, mal KHK, aber das 4. Gastspiel im 4. NSU-Ausschuss gibt er als KOK Nordgauer:

bt-womo

Vor ihm ist der Stuttgarter Brandgutachter Dr. Halder dran, der ebenfalls schon umfassend in Erfurt befragt wurde, wie er denn zu der Ehre kam, ein Gutachten zum Fahrzeugbrand in Stregda zu erstellen. Als Profi konnte er das auf Zuruf, denn die Thüringer hatten keinen Fachmann dort, keinen Spürhund, Benzin etc suchte man nie, und dass der Berufsfeuerwehr-Einsatzleiter Frank Nennstiel aussagte, das Feuer sei eher am Herd ausgebrochen, dazu meinte Dr. Halder, es habe jemand auf der Sitzbank unbekanntes Material entzündet.

Eine Untersuchung, die ihren Namen verdient gab es sowieso nie, weder in Zwickau noch in Stregda. Mundlos bzw. Zschäpe waren es, Kriminalistik für Anspruchslose, gut genug allemal für die Bundesanwaltschaft… und den Schauprozess am OLG München.

Die Frau Kruse ist die BKA-Fachfrau für Wegfahrsperren und dort einprogrammierte Fahrzeugschlüssel.

Sie ist erstmalig vorgeladen, wohl wegen Dr. Hummerts Aussagen zum nicht ausgewerteten Steuergerät.

Und dazwischen der Star des Tages.

nordgauerNordgauer rechts im Bild.

Nordgauer hat im Laufe seiner Ausschuss-Gastspiele bislang nichts auszuhalten gehabt, und das wird sich auch Morgen in Berlin kaum ändern.

In Stuttgart musste er niemals erklären, warum noch Ende 2010 die Belt Keeper des Martin Arnold aus der DNA-Untersuchung herausgenommen wurden, weil es ihn niemand fragte.

3.5 Jahre vergessen… was für ein Sauladen.

Das LKA Stuttgart ermittelt bei Kollegenmord. Wie ermitteln die denn erst bei einem Nichtkollegenmord?

Was Nordgauer eigentlich in Eisenach und in Zwickau sollte, das weiss ebenfalls niemand, oder es sagt niemand. „Was mitbringen“ ist bekanntlich eine Verschwörungstheorie, ebenso wie die offizielle NSU-Saga eine Verschwörungstheorie ist. Beweise an den 27 Tatorten fehlen, und ob das NSU cover up der Bundesanwaltschaft halten wird ist fraglich. Noch hält es.

Locker blieb Nordgauer auch, wenn er mal ein Asservat anfasste und dann im DNA-Labor gefunden wurde. Sowas kommt vor. Kein Beinbruch.

Wollte man wirklich aufklären, müsste man hier anfangen:

Wie seit Langem bekannt wurden bei der DNA-Untersuchung des Geldes zwar keine Uwes, keine Sparkassen-Angestellten etc festgestellt, dafür aber ein Unbekannter, auf dem Beutegeld (Banderolen), angeblich tatortberechtigt, dessen DNA auch auf den Handschellen Kiesewetters in Zwickau gefunden wurde. Nachgemeldet als Angehöriger des LKA Sachsen.

DNA-Pärchen 1, das beide Tatorte verbindet, Zwickau und Eisenach,

Warum ist da die DNA einer unbekannten Person 33 auf Asservaten “Beutegeld”,
auf dem Geld aus Eisenach,
Bereich Innenraum Wohnmobil, 1.4.x, (Penny-Tüte unter der Spüle, BT 17),
und dann soll Person 33 = Person 24 sein,
die in Zwickau auch die Handschellen (Asservat 2.8.21)
der Heilbronner Polizistin Kiesewetter mit ihrer DNA beglückte ???

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/09/06/die-unbekannten-dna-spuren-in-zwickau-und-im-wohnmobil-teil-2

Es gibt noch ein DNA-Pärchen, dazu wurde Nordgauer LKA Stuttgart auch vor Kurzem im NSU-Ausschuss Ländle befragt:

Es geht diesmal um Manfred Nordgauer vom LKA Stuttgart. Der in Heilbronn bei den DNA-Analysen bzw. den Nichtanalysen eine Rolle spielt, und eben auch in Zwickau und in Eisenach.

Ist schon ein wenig her, das mit Eisenach und Zwickau:

Samstag, 2. August 2014

Seine DNA war auf dem Asservat 2.12.153.

2.12.153 weist DNA von U.M.1973 (Mundlos), M.N. (LKA Nordgauer) und einer weiteren Person auf. P40 taucht dort ebenfalls auf, aber auf anderen Asservaten.

Mitte Dezember 2011 war also nicht bekannt, dass Manfred Nordgauer am Tatort in Zwickau war, und eine “tatortberechtigte Person” war. Beim BKA nicht bekannt.

Er hinterliess seine DNA auf Papieren in der Wohnung, die zur Türspionkamera gehören.
Hat er sie wieder eingebaut, die Cameras, am 25.10.2011?
(am 24.10.2011 waren keine da… laut KHM Frank Lenks Fotobeweis)

http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/08/10/2-177-treffer-in-32-ordnern-zu-dakty-im-wohnmobil/

Da wird sich Morgen ganz bestimmt nichts Neues ergeben. Irgendwer hat nach dem 24.10.2011 die Überwachungscameras wieder angebaut in Zwickau, aber „Manne“ wird wohl kaum gestehen 😉

Es muss ja aber auch nicht er gewesen sein.

Was könnte man ihn noch fragen, was er nicht schon gesagt hat bei 3 Auftritten?

  • wie war das mit den Belt Keepern vom Martin Arnold? Wer wies an, die nicht auf Täterspuren zu untersuchen? Ende 2010, die hätte man doch schon 2007 untersuchen müssen…
  • war ein Labormitarbeiter aus Sachsen am 5.11.2011 im Womo Eisenach, an der Pennytüte mit dem Bankraub, dessen DNA auch auf Kiesewetters Handschellen gefunden wurde?
  • fungierte gar er selbst als Labormitarbeiter des LKA Sachsen?
  • mit wem war er in Sachsen ab 7.11.2011? Wo war KHK Koch, und wo war KHK Rinderknecht?
  • warum flog KHK Kindermann schon am Morgen des 5.11.2011 per Hubschrauber aus Stuttgart  in Zwickau ein? Ca. 8 Stunden vor dem Fund der ersten Waffen dort, und der Handschelle Kiesewetters?
  • war Kindermann alleine geflogen?

Glaubt irgend jemand, da komme was heraus?