Vierfach-Funkzellentreffer Keupstrasse-Zwickau-Eisenach-Laichingen?

Wenn es eine brauchbare Berichterstattung gaebe, muesste man nicht dauernd ergaenzen bzw. updaten.

Wieso faehrt ein kleiner kurdischer Blumenhaendler eigentlich selbst nach Holland, anstatt beim Grosshaendler zu kaufen, diese Frage ist schon deshalb unzulaessig, weil sie so berechtigt ist. Damals beim Simsek 2000 ebenso wie bei seinem Kollegen 2011.

#NSU Ländle findet V-Frau, kann jedoch weder Dönermord noch Polizistenmord klären?

Boeser Kommentar bei Heise:

Damals der Simsek, der hatte fast 10.000 DM in der Hosentasche. Sein Schwager sagte „Auftragsmord“, damals, ein Konkurrent sei der Schurke. Der Kurde 2011 fuehlte sich bedroht.

Zur Waffe kamen die Details dann in der 2. Runde: Ceska 9 mm. Offenbar nicht die aus Zwickau.

9 mm Ceska in Laichingen, Axel Minrath endlich auch bei der Antifa angekommen etc. pp.

Die Infos kamen von Radio RDL.

Heise hat jetzt die Details zu den Nichtermittlungen beim Mordfall von Heilbronn zu den Streifenwagen-Sichtungen im Angebot, die bei RDL arg schwach waren:

Etwas reisserischer Titel, aber seine Botschaft passt: Die Soko Parkplatz wollte und sollte den Polizistenmord nicht aufklaeren. Warum auch immer.

Mit falschen Einsatzbefehlen und blonden Polizisten befasst man sich sicher irgendwann in 10 Jahren mal…

Das Ende des Artikels behandelt den Funkzellentreffer, der eigentlich ein Dreifachtreffer ist. Ohne die Keupstrasse:

Die zweite, noch bemerkenswertere Spur fiel den Ermittlern erst im April 2012 auf: Es ist ein dreifacher Kreuztreffer, könnte man sagen. Einmal: Ein Bekannter des Mordopfers Mühittin L. stand zugleich mit einem Verwandten des Mordopfers Simsek in Kontakt. Am 1. Oktober 2011, drei Tage vor dem Mord, hielt sich dieser Bekannte zu einem Familientreffen in Laichingen auf. Zweitens: Am 12. Oktober 2011 erhielt der Mann einen Anruf von einer Person, die sich in der Funkzelle Frühlingstraße in Zwickau aufhielt. Dort, wo das NSU-Trio eine Wohnung hatte. Diese Telefonnummer wiederum war, drittens, beim Nagelbombenanschlag in der kölner Keupstraße am 9. Juni 2004 festgestellt worden.

Herrlich ignorant: Es gab keine Triowohnung in Zwickau im Oktober 2011. 

Die Telefonnummer hatte der Zeuge nicht parat. Sie soll dem Ausschuss nachgeliefert werden.

Aus den Ermittlungen zur Nagelbombe in der kölner Keupstraße gibt es eine offene, ziemlich rätselhafte Handy-Spur. Wenige Minuten nach der Explosion gegen 16 Uhr am 9. Juni 2004 war in der Straße ein Handy mit einer 0174er-Nummer eingeloggt. Der Inhaber ist unbekannt. Nach dem Auffliegen des NSU stießen die Ermittler darauf, dass dieselbe Nummer zwischen dem 11. September und dem 24. Oktober 2011 insgesamt achtmal in der Funkzelle registriert wurde, zu der die Frühlingsstraße in Zwickau gehörte.

Da haetten wir noch eine Verschwoerungstheorie, passend zum Ali Demir: 2 unbekannte Pistolentraeger sah er angeblich nach der Explosion.

Der Stephan Kahl hat einen eigenen Abschnitt im Abschlussbericht des NSU-Ausschusses NRW, ab Seite 379. Die 2 Namen sind dort abgekuerzt: LfV Mann Marburg und verdeckter Ermittler Liersch gibt es nur bei Twitter.

Ob man dem Ali Demir die Fotos dieser 2 Beamten schon vorgelegt hat?

Wahrscheinlich nicht, denn Ali Demirs Polizisten gibt es wohl ebenso wenig wie es die von ihm behaupteten abwesenden Polizisten in den ersten 20 Minuten nach der Bombenexplosion gab.

Seite 397 kann helfen:

Das ist der Arif S., der gerade sein Plaedoyer hielt:

„Solange die wahren Täter nicht gefasst sind, werden meine Ängste weiterbestehen.“

Eine blosse Show, von vorne bis hinten. 

Den Anderen findet man auf Seite 400:

Alles Bloedsinn, es geht diesen Leuten (motiviert durch ihre linksversifften Anwaelte?) nicht um Aufklaerung, sondern um Nutzung des NSU gegen die Deutschen und gegen den Staat.

Moser weiter:

Danach war die Nummer zum Beispiel am 1. November 2011 in Eisenach am Nordplatz sowie in der Straße An der Leite eingeloggt. Am Nordplatz wurde am 4. November 2011 eine Sparkasse überfallen. Die Tat wird Böhnhardt und Mundlos zugeschrieben. Die beiden wurden im Laufe jenes Tages tot in einem Wohnmobil aufgefunden, das im Stadtteil Eisenach-Stregda stand, unmittelbar neben der Straße An der Leite.

Wer die 2 Bankräuber waren ist ebenfalls noch unklar. Langes Haar… als Stichwort. Raucher. Einer war eher klein…

Als Anschlussinhaber ermittelte das Bundeskriminalamt (BKA) einen gewissen Mike K. aus Treuen in der Nähe von Zwickau. Der soll aber, so das BKA, erst seit Oktober 2009 Inhaber der 0174er-Nummer sein. Er könne also nicht derjenige gewesen sein, der am 9. Juni 2004 in der Keupstraße telefonierte. Wer die Nummer vor ihm besaß, habe nicht mehr nachvollzogen werden können.

Deshalb ist es eigentlich kein Keupstrassentreffer. Alle Klarheiten beseitigt? Aus Treuen kam das Womo.

Doch nun die unfassbare Pointe: Weil die zuständige BKA-Kommissarin nur den Auftrag hatte, dem Anschlag in der Keupstraße nachzugehen, wurde nicht überprüft, was es mit der möglichen Anwesenheit von Mike K. im Herbst 2011 in Zwickau und Eisenach auf sich hatte.

Da waere ja auch noch der Thomas aus der Friedenstrasse Eisenach, der mit der Sturmhaube und dem Gewehr, der eine Bank ueberfallen wollte (V-Mann Info).

Das Dickicht scheint unentwirrbar zu sein, und es wird immer dichter. Die schwedischen SIM Karten am 4.11.2011 in Eisenach und in Zwickau sind ebenso ungeklaert.

Es koennte sein, dass wir jetzt die wesentlichen Informationen aus der Laendle-NSU-Sitzung beisammen haben. Es kann jedoch auch immer noch Wichtiges fehlen.

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