PD Menzels Aussagen 2016 in Erfurt und in Berlin Teil 7

Es gab eine prompte Reaktion auf Teil 6.

Gab Thüringer Innenministerium dem Sächsischen einen Tipp, so dass Beate Zschäpe angerufen wurde?

Gegen 16:32 begann ein Anrufer, „dessen Handynummer auf das Landesinnenministerium in Dresden zugelassen ist“ (stern), Frau Zschäpe anzurufen. Laut der Behörden wäre es ein polizeiliches Diensthandy gewesen. Polizisten hätten Frau Zschäpe angerufen, die Nummer hätten sie vom Hausmeister bekommen. Bis heute ist unklar, welcher „Polizist“ um 16:32 den Anruf tätigte. Erst gegen 18:00 hätte es der Ermittler benützt, und:

Der Hausmeister dementierte, Zschäpes Nummer der Polizei gegeben zu haben, er hätte ihre Nummer gar nicht gehabt:

„Lutz Winkler gab an, nie die Mobilnummer von Beate Zschäpe gehabt zu haben, obwohl er laut Ermittlungsakten derjenige gewesen sein soll, der diese Nummer am Nachmittag des 4. November 2011 der Polizei gegeben hat.“ (Bundestag, „Aussage des Hausmeisters sorgt für Verwirrung“)

Der damalige Polizeichef von Gotha Michael Menzel teilte dem thüringer NSU-Ausschuss ein interessantes Detail mit. Er informierte einen Referatsleiter, heute Abteilungsleiter, im thüringer Innenministerium über den Ermittlungsstand: Robert Ryczko.

„Ich habe nämlich nachgelesen und festgestellt, dass ich am 04.11. um 16.28 Uhr den Herrn Ryczko wohl telefonisch informiert habe.“

Quelle: nsu-leaks

In seiner Zeugenaussage im thüringer Ausschuss erwähnte Herr Ryczko nicht diesen Anruf von Herrn Menzel, vorausgesetzt das Haskala-Protokoll enthält alle Aussagen.

Wo war Beate Zschäpe am 4.11.2011, sie will ab 2.11.2011 ganze 6 Tage auf der Flucht gewesen sein, bevor sie sich am 8.11.2011 in Jena stellte. Aussage Andre Poitschke 2013 vor Gericht, im NSU-Ausschuss Sachsen neulich verpennt…

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Das Fluchthandy „Zschäpes“ hatte sehr wahrscheinlich Susann Eminger. Alles Wesentliche um den 4.11.2011 herum gelöscht, so kamen die Eminger-Handys in Potsdam bei der Bundespolizei an. Das BKA schütze einen Informanten, meinte PD Meyer von der Bundespolizei. Bekam seiner Karriere weniger gut, die war dann schnell zu Ende.

Was soll man also von diesem Lehle-Artikel halten? Wenig, denn der geht immer noch davon aus, dass Zschäpe in Zwickau das Haus hochjagte… oder etwa nicht?

Siehe auch:

Welches war der “Skandal” in der Presse?

Sehen Sie, liebe Leser, da wurden Sie verarscht!
Es geht gar nicht um das Löschen irgendwelcher Sicherungskopien bei der Bundespolizei, nachdem die ausgelesenen Handydaten längst beim BKA waren.

Es geht darum, dass diese Daten gelöscht wurden, bevor die Handys zum Auslesen gingen, zum Schutz eines Informanten-Paares: Der Eheleute Eminger.

Das ist zwar schon fast 2 Jahre alt, könnte aber dem Verständnis nützlich sein.

WENN der Robert Ryzcko, Abteilungsleiter 4 aus dem Erfurter Ministerium, am 4.11.2011 kurz nach 16.28 Uhr in Sachsen angerufen hätte, wofür es keinen Beleg gibt, dann kann das eigentlich nichts mit Zschäpe zu tun gehabt haben, sondern mit den Leichen im Womo. Oder etwa nicht? Emingers wurden in der Frühlingsstrasse als Gaffer festgestellt, und man suchte Susann Dienelt, die man gegen 17 Uhr ortete, aber nicht fand. Jedoch am nächsten Abend auf dem ALDI-Parkplatz 3 Polenzstrassen-Nachbarn vorführte. War nicht Zschäpe.  Welche Susann Dienelt denn dann? Die „Schwester“  von Matthias Dienelt, die dort offiziell gemeldet war?

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Die wöchentlich erscheinde Werbe-Zeitung, Ausgabe  vom 2.11.2011 wurde im Zwickauer Briefkasten der „Trio-Wohnung“ gefunden, ein weiteres Indiz dafür, dass ab 2.11.2011 keine Zschäpe mehr dort war. Das passt exzellent zur tränenreichen Abschiedsszene bei Heike Kuhn in der Polenzstrasse am 1.11.2011.

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@Anmerkung hat das sehr gut zusammen gefasst:

Die Überlegung ist so simpel, daß Kompliziertdenker nie drauf kommen.

1. Das Trio war zum Ende hin eine sächsische Veranstaltung, wurde dort geführt, beobachtet und begleitet. Bis zum bitteren Ende. Zuerst jenem unter Tränen am 1.11., dann jenem mit Blut.

2. Die Sachsen werden von allen mit allem aus allem rausgehalten, konsequent und mit aller Gewalt. Von Anfang an bis heute.

3. V-Mann Dienelt bekam sofort einen V-Anwalt aus dem Dunstkreis von Meyer-Plath zur Verfügung gestellt und wird vom GBA geschützt. Meyer-Plath ist mittlerweile Oberschnüffler aller Sachsen. In dieser Funktion obliegt ihm nur eine Aufgabe, für die ein Geheimdienst nunmal prädestiniert ist. Er muß frühzeitig alle möglichen Lecks in den staatlichen Deinsten Sachsens entdecken und schließen, um ein Durchsickern der entscheidenden Informationen an die Öffentlichkeit zu verhindern.

4. Einer der Verantwortlichen für das Debakel, Merbitz (Leipzig), wurde zum Chef des OAZ ernannt, um ihm so mit dem Schild der moralischen Unangreifbarkeit zu wappnen. Wer engagiert gegen Rechts kämpft, der kann keinen Dreck an der Uniformjacke haben. Pustekuchen. Dem Merbitz war es damals scheißegal, daß seine Leute (Böhnhardt und Mundlos) über die Klinge gesprungen sind. War ein Kollateralschaden.

Ist ja fast ein ganzer Post geworden.

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Teil 7

menz025

Muss wohl einer von den 2 hier gewesen sein:

arn-cam

Man befrage besser KOK Mario Wötzel. So so. Also genau den Ermittler, der die Spurensuche im Arnstädter Womo verhinderte.

arnwötzelDas kann man sich schenken, den Wötzel zu befragen. Da kommen nur Märchen… wohl vorbereitete.

20 Jahre junge Bankräuber in Arnstadt, Spuren passen nicht zum NSU, alle Tatorte Uwe-Spuren-frei, und dann auch noch ein Mulatte dabei? Wie kam denn das Arnstädter Sparkassengeld (20er und 10er mit Banderole) ins Eisenacher Womo, und wann? Zusammen mit den 20.000 aus Stuttgart, und mit der Ersatzbeute Eisenach?

Ende Teil 7

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8 comments

  1. Es gibt aber auch zwei oder drei Zeugen, die aussagen, sie hätten Frau Zschäpe aus dem brennenden Haus gehen sehen; einer sagte sogar, sie hätte gerade telefoniert.
    Ja, das Phantombild zeigt sie nicht, aber es stammt höchstwahrscheinlich von einem anderen Zeugen.
    Es wäre interessant, diese unterschiedlichen Aussagen gegenüberzustellen, um zu sehen, ob sie miteinander in Einklang zu bringen sind. Davon gehe ich aus, so dass die Darstellung in meinem Artikel zu vertreten ist.

    Übrigens gibt es in Yozgat Cafe eine Zeugin, die ein „Klack, Klack“ hörte, also Schussgeräusche.

    1. Das Phantombild ist von Antje Herfurth. Sie und ihr Mann konnten Zschäpes Kleidung nicht beschreiben…
      Der komplette Ordner aller Aussagen ist geleakt.
      Nicht mitbekommen? Erst vor nem Monat oder so…

      Gesehen und erkannt hat nur Janice Martin, 17, roter Mantel stammt auch von ihr. NUR von ihr.

      Vertreten kann man Vieles, Sinn macht es jedoch im konkreten Fall kaum.

      1. Das heißt, dass alle diese Medienberichte falsch sind?

        „In der Mitte des „Veilchenwegs“, über die Trümmer steigend, die die Explosion auf die Straße geschleudert hat. Ein rotes oder grünes Handy habe sie in der Hand gehalten. „Ich hatte das Gefühl, sie wählt gerade eine Nummer.“ Ob die Feuerwehr schon alarmiert sei, fragte der 41 Jahre alte Schornsteinfeger. „Ja, die kommt schon!“, habe Zschäpe geantwortet.“ (schwarzwälder-bote)

        „Mindestens drei Menschen trafen Zschäpe am Brandort: Uwe H. und seine Frau Antje, außerdem die Passantin Nadin R. (…)

        Den Aussagen zufolge kam sie aus dem brennenden Haus gelaufen, in den Händen zwei Körbe mit ihren Katzen. Das hatte am Mittwoch Nadin R. aus Zwickau berichtet. Sie habe eine Frau getroffen und gerufen: „Hinter Ihnen brennt’s!“ Diese habe sich umgedreht und erschrocken. Dann habe sie die Katzenkörbe abgestellt und gesagt, sie müsse nach ihrer Großmutter schauen, die sei noch im Haus. Gleich danach sei sie verschwunden.“ (zeit)

          1. Ich fand in den geleakten Akten nicht die Zeugenaussagen der Nachbarn aus der Frühlingsstraße: http://file.arbeitskreis-n.su/nsu/Wohnungen/Bd4-2-1Ordner1KomplexWhgTRIOFruehlingsstr26-Zwickau.pdf
            Wo finde ich die? Teilweise sind Auszüge ja in Blogbeiträgen hier veröffentlicht.
            Von großen Interesse ist die Aussage von Antje Her., die das Phantombild erstellt hätte, welches nicht Frau Zschäpe ähnlich ist.
            Für mich sind die Aussagen von Antje und Uwe Her., sowie Janice Martin eigentlich klar: Sie sahen die Frau auf der Frühlingsstraße, die ihre Nachbarin war. Uwe Her. identifizierte Frau Zschäpe: „Oben drüber haben junge Leute gewohnt. Die waren mal zu dritt unterwegs, zwei Männer und die besagte Frau, Frau Zschäpe.“

            Rätselhaft bleibt das Phantombild, was den Aussagen widerspricht. Einerseits sagte Antje Her. aus, sie hätte die Frau mit den Katzenkörben gesehen, die dort gelebt hätte, aber andererseits legt ihr Phantombild nahe, dass es nicht Frau Zschäpe war!

            Deshalb würde ich mir gerne nochmal die Zeugenaussagen selber anschauen.

  2. dieser Ryczko wurde 16:28 Uhr angerufen und hat (vermutlich) das Handy 16:32 Uhr in Panik angerufen, seine Quelle bis dahin, egal ob diese Eminger oder die Zschäpe das Handy hatte. Er wusste genau wen er anrief. Bis dahin wusste ja niemand wer dort gewohnt hat, ausser die V-Frau-Führer !

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