Die Todesliste

Die Anmerkung stand ja auch mal auf einer Todesliste der Nazis und sollte ermordet werden. Er stand auch mal einem Fa gegenüber, der ihn umgehend ermordet hätte, als er sich auf dem Weg zu seinem Pflastersteindepot ertappt fühlte. Da aber die Polizei auch nur 20 Meter entfernt stand, fiel die Entscheidung leicht. In diesem Augenblick mußte der Blick des geistig zurückgebliebenen Mitbürgers als Todesdrohung ausreichen. Die Gefahr, von der Polizei windelweich geprügelt zu werden war dann doch zu groß.

Es folgen im Blog von Fatalist und des AK NSU die beiden Texte, die zeitnah zum 4.11.2011 in Zusammenhang mit dem Fund der Telefonliste entstanden sind, einmal die Kommentierung der Meldung zum Telefonbuch und dann eine schön erfundene Geschichte, die so oder auch ganz anders passiert sein kann. Das haben die Geschichten der Gebrüder Grimm, Münchhausens Lügenmärchen und Diemers gestammelte Erzählungen nunmal so an sich.

Oder wie es Anja Sturm ausdrückte: Den NSU hat es so nicht gegeben.

Zum Verständnis des zweiten Posts nur so viel. Das Parlament in Berlin ist das Abgeordnetenhaus und die zuständige Behörde der polizeiliche Staatsschutz. Das Ergebnis ist auch bekannt.

Zum wiederholten Male kommt der Vilmemacher Fromm daher und soll mir im steuergeldfinanzierten Verblödungsfunk des Staates etwas über Todeslisten der Nazis verklickern. Warum er zu erwähnen vergaß, daß ausgerechnet 10 Tote nicht auf dieser Liste verzeichnet sind, das kann nur der Propagandafilmer selbst erklären. Es wird schon seinen Grund haben. Warum aus einem Telefonbuch für Deutschland eine Todesliste wird, auch das bleibt sein Geheimnis.

Warum dieses Leichtgewicht der Goebbelsfürze sich dem Aktenstudium verweigert und lieber wie ein aufgescheuchtes Huhn in den Papieren rumstochert, das ist noch am leichtesten erklärt. Er brauchte das Geld, daß der Arbeiter und Bauer auf Grund einer gesetzlichen Zwangsabgabe (Steuer) an die Volksverblöder abführen muß.

Wenn sie jetzt mal schauen, wie wenig wir und auch die Ermittler über diese Zeit herausbekommen haben, losgelöst von den Straftaten, wissen wir eigentlich fast nichts. viereinhalb Tausend Tage etwa untergetaucht und wir wissen maximal über 100, 200 Tage Bescheid.

Man weiß nichts von den Uwes, wie Clemens Binninger einst kleinlaut konstatieren mußte. Man weiß ja nicht mal, wer in der FS 26 wohnte. Man weiß ebenfalls nicht, wem welche Asservate zuzuordnen sind. So einfach jedenfalls, wie es sich der berichterstattende Beamte des BKA machte, so einfach ist es wiederum nicht. Die Behauptung, Zschäpe hätte in der FS 26 gewohnt, ersetzt hier den kriminalistisch erbrachten Beweis. Der wurde bis einschließlich gestern Abend nicht erbracht.



Das einzige, was man sicher weiß, ist, daß beim BKA so ein ausgedrucktes Telefonbuch in Fragmenten zur kriminaltechnischen Untersuchung vorgelegt wurde. Das Ergebnis ist auch seit langem bekannt.

Anhaltspunkte für die Planung aktueller Straftaten sind nicht ersichtlich. Eine Verfahrensrelevanz ist nicht gegeben.

Nun kann man trefflich drüber spekulieren, warum der beste deutsche Detektiv aller Zeiten schon sehr frühzeitig das Telefonbuch aus dem Rennen nahm (siehe weiter unten). Einfache Antwort. Weil es bei Hausdurchsuchungen dutzendfach gefunden wurde und dem BKA auch aus anderen Zusammenhängen längst bekannt war. Komplizierte Antwort. Damit der Vilmemacher Fromm Geld aus der Verblödungssteuer abfassen kann.

Selbst eine kleine Gruppe für Die Linke tätiger Mitbürger ist inzwischen auf den Trichter gekommen.

Eine systematische Aktenauswertung lässt sich durch televisionsbasierte Verschwörungsthesen nicht ersetzen.

18.11.2011, 14:01 Uhr

Todesliste aus Telefonbuch kopiert?

zeit.de 18.11.2011 – 11:59 Uhr

Neue, umfangreiche Namensliste der Neonazis aufgetaucht

Dem BKA liegt offenbar ein weiterer Datenträger der mutmaßlichen Rechtsterroristen vor. Er soll annähernd 10.000 Namen von Politikern und Institutionen enthalten.

Da wollt ich gleich mal anfragen, ob die eventuell das Telefonbuch abgeschrieben haben und diese Abschrift nun als best-of-Edition häppchenweise an die Medien durchgereicht wird, damit die ihr Klopapier auch weiterhin bedrucken können.
—–
Uups, ich sehe gerade, das ist noch gar nicht erwiesen, daß es das Telefonbuch ist. Die Ermittler der Privatdetektei ppq sind noch am recherchieren. Dort heißt es hinter vorgehaltener Hand:

„vom schriftlich vorgefundenen Teil sei noch nicht sicher, ob es sich wirklich um ein Telefonbuch oder um einen Ausdruck der Internetseite Adressbibel.de handele.“
—–
noch ein update

BKA-Chef widerspricht Berichten über „Todesliste“

Es stimme zwar, dass eine Liste mit „über 10.000 Anschriften und Namen“ entdeckt wurde, sagte Ziercke. Das sei aber keine „Todesliste“.
––––––––––––––––––––––––––––––––
18.11.2011, 18:57 Uhr

Doku Deutschland: auf der Todesliste der Nazis

Deutschland schreibt seinen Nazi-Thriller.
Wir schreiben fleißig mit.

Zur sogenannten Todesliste sagte BKA-Präsident Ziercke, sie sei willkürlich zusammengestellt und ohne Substanz. (Quelle)

Klingling

Ja?

Herr Niemand*?

Ja.

Du stehst auf einer Todesliste der Nazis. Ich würde dir dringend empfehlen, etwas zu unternehmen. Die meinen das Ernst. Du solltest dich morgen mal an Wolfgang* wenden.

Klack.

Kopfkratz mit unruhiger Nacht.

Am nächsten Morgen in der S-Bahn war klar, daß es wohl wirklich ernst ist. Die lokalen Zeitungen berichteten ausführlich zum Sachverhalt, ohne Details zu nennen. Also die Ledertasche mit Brotbüchse und Apfel ins Büro verfrachtet und gen Geschäftsführung getrabt.

Was gibt es so früh?

Ich mach mal die Tür zu, ist eher privat. Ich habe gestern einen anonymen Anruf bekommen. Ich stehe angeblich auf einer Mordliste der Nazis. Mir wurde angeraten, mich um die Sache zu kümmern.

Schlecht, sehr schlecht. Hast du eine Ahnung warum?

Hatte ich bis dahin nicht, und so lautete dann auch die Antwort.

Gut, das scheint jetzt wichtiger als Arbeiten zu sein, kümmer dich drum und sag mir Bescheid.

Habe ich mich zum Wolfgang aufgemacht und nochmal meine Geschichte erzählt.

Der griff zum Telefonhörer. Du, hier sitzt einer, der auf der Liste stehen soll, kannst du mal kucken?

Nach kurzer Zeit die Bestätigung. Ja, du bist da drauf. Fahr mal ins Parlament, da gibt es jemanden, der kümmert sich um sowas. Die können dir möglicherweise auch genaueres sagen.

Ab ins Parlament zum Kümmerer.

Auch hier mußte ich meine Geschichte von dem anonymen Anruf ableiern. Einen Grund für meine Verewigung auf der Liste wußte ich immer noch nicht. Dann kam der Ratschlag. Wir kopieren dir die Liste, damit du was in den Händen hast, aber die Namen sind ein Tabu.

Das geht klar.

Am besten, du gehst zum Staatsschutz und erstattest Anzeige. Die müssen dann was unternehmen. Möglicherweise wissen die auch schon mehr. Wärst nicht der erste, der da mit der Liste aufschlägt. Hier haste die Telefonnummer. Laß dir einen Termin geben. Wenn es geht, heute noch.

Nichts lieber als das. Zurück zum Geschäftsführer und berichtet, was mir angeraten wurde.

Na dann mach dich auf den Weg. Was sitzt du denn noch hier rum?

Dort angerufen und gebeten worden, gleich mal vorbeizukommen.

Kurze Wartezeit, da sich die Staatspolizisten erst ihre wochenendlichen Freizeitvergnügen referieren mußten. Dann wurde ich ins Vernehmungszimmer geordert.

Ich möchte Anzeige gegen Unbekannt erstatten wegen…

Der Rest ging dann seinen sozialistischen Gang. Es dauerte nur ein Weilchen, weil die alles pingeligst genau wissen wollten, vor allem aber ihre Fertigkeiten mit dem Zehn-Finger-System in etwa meinen entsprachen. Am längsten dauerte also das Eintippen des Sachverhaltes in die PC-Tastatur.

Der offizielle Teil war erledigt.

Wat nu?

Wir kümmern uns um die Anzeige. Machen können wir nicht allzuviel. Ich würde ihnen sehr dringend raten, sofort ihre Telefonnummer zu ändern, sich aus allen Telefonverzeichnissen abzumelden und so schnell es geht die Wohnung zu wechseln. Und sich öffentlich arg zurückhalten. Mehr geht nicht.

Drei von den vier Ratschlägen habe ich beherzigt.

Ein halbes Jahr später Post. Staatsanwalt Jäger* teilt bezüglich der Anzeige mit, daß die Täter nicht ermittelt werden konnten, dafür der Urheber. Da es sich zum Zeitpunkt der Tat um einen Jugendlichen handelte, greift Jugendstrafrecht.

Dankeschön.

* Namen auf Beschluß der Antifa-Redaktion des Blogs geändert

2 comments

Schreibe einen Kommentar zu Iwan Iwanowitsch Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.