NSU: der Tag der Butterfische

NSU LEAKS @ArbeitskreisNSU 25. Juli 2016

Ein Mann ein Wort. Na dann mal Butter bei die Fische 😉

Bodo Ramelow @bodoramelow Antwort an @ArbeitskreisNSU

; bitte sehr!

Am 1. Oktober, so geht die Rede, sollen im Gebäude des Erfurter Land­tages Butterfische unters anwesende Volk verteilt werden, die das Ende aller Verschwörungstheorien zum NSU bedeuten, so bedeutsam wird sein, was Rote, Schlüpferrosane und Grünspanfarbene herausgefunden haben. Deren Kampf gegen Verschwörer und ihre Theorien interessiert uns nicht. Denn solange sie selber die fetteste aller Verschwörungstheorien durch jedes Kuhkaff jagen, steht es den Pseudoaufklärern nicht gut zu Gesicht, sich über andere Verschwörungstheoretiker lustig zu machen.

Stattdessen kommen wir heute mit einer neuen, so noch nicht gelesenen Verschwörungstheorie um die Ecke, die unter Garantie keinen Eingang mehr in den Abschlußbericht vom Parlamentarischen Untersuchungsaus­schuß finden wird.

Auf dem Trödelmarkt fanden wir ein altes Rasiermesser, dessen Gravur darauf schließen läßt, daß es einst einem Herrn Ockham gehörte. Nach kräftigem Traktak an einem Lederriemen war es wieder rattenscharf wie einst Lili Marleen.

Der Polizeibeamte Menzel wird im Abschlußbericht sein Fett wegbekom­men. Wofür, ist eigentlich uninteressant, da es die Mitglieder des Aus­schus­ses verabsäumten, ihm ein Verhör dritten Grades wie beim FBI üblich angedeihen zu lassen, also mit Lichtorgeln und süßlicher Musik, mit einem Betriebsausflug nach Sibirien zu drohen oder einfach nur den Lagefilm der Polizei mit ihm solange durchzugehen, bis er ihm aus den Ohren quellen täte.

Haben sie alles nicht gemacht, weil kuscheln mit Menzel wichtiger als Aufklärung war.

Na gut. Warum das so war, ist und bleiben wird, sei in eine schicke Verschwörungstheorie gegossen, die im sächsischen Staatsministerium für Staatssicherheit begann und in einem Blutbad endete.

Es war der Beschluß gefaßt worden, die konspirative Wohnung in der Frühlingsstraße 26 aufzugeben und die Puffmutter einer neuen Verwen­dung zuzuführen, die außerhalb des Sachsenlandes wahrzunehmen war und somit auch jenseits der Zuständigkeit der sächsichen Beamten.

Die Wohnung war eh nur noch selten belegt. Der Umbau der gesamten Haushäfte zu einem Safe House in einer strategisch günstigen Lage Westsachsens war eine Investition in die Zukunft. Mit einem völlig anderen Ergebnis, als damals geplant, aber immerhin, einem Ergebnis, das aus der Sicht des Jahres 2019 sogar weitaus besser war, als die blöde Spitzelführung in streng geheimen und gesicherten Wohnquartieren. Die Linke und Antifa wurde mit Geld für den Krampf gägen Rächts zuge­schis­sen, so daß sie keine Kapazitäten mehr für das Stalking der Schutz- und Sicherheitsorgane hatte. Geld macht satt und zufrieden. Ein schönes Ergebnis.

Die Scheinmietverträge wurden langfristig gekündigt und Baukapazitäten geordert, das alte Gemäuer auf Vordermann zu bringen. Zschäpe wohnte auch nur noch sporadisch dort, sollte sich schon mal am neuen Lebens­mittelpunkt einleben. Ab und zu tauchte sie noch auf. Ab und zu war sie weit weg. Die Uwes hatten dort eh nicht gewohnt. Der künftige Aufenthalt der freischaffenden Staatsdiener war in Thüringen geplant. Der neue Fürsorgebeauftragte ließ sich regelmäßig über den Stand des Umzugs informieren, bevor es wieder zur Sache gehen sollte.

Dann das böse Erwachen. Man hatte dem Polizeidirektor der Landes­po­li­zei­inspektion Gotha zwei Leichen vor’s Portal geworfen. Ausgerechnet die beiden Männer, für die man kurz vorher die Fürsorgeverantwortung über­geholfen bekam. Da war guter Rat teuer. Auch die Telefonhotline konnte nicht weiterhelfen. Er möge dass alles so gut es geht deckeln und ins Leere laufen lassen. Da kommt eh nix raus, da niemand weiß, was der Auftrag der Leichen war.

Also deckelte man, was das Zeug hielt, plünderte Asservatenkammer und Quartier der Leichen und verteilte die lukrativsten Funde freigiebig im Wohnmobil zu Stregda und der Schutthalde vor der Frühlingsstraße.

Nun versteht man auch, warum der 4.11. nebst Folgetagen genauso verlief, wie er verlief, abseits jedes kriminalpolizeilichen Standards der Verbrechensaufklärung. Man sollte von Anfang an kein Verbrechen, hier Doppelmord, aufklären, so wenig man am Nachweis daran interessiert war, daß Zschäpe nicht die Finger an der Lunte hatte.

So kam es, daß der zuständige Polizeidirektor für seine Verdienste um die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland, ja, unter dem macht man es nicht, befördert und ins ländliche Innenministerium versetzt wurde, um in einem gut geheizten Zimmer dem Verzehr seiner Pension entgegenzu­dämmern.

10 comments

  1. Bodo Ramelow ist doch Legastheniker – und Legasthenie ist eine hirnorganische Störung.
    Ist leider so, da können die Betroffenen ja nix dafür – was aber kann das Volk dafür wenn so einer Ministerpräsident wird. Gute Frage, aber wenn sich eben in dem Teil in der Ost Zone kein Schlauerer für den Job hat finden lassen, dann soll es wohl so sein.
    Interessant ist aber auch, dass in der ganzen Ost Zone die Behördenleiter immer Personal aus dem goldenen Westen sein muss. Das ist so, und man frage sich mal warum das so ist.
    Dann frage man sich, warum ab dem 04.11.2011 so viel Tatortmüll, wie Dienstwaffen und Handschellen, alte Tatwaffen und so weiter aus dem goldenen Westen in der Ost Zone in ein Wohnmobil und in eine Brandruine geschmissen worden sind.
    Jup, eben weil dort die alten Westler ihre neuen Seilschaften in den Ämtern hatten…
    Ist nur ein ganz kleines Puzzlesteinchen, das aber das Bild noch klarer macht…

    @Meistersinger – die haben auch aktuell solche High Tech Kochplatten dort. Es war doch früher schon so, was die West Verwandschaft nicht mehr gebraucht hat, dass fand im Osten beste Verwendung. Ist nicht böse gemeint. Ist leider die traurige Realität.

    1. Thüringens Aufbauhelfer kamen eher aus Hessen. BaWü (angebliche Dienstwaffen) und Bayern hatten sich Sachsen gegriffen. Aber wenn man unterstellt, daß der Impuls für den 4.11. aus Sachsen kam, stimmts wieder. Verbindungen in die alte Heimat spielten da vermutlich mit rein. Sehe ich auch so.

      1. Der Impuls war der Sachsensumpf?
        Und die schlauen Wessis haben ihren Müll schnell bei dem Ossis mit entsorgt, weil sie irgendwie mitbekommen haben, dass da ne kleine Sauerei läuft?

  2. Die Aufbauhelfer im frühen Nachwende-Thüringen kamen nicht nur aus Hessen. Thüringen war auch da schon „bunt“; viele Rheinland-Pfälzer, viele Schwaben, Hessen. Viele Seilschaften, viel Konkurrenz untereinander, aber die Alteingesessenen haben sie alle gemeinsam nicht an die Führungspositionen gelassen.

    1. Hast recht, Thüringen war bunter (aber ohne Dienstwaffen-Schwaben?):
      „Im Rahmen von Ost-West-Partnerschaften zur Verwaltungshilfe arbeiteten die folgenden Bundesländer zusammen: Brandenburg mit Nordrhein-Westfalen; Mecklenburg-Vorpommern mit Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen; Sachsen-Anhalt mit Niedersachsen; Sachsen mit Baden-Württemberg und Bayern; Thüringen mit Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. […] Bis 1995 hatte sich Thüringen mit Rheinland-Pfalz und Hessen die Kosten für die Verwaltungshilfe geteilt.“
      http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_image.cfm?image_id=3173&language=german

      1. Ich gebe gern zu, dass ich nicht weiß, ob Schwaben schon seit Anfang der Neunziger in Thüringen waren. Jetzt jedenfalls hört man mehr als wenig Schwäbisch. Ich weiß aber, dass es gerade bei der Polizei schon zeitig gute Kontakte zwischen beiden Ländern gab.
        Zudem ist ja immer noch nicht geklärt, über welche Kanäle Menzel damals die in Weimar geklauten Cranach-Bilder wiederholen konnte. Er muss Tipgeber gehabt haben. Vielleicht liegt da auch der Grund, warum er als Chef der PD Gotha am 4.11. den Hut aufhaben musste.

  3. Da mussten schon eine ganze Menge Leute mitspielen, was die Beweisorgien in Womo und Schutthaufen Frühlingsstrasse angeht, selbst die Ruine blieb nicht von Wanderhandschellen etc. verschont.

    Mich wundert das nach wie vor, wie prima da dichtgehalten wurde.

    1. Zeitgleich nach der „Wende“ ist neben den Aufbauhelfern aus der westdeutschen Politik, Polizei und Wirtschaft auch die italienische Mafia mit der Ndrangetha und diverser Aufbauhilfen in Thüringen und Sachsen eingetroffen.

      Bekanntermaßen gab es ja damals schon Beziehungen zwischen hochrangigen CDU Politikern aus Baden-Württemberg und hochrangigen Vertretern der Ndrangetha. Einer dieser hochrangigen CDU Politikern mit Ndrangheta Verbindungen ist ja dann EU Kommisar im Heimatland von Marc Dutroux geworden.

      Bekanntermaßen gibt es nicht nur die Verbindungen zwischen Politik, Polizei und Geheimdiensten, sondern auch eine Arbeitsteilung, ist zumindest für Italien, USA und Frankreich hinreichend dokumentiert.

      Der hochrangige „Mafia Pate'“ von Stuttgart, der gewisse Verbindungen zu hochrangigen Politikern in Baden-Württemberg hatte und wohl auch in Thüringen und Sachsen engagiert war , ist diese Woche in Italien verurteilt worden. Interessanter Artikel dazu“ SWR Aktuell Mario L. Der Mafia Boss aus Stuttgart „. Zur Ndrangheta in Thüringen und Sachsen kann man googeln.

      Vielleicht gab es eine Arbeitsteilung im Hinblick auf die Tötung der beiden Uwes, möglicherweise auch in Heilbronn im Hinblick auf Michelle , aus den USA, Italien oder Frankreich ist sowas jedenfalls zahlreich dokumentiert.

      Irgendwas war im Zusammenhang mit
      “ NSU Trio“ und Italienern, Beretta und Thüringen. Ob die Italiener, die seinerzeit Kontakt zum „NSU Trio“ gehabt haben sollen, Kalabresen und Mitglieder der Ndrangheta waren, ist wohl irgendwie öffentlich nicht bekannt?

      Mittlerweile hat sich ja auch die armenischen Mafia in Thüringen etabliert, kann man googeln.

      Katharina König P. ist während der Zeit ihres Krampfes gegen Rächts die Etablierung der italienischen und armenischen Mafia in Thüringen wahrscheinlich entgangen. Wäre für Kathie, ihrem Pfaffenvati und die Antifaweichbirnen auch zu raten, sich mit denen nicht anzulegen, in Kalabrien und Armenien haben sie eine Vorliebe für fettarschige deutsche Pastorentöchter.

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