NSU: Beate Zschäpe – Feuer und
Flamme

von Die Anmerkung
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Dr. Siegfried Mayr hat sich mit der Vorlesung von Fachanwalt Grasel „Zur pyromanischen Genese Beatchens“ befaßt und diesen in seinem Blog analysiert.

Zuerst war Zschäpe wohl die Flamme des Mundlos, später des Böhnhardt, oder wollte es werden. Am Schluß nur noch der Feuerteufel der Frühlingsstraße.

In der Vorlesung hieß es u.a. bezüglich des Jahres 1998:

Ich besorgte mir jedenfalls eine leere 0,7 Literflasche und füllte diese an der Tankstelle mit Benzin. Mit der Flasche unterm Arm bin ich zur Garage gelaufen, um mit Hilfe des Benzins das dort gelagerte Propagandamaterial zu verbrennen. Ganz in der Nähe der Garage sah ich mehrere Personen, die anscheinend ihr Auto reparierten.

Dieser Umstand hielt mich davon ab, das Benzin in der Garage auszuschütten und anzuzünden. Denn ich ging aus Erzählungen der beiden davon aus, dass sich eine Menge – wie viel genau wusste ich nicht – Schwarzpulver dort befindet und ich nicht abschätzen konnte, was wohl mit den in der Nähe befindlichen Personen passiert, wenn das Benzin brennt und mit dem Schwarzpulver in Berührung kommt. Das Schwarzpulver hatten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt Silvesterknallern entnommen. Erst in diesem Augenblick war mir der Gedanke gekommen, dass das Schwarzpulver und damit die Garage explodieren könnte.


S. 12 des Vorlesungsmanuskripts

Heute vermute ich, dass ich mich wohl selbst in die Luft gesprengt hätte, wenn ich das Benzin ausgeschüttet und angezündet hätte.

13 Jahre und etliche pyromanische Versuche später heißt es in der gleichen Vorlesung:


S. 40 des Vorlesungsmanuskripts

Ich nahm mein Feuerzeug, entzündete dies und hielt die Flamme an das Benzin, das sich auf dem Boden verbreitet hatte. Das Benzin fing sofort Feuer, und dieses schoss geradezu durch den gesamten Raum.

Zschäpe hatte sich 1998 völlig umsonst gesorgt, denn 5 Pfund unversehrtes Schwarzpulver hat sie bei der Sprengung der Wohnung in der Zwickauer Frühlingsstraße den Nachnutzern des BKA überlassen.

Es ist also exakt so gewesen, wie es Dr. Setzensack bei Gericht vorgeschlagen hatte.

Geil.

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16 comments

  1. der war gut, Feuerzeug an vorher in den Räumen ausgeschüttetes Benzin: „Dilettanti in flagranti“ daran sieht man doch wie das „Geständnis“ zusammengezimmert wurde. Ja das sollte nachgestellt werden, in 4 oder 5 Räumen nacheinander einen Kanister Benzin ausschütten und ein Feuerzeug dran halten. Fragen sie mal den Feuerwehrprofi ihre Vertrauens was er davon hält… ! Wer meldet sich freiwillig mit dem Feuerzeug?

  2. Heute: Malen nach Zahlen – Explosive Gemälde aus Benzinstrichmännchen

    Die Wohnung in Zwickau hatte 120 qm und eine Raumhöhe von 2,5 m. Drei Wände sind rausgesprengt, so dass im Minimalfall ein Rauminhalt, der 40 qm der Gesamtfläche überstreicht, eine explosives Benzin-Luft-Gemisch enthielt, also 100 m^3.
    Zum Erreichen der unteren Explosiongrenze von 0,6 Vol.-% müssen folglich 0,6 m^3 Benzindämpfe vorhanden sein oder auch 600 L.
    Bei üblichem Molvolumen von 22,4 L/mol ergibt sich eine Stoffmenge von 26,7 mol Benzin in der Luft. Für ein leichtes Benzin mit 80 g/mol sind das 2142 g Benzin oder bei einer Dichte von 0,775 g/L circa 2,976 L Benzin, die sich mit der Luft gemischt haben müssten.

    Oder anders: Von den 5 L Benzin in UBs Kanister aus dem Wandschrank hat BZ mindestens 3 L auf 40 qm so verspritzt, dass diese verdunstet sind und so eine explosionsfähige Atm bilden konnte.

    Ich könnte mir noch Mühe geben, die Zeit zu berechnen, um 3L voll zu verdunsten. Mit damaligen Wetterdaten und pipapo. Hoch geschätzt sind es um die 2 g/qm*min. Bei 40qm (gleichmäßig optimal verteilt) also um die 26 min. Das reicht locker um die Oma zu evakuieren und dem Portleroi & Kollegen beim Bäcker ’nen Kaffee und ein paar Kirschplunder zu spendieren.

    Diese Mühe lohnt aber nicht, weil BZ das Benzin und nicht seine Dämpfe will angezündet haben. Leider bin ich kein Jäger, um das Fell des Bären, der uns hier – von BZ und GBA – aufgebunden wird, abzuziehen. Das fachliche Bauch rebelliert allerdings ganz gehörig gegen die präsentierte Version.

      1. Das schlimme ist, dass kein Fachwissender gegen die Buchstabenverbieger der beschriebene Jäger sein kann. Die Sachunkundigen glauben einfach die Stories aus den Hollywoodfilmen. Das sind leicht manipulierbare, ahnungslos konditionierte Opfer.

        Als Chemieingenieur mit 20 Berufsjahren behaupte ich, die Bude in der Frühlingstraße ist mit 5 L Benzin, grob verteilt aus dem Kanister, nicht in der beschriebenen Form heiß zu renovieren. Ganz gewiss nicht mit Explosionsereignis.

        1. Deswegen bin ich ja der Meinung, dass es nicht so gewesen sein kann wie Frau Tschäpe das behauptet. Ich hatte 30 Jahre mit Brennstoffen/Benzin/Diesel zu tun und weiß genau was die machen wenn man ein Streichholz dran hält. Man müßte die „echten“ Handwerker die dort im Haus waren, befragen, aber die werden sicher nichts sagen..

          1. Diesel und ein Streichholz, da passiert exakt gar nichts. Kannst das Streichholz in den Diesel reintunken und das Feuer so löschen.
            Ansonsten empfehlen wir das Studium des Hundeführerberichts. Am 5.11.2011 war da nichts, was auch die Medien damals vermeldeten…

      2. Versuch: Mit o,7ltr Flasche an der -Tankstelle auflaufen. Zapfpistole rein, …oh, passt nich, nee, besser Tankwart rufen und einmal Volltanken bitte. Ein Tankwart der beobachtet wie eine Kundin versucht eine mitgebrachte Wasserflasche an der Zapfsäule mit Benzin zu füllen dürfte sich noch Jahre später an die Sauerei erinnern.

        1. Ihr kapiert aber auch gar nix!
          Ihr müsst ein Prepaid-Handy kaufen!
          Die kann man nicht orten.
          Weiß doch jeder. Wissen auch die Ghostwriter.
          Sein wir doch froh, dass die so blöd sind. Hätten die eine schlüssige Geschichte erfunden, wären wir jetzt baff.
          Ohne Chuzpe machen die´s aber nicht.

          1. Wir sind hier nicht in den USA!
            Hier werden Prepaid-Handys registriert. Wenn ich zu MM gehe und mir so ein Handy mit Simkarte kaufe, muss ich meinen Ausweis vorlegen; die haben dann alle meine Daten, sonst wird die Karte nicht freigeschalten.
            Ich hatte schon Millionen Simkarten und Handys.
            Alle Handys haben eine IMEI-Nummer, schon allein darüber kann man geortet werden.
            Deswegen kaufe ich mir nur noch vorregestrierte Simkarten beim Türken oder Araber. In München ist das nicht möglich, nur in Hochburgen.
            Und Simkarten, die man ohne Handy kaufen kann, muss man auch registrieren lassen (per Hotline oder Internet), sonst kann man damit gar nichts anfangen. Wer einen fremden Namen und eine fremde Adresse angibt, ist ein Krimineller.
            Könnte theoretisch auch unter Identitätsraub fallen.

  3. Die Tatsache, dass Beate Zschäpe eine Brandstiftung zugegeben hat, ist kaum verständlich. Jeder Verteidiger hätte doch darauf hingewiesen, dass 5 Liter Benzin nicht ausreichen, mehrere Wände herauszusprengen. Er hätte aufgezeigt, das das Phantombild der „Katzenfrau“ S. Eminger gleicht – und so weiter.
    Natürlich spricht viel dafür, dass sie bis jetzt nur Kontakt mit Staats-(Rechts)Anwälten hatte. Aber warum droht sie nicht damit, auszupacken – das würde die BRD in ihren Fundamenten erschüttern und lässt sich so als „Terror-Braut“ vorführen? Ich glaube auch nicht an die These, dass sie eine Tochter haben könnte. Aber irgend so etwas in dieser Dimension muss die Bundesanwaltschaft gegen sie in der Hand haben.

    1. Sie hat damit gedroht… schon 2011. Man überzeugte sie jedoch davon, zu schweigen, und dann „alles zu gestehen“.
      Es ist ein Deal. 2011 der Erste, und 2015 der Zweite.

    2. Die Deutschen glauben die Geschichten zum NSU und wünschen Zschäpe den Tod.
      Würde Z. die wahre Wahrheit sagen, würde kein Deutscher ihr glauben, dennoch wäre sie am Ende nicht mehr am Leben.
      Die Typen, die uns für Blöde verkaufen, haben gar nichts gegen Z. in der Hand, außer ihr mit Folter zu drohen. Dieses Land ist das korrupteste und perverseste der Welt.
      Es muss endlich ein Ende finden.

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