Terroranschlag auf Oktoberfest schlußgestrichen

Screenshot from BR (bearbeitet): Chaussy irrlichtert durch die virtuelle Oktoberfestwelt

anmerkung: da müssen wir ja am Sonntag „Terror­an­schlag auf Oktoberfest schlußgestrichen“ titeln, wenn der Chaussy das so investigativ ausgekundschaftet hat


Admin: sehr gute Idee! Schlage anmerkung als Autor vor…


Gut, dann behandeln wir heute das Thema Oktoberfest mit bunten Luftballons, Girlanden, Luftschlangen und Konfetti.

Eine moralische Vorbereitung des Milieus ist rechtlich nicht relevant.

Günher Beckstein, 2020

Huch, war das ein Schreck, als ich Google damit beauftragte, mir das Ergebnis für ein schlußgestrichenes Oktoberfest auszuwürfeln. Google wußte bis Mittwoch noch gar nichts von der Heldentat Chaussys. Dabei hätte ich am Mittwoch zum Frühstückskaffee noch einen bayerischen Klimbimmtrallalla-Orden darauf verwettet, daß das längst im Blog des AK verkündet worden war. War aber nicht. Nun ist es aber.

Das alles kam so.

Der Bayern hat gesagt… Kennt das noch jemand von früher, aus dem südlichen jetzigen Mitteldeutschland? Wenn es um den Wetterbericht ging, waren die Bayern über das lokale Wetter in Thrüringen und im Vogtland besser als der DDR-Rundfunk. Ergo hieß es dann immer, der Bayern hat gesagt und gemeint war Bayern 3 mit der präzisen Wettervor­hersage. Alles andere, was der Bayern gesagt hat, war ein Schmarrn.

Der Bayern hat auf dem Twitter gesagt, daß man nun in den Spurenakten des Terroranschlags auf das Oktoberfest herumantifan durfte und des­ter­wegen gleichmal einen neuen Film drehte. Das hat natürlich der Chaussy höchstselbst in die Hand genommen, denn in Bayern darf niemand außer er an das heißeste Eisen der jüngeren Kriminalgeschichte ran. Nicht mal der Intimfeind Hoffmann, der deswegen seine Dokumentarfilme selber dreht und ins Internet stellt. In den einschlägigen Fernsehkanälen war davon bisher nichts zu sehen.

Nach 45 Minuten verzweifelter Tätersuche weint Chaussy. Ihm schwitzt die Enttäuschung über die endgültige Einstellung aller Ermittlungen zum Terroranschlag aus jeder Pore.

„Das Oktoberfestattentat wird abgeschlossen sein.“ (Chaussy) Eben.

Vor 40 Jahren starben beim Anschlag auf das Münchner Oktoberfest 13 Menschen, unter ihnen der mutmaßliche Attentäter.

Der Generalbundesanwalt hat sich festgelegt, obwohl er keine Beweise für die kühne These vorlegte. Insofern ist es völlig korrekt, daß der Bayern immer noch von einem mutmaßlichen Attentäter schreibt. Er war sicher an der Tat irgendwie beteiligt. Aber wie, verfügte der GBA, das will und darf in der BRD niemand mehr herausfinden.

Zwar kommen die Beamten jetzt auch zu dem Schluss, dass die Tat des mutmaßlichen Einzeltäters Gundolf Köhler rechtsextremistisch motiviert war. Weitere Mittäter konnten jedoch nicht ermittelt werden.

Wie die Tat motoviert war, kann man nur dann treffsicher aussagen, wenn man die Täter dazu befragt hat. Insofern kann man auch ruhigen Gewis­sens schreiben, der Tatbeitrag Köhlers war esoterisch mit Einsprengseln tiefen Katholentums motiviert. Das stimmt exakt genauso wie die Ansage des Generalbundesanwaltes und seiner Ermittler, ist Grütze, ich weiß, aber das ist des GBA Information auch.

Das mit den weiteren Tätern, die nicht ermittelt werden konnten, ist ein Problem. Es sind genaugenommen zwei. Wenn es der Bayerischen Kriminalpolizei an Könnern mangelt, dann müssen sie aus anderen Bundesländern Importe ordern oder besser ausbilden. Wenn die Täter als solche nicht ermittelt werden durften, dann darf das auch so gesagt werden.

Die neue SoKo versagte völlig bei den Ermittlungen zur Rolle der Staatsschützer – nachrichtendienstliche Manipulation, Fehlinformationen und Intrigen, um die Spur nach Rechts zu vertuschen – da wo es weh tut, schauten die Ermittler nicht hin.

Das ist dreist gelogen. In mehrfacher Hinsicht. Die neue SoKo hat nicht versagt. Im Gegenteil. Sie hat genau das Ergebnis geliefert, das bestellt war, somit sehr gut funktioniert. Es gab keine Spur nach Rechts zu ver­tuschen, schon gar nicht im Jahr 2020. Wenn man auch nur ein Milli­onstel Nanomikrogramm an rechter Spur gefunden hätte, dann wäre das zu einem Monstrum noch weitaus schlimmer als der NSU aufgeblasen worden. Hat man aber nicht. Und so sitzt Karl-Heinz Hoffmann immer noch auf Schloß Ermreuth und erteilt den dort Schlange stehenden Reportern Lektionen in Gesprächsführung. Aus den von ihm veröffent­lichten Interviews kann man eine Menge lernen, wenn man nur will.

Die Dokumentation wird auch in diesem Fall auf bislang unveröffentlichten Informationen und exklusivem Material basieren. Dank der kontinuierlichen Hartnäckigkeit des Teams Chaussy / Harrich wird die neue Dokumentation „Ermittlungen? Eingestellt!“ auf die umfassendste Recherche und Expertise zurückgreifen können, die es zu diesen Themen gibt. Diese Kernkompetenz der Macher verspricht einen spannenden, aufwühlenden und – besonders heute – politisch-gesellschaftlich wichtigen Film.

Das ist Slapstick vom Feinsten. Chaussy ist so ziemlich das übelste Pro­pagandatool südlich des Thüringer Waldes, der sich einen Scheiß um Beweise, Spuren und Fakten kümmert. Nehmen wir nur seine Diskredi­tierung der Israel-Spur, die angeblich Hoffmann (Mossad) erfunden haben soll. München 1980 als Racheakt für München 1972 ist immer noch die beste aller kriminalpolizeilichen Hypothesen, solange keine Täter ermittelt sind. Sie steht zumindest gleichwertig neben der geistigen Diarrhö aus der Pressemitteilung des GBA.

Weil Chaussy es zum wiederholten Male bewußt unterschlägt, man hat nach dem Terroranschlag jeden Stein umgedreht, jeden Fitzel Bayerns danach abgesucht, inwieweit man dem Hoffmann und Reste seiner Wehr­sportgruppe die Täterschaft anhängen kann. Man hat alles unter­nommen und mußte bereits damals kapitulieren. Es gab keinen Link zwischen Oktoberfest und Hoffmann nebst alten Kameraden. Weil man das auch heute immer noch nicht kann, Hoffmann mußte ja auch in dieser Runde der Ermittlungen in den Quizveranstaltungen der Polizei ran und Lösun­gen vorschlagen, weil nach 40 Jahren Ermittlung immer noch nichts auf eine rechte Täterschaft hinweist, wird das Ermittlungsergebnis eben durch Chaussys Propaganda ersetzt. In einer funktionierenden Demo­kra­tie dürfte Chaussy nichtmal Amtsbote werden, das ist die berufliche Quali­fi­kation Seehofers. Weil es in der BRD keine funktionierende Demokratie gibt, gibt Chaussy außerhalb der offiziellen Sendezeit den Tatortkom­mis­sar, in einer Dürftigkeit, daß es sogar Karl Valentin die Sprache verschla­gen hätte.

Nieder mit dem Verstand – es lebe der Blödsinn.

Heike Kleffner @heikekleffner

In short: Innenministerium Seehofer erklären: Ja, es gab V-Leute, die vom Oktoberfestattentat und Attentäter-Netzwerk wussten. Und nein, wir klären nicht auf, sondern zeigen den Überlebenden und Parlament den Mittelfinger.

Der Terroranschlag auf das Oktoberfest ist schlußgestrichen und niemand soll fürderhin jemals seine fettigen Griffel in diese eitrige Wunde deut­scher Staatsräon reindrücken. So soll es sein. So wird es kommen.

Einen sehr guten Gesamtüberblick über die Ermittlungen und deren tagesaktuellen Stand liefert Dirk Pelster in der jungen Feigheit ab.

11 comments

  1. Der Zusammenhang Oktoberfestbombe mit der bevorstehenden Bundestagswahl ist offensichtlich, und es ging sehr wahrscheinlich darum einen Kanzler FJS zu verhindern. Sicherlich sollte der Anschlag der WSG Hoffmann untergeschoben werden, und der BND (der dem Kanzler Helmut Schmidt direkt unterstand) lenkte daher in persona Langemann mit voller Absicht die Journalisten hin zum „WSG-Anhänger“ Gundolf Köhler, den man entsprechend instrumentalisiert bzw. geopfert hatte.

    Warum aber war Helmut Schmidt der Kanzler, der um jeden Preis im Amt gehalten werden sollte? Warum wollte man keinesfalls einen Kanzler FJS?

    Nun, meine These dazu ist folgende: FJS wollte (wie schon Adenauer, in dessen Regierung er Atomminister war) ein souveränes Deutschland, atomar bewaffnet, und Schmidt war der verlässliche Vasall der USA, der strikt zum NATO Doppelbeschluss stand und US-amerikanischen Interessen treu diente.

    Wer den Anschlag letztlich durchgeführt hat ist demgegenüber zweitrangig, entscheidend ist wer ihn anordnete. Und da deutet alles, wirklich alles auf die USA.

    1. Bestand 1980 die Gefahr, daß die sozial-liberale Koalition nicht verlängert wird? Die Union jedenfalls bekam mehr Stimmen als die SPD; trotzdem wählte die FDP Schmidt zum Kanzler. D.h., wegen ein paar Prozentpunkten, die nichts am Ergebnis geändert hätten, befiehlt der Softie Carter einen Terroranschlag im Lieblingsbundesland der Amerikaner?

      1. Der angebliche Softie hat auch versucht in Teheran mittels Kommandoaktion die US-Geiseln aus der Botschaft zu befreien… und es ging imo explizit um FJS als Charakter, den man keinesfalls an die Macht lassen wollte.

        Oder meinst du, dass Helmut „Birne“ Kohl das Oktoberfestattentat ausführen liess?

        1. Helmut Schmidt ist übrigens bis zum Lebensende, jedesmal wenn er über Jimmy Carter gesprochen hat, regelmäßig kurz vor dem Kotzen gewesen.

          Mitarbeiter von Jimmy Carter haben mal berichtet, daß der Schmidt den Carter im Weißen Haus angebrüllt und niedergebrüllt haben soll. Carter hat in seinen Memoiren geschrieben, „bei seinem Auszug aus dem Weißen Haus sei er froh gewesen, Helmut Schmidt an Ronald Reagan weiterreichen zu können „.

          Schmidt hatte ein noch gespannteres Verhältnis zum Nationalen Sicherheitsberater von Carter, und der hieß Zbiginiew Brzezinski. Schmidt hat Brzezinski für einen polnischstämmigen Nationalisten und Chauvinisten gehalten,-was zutreffend war. Es waren Carter, Brzezinski und Thatcher die die die BRD 1980 gezwungen haben, wegen des Einsatzes der Roten Armee der UdSSR in Afghanistan Ende 1979 auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Moskau zu verzichten. Auch hier kann man erkennen, wie abhängig Schmidt von angloamerikanischen Kreisen war und wie willfährig er sich verhalten hat (verhalten musste?). Großbritannien hat mit seinen Sportlern dann übrigens doch bei den Spielen in Moskau teilgenommen, die Sportler der BRD mussten daheim bleiben (haben die dem Schmidt nie verziehen!)

          Admin hat im Hinblick auf Schmidt und seine Abhängigkeit von amerikanischen, besser angloamerikanischen Kreisen zutreffend formuliert.

          Helmut Schmidt hat ja immer seine Freundschaft zum ehemaligen französischen Präsidenten Valery Giscard d’Estaing betont „Mein Freund Valery“.
          Bei der Trauerfeier für Schmidt war Valery Giscard d’Estaing allerdings nicht in den ersten Reihen plaziert, reden durfte er auch nicht. Die Trauerrede hat Henry Kissinger gehalten, kann man auf YouTube abrufen.

          Die Trauerrede bei der Trauerfeier für Hans Dietrich Genscher, Vizekanzler und Außenminister unter Schmidt und Kohl, hat übrigens der ehemalige US Außenminister James Baker gehalten.

          Selbst beim Tod von Schmidt und Genscher ist also vor den Augen aller gewissermaßen demonstriert worden, wer Chef in Deutschland ist.

          US amerikanische oder angloamerikanische Kreise hätten Strauß mit vielerlei seiner pikanten Sauereien und finanziellen Unregelmäßigkeiten via Spiegel dekuvrieren und fertig machen können. Insoweit ist die These, daß die Planung Oktoberfest amerikanische Handschrift trägt, etwas weit hergeholt.

          Helmut Schmidt war trotz Wahlsieg 1980 eine lahme Ente, die Weichen waren schon längst Richtung Kohl und Regierung Kohl/Genscher gestellt. Der Nato Doppelbeschluss, der von Jimmy Carter unter Federführung von Brzezinski und dem „Council of forein Relations“ der BRD aufgezwungen wurde, hat Schmidt innerhalb der SPD total isoliert und ihm auch politisch das Genick gebrochen.

          Nicht uninteressanter Weise haben enge Weggefährtenvon Schmidt kurz nach dem Oktoberfest und dem Wahlsieg 1980 (im Nachhinein betrachtet) sich nahezu panikartig aus der Bundesregierung und aus der unmittelbaren Nähe von Schmidt zurückgezogen- Bundesjustizminister Vogel, Chef Kanzleramt etc. BKA Chef Herold hatte Probleme mit dem Kreislauf und konnte (wollte?) die Ermittlungen Oktoberfest nicht mehr leiten und ist dann einige Monate später ausgeschieden. Möglicherweise haben sich da einige Herrschaften noch rechtzeitig entfernt oder sich aus der Schusslinie genommen (wegen Oktoberfest?)?

          P.s.: Ein enger Weggefährte von Franz Josef Strauß war der Leo Wagner. Wagner war Mitbegründer der CSU, CSU Bundestagsabgeordneter und langjähriger Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU im Bundestag. Wagner ist aufgrund persönlicher und finanzieller „Unregelmäßigkeiten“ 1975 aus dem parlamentarischen und sonstigen Verkehr gezogen worden. Ein Strafverfahren, welches 1975 eingeleitet wurde, führte pikanterweise erst kurz vor dem Oktoberfest und den Wahlen 1980 mit dem CSU Kanzlerkandidaten Strauß zur Terminierung eines Gerichtstermins und zur Gerichtsverhandlung (mit späterer Verurteilung). Leo Wagner soll Verbindungen zum Ministerium für Staatssicherheit der DDR gehabt haben und von der DDR für seine Stimmabgabe im Bundestag auch bezahlt worden sein. Im letzten Jahr ist ein Film erschienen „Die Geheimnisse des schönen Leo“

          https://youtu.be/58L7tO6yev0

          Es lohnt sich auch im Zusammenhang mit dem Oktoberfest in die Abgründe der CSU Geschichte zu schauen und die Affäre Leo Wagner in Erinnerung zu rufen, die 1975 öffentlich wurde und möglicherweise nicht zufällig erst 1980 kurz vor der Bundestagswahl gerichtlich zur Hauptverhandlung terminiert wurde.

          Im Internet sind einige interessante Artikel SPIEGEL über Leo Wagner verfügbar.

          1. Wenn es irgendwelche Indizien gegeben hätte, daß das MfS an dem Blutbad beteiligt war, hätte es den Strauß-Milliardenkredit für die DDR ganz sicher nicht gegeben. Man könnte dann eher schon umgekehrt böse spekulieren, daß der Kredit Schweigegeld war.

          2. Ein Kredit ist kein Schweigegeld, nur Gespür für’s Geschäfte machen. Im besten Falle Zeichen guten Willens. Es sei denn, es gibt die Zusatzabsprache, daß das mit dem Kredit nicht so gemeint ist, also doch, schon, für die Zeitungen, aber zurückzahlen müßt ihr den nicht, wenn ihr nicht wollt, oder nicht könnt, oder überhaupt die Lage so ist.

            Richtig ist, es hätte ihn nicht gegeben, wenn auch nur der Fitzel eines Hauchs …

            Es hat ja einen Grund, warum die Stasiakten Verschlußssache sind und nur langweilige IM-Geschichten geleakt werden. War auch mal was im Blog, über den kleinsten Geheimdienst der BRD, die Aktenverweser von Gaucks Gnaden.

          3. Der Milliardenkredit könnte genauso gut eine erpresste Spende gewesen sein, eben weil die Stasi wusste, wer in der BRD-Machthierarchie sich seine Finger im Oktoberfestanschlag schmutzig gemacht hatte.

            Es werden nach wie vor endlich Wistleblower gebraucht, will man da jemals weiter kommen.

    2. Ulrich Chaussy jedenfalls hat durch den Oktoberfest Anschlag eine gewisse Karriere gemacht.

      Was wäre aus Ulrich Chaussy geworden, wenn es den Oktoberfest Anschlag nicht gegeben hätte?

    3. Interview mit dem letzten Innenminister der DDR, Peter Michael Diestel in der Berliner Zeitung

      30.9.2020
      „Peter Michael Diestel: Die Stasi war zu dieser Zeit der fähigste Geheimdienst“.

      Diestel wörtlich:

      „Das Wissen, das ein Bundespräsident für uns als IM Kardinal gearbeitet hat, das es von dem obzöne Bilder und Informationen über strafrechtlich relevante sexuelle Praktiken gab..“

      Da hat der Diestel am Vorabend des 30. Jahrestages des Untergangs der DDR eine große Bombe platzen lassen. Die Geschichte ist so noch nie erzählt worden.

      Gegenüber dem IM Kardinal waren Leo Wagner und Günter Guillaume wohl kleine Fische.

      Wer da jetzt spontan an Bruder Johannes denkt, denkt vermutlich richtig. Und wer im Hinblick auf die Formulierung „strafrechtlich relevante Praktiken“ an kleine Jungs denkt, dürfte ebenfalls richtig liegen…

      Das Interview ist ansonsten auch sehr lustig zu lesen…

      1. Was konnte denn die Stasi so gut?

        Die Stasi hat zum Beispiel in den 80er-Jahren alle Telefongespräche von wichtigen bundesdeutschen Politikern, Journalisten und Großindustriellen abgehört, ausgewertet, registriert. Hätte man alles an die Öffentlichkeit geben können, habe ich aber nicht gemacht.

        Warum nicht? Wäre das nicht die Gelegenheit gewesen, alles auf den Tisch zu legen, aus dem Osten und dem Westen?

        Das haben die Grünen und die Sozialdemokraten auch so gesehen. Aber das wäre Erpressung und Nötigung gewesen. Das Wissen, dass ein Bundespräsident für uns als IM Kardinal gearbeitet hat, dass es von dem obszöne Bilder und Informationen über strafrechtlich relevante sexuelle Praktiken gab. So was mache ich nicht. Ich bin kein Verräter. In meinen Büchern habe ich die Decknamen genannt, und die bundesdeutschen Nachrichtendienste wissen das alles.

        https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/peter-michael-diestel-jeder-helle-kopf-wurde-mit-stasi-vorwuerfen-plattgemacht-li.108168

        ***

        Genau das steht im nie veröffentlichten Buch von Ex ZDF-Journalisten Hariolf Reitmaier über Johannes Rau.

        Was für ein Abgrund… Bruder Johannes, der pädophile Bundespräsident? Wie eklig. Und alle Insider wussten das?

        1. Trotzdem (oder gerade deswegen?) haben die führenden Kader der BRD den dann Jahre nach der Vereinigung zum Bundespräsidenten wählen lassen.

          Jetzt wissen wir auch, warum Bruder Johannes, seinerzeit noch als Ministerpräsident von NRW beim Anschlag von Solingen so leicht steuerbar war (sich so leicht hat steuern lassen?)

          Wir wissen jetzt auch, warum Bruder Johannes als Bundespräsident beim Kinderersäufnis von Sebnitz eine so herausragende Rolle bei der der falschen Berichterstattung eingenommenhat (einnehmen musste?)

          Jetzt fragen wir uns nur noch, welchen Schmutz die führenden Kader der BRD, die sich am 22.11.2011 wenige Tage nach dem Tod der beiden Uwes zum Obersten Gerichtsherrn in Deutschland proklamiert haben und in einer Resolution in beispieloser Weise vorverurteilt haben, für Dreck am Stecken haben und mit welchen pikanten und unappetitlichen Details sie unter Druck zu setzen waren und weiterhin unter Druck zu setzen sind. Der Sachsensumpf dürfte bei einigen Herrschaften in Politik,
          Justiz und Sicherheitsbehörden jedenfalls probates Mittel, gewesen sein, sie steuerbar zu machen und steuerbar zu halten (das ist jetzt gesichert!)

          Warum die führenden Kader der BRD in Politik, Justiz und Sicherheitsbehörden im Fall Anus Amri so leicht in die falsche Richtung zu steuern sind, fragen wir uns nicht mehr, -wir haben kapiert!

          Der Diestel hat also am Vorabend des 30. Jahrestages des Untergangs der DDR eine große Bombe platzen lassen, einfach so nebenbei und der Journalist der Berliner Zeitung hat das einfach zufälligerweise nicht bemerkt und deswegen auch nicht nachgefragt, wie der IM Kardinal mit Klarnamen heißt.

          Mal sehen, was die Qualitätsmedien aus dieser Nachricht machen. Man kann jetzt schon darauf wetten, daß das von denen als FakeNews einsortiert wird, immerhin ist der jetzige Verleger der Berliner Zeitung ein ehemaliger IM des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.
          Wenn man gestern Abend gegoogelt hat „IM KARDINAL STASI“, dann gab es lediglich wenige Einträge, die hatten allerdings nichts mit einem IM zu tun, sondern mit der Beobachtung von Kardinal Ratzinger durch die Stasi. Demnächst also mal wieder nachschauen zum Stichwort IM KARDINAL STASI

          Der SPIEGEL hat witzigerweise dem Bruder Johannes noch während seiner Amtszeit in einem Artikel bescheinigt „An Rau hatte die Stasi keine Freude“
          4.10.2003. War aber wohl ein bezahlter Persilschein oder Auftragsarbeit von Gesinnungsbrüdern.

          Wer die Memoiren von Helmut Kohl gelesen hat, dem ist bekannt, daß der Kohl sehr detailreich andere Politiker und Weggefährten beschrieben hat. Den Bruder Johannes hat er allerdings nur kurz und knapp abgehandelt. Die kurze Abhandlung hat zu tun mit Ekel und Abscheu, ohne allerdings Detailwissen zu offenbaren oder die Wörter Ekel und Abscheu zu benutzen.

          Ach ja, es gibt da noch einen anderen Johannes und der heißt mit Nachnamen Kahrs. Kann jemand sachdienliche Hinweise geben, warum dieser außerordentlich talentierte, begabte und innerhalb seiner Partei so durchsetzungsfähige Sozialdemokrat und Aspirant auf eine führende Position in der Bundesregierung sich heimlich still leise und geräuschlos aus dem Bundestag und der Politik zurückgezogen hat und warum man von diesem lautstarken Politiker jetzt nicht einmal mehr einen Pieps hört?

          P.s.:
          Selbstverständlich denken gut informierte Bundesbürger im Zusammenhang mit dem Interview mit Diestel sofort und spontan an den Bruder Johannes. Was ist, wenn aber ein anderer Bundespräsident gemeint ist, und zwar einer, der zur DDR Zeit noch amtiert hat. Also, in Betracht kommen dann eigentlich nur Heinemann und Scheel. Von Scheel ist jedenfalls gesichert überliefert, hat Herbert Wehner im Hinblick auf Willy Brandt und Scheel formuliert „die regieren nicht, die erigieren nur“.

          Na, dann rutscht mal heimlich still und leise in den 30. Jahrestag und genießt die kommende Berichterstattung….

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