NSU: Doppelmord in Thüringen bleibt ungesühnt

… man möge nicht gleich Bosheit unterstellen, wo Blödheit als Grund hinreicht.

Michael Klonovsky

Gabriele Muthesius hat sich erneut zum wichtigsten Aspekt des Thüringer NSU-Skandals zu Wort gemeldet, der Vertuschung des Doppelmordes an Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos.

Ob der Doppelmord in Thüringen stattfand, sei dahingestellt. Jedenfalls hatte jemand PD Menzel die beiden Leichen vor’s Portal gekippt. Es ist gut möglich, daß die Leichen von Böhnhardt und Mundlos in Thüringen verklappt wurden, der Mord als solcher andernorts stattfand. Sogar sehr gut möglich.

Muthesius hat mehrfach bei einer Frau Marx Auskunft erbeten, wieso genau dieser Sachverhalt, also die Todesumstände der beiden Uwes, seitens der selbsternannten und nun gescheiterten Aufklärer mit größt­möglicher Schlamperei und Inkompetenz behandelt wurde und natürlich keine Antwort erhalten. Die Antwort weiß zwar nicht der Wind, aber die Muthesius.

Fazit: Zum Zeitpunkt der Bergung der Leichen von Böhnhardt und Mund­los sechs, respektive über zehn Stunden nach deren Auffinden – kurz nach 12.00 Uhr am 4. November 2011 in Eisenach-Stregda – waren die Totenflecken auf beiden Körpern nicht mehr verlagerbar. Mehr noch: Nicht mehr verlagerbar waren die Totenflecken offensichtlich auch schon, als Mundlos und Böhnhardt in die Positionen gebracht wurden, in denen man sie auffand.

Es bleibt daher bei der schon 2017 getroffenen Feststellung, dass beide zum Zeitpunkt ihres Auffindens „bereits mindestens zwölf Stunden tot gewesen sein“ müssen.

Das eigentliche Problem beim PUA war ja, daß die nie auf den Trichter ge­kommen sind, sich die Frage zu stellen, daß bei einem solchen Fund­ort­bild zu 99,9% von Doppelmord ausgegangen werden muß, demzufolge zu untersuchen ist, warum eine staatsanwaltliche und kriminalpolizeiliche Morduntersuchung nicht stattgefunden hat, denn eine solche hätte amts­we­gig stattfinden müssen. Es war eher noch viel schlimmer, sie wurde mit allen Mitteln vom verantwortlichen Polizeidirektor Menzel un­ter­bunden, verhindert, torpediert. Das geht nur mit auf dem Amtsweg übermittelten Segen.

Anders gesagt, der PUA war peinlich bemüht, das Thema Mordermittlung nicht auf die Tages­ordnung kommen zu lassen, denn das hätte das schicke Kartenhaus der Antifa einstürzen lassen. Aus Falschem folgt Beliebiges. Merkt ja keiner, wenn man die entscheidende Frage außen vorläßt. Umso besser läßt sich propagandichten.

4 comments

  1. Da agiert ein Tiefer Staat, gedeckt von angeblich unabhängigen Abgeordneten und der freien Presse.

    Wenn es nicht so traurig wäre, man käme aus dem Schenkelklopfen gar nicht mehr raus.

  2. Ist doch recht unanständig, einen Leitenden Polizeivollzugsbeamten zu verdächtigen, unterbunden, verhindert und torpediert zu haben.

    *** Die Handwerker in Zwickau sind kein Thüringer Thema.
    Schreib einen Gastbeitrag, wenn Du über die Handwerker in Zwickau Neues zu berichten hast. ***

  3. Betr. Ceska Kaliber 7,65 mm

    Diese seltene Waffe ist scheinbar auch bei den (türkischen?) Hells Angels sehr beliebt.

    „Es soll eine „Bestrafung“ gewesen sein, und am Ende starb ein Mann in einer Shisha-Bar, getroffen von Schüssen aus einer Pistole der Marke Ceska, Kaliber 7,65 Millimeter. Zwei weitere angeschossene Männer überlebten schwer verletzt jene Novembernacht 2015 in Köln-Nippes.“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article201629180/NRW-Was-hinter-der-truegerischen-Ruhe-der-Rocker-steckt.html

    (Wohlmöglich hast Du diese Info schon, leider fallen bei mir einige der zahlreichen NSU Details durchs Merkraster, bei der Fülle der Informationen die man hier findet ist das kein Wunder :-))

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