Die neueste Piatto-LfV-Leserverdummungskampagne von DIE WELT & Co.

Wie geblogt hat der Bundestags-Ausschuss II beim OLG München die dort beschlagnahmten Unterlagen (Aussage Reinhard Görlitz, Piattos V-Mann-Führer) anzufordern beschlossen.

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Da Brandenburg diese Unterlagen sperrte, kann das OLG da nicht heran. Der Bundestags-Ausschuss jedoch schon.

Nichts desto Trotz hat das OLG München den V-Mann-Führer mit dem Tarnnamen „Reinhard Görlitz“, der angeblich mit bürgerlichem Namen Gordion Meyer-Plath heisst und inzwischen Präsident des LfV Sachsen ist, inklusive dessen Maskerade mit Mütze, nuschelnd Kaugummi kauend, am 2. März 2016 erneut vorgeladen, und heraus kam erneut nichts.

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Es ist ein jämmerlicher Auftritt, der noch dadurch gesteigert wird, dass der Mann in Maskerade ins Gericht kommt. Mit einer Perücke und einem weiten Kapuzenpullover. Die Kapuze behält er während seiner Aussage auf dem Kopf. Sie soll sein Aussehen verbergen.

Der Zeuge heißt Reiner G. und ist nicht etwa ein Mitglied der rechten Szene. Renitente Neonazis hat es im NSU-Prozess ja schon viele gegeben. Reiner G. arbeitet für den Staat. Er ist Agent. Er arbeitet als Verfassungsschützer in Brandenburg und war früher der V-Mann-Führer eines Informanten mit dem Decknamen „Piatto“.

Es kam noch nicht einmal heraus, dass dort angeblich Gordion Meyer-Plath mit Perücke und Kapuze sass?

Das wäre ja lustig.

War der Kapuzenmann mit Perücke auch schon anderweitig beim OLG aufgetreten?

Ja, als Piatto.

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War das immer derselbe staatliche Schauspieler, oder wurde da getrennt für beide Perücken-Rollen gecastet?

.

Zusatzfrage: Wer castete den angeblich falschen Handwerker Rene Kaul für dessen Gerichtsauftritt?

Rene Kaul in Zwickau. 4.11.2011. laut Privatdetektiv-Ergebnis:

Rene Kaul im TV. War der auch vor Gericht?

Ende Teil 1.

13 comments

          1. Das hatten wir ja auch vermutet, weil Piatto ja 1991 sagte als Beginn seiner V-Mann Tätigkeit,
            1994 wäre „richtig“ gewesen.

            Dienstlich wurde bekannt, dass Gordian den Reinhard Görlitz gab.
            Also?

          2. Vom Köpertyp her kann man imho ausschließen, dass Gordian im Gerichtssaal den Piatto machte. Die bekannten Fotos von Szcz. passen aber zum Kapuzenmann „Piatto“. Gegen Gordian = Görlitz spricht nichts. Frage wäre, warum das Versteckspiel?

          3. Warum kein Foto von Görlitz im OLG?
            Kennst Du eins? Ich nicht.

            Mit Kaugummi und Perücke

            Geht es nach den Anwälten, werden zu dem Thema weitere Zeugen aus den beteiligten Behörden gehört. Und gegen den Verfassungsschutz-Mitarbeiter Reiner G. müsste strafrechtlich wegen Falschaussage ermittelt werden. Der Beamte war bereits im NSU-Prozess als Zeuge befragt worden und dabei nicht nur wegen seiner Maskerade (Perücke) aufgefallen, sondern auch durch sein renitentes Verhalten (Kaugummi kauend, widerwillig antwortend). Die Nebenkläger geben sich überzeugt, dass Reiner G. auch nicht die volle Wahrheit gesagt habe. Sie glauben, dass er seine Behörde habe schützen wollen und daher verheimlicht habe, dass der Verfassungsschutz damals noch weitere Informationen über eine mögliche Waffenbeschaffung für das Trio erhalten habe.

            Die Beweisanträge dienen vor allem dazu, weitere Akten aus dem Verfassungsschutz zu erhalten und durch die Befragung weiterer Zeugen zu klären, was die Behörden damals alles noch gewusst haben. Dass sich am Ende Reiner G. als Angeklagter vor einem Gericht wiederfindet, ist dagegen kaum zu erwarten.

            http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-prozess-ali-und-ali-aktuell-die-video-arbeit-des-nsu-1.2908458-2

          4. Dem Depardieu wurde für die Asterixfilme auch ein Kopfkissen spendiert, daß er sich vor den Wanst schnallen mußte, um lebensecht rüberzukommen. locken haben sie ihm auch gedreht usw. Nicht wiederzuerkennen, der schlanke Bursche.

            Bei nichtschwangeren Schwangeren machen sie es ja auch so.

            Oder die Wampe ist krankheitsbedingt. Dann kann die richtige Ernährung und Medizin so ein Teil binnen dreier Monate vollständig verdunsten lassen.

            Es zählt ausschließlich die gerichstfeste Identifikation der Schauspielerfiguren. Alles andere sind Märchen aus einem Schauprozeß mit Staatsschutzschauspielern.

  1. Es ist unerheblich, um wen es sich handelte, wenn nicht gerichtsamtlich deren Identität festegstellt wurde.

    https://www.lawblog.de/index.php/archives/2016/03/10/eine-unsichtbare-zeugin/

    Götzl erweist sich einbmal mehr als zuverlässiger Staatsschützer und läßt sich im Gegensatz zu den prozessualen Erfordernissen auf der Nase rumtanzen. Die Dienste entscheiden, was in einm Prozeß erlaubt isst und was nicht.

    Es ist ja nicht so, daß wir das nicht wußten. man muß es nur immer wieder deutlich sagen.

    Es ist nciht bekannt, welche Gestalten den Piatto, Görlitz oder Kaul gegeben haben, solange nicht gerichtsfest geklärt ist, wie sie identifiziert wurde.

    Daß die Verteidiger durch die Bank diesen Jahrmarktschwindel mitmachen, paßt zu deren Rolle im System des Staatsschutzes.

    Die milaunigen und wenig konkreten Antworten von Görlitz können auch auf eine schlanken Darsteller deuten, der ein paar Aktenseiten auswendig sollte, ansonsten hängt, sobald eine Seite abgefragt, die er nicht gelernt hat.

    Gordian-Plath wird geschützt, weil das System Reiche, Petke, Baumgart geschützt werden muß, damit Dienelt usw.

  2. In jeder Fernseh-Matlock-Folge wäre der Prozess geplatzt,
    wenn statt des Zeugen ein verkleideter Statist auftaucht.

    Zu den Wurstfingern: in der Filmbranche gibt es bestimmt Möglichkeiten.
    Das heißt, darunter können immer noch schlanke Finger gesteckt haben.

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