Polizistenmord Heilbronn: Unbekannte DNA-Spuren interessieren die BAW kaum?

Noch etwas fehlt bei den Tweets von NSU-watch und Laabs:

Nach eigenen Angaben befasst sich Weingarten seit Ende 2011 dienstlich fast nur mit dem NSU, konnte aber nicht einmal die Frage beantworten, ob die DNA eines der mutmaßlichen Haupttäter Mundlos und Böhnhardt an einem der Tatorte gefunden wurde.

Unglaublich, aber wahr? Richtige Antwort: Nein, Uwe-DNA gab es nirgends.

Erstaunlich, dass der Anklagevertreter der Bundesregierung das nicht weiss… dass sein NSU-Konstrukt Schrott ist. Hat er verdrängt?

Ein Pfuscher vor dem Herrn:

Er sei »kein enzyklopädisches Lexikon zum Thema NSU«, erklärte der Oberstaatsanwalt dem Ausschussvorsitzenden Clemens Binninger (CDU). Sein Schwerpunkt seien Personen- und Komplexermittlungen. »Mir sind DNA-Spuren, meine ich, nicht bekannt«, sagte er mit Blick auf solche von Mundlos und Böhnhardt.

Polizistenmord:

Wenig Interesse zeigte Weingarten an anonymen DNA-Spuren, die bisher weder Beschuldigten noch »Tatortberechtigten« zugeordnet werden konnten – darunter eine an der Oberbekleidung des schwerverletzten Heilbronner Polizisten Martin A., dem die Täter nach dem Kopfschuss am 25. April 2007 die Waffe abgenommen hatten. Die Ermittler hatten die Spur nach dem Fund der Polizeiwaffen im Nachlass von Mundlos und Böhnhardt nicht weiterverfolgt.

Der Offenbarungseid eines Nichtermittlers:

Weingarten sagte, anonyme DNA-Spuren stünden »nicht im Fokus unseres Problembewusstseins«. Sie müssten »nicht unmittelbar tatrelevant« sein.

Die der Kollegen an den Gürteln etc. sicher auch nicht?

Binninger war anderer Meinung: »Mir würde die DNA-Spur am Rücken des Polizeibeamten schon ein bisschen Sorgen machen.«

Sehr geschickt, nur eine Spur zu erwähnen, und all die Kollegen-DNA auf den Opfern wegzulassen. Staatsschützer Binninger…

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September 2014:

Der DNA-Polizisten-Krimi von Heilbronn 2011, den der „NSU“ abrupt stoppte

Das war nur wenige Monate vor dem 4.11.2011, als Ende Juli die nächste Kollegenrunde eingeläutet wurde:

Damals schrieben wir:

Man kann sicher ohne Übertreibung sagen, dass das NSU-Phantom des 4.11.2011 die Soko Parkplatz um den Erfolg betrogen hat: Sie waren ganz dicht dran. 
Endlich auf der richtigen Spur. 
ENDE JULI 2011 !!!

Daran hat sich immer noch nichts geändert, Mitte 2016. Bis auf die „Kleinigkeit“, dass die Gürtelhalter von Martin Arnold „aus dem Rennen genommen wurden“, nachdem man sie im Herbst 2010 „endlich wiedergefunden hatte“.

Beide Unterziehgürtel hatten „Kollegen-DNA“ drauf, und die Belt Keeper „verschwanden“ dann irgendwie…

Warum nicht beprobt? Am 3.3.2011 aus dem Rennen genommen, dann angeblich „weg“ (laut Riethmuller)

 

Es ist schon sehr aufschlussreich, dass Binninger (und sämtliche Medien!!!) bis Heute das alles vertuschen. Überraschend ist es jedoch nicht… und gilt auch für die unbekannten DNA-Spuren auf den Mordwaffen von Heilbronn. 2 auf der Radom, 1 auf der Tokarev. Keine Uwes…

Wissen Sie, wo das auch komplett fehlt?

Na bei „Heimatschutz“! (das eigentlich „Staatsschutz“ heissen müsste)

4 comments

  1. Wie so viele Ungereimtheiten. Aber dazu habe ich auch schon einmal auf die falsche Aufnahme auf Seite 134 hingewiesen, wo eine 9mm als 7,62 bezeichnet wird. Oder gab es nur diese Hülsen ? Und die Zerlegung am Travohäuschen nach zweimaligen Schädeldurchschuss ist erstaunlich, sowie die fehlende Geschossabbildung aus dem Autositz. Aber da kommt sowieso keiner gegenan.

    1. Es gibt seit Jahren in der investigativen Journalistik die „Verwechselung“ der Kaliber der Schüsse auf die beiden Polizisten. Bereits 2010 konnte man lesen, die Tokarev sei die Mordwaffe Kiesewetter gewesen… jedoch passt das nicht zur Kiesewetter-DNA am 9 mm Projektil, also dem der Radom.

      Es gibt bekanntlich auch noch die Theorie des 1. Sokochefs Huber, es sei jeweils auf den weiter entfernt sitzenden Beamten geschossen worden, womit Kiesewetter dann Beifahrerin war, nicht wie behauptet Fahrerin.

      Die vertuschten Fotos von der Auffindesituation sind nicht grundlos vertuscht worden…

  2. Auch hier wird vertuscht, weil nicht sein kann was nicht sein darf. Ich glaube nicht daran,dass UB und UM auf die Polizisten geschossen haben. Jahre lang sollen sie angeblich die sog. „Dönermorde“ mit der Ceska 83 begangen haben und in Heilbronn mit ollen Weltkriegswaffen? Völlig unlogisch meiner Meinung nach.

    1. Bei den sog. „Dönermorden“
      – war die Tatwaffe eine CESKA 83 (zusätzlich in einigen Fällen angeblich eine Bruni)
      – haben die Mörder mehrfach auf das Opfer geschossen
      – haben die Mörder die Pistole in einer Tüte gehalten, weshalb nur sehr wenige Hülsen an den Tatorten verblieben sind.
      Beim Polizistenmord in Heilbronn
      – waren die Tatwaffen eine Radom und eine Tokarew
      – haben die Täter jeweils nur einen Schuss auf das Opfer abgegeben
      – haben die Täter die Waffen ohne Hülle gehalten (beide Hülsen wurden am Tatort aufgefunden).

      Das sind nicht dieselben Täter – denkt Ottonormalbürger.
      Das sind dieselben Täter – haben die Bundesanwaltschaft, der Bundestag, der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin entschieden.

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