NSU: Hitler auch du! – oder – Wie Nazis Liebe machen

vom Die Anmerkung

Es war wohl eine Dokudramoletkammerspielkomödie, die sich Regisseur Ley ausgedacht hatte, um dem deutschen Fernsehvolk eine Auffrischung mit der nötigen Dosis Propaganda zu verpassen. Die Quoten waren für das ambitionierte Stück und damit zum Fenster rausgeworfene Geld saumäßig. Der Dokumentationsteil ebenfalls, auch wenn die Macher viel Liebe ins liebevoll gestaltete Liebesdetail steckten.

Eine Praktikantin des Rechercheteams von Ley wurde beauflagt, ein Foto von Mundlos und Böhnhardt für den Film so aufzubereiten, damit dem Böhnhardt der Hitler geradezu aus dem Gesicht scheint.

Vielen Dank an die @nachdenkerin für diese Recherche.

Zuerst das Original.

Nun die Protagonisten des Films, unsere tapferen BKA-Beamten, die dem Nachwuchs-Hitler den passenden Rahmen geben.

Damit auch der dümmste linksalternative Anarcho als auch Lieschen Müller, der am nächsten Tag vom Film erzählt wurde, die Bedrohung der Lage der aktuellen Situation mitbekommt, wird kurz darauf eine Schärfe- und Zoomfahrt auf das Foto en dateil in den Film geschnitten. Sie beginnt mit einer Zündelei des BKA-Beamten, der eine Zigarette entfacht. Da Raucher Faschisten sind, die die Menschheit ausrotten wollen, ist diese Szene besonders suspekt, entlarvt sie doch Herrn Krol als Nazi. Die Kamerafahrt endet dann in diesem Ausschnitt.

Nachdem der kleine Hitler ausgiebig studiert werden konnte, fährt die Kamera eine Etage höher und zeigt das folgende Foto.

Der Regisseur war von diesem Intimbekenntnis der Nazibraut dermaßen beeindruckt, daß er gleich eine ganze Szene zum Foto klöppeln ließ, die eine rauchende Zschäpe zeigt, also auch Faschistin, wie sie ihrem Liebsten die neuesten Kampfschriften ins Gehirn bläst. Kampfschriftenfetischismus im Rauch der Faschokippe, so geht echte Naziliebe. Nazis unterscheiden sich in dem Film nur durch die gepimpten Titten. Ansonsten rauchen sie natürlich und hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck über die Naziliebe.


Das gibt es auch: Naziliebe andersrum. (siehe vorheriges Bildschirmfoto)

Aber, das sei anerkennt, die junge Frau hat der Kameramann ordentlich platziert und abgelichtet, die aufgeblasenen Brüste mal außen vor gelassen.

xxx: ich gucke das nicht, weil ich mir das gedöns nicht antun wollte. wie war die fickszene? hab ich was verpasst? 😉

yyy: 🙂 sie lagen nur nebeneinander im Bett, sie lag übrigens rechts. RECHTS. Alleine das beweist alles. Bei ihr mußte Push-up helfen, ob Uwe ne Socke in der Unterhose hatte, ist mir nicht bekannt. Bestimmt, so wie man diese Nazis kennt.

Sehr schön. Aber welcher Uwe war’s denn?

Mehr muß man über propagandistische Absicht und inhaltliche Qualität des Films nicht wissen.
—–
Alle Avidemux-Bildschirmfotos aus dem Film wurden dem Vorbild des Zschäpe-Busens folgend für die Darstellung in diesem Post aufgehübscht, also in Gradation und Rauschverhalten gepimpt.

4 comments

    1. Wir setzen uns mit den wesentlichen Dingen auseinander. So zum Beispiel mit der Tatsache, daß man im Rahmen der Freiheit der Kunst rumhitlern darf und anderen Menschen kackhäßliche Schnäuzerle ins Gesicht malt. Das ist wichtig.

      Pimpern ist auch wichtig, weil damit der Fortbestand der Menschheit gesichert wird. Warum die Nazis im Film nicht pimpern dürfen ist klar. Die Botschaft ans Volk lautet, Nazis sollen nicht nachgefickt werden, damit sich das Problem irgendwann biologisch löst.

      Gedenktafelvandalismus ist nur für Katharina König wichtig, denn dann kann sie binnen zweier Tage wenigstens 10 Kurzmeldungen über diesen kecken Antifa-Widerstand auf den Twitter schreiben.

      Keine Ahnung, ob der Film mehr zu bieten hat, Bernd. Ich habe ihn nicht gesehen, sondern auf die Zuarbeit anderer zurückgegriffen.

  1. Ich zitiere aus der Zeitung vom 26-01-2016.
    Nichts hinzugefügt außer ((BILDUNTERSCHRIFT:)) und ((Wertung: 5 Sterne)),
    nichts weggelassen.
    _________________________________________________

    Dokudrama:
    Dienstfahrt mit
    Beate Zschäpe
    Der Thrill der Wirklichkeit:
    „Letzte Ausfahrt Gera“

    VON JAN FREITAG

    Die Realität ist wankelmütig. Was gestern richtig war, wird heute zum Irrtum, der morgen abermals wahr werden kann. Als das ZDF sein Dokudrama „Das Schweigen der Beate Zschäpe“ vorstellte, begann die Angeklagte des NSU-Prozesses unverhofft (wenn auch schriftlich) zu reden. Ein neuer Titel musste her, ein neues Ende. Es ist ein Kreuz mit der Realität.

    ((BILDUNTERSCHRIFT:)) Tief eingefühlt: Lisa Wagner als Beate Zschäpe.

    Besonders, wenn man sie so nutzt wie Raymond Ley. „Letzte Ausfahrt Gera – Acht Stunden mit Beate Zschäpe“ – Leys Drehbuch basiert vorwiegend auf einer realen Dienstfahrt. Als Zschäpe bald nach Prozessbeginn ihre kranke Oma in Thüringen besuchen durfte, setzte ihr das BKA zwei Verhörprofis ins Auto. Auf Hin- und Rückfahrt sollten sie dem verstockten Untersuchungshäftling Infos entlocken. Dass der Film bis zum Schluss fesselt, hat drei Gründe: Raymund Ley, Lisa Wagner, Joachim Krol.
    Der Filmemacher montiert das heimliche Verhör im Hochsicherheitskonvoi mit Rückblenden, Archivmaterial, Zeugenaussagen und Prozesssequenzen zu einem furiosen Kammerspiel. Lisa Wagner ist als Zschäpe gespenstisch glaubhaft zwischen kalkulierter Arroganz und emotionaler Durchlässigkeit. Krol lockt als als schnauzbärtig behäbiger Bulle sein Gegenüber aus der Reserve. Ihr Zusammenspiel wirkt, als verlören sich die Darsteller völlig in den Rollen. Gänsehaut!

    „Letzte Ausfahrt Gera“ I ZDF
    Dokudrama mit Lisa Wagner
    heute, 20.15
    *****
    ((Wertung: 5 Sterne))

    _________________________________________________

    Ich bin über diesen Satz gestolpert: „Ein neuer Titel musste her, ein neues Ende.“

    Kennt jemand die ursprüngliche Fassung?
    Die Dreharbeiten waren im Sommer 2015 eigentlich abgeschlossen.
    Das ZDF meldete dies am 31.08.2015 – http://www.presseportal.de/pm/7840/3109906

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.