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DIE 4-TÄGIGE FLUCHT DER BEATE ZSCHÄPE, TEIL 3: Anrufe bei den Eltern

Wo Zschäpe am 4.11.2011 war ist nicht bekannt. Eisenach, Zwickau, sonstwo, siehe Teil 1.

Ob sie die Nacht zum 5.11.2011 in Glauchau verbrachte ist nicht bekannt. Es gibt jedoch Indizien dafür, dass Zschäpe in Glauchau war. So in etwa ist der Stand nach Teil 2.

Die Anrufe am 5.11.2011 zwischen 7 und 8 Uhr am Morgen, bei den Eltern der Uwes, diese Anrufe werden von 2 Chemnitzer Telefonzellen aus getätigt, die sich 200 m voneinander entfernt befinden.

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Teil 3: Zschäpe ruft die Uwe-Eltern an:

z0

anrufe eltern

ZMD: Dienst der Deutschen Telekom AG zur Überprüfung des Guthabens auf der Telefonkarte.

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Das BKA ermittelt wie folgt:

Es wurden Verbindungsdaten von zwei Telefonzellen mit den Rufnummern 0371/6660959
und 0371/6661447, sowie der Telefonkarte mit der Serien-Nr. 8110809110017 63904
berücksichtigt.
Von besonderem Interesse scheint hier der Zeitraum am 05.11.2011 zwischen 07:00 Uhr
und 08:00 Uhr zu sein, da in diesem Zeitraum Anrufe der ZSCHÄPE zu den Familien des
MUNDLOS und des BÖNHARDT erfolgten

Am 05.11.2011 um 07:09 Uhr wurde aus dieser Telefonzelle die Rufnummer 03641335219
angewählt. Das Gespräch dauerte 07:58 Minuten. Eine durchgeführte
Anschlussinhaberfeststellung ergab, dass es sich hierbei um den Anschluss von
Jürgen BONHARDT
Richard-Zimmermann-Str. 11
07747 Jena
handelt. Hierbei handelt es sich um den Vater des verstorbenen Uwe BÖNHARDT.
Frau Brigitte BÖHNHARDT sagte im Rahmen ihrer Zeugenvernehmung vom 06.11.2011
aus, am 05.11.2011 „kurz vor 07:00 Uhr“ einen Anruf entgegen genommen zu haben, bei
welchem sich eine Beate meldete, die auf Nachfrage „Uwes Beate“ ergänzte. Sie sagte
sinngemäß, die Eltern des Uwe BÖHNHARDT sollen Nachrichten schauen, denn in
Eisenach wäre etwas passiert und es würde sich um die beiden Jungs handeln“. Weiterhin
sagte die weibliche Person am Telefon zu Frau BÖHNHARDT, sie hätte „noch ein zweites
Gespräch mit gleichem Inhalt“ vor sich.

Um 07:22 Uhr erfolgen zwei Anrufe aus dieser Telefonzelle zur Rufnummer 03641608109.
Die Gespräche dauerten einmal lediglich 0:10 und einmal 0:22 Minuten.
Bei dem Anschlussinhaber dieser Rufnummer handelt es sich um
Siegfried MUNDLOS
Seite 2 von 8 Max-Steenbeck-Str. 12 07745 Jena.

Siegfried MUNDLOS ist der Vater des verstorbenen Uwe MUNDLOS.

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„Zschäpe“ sagte sie nicht. Weder zu Böhnhardts noch zu Mundlos. Viele Schreibfehler…

anrufe-2

Aussage Ilona Mundlos, wieso sagt sie nicht „Zschäpe“ ?

anrufe-3

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Es wurde eine Telefonkarte verwendet in Chemnitz, kein Handy.

karte-telefon

Und diese Telefonkarte wurde schon vor dem 5.11.2011 genutzt:

karte1 karte2

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1. Andre Eminger ist umgezogen, innerhalb Zwickaus, Mitte Oktober 2011. Zufall? „Trio-Wohnung“ ? Standen dort auch Wohnmobile rum?

2. Warum Anrufe aus Telefonzellen schon im Oktober 2011? Von wem? Zschäpe?

3. Warum wurden Mundlos nicht mit dieser Telefonkarte angerufen? Leer gewesen?

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Es gab also 1 Anruf bei Brigitte Böhnhardt, und 2 Kurzanrufe bei  Mundlos (keiner da gewesen?) direkt danach. Dann Wechsel der Telefonzelle, und gegen 8 Uhr ein Telefonat mit Mutter Mundlos ohne Telefonkartenbenutzung.

Warum sagte sie zu beiden Müttern „die Beate vom Uwe“ ? Ehe zu dritt? Was soll das? Warum sagt sie nicht ihren Namen?

War das Zschäpe, die da angerufen hat?

oder war das eine Frau, die nicht so genau wusste, was die Eltern wussten, wessen Uwes Beate die Frau Zschäpe eigentlich aktuell 2011 war?

Man wird ja mal fragen dürfen 😉

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Die BKA-Skizze hätte demnach so aussehen müssen:

anrufe korrigiert

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Gesicherte Daten, mehr oder weniger, gibt es von Zschäpe erst durch die 2 Bahntickets, die sie am 8.11.2011 in Jena bei sich hatte. Es beginnt am 5.11.2011 auf dem Bahnhof in Leipzig. Am 8.11.2011 lässt sich Zschäpe in Dresden eine Zugverbindung ausdrucken, für den 8.11.2011. Sie surft am 5.11. in Leipzig im Internet, wie ist unbekannt (Handy oder Terminal), mit einem Gutschein, und schreibt die Jenaer Telefonnummer von Mama und Oma auf diesen Gutschein.

Das kommt dann in Teil 4. Wohin sie am 5.11.2011 fuhr.

Die 4-tägige Flucht der Beate Zschäpe, Teil 1

Wir müssen hier ansetzen:

Das ZDF weiss Interessantes zu berichten:

Am 4. November 2011 fliegt die Terrorzelle NSU auf: Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos begehen Selbstmord, Beate Zschäpe steckt die Wohnung des Trios an und flüchtet. Ihr Handy klingelt am Nachmittag sehr häufig, über 30 Mal allein zwischen 16.30 und 21 Uhr. Doch wer ruft Zschäpe immer wieder an?

Die deutschen Sicherheitsbehörden prüfen es später nicht ernsthaft nach, weil in den Anrufprotokollen die letzten drei Ziffern durch x ersetzt sind. Aber sie haben die Ziffern davor auch nicht mit den Mobilnummern der Personen aus dem Umfeld des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) abgeglichen, unter ihnen eine große Zahl von V-Leuten der Behörden. Haben mehrere von ihnen an jenem 4. November 2011 verzweifelt versucht, Beate Zschäpe zu erreichen, weil sie mindestens Mitwisser waren, wenn nicht sogar mehr? “Nicht verfahrensrelevant” – so heißt die Formulierung, die in den Akten zum NSU-Verfahren oft auftaucht, zu oft, könnte man meinen.

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Als am 24.11.2011 die Festnahme Andre Emingers und die Hausdurchsuchungen bei ihm und bei seinem Zwillingsbruder Maik stattfinden, werden die Handys von Susann und Andre Eminger beschlagnahmt.

Als diese Handys am 6. oder am 7.12.2011 bei der Bundespolizei zum Auslesen eintrafen, da fehlten Daten.

Warum also verschwanden die SMS von Emingers Handy, bevor sie zum Auslesen zur Bundespolizei gingen, in der Zeit von Beschlagnahme (24.11.) bis Eintreffen dort (7.12.) ?

Welches war der “Skandal” in der Presse?

Sehen Sie, liebe Leser, da wurden Sie verarscht!
Es geht gar nicht um das Löschen irgendwelcher Sicherungskopien bei der Bundespolizei, nachdem die ausgelesenen Handydaten längst beim BKA waren.

Es geht darum, dass diese Daten gelöscht wurden, bevor die Handys zum Auslesen gingen, zum Schutz eines Informanten-Paares: Der Eheleute Eminger.

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Es gibt ein weiteres sehr belastendes Indiz gegen die Emingers: Die erfolgte Zuordnung der „Bekenntnisfestplatte“ EDV 11 zu Andre Eminger, und das prompte Zurückrudern des BKA innerhalb von Tagen:

Das fünfseitige Vernehmungsprotokoll ist als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ klassifiziert. Aus gutem Grund: Darin berichtet Meier, wie in seiner Behörde im Dezember 2011 im Auftrag des Bundeskriminalamts (BKA) sensible Handy-Daten eines Tatverdächtigen gelöscht wurden. … Er war als Leiter der Abteilung 5 im Präsidium der Bundespolizei für die Informations- und Kommunikationstechnik der Behörde zuständig, die für das BKA auch die Handys mutmaßlicher NSU-Terrorhelfer auswertete. … 
Er stellte sich die Frage, ob womöglich das BKA einen V-Mann im Umfeld der NSU-Terrorgruppe schützen wollte. „Wenn das stimmen würde und das BKA jemanden im Umfeld des Trios hätte“, sagte er den Bundesanwälten, „dann hätten wir ein Problem.“ http://www.bild.de/news/inland/nsu/ausschuss-prueft-daten-affaere-28271012.bild.html

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Seit dem 30.11.2011 ruderte das BKA zurück, die Platte EDV 11 sei nicht Eminger zugehörig, er also nicht Macher der Videos und schon gar kein Informant… siehe: https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/07/27/den-sack-zugemacht-informanten-susann-und-andre-eminger-wurden-vom-bka-geschutzt/

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Am 17.11.2011 hatte Susann noch die Fluchthandynummer bei der Buchung des Sommerurlaubs 2012 hinterlegt:

Und wer reservierte am 17.11.2011 (oder unmittelbar davor) einen Ferienplatz auf Rügen für 2012, und gab als Telefonnummer eben diese
“Fluchtnummer Zschäpes 0162 – 7000587” an?

Frau Susann Ewinger:  http://sicherungsblog.wordpress.com/2014/09/15/wie-konnte-susann-ewinger-am-17-11-2011-mit-zschapes-fluchthandy-einen-urlaubsplatz-fur-2012-buchen/

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Dieser Zusammenhang ist auch hier noch genauer dargestellt:

KRIMINELLE ERMITTLER? EMINGERS, DAS FLUCHTHANDY UND DER 4.11.2011

Wie lange hat es wohl gedauert, nach dem 6.11.2011, bis die Ermittler Susann Eminger fanden? 1 Tag, oder doch länger? 2 Tage?

Phantombild der “Katzenkorb-Frau” am 4.11.2011
erstellt am 6.11.2011 Antje H., Nachbarin

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Wenn also die Anrufer bei „Zschäpe“, 30 Anrufe am 4.11.2011, nicht ermittelt wurden, angeblich, dann wird da wer geschützt? Das LfV Sachsen, oder das BfV ? Anrufe aus dem sächsischen Innenministerium waren dabei.

DAS BKA HAT DIE ANRUFERNUMMERN AUF DEM FLUCHTHANDY NICHT IDENTIFIZIERT

ZDF, November 2014… da wartet noch eine dicke Überraschung.

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Und jetzt muss man sich entscheiden: Wo war Zschäpe?

A) in Eisenach.

Doch der Hund schlug auch anderswo in Eisenach an, heißt es in Ermittlerkreisen. Die Polizei ist sich nach meinem Eindruck sicher: Beate Zschäpe war an den letzten Tagen des Trios ebenfalls vor Ort in Eisenach. Aber wo? Und was war ihre Aufgabe?

Beate Zschäpe habe in der Nacht vor dem letzten Raubüberfall auf eine Sparkasse in Eisenach übernachtet – jedoch nicht in dem Wohnmobil, lautet das derzeitige Fazit in Ermittlerkreisen

http://www.swr.de/blog/terrorismus/2011/12/18/zschape-ermittler-auf-den-hund-gekommen/

B) in Zwickau.

Offenbar war es eine gute Idee der Ermittler: Schon wenige Stunden nach dem Brand der Wohnung der “Zwickauer Zelle” in der Frühlingsstrasse in Zwickau am 04. November 2011 setzte die Polizei Hunde ein: Spezielle “Mantrailer”, die auf das Aufspüren von Personen trainiert sind. Mit ihnen wollte man die Mieterin der brennenden Wohnung finden – und später, als man wusste, dass sie mit dem brennenden Wohnmobil in Eisenach zu tun hatte, bzw. Beate Zschäpe ist, ihre Spur verfolgen. Reaktionen solcher Hunde sind als Beweis nur bedingt geeignet. Aber als Anhaltspunkt können sie eine gute Hilfe sein. Insofern waren die Ermittler mit dem Hund offenbar durchaus erfolgreich.

Denn mit der Hunde-Hilfe konnte man wohl nicht nur den möglichen Weg von Beate Zschäpe durch Zwickau nach der Brandlegung rekonstruieren: Zschäpe soll in den Minuten der mutmasslichen Brandstiftungen immer das Schicksal ihrer Katzen im Blick gehabt haben und dann in Richtung Bahnhof verschwunden sein.

Interessanterweise könnte sie dabei auch dem Ehepaar Andre und Susann E. über den Weg gelaufen sein – zufällig oder nicht. Denn als das Haus in der Frühlingsstrasse lichterloh brannte, nahm die Polizei routinemäßig auf, wer sich um den Brandort herum aufhielt. Häufig ist bei Brandstiftungen nämlich der Brandstifter unter den Zuschauern, weil er sein “Werk” bewundern will. Und – hoppla – man traf auf das Ehepaar E., dessen Name den Ermittlern zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel sagte.

C) Weder noch.

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Für A) spricht die Anwesenheit der Katzentante Eminger in Zwickau, dagegen spricht die Beobachtung von Janice Martin, langer roter Mantel einer Frau die weg lief vom explodierten Haus, denn „Zschäpinger“ hatte eine dunkle Jacke an, keinen roten Mantel.

Für B) gilt Dasselbe wie für A)

werliefweg

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Für C) gibt es nur das Indiz, dass Zschäpe in Glauchau war, weil von dort aus Eminger angerufen wurde, aus einer Telefonzelle. Nicht per „Fluchthandy“.

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Die Ermittlungen zum Objekt 5 (Zschäpe) geben darauf keine eindeutige Antwort:

z0 z1 z2

Zschäpe wollte nach Jena, soviel scheint klar. Am 5.11.2011 ergoogelte sie die Telefonnummer ihrer Oma.

Aber sie hatte noch was zu erledigen…

Ende Teil 1.

zschäpe-8-11-2011

Teilakte 12 MB: Was Objekt 5 so bei sich hatte, 60 Seiten.