Die ungeklärte Rolle der Geheimdienste 5: Agent provocateur

Beim rechten Extremismus war es der Waffenanbieter und Bombenbauanleitungsverteiler Piatto aus Westberlin, der wahrscheinlich bis zu seiner Übernahme als V-Mann in das Brandenburgische LfV ein Schutzobjekt des Generalbundesanwaltes war, und sehr wahrscheinlich für die CIA bzw. für das Westberliner LfV den Ku Klux Klan in Deutschland unterwanderte.

Auch sehr interessant:

Noch mehr „Skandale“ aus Brandenburg rund um Piatto von vor 20 Jahren

Wir zitieren uns mal selbst:

Es geht immer noch um die Frage, wann Piatto angeworben wurde. 1991 (wie er selbst aussagte 2014 im OLG München), 1992, wie es in „Heimatschutz“ vermutet wurde, oder 1994, wie es die „offizielle Wahrheit“ ist…

Das ist von hier:

http://arbeitskreis-n.su/blog/2018/01/13/piatto-festspiele-im-nsu-ausschuss-potsdam-alles-lug-und-betrug/

und setzt sich fort mit dem CDU-Sprössling in den USA, der irgendwie in den Anschlag vom Timothy McVeigh verstrickt sein könnte:

Piatto, der KKK, das FBI und Andy the German beim Oklahoma Bombing

Auf der linken Seite gab es ähnliche Spitzel, Peter Urbach ist sicher der bekannteste, aber Angela Lutter war wohl auch so eine, berichtet Kraushaar:

Die im Hamburger Villenvorort Blankenese aufgewachsene Angela
Luther gerät im Mai 1 972 unter Verdacht, in den Bombenanschlag der
RAF auf das US-Hauptquartier der US-Landstreitkräfte in Europa
verwickelt zu sein, bei dem in Heidelberg drei Menschen den Tod finden. Sie verschwindet danach spurlos. Bis heute ist unklar, ob sie tot
oder irgendwo untergetaucht ist. Über Luther heißt es in einer Akte
des Ministeriums für Staatssicherheit, HA XXII, sie stehe im Verdacht, »evtl. Kontakte zu gegnerischen Geheimdiensten« zu unterhalten.29 Als Luther einer Sympathisantin eine Pistole angeboten habe, heißt es weiter, sei diese misstrauisch geworden und habe den Kontakt abgebrochen.

In einer anderen Meldung, diesmal vom Auslandsgeheimdienst der
DDR, der Hauptverwaltung Aufklärung, Abteilung X/4, heißt es am
1 9. März 1975:
»Unsere Quelle hatte vor ca. 4 bis 5 Jahren engen persönlichen
Kontakt zu Mitgliedern des 2. Juni. Sie berichtet, dass seinerzeit die
Luther von einigen Linken als Sicherheitsrisiko eingeschätzt wurde.
Es habe im Verhalten der Luther einige Momente gegeben, die den
Verdacht, sie arbeite für den Verfassungsschutz, aufkommen ließen,
es handle sich um folgende Dinge: schnelle Freilassung; nie Geldsorgen; Weitergabe einer Pistole. Unsere Quelle hat sich in langen
Jahren der Zusammenarbeit als sehr zuverlässig erwiesen.«30

So ähnlich lief das auch bei Veren Becker…

Bommi Baumann erzählte der Stasi:

Wiki schreibt, Luther sei bei einer versehentlichen Explosion umgekommen und verscharrt worden:

In einer „Kurzauskunft“ zu Verena Becker hielt das MfS fest, es bestehe der Verdacht, dass deren engste Vertraute, die Terroristin Angela Luther, „Verbindungen bzw. Kontakte zum BfV“ unterhalte.[8]

Urbach hatte seine Bomben vom LfV Westberlin, während die Waffen für die Baader-Befreiung aus der Wolfsschanze kamen, einer Nazikneipe in Westberlin, betrieben von Ex-DDRlern, Freigekauften wohl. Mahler war die Spinne im Netz, bei dem alle Fäden zusammenliefen… sehr wahrscheinlich ein Mann der CIA.

Baumann verdächtigt Barz in seinen 1 973 gegenüber der Stasi gemachten umfassenden Aussagen, dass sie seinem Eindruck nach ein »Spitzel des LfV«, also des Berliner Landesamtes für Verfassungsschutz, gewesen sei.38 Einer Aussage des ehemaligen RAF-Mitglieds Gerhard Müller zufolge soll sie von Andreas Baader erschossen worden sein. Dieser habe angeblich befürchtet, dass sie den Behörden gegenüber auspacken würde. Barz, so Müller, sei wochenlang in Frankfurt festgehalten und dann am linken Rheinufer bei Stromkilometer 3 1 7 erschossen und dort vergraben worden. Die Suche nach ihrem
Leichnam ist allerdings vergeblich verlaufen. Das BKA hat angeblich
1 975 in der Nähe des im Landkreis Germersheim gelegenen Dörfchens Jockgrim sogar ein 400 Quadratmeter umfassendes Gelände durchwühlen lassen.39 Barz blieb für immer verschwunden. Vielleicht ist sie und nicht erst zwei Jahre später Ulrich Schmücker das erste Opfer eines Fememords im bundesdeutschen Terrorismus gewesen.

Kraushaar ist letztlich ein Linker, denn er folgert:

Hier also könnte es eine erste Verbindung zum Inlands-Geheimdienst
der Bundesrepublik gegeben haben. Falls der Bericht des IM zutreffend gewesen sein sollte, dann könnte mit Angela Luther bereits die erste wichtige Kontaktperson Verena Beckers in der Szene für den
Verfassungsschutz gearbeitet haben.

Das ist eine falsche Fährte, denn alle Spuren führen zur Stasi und zur CIA-Aussenstelle LfV Westberlin. Und neue Identitäten für verbrannte V-Leute kennen wir schon vom Fall Piatto, von Peter Urbach, Leben in den USA, und Luther und Barz könnten weitere Fälle gewesen sein. So sie denn nicht aufflogen und als Verräter erschossen wurden.

siehe Bommi Baumann 2012:

(Die Teile zum NSU sind überholt, aber was Baumann zu den V-Leuten in der RAF sagt, das ist höchst interessant)

.

Kraushaar weist darauf hin, dass Verena Becker wohl schon vor 1975 gerichtlich geschont wurde:

Als Erstes ist am 25. März die Postnebenstelle in Gatow an der
Reihe. Der Vorschlag stammt von Becker, die sich in dem Stadtteil besonders gut auskennt

Der Überfall misslingt, weil die Kassiererin einen Alarmknopf betätigt.

Es ist unklar, ob der Überfall von drei oder nur von zwei Tätern
verübt worden ist. Baumann, der nicht selbst dabei war, aber das Geschehen in seiner Aussage gegenüber der Stasi ausführlich schildert,
geht davon aus, dass – wie abgesprochen – alle drei daran beteiligt gewesen sind. In einem späteren Gerichtsurteil, in dem auf den gescheiterten Geldraub Bezug genommen wird, fehlt Becker auf einmal. Es heißt dort, sie sei zwar an der Vorbereitung beteiligt gewesen, habe aber an der Durchführung selbst nicht teilgenommen. Angeblich habe sie, so heißt es, sich an dem Tag »nicht wohl<< gefühlt und sei deshalb zu Hause geblieben.48 Merkwürdig. Sollte hier bereits eine Tatbeteiligungverschleiert worden sein, um das Strafmaß bei ihrer späteren Verurteilung abzumildern?

Das ist so ähnlich wie 1977, als Becker trotz Verhaftung mit der Tatwaffe des Buback-3-fach-Mordes verhaftet wurde, aber nie deshalb angeklagt wurde.

Die Agent provocateures des Westberliner LfV aka CIA-Aussenstelle… von Ende der 1960er Jahre bis zum Mauerfall aktiv gewesen?

10 comments

  1. Piatto ist 1970 im Westberliner Stadtteil Neukölln geboren worden. Über seine Biographie in der Zeit von 1970 bis 1991 ist nahezu nichts bekannt.

    Auf Stayfriends kann man heutzutage Klassenfotos von nahezu allen Schulen und Klassen abrufen, bis teilweise aus den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Im Falle Piatto allerdings Fehlanzeige.

    Wer waren die Klassenkameraden von Piatto, die Nachbarn, Verwandte u.a. in Westberlin. Piatto dürfte aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur wohl schon in Westberlin kriminell geworden sein, seine politischen Ansichten dürften ebenfalls in Westberlin bekannt und aufgefallen sein. Wenn er als Jugendlicher kriminell geworden ist oder und aus schwierigen Familienverhältnissen gekommen ist, dann hatte er eine Akte beim Jugendamt. Das Jugendamt und die Jugendgerichtshilfe forschen in derartigen Fällen die Familienverhältnisse geradezu akribisch aus. Möglicherweise ist Piatto also schon vor 1991 in Westberlin ins Fangnetz der Dienste geraten, gewissermaßen als Perspektivagent. Dem Piatto selbst muss dies zu diesem Zeitpunkt selbst nicht bewusst gewesen sein. Wie sowas geht und wie sowas gemacht wird, zeigen die Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit eindrucksvoll und authentisch. Die westlichen geheimen Dienste arbeiten genauso.

    Also, tatsächlich dürfte Piatto schon vor dem 3.10.1990 in Westberlin von geheimen Diensten rekrutiert worden sein. Nach dem 2.10.1990 wurde er dann auf das Gleis Richtung Brandenburg gesetzt, wo er über Umwegen dann bei Dr. Meyer-P. gelandet ist.
    Dr.Meyer-P. ist nach dem 2.10.1990 auch auf das Gleis Richtung Brandenburg gesetzt worden. Meyer-P. wirkt für seine Tätigkeit nicht so richtig begabt, eigentlich ungeeignet. Möglicherweise sind bei ihm aber ebenfalls zur Zeit der Bonner Bundesrepublik Deutschland in Königswinter bei Bonn Talente entdeckt worden, unter anderem eine dependente Persönlichkeitsstruktur. Meyer-P wirkt jedenfalls sehr dependent. Solche dependenten Personen lassen sich immer gut und beliebig steuern, ohne das dies diesen dependenten Personen selbst bewusst ist, – irgendwie glauben diese Personen, das sie selbst ganz großartig sind, gewissermaßen James Bond, dabei sind sie lediglich kleine Würstchen in einem großen Spiel geheimer Dienste, wie ihre kriminellen VLeute.

    Ja, die Verbindungen von Piatto zum amerikanischen Sektor von Berlin sind auffällig. Die Verbindungen zu Mr. M. in Kansas dürften von geheimen Diensten schon zur Westberliner Zeit angebahnt worden sein. Es gibt eklatante Ähnlichkeiten mit dem Herrn Strassmeier, der der Sohn eines hochrangigen Westberliner CDU Politikers gleichen Namens ist und der Verbindungen zu
    Timothy M. hatte, der in Oklahoma einen grauenhaften Anschlag verübt hat. Oklahoma ist ein Nachbarstaat von Kansas.

    Zur Hochzeit der RAF gab es den „Übertritt ‚ des hauptamtlichen Mitarbeiters des Ministeriums für Staatssicherheit Werner Stiller von Ostberlin nach Westberlin. Es lohnt sich an diesen Fall zu erinnern. Noch lohnender ist es ihn im Hinblick auf die Arbeit des BND und des Verfassungsschutz in jenen Jahren zu betrachten, – im BND und Verfassungsschutz gab es nämlich jede Menge dumme Jungs und Mädchen, die zum Beispiel Werner Stiller, seine Freundin mit Sohn in lebensgefährliche Situationen gebracht haben, die direkt mit dem Todesurteil in der DDR geendet hätten. Sehr sehenswert, da gibt es auch mal wieder die klitzekleinen Mosaiksteinchen, die Interessenten der geheimen Dienste sofort entdecken werden, begierig ergreifen und in das große Puzzle jener Geschichten und Zeiten zutreffend und richtig einfügen können. Die Freundin von Werner Stiller ist über Umwegen dann übrigens auch in Santa Barbara in Kalifornien gelandet, wie Peter Urbach. Wer da an Zufälle glaubt, wird selig…

    https://youtu.be/F1l0sWooNYQ

    und dann gibt es da noch ein Filmchen zur Bewegung 2.Juni, kommt als Fortsetzung…..

  2. „Die Bewegung 2. Juni“
    oder
    „Wie man Liebhaber und Liebhaberinnen US amerikanischer und britischer Musik im US amerikanischen und britischen Sektor von Berlin zu nützlichen Idioten gemacht hat “

    Die Bewegung 2. Juni soll sich zum Jahreswechsel 1971/72 gegründet haben, so die Legende. Mitglieder waren unter anderem Verena Becker und Michael Bommi Baumann.

    Den ersten Anschlag verübten Mitglieder der Gruppe auf den Yachtclub der britischen Armee im Westberliner Bezirk Gatow, dabei wurde ein deutscher Hausmeister quasi als Kollateralschaden getötet. Der Anschlag erfolgte als Reaktion auf den Bloody Sunday in Nordirland, wo die britische Armee mehrere Menschen getötet hat. Es wurden in der Folge mehrere Anschläge auf britische und amerikanische Einrichtungen in Berlin verübt, der Präsident des Westberliner Kammergerichts/
    Oberlandesgerichts wurde in seiner Wohnung ermordet, der CDU Spitzenkandidat bei den Wahlen zum Abgespielt von Berlin Peter Lorenz wurde kurz vor den Wahlen entführt (frapante Ähnlichkeit mit der Entführung Aldo Moros). Die Entführung von Lorenz endete mit der Freipressung mehrer Häftlinge-Verena Becker war auch darunter. Die freigepressten Häftlinge wurden auf ihren Wunsch in den Südjemen ausgeflogen.

    Verena Becker soll sich im Alter von 19 Jahren der Bewegung „angeschlossen haben „, so die Legende. Bereits kurze Zeit später wurde sie am 21.7.1972 wegen des Anschlags auf den britischen Yachtclubs in Gatow verhaftet und zu einer Jugendstrafe von 6 Jahren verurteilt. In ihrem Fall muss also auch die Jugendgerichtshilfe und das Jugendamt tätig geworden sein, es gab möglicherweise schon vorher das Tätigwerden des Jugendamtes, aus welchen Gründen auch immer. Die Familien- und sonstigen persönlichen Verhältnisse der Becker und ihrer Familie sind also umfassend im Rahmen der Jugendgerichtshilfe und des Jugendamtes regelrecht ausgeforscht worden. Der Prozess gegen die Becker muss unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden haben, weil Prozesse gegen Jugendliche und Heranwachsende immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Becker befand sich bis 27. Februar 1975 in Haft und wurde dann im Zusammenhang mit der Lorenz Entführung freigepresst.

    Es ist nicht uninteressant darauf hinzuweisen, dass die Becker aus dem Westberliner Stadtteil Wilmersdorf stammt, Wilmersdorf war von 1945 bis zum 2.10.1990 britischer Sektor in Berlin. Die Untersuchungshaftanstalt Berlin Moabit befand sich im Westberliner Stadtteil Tiergarten, Tiergarten war ebenfalls britischer Sektor in Berlin. Die Vollzugsanstalt Berlin Tegel befand sich im Stadtteil Reinickendorf, französischer Sektor in Berlin. Man muss diese besondere Situation in Westberlin bei der Beurteilung des Sachverhalts immer berücksichtigen. Wie ja dargestellt wurde, gab es aufgrund der besonderen Situation in Berlin bis zum 2.10.1990 die amerikanische, britische und französische Militärregierung. Durch die Anschläge auf amerikanische, britische und französische Einrichtungen in Westberlin (viele Jahre später Anschlag auf das Maison de France) sind originäre Interessen der USA GB und Frankreichs beeinträchtigt worden. Da die Anschläge auf Militäreinrichtungen erfolgten, dürften zwingend notwendigerweise auch die militärischen Geheimdienste der USA GB und Frankreichs tätig geworden sein. Aufgrund der besonderen Situation Westberlins lag die Federführung bei den Untersuchungen der Anschläge eindeutig bei der amerikanischen britischen und französischen Militärregierung in Berlin und bei ihren Diensten, eben auch bei den militärischen Geheimdiensten der USA GB und Frankreichs. Die Westberliner Polizei und der Verfassungsschutz haben in jenen Jahren also nur das gemacht, was ihnen die Militärregierungen erlaut und befohlen haben. Die geheimen Dienste der Militärregierungen sind selbstverständlich vollkommen unabhängig von den Berliner Behörden tätig geworden und haben ihre Dienste eingesetzt. Da gibt es sicherlich Angelegenheiten und Sachen, auch nasse Sachen, die haben die Westberliner Behörden nicht mitbekommen und darüber haben sie auch nie Kenntnisse erhalten.

    Wie haben die Mitglieder der sogenannten Bewegung 2.Juni zueinander gefunden. Da gibt es Erzählungen und damit verbundene Legenden:

    *Baumann erzählt, er habe die Becker angeschleppt….
    Wer aber hat die Becker in die Umgebung Baumanns gebracht. Zufall oder Anbahnung?

    *Eine andere Protagonistin der Bewegung erzählte, sie habe den Rechtsanwalt Mahler kennengelernt und dann habe sie Verbindung zu anderen späteren Mitgliedern der Bewegung bekommen (siehe Film unten)
    *es wird erzählt, das sie alle US und britische Musik in jenen Jahren geliebt haben (siehe Film unten)

    Wir kommen also wieder auf die Spinne im Netz, Horst Mahler. Obwohl Horst Mahler schon seit langer Zeit inhaftiert und schwer krank ist, schweigt er beharrlich über diese Zeit. Obwohl er schon lange aus der Rechtsanwaltskammer ausgeschlossen wurde und nicht mehr als Rechtsanwalt tätig sein darf, bewahrt er stringent die anwaltliche Schweigepflicht über seine Zeit als Rechtsanwalt in jenen Westberliner Jahren. Eigentlich ist das Verhalten von Mahler angesichts seiner ausweglosen Situation albern, oder: Hat Mahler selbst heute noch Angst. Wovor hat Mahler Angst? Was veranlasst ihn angesichts seiner ausweglosen Lage, diese lächerliche anwaltliche Schweigepflicht immer noch stringent einzuhalten?

    Also, die Protagonisten jener Jahre sind nicht zufällig zusammengekommen, es gab eine Regie. Verena Becker ist durch den Anschlag auf den britischen Yachtclub in Westberlin Gatow, britischer Sektor, in das Fadenkreuz britischer Dienste geraten. Der Jemen war und ist britisches Interessengebiet. Und ja, man kann deshalb sicher davon ausgehen, das sie im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den britischen Yachtclub in Gatow Kontakt zu Diensten der Militärregierungen bekommen hat, und diese Kontakte sind vermutlich sehr intensiv und lang anhaltend gewesen.

    Warum ist die Becker nicht liquidiert worden? Irgendein Dienst hätte sie ja entsorgen können oder sogar entsorgen müssen. Nun, eventuell hatte und hat sie Protektion, ohne das selbst sie die Gründe dafür verstehen muss. Möglicherweise ist sie einfach auch heute noch eine nützliche Idiotin mit der man insbesondere die Reputation der Berliner Bundesrepublik Deutschland beschädigen kann. Wie das geht, das hat man ja im Prozess gegen die Becker gesehen, wo man den Eindruck hatte, die Bundesanwaltschaft verteidigt die Becker und beschuldigt den Sohn des ermordeten Generalbundesanwalt Buback. Selten hat sich die Bundesanwaltschaft in aller Öffentlichkeit so grauenhaft selbst beschädigt und desavoiert.

    Mitglieder der Bewegung 2. Juni erzählen

    https://youtu.be/V9zY5rPm8mI

    Auch hier gibt es die klitzekleinen Mosaiksteinchen in den Erzählungen, die man in das große Puzzle jener Zeit und der damit verbundenen Geschichten einfügen kann.

    Ach ja, und vergessen wir nicht die Hauptverwaltung Aufklärung der Staatssicherheit der DDR, die ja auch zahlreiche und intensive Kontakte zu Mitgliedern der RAF und der Bewegung 2.Juni gehabt haben. Und vergessen wir nicht Markus Wolf, der ja unmittelbar nach Untergang der DDR Asyl in Israel haben wollte. Und vergessen wir nicht, das auch Israel originäre Interessen im Jemen, Libanon und anderen Gebieten in dieser Region hat. Möglicherweise ist deshalb schon zur DDR Zeit und der Zeit der Bonner Bundesrepublik Deutschland über Bande gespielt worden. In einem vorherigen Kommentar ist ein Interview mit Bernd Termer eingestellt, ein Zuhälter aus der guten alten Westberliner Zeit, Stuttgarter Platz im britischen Sektor in Berlin. Bernd Termer hat zum Thema RAF etc. nichts mitzuteilen gehabt. Allerdings hat der Bernd Termer am Anfang des Films was von polnischen Juden erzählt und später von einem Fußball Freundschaftsspiel in Frankfurt zwischen Berliner und Frankfurter Zuhältern. Damit hat der Bernd Termer einen unschätzbaren sachdienliche Hinweis gegeben. Unter uns, wir sind ja hier unter uns, die polnischen Juden hatten jedenfalls keine polnische Staatsangehörigkeit mehr, sondern die deutsche und israelische. Und unter uns, in Frankfurt am Main war es genauso organisiert, wir denken da an den legendären Hersh Beker.

    Über die speziellen israelischen Dienste in Westberlin / Stuttgarter Platz und in Frankfurt am Main kann und darf im Zusammenhang mit diesem Thema spekuliert werden.

  3. Das Buch von Wolfgang Kraushaar über Verena Becker kann man übrigens gegenwärtig noch kostenlos im Internet als PDF runterladen, einfach googeln

    Wolfgang Kraushaar Verena Becker

  4. “ Ex RAF TerroristinVerena Becker, die unscheinbare Nachbarin“, so lautet der Titel eines im Internet abrufbaren Artikels von N-TV

    Als die Becker vor 10 Jahren verhaftet wurde, lebte sie schon längere Zeit in Berlin Zehlendorf in einer Villa, nicht weit entfernt vom ehemaligen Hauptquartier der US Army und dem ehemaligen Dienstsitz des Westberliner Verfassungsschutz.

    In derselben Villa lebte auch ihre Schwester.

    Wer der Becker ihr Leben in der Villa finanziert hat, ist nicht bekannt. Immerhin muss sie ja aus früheren Prozessen mit erheblichen Gerichtskosten plus Zins und Zinseszinsen belastet gewesen sein.

    Eigentlich ganz schön dreist, das die Becker nach ihrer schwerkriminellen Karriere in dieser Gegend in Berlin Zehlendorf platziert wurde oder sich platzieren konnte, übrigens auch nicht weit entfernt von dem Ort, wo Ulrich Schmücker ermordet wurde.

    Es muss also Geldgeber und Gönner gegeben haben und es gibt sie vermutlich auch noch heute. So sind sie, die linken Weltverbesserer,- für die Proleten Harz IV, für die Avantgarde der Arbeiterklasse die Villa im noblen Stadtteil Zehlendorf oder opulente Honorare für eine inhaltsleere halbstündige Rede von Exrevolutzer Fischer. Wer in dieser Republik schwerkriminell wird, dem geht es prächtig, wer im Auftrag der Dienste politisch schwerkriminell, wird, dem geht es noch besser als prächtig. Wenn man als Chef eines bundesdeutschen Dienstes schwerkriminell wird, wie Holger Pfahls, dann genießt man auch Protektion.

    Die Schwester von der Becker ist auch nicht ohne. Die Rolle, die die Schwester in diesen Inszenierungen gespielt hat, ist undurchschaubar.

  5. Da gibt noch den interessanten Vortrag von Kraushaar
    ‚Die blinden Flecken der 68 Bewegung “ mit nicht nur kleinen Mosaiksteinchen, sondern größeren Steinen.
    https://youtu.be/KINdy_P43uY

    Kraushaar erläutert, das Horst Mahler allein im Zeitraum von 1965 bis 1970 1800 Mandanten gehabt hat- die Spinne im Netz. Wenn man bedenkt, das Mahler viele seiner Mandanten auch noch im Knast besucht hat, eine beachtliche Leistung. Zum Schluss des Vortrags gibt Kraushaar zu erkennen, dass er was ahnt, hat zu tun mit den westlichen Siegermächten und ihrer Rolle in Westberlin bis zum 2.10.1990,- Herr Kraushaar gibt zu erkennen, das er lernfähig ist!

    Kraushaar erwähnt auch die Rolle von Dieter Kunzelmann und die Kommune 1,- sehr wichtig, unbedingt beachten.

    Die Kommune 1 bestand aus Dieter Kunzelmann, Fritz Teufel, Rainer Langhans und anderen. Rainer Langhans, das ist der mit der Uschi Obermeyer, hatte ja intime Kontakte zu Peter Urbach
    „Rainer, wenn du wüsstest ‚

    Wo aber hatte die Kommune 1 ihr Domizil.

    Die Kommune 1 hatte ihr Domizil am Stuttgarter Platz im Westberliner Stadtteil Charlottenburg im britischen Sektor und das auch noch in kurzer fußläufiger Nähe zu den Etablissements von Bernd Termer.
    Und wie wir aus dem Interview mit dem Bernd wissen, er hat von den polnischen Juden geschwärmt, die ihn am Stuttgarter Platz im britischen Sektor entdeckt haben und seine Talente als Rausschmeißer und Zuhälter erkannt und gefördert haben.

    Unter uns, wir sind ja hier unter uns, die polnischen Juden hatten schon lange keine polnische Staatsbürgerschaft mehr.

    Die Wolfschanze war am Savignyplatz im Westberliner Stadtteil Charlottenburg im britischen Sektor in Berlin in fußläufiger Nähe zum Kurfürstendamm und zum Jüdischen Gemeindehaus.

    Am Savignyplatz in Berlin Charlottenburg im britischen Sektor gab es in den Etablissements keine Frauen, wie am Stuttgarter Platz, sondern Damen. Ich war damals eine der Damen, heute bin ich eine alte Lady. Was ich alles erzählen könnte!

    Erzähle ich aber nicht.

    Savignyplatz, das waren keine polnischen Juden, die mir Arbeit gegeben und mich angelernt und in Stellung gebracht haben, wie bei dem Bernd vom Stuttgarter Platz. War aber alles im britischen Sektor in fußläufiger Nähe zum Jüdischen Gemeindehaus.

    So, und jetzt bin ich sehr müde und muss einschlafen, gleich kommt mein Pfleger…

    1. … der hoffentlich die nötigen Pillen dabei hat…

      Mal ernsthaft, ihr kommt vom Hundertstel zum Tausendstel, und wir hätten es gerne etwas kompakter.

      1. Es geht nicht kompakter, die Geschichten jener Jahre sind in Millionen kleine Mosaiksteinchen zertrümmert. Die klitzekleinen Mosaiksteinchen zu finden, ist sehr mühsam. Es sind aber diese klitzekleinen Mosaiksteinchen die man finden und richtig zusammenfügen muss.

        Einige sachdienliche Hinweise in dieser Angelegenheit können aber für Interessenten der Geschichte jener Jahre noch gegeben werden:

        *Am Savignyplatz in Berlin Charlottenburg hat Bommi Baumann in den sechziger Jahren in der Lokalität
        „Die Dicke Wirtin “ seinen ersten Joint angedreht bekommen. Ob er gewusst hat, was da wirklich in dem Joint drin war, ist zu bezweifeln. In der „Dicken Wirtin“ verkehrten auch noch andere Protagonisten aus dem Umfeld von Baumann. Die Dicke Wirtin gibt es immer noch, einfach mal googeln.

        *** das ist spam. gekürzt ***

        1. Nein, kein Spam….

          Einfach Kraushaar „Bombe im Jüdischen Gemeindehaus “ genau lesen, auch
          „Der Patriot “ im Hinblick auf Horst Mahler.

          *** deutlich gekürzt. Ist alles blabla ohne Relevanz ***

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