Compact #NSU „Zschäpe muss freigelassen werden“ gibt einen guten Einstieg. Empfehlenswert!

Ganz neu eingetroffen, zerlegt, jede Seite eingescannt, zur PDF gemacht und OCR-behandelt (Texterkennung), so kam es an, Vorgestern, das neue Compact Spezial zum NSU:

Am 23.09.2017 veröffentlicht
Im NSU-Prozess fordert die Bundesanwaltschaft die Höchststrafe für die Angeklagte: Lebenslange Haft plus anschließende Sicherungsverwahrung. Die brandneue COMPACT-Edition bringt die Treibjagd auf den neuesten Stand und lässt das gesamte Anklagekonstrukt zusammenbrechen. Lesen Sie in mehreren Originalakten selbst, warum Beate Zschäpe frei gelassen werden muss.

 

Und so sieht es aus:

Das Vorwort gab es schon beim Elsässer, das ist daher kein LEAK…

hier die naechste Doppelseite:

Sehr ansprechend gemacht, angenehmes Layout. Fachlich nicht fehlerfrei, aber wer ist das schon, und viele der Hauptwidersprueche gut verstaendlich beschrieben. Andere fehlen hingegen komplett. Dennoch gilt:

Ein guter Einstieg in den mittlerweile gigantisch grossen NSU-Komplex, bei dem kaum noch jemand den Überblick hat.

Ergaenzend, ja vertiefend zu Compact sollte man das hier lesen, es ist zudem kostenfrei:

GDU: Einstieg for you

Klick… http://file.arbeitskreis-n.su/nsu/Blog-Sicherungen/EinstiegNSU.pdf

Damit sollte genug Lesestoff fuer das naechste regnerische Wochenende vorhanden sein…

Was die Leidmedien sich nicht trauen, das bringt Compact: Die Russlungenluege im Bundestag zum Beispiel:

Da sieht man doch gerne darueber hinweg, dass die angeblichen „Geheimakten“ allesamt oeffentlich zugaengliche Landtags- und Bundestagsberichte sind… auch wenn ein fahler Beigeschmack bleibt. Muss man von Geheimakten schreiben, wo keine sind?

Wobei… lustig sind sie schon, unsere Bundestags-Vertuscher:

Koennen Sie den letzten Absatz lesen?

Die dargestellten Fragen und Widersprüche sind aus Sicht des Untersuchungsausschusses nicht abschließend bearbeitet. Insbesondere wäre es aus Sicht des Untersuchungsausschusses notwendig, Sachverständige zu hören, die zu den Fragen der fehlenden Rußspuren in den Lungen der zwei Toten Stellung nehmen.

Dem Untersuchungsausschuss fehlt für eine entsprechende Bewertung dieses irritierenden Faktes die notwendige Kompetenz.

Feige waren sie, Lügen am laufenden Band haben sie in ihren Abschlussbericht geschrieben. Auch dazu hat Compact gute Arbeit geleistet.

Die Edition konzentriert sich auf die Punkte, an denen die staatsoffizielle NSU-Version am widersprüchlichsten ist. Jedes einzelne Kapitel lässt das gesamte Anklagekonstrukt zusammenbrechen: Wenn der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter am 25. April 2007 nicht vom NSU begangen wurde, ist Böhnhardt und Mundlos die Heilbronner Pistole untergeschoben worden – und umgekehrt. Wenn in Kassel nicht vom Trio gemordet wurde – warum sollte es dann die Tat in seiner Bekenner-DVD ab­feiern? Wenn die aufgefundene Ceska-83 nicht den Dreien gehörte oder nicht die Tatwaffe ist, wer hat dann geschossen? Das Studium der von uns abgedruckten Ak­ten kann nur zu einem Schluss führen: In dubio pro reo. Wann darf Zschäpe endlich raus?

Wir koennen das Sonderheft (80 Seiten) nicht komplett leaken. Die vollstaendige Lektuere lohnt sich in jedem Fall!

21 comments

  1. Ein Lob für Compact?
    Da kann ich ja wirklich mal drüber nachdenken, in den gut sortierten Zeitschriftenladen zu gehen und mir die Printausgabe holen.
    Schönen Sonntag.

  2. war heute in der Bahnhofsbuchhandlung, das Sonderheft von Compact war nicht da

    wer kann hier bitte mal den Link posten zu dem Bild des „Handwerkers“ der gerade von dem brennenden Haus weg geht auf der gegenüberliegenden Strassenseite und von einer Kamera aufgenommen wurde. Dieses Bild sollte man mal der breiten Öffentlichkeit zukommen lassen. Das Bild ist so klar, dass dieser „Handwerker“ gefunden werden könnte

    Dieser „Handwerker“ könnte auch der „Bombenwerker“ sein, denn der hat sich weder gemeldet, noch ist der irgendwo in den Akten aufgetaucht als Zeuge

  3. [img]http://arbeitskreis-n.su/blog/wp-content/uploads/2015/02/rene-kaul.jpg[/img]

    Oben rechts ist eine Lupe… drauf klicken und schon kommt die Suchfunktion. Der wenig triviale Suchbegriff „Handwerker“ führte zum oberen Ergebnis ; -)

      1. Der auf dem Bild sieht so „Temme-mässig“ aus (oder eben wie „Gru“ aus „Ich einfach unverbesserlich“;-), der TV-Kaul wirkt irgendwie zu fröhlich und frischer… .
        Hat denn der grimmige Kaul eine verkohlte Hand, oder trägt er etwas in ihr? (Ein Headset hat er auf?)

  4. ich habe schon rumgesucht finde das Bild leider nicht, das Bild ist viel deutlicher man kann den Mann sehr gut im Gesicht erkennen und man sieht im Hintergrund links das Haus brennen. Ist sicher nicht der Rene Kaul, der sieht ganz anders aus. Der Mann den ich meine ist auch ein bisschen älter, könnte Ex Stasi sein, hat eine Latz Hose an soweit ich mich noch erinnern kann

    1. Im Bundeskanzleramt bei Frau Dr. Angela Merkel laufen alle Fäden zusammen.
      Hier werden die Dienste beaufsichtigt / angewiesen / kontrolliert – oder doch nicht?
      Ich bin entsetzt… -unglaublich *kopfschütteln*

  5. @Neckarsulm: das ist aber nicht der Rene Kaul den man bei Gericht gesehen hat

    Rene Kaul ist ja angeblich in Richtung Haus, dieser Rene Kaul geht ja weg vom Haus und ist total ruhig und nicht irgendwie aufgeregt. Ich meine das ist der „Sprengmeister“ als Tarnung in Arbeitskleidung. War ja vermutlich auch seine „Arbeit“

    – der „Rene Kaul“ den man uns präsentiert hat ist jünger und schlanker, so verarscht man alle die am NSU Prozess beteiligt sind.

  6. Ossi’s gelten offensichtlich immer noch als die Dummen und Naiven, die kaum bis 3 zählen können.
    Wenn man diese These mal etwas näher betrachtet, könnte man so eventuell zu aufschlußreichen Erklärungen kommen, die die vielfältigen Widersprüche und Ungereimtheiten möglicherweise wenigstens etwas plausibler erscheinen lassen.
    Die Frage ist doch mMn. immer noch: Wer hat hier gemordet, wer vertuscht hier, wer schüchtert ein, warum gibt es ein Zeugensterben, wer hat was zu verbergen, wer muß vor Gericht…
    Die TV-Dokumentation „Warum mußte Michéle Kiesewetter sterben?“ stellt dabei ebenfalls viele Fragen und zeigt, daß die allgemeine offizielle Darstellung eben NICHT schlüssig vermittelbar ist und somit immer ´wieder neue Fragen aufwirft.

  7. Wo ist der Whistleblower, der im Interesse von Wahrheit und Gerechtigkeit sein Wissen preisgibt?
    Sind die wahren Mörder immer noch auf freiem Fuß?
    Wurde Michéle Kiesewetter verraten?
    Wußte Sie vielleicht zuviel?
    Wird das Treiben des KKK unterschätzt / unter den Tisch gekehrt?
    Warum wurde sie nicht geschützt?
    Lief sie in eine Falle?
    Sooo viele Ungereimtheiten und offene Fragen…
    Muß Frau B. Zschäpe letztendlich nur deswegen verurteilt werden, weil es die Staatsräson gebietet?
    Ein Fehlurteil wäre für die Demokratie in Deutschland sicher von fataler Tragweite.
    Erdogan würde sich im Rahmen eines Fehlurteils auch bestätigt fühlen…
    So weh es auch tun möge – die Wahrheit muß endlich ans Tageslicht.
    Freiheit und Demokratie dürfen nicht sinnlos preisgegeben werden.
    Selbst wenn der Prozeß noch einmal neu aufgerollt werden müßte, wäre dies allemal besser als ein, aus Gründen der allgemeinen Staatsräson geschuldetes Fehlurteil.
    Ein deutsches 9/11 muß unbedingt vermieden werden, dies ist man auch all den Toten schuldig.

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