Die Dienstwaffen aus Heilbronn hatten gar keine Wappen?

Dank an Georg Lehle, der sehr fleissig die Protokolle aus dem Ländle analysiert auf seinem Blog Friedensblick.de für dieses nette Fundstück:

wappen

Seite 63,  http://www.die-anstifter.de/wp-content/uploads/2015/09/UA-NSU-Sitzung-29.pdf

Das BKA, in Person eines Kriminaloberrates der BAO Trio, danach EG Trio, insgesamt über 3 Jahre am Fall NSU in leitender Funktion dran, weiss offenbar Bescheid über die Wappen auf den Dienstpistolen aus Heilbronn.

Gab es nicht…

 

 

Das sollten sie in ihrem Sauladen BKA mal endlich klären.

Kollege Köllner von der Kripo Gotha hat einen Stempel gesehen, später, sagte er aus, der nicht THP lautete wie auf seiner Thüringer Pistole, sondern eben anders:

 

Das Nichterkennen Köllners könnte mit dem Nichtvorhandensein zusammenhängen, liest man die eingangs zitierte Aussage im Ländle-NSU-Ausschuss. (Antwort des Abgeordneten: „okay“… da haut’s einem den Schalter raus. NULL Nachfrage, hat ihn das „nein“ zum Wappen derart verwirrt, und alle anderen Abgeordneten auch?)

Auf jeden Fall ist es nicht möglich, sich in Stregda eine angeblich aus dem Bad entnommene Pistole anzuschauen, die unbeschädigt ist, und als Waffenfachmann nicht nach den 3 ab Werk vorhandenen Seriennummern zu schauen, bzw. nur 1 Seriennummer zu finden. Insbesondere vor einer INPOL Abfrage hätte jeder Waffenfachmann nach den 3 Seriennummern geschaut, um sicher zu gehen bei der Abfrage.

Wenn es aber eben doch die Tischwaffe war, also Kiesewetters angebliche Dienstwaffe,  dann gab es keine 3 Nummern zum Ablesen…

anback

Verkohlt und verschmort, dann kann eine Seriennummer schonmal kaum lesbar sein, während die beiden anderen Seriennummern durch die Anbackungen verdeckt waren.

Hat man da 116 statt 110 abgelesen, also die Seriennummer falsch abgelesen?

Kamen die 6 Kollegen aus Stuttgart aufgrund eines schnöden Nummern-Ablesefehlers am 5.11.2011 in Gotha bei PD Menzel angerauscht? Oder hatte man sich schlicht in der Hektik des 4.11.2011 vertippt, als man die Waffennummer aus dem Wohnmobil im INPOL eintippte, in all der Hektik, verschuldet durch Banküberfall in Eisenach, den Fund der beiden Toten im Wohnmobil, die Fahndung nach dem 3. Mann?

tisch nummer 2

tisch nummer falsch

http://arbeitskreis-n.su/blog/2015/02/11/ein-schnoder-ablesefehler-liess-die-schwaben-am-5-11-2011-anreisen-110-oder-118-statt-116/

.

Und was das BKA angeht, so ist es doch wohl ein schlechter Witz, jede mehrfach vorhandene Beschriftung an den Pistolen zu erwähnen, aber nicht die 3 Seriennummern. Auch einfältige Kommentare helfen da nicht weiter, die das nicht erkennen wollen. Diskussionsbedarf: Forum nutzen.

Man lese die Begründung, mit der die Dienstwaffen-Strafanzeige abgewiesen wurde:

anzeige

Da passt rein gar nichts zusammen mit der Aussage des BKA-KOR im Ausschuss Ländle… wie gut, dass niemand nachgebohrt hat 🙂

Die gesamte Dienstwaffen-Identifizierungs- und Abfragegeschichte passt nicht. Sie ist hingebogen, aber es MUSS, Ablesefehler, falsche Waffe mit „richtiger Nummer“, Patronenbodennummer oder was auch immer, bei der INPOL-Abfrage als Ergebnis SOKO PARKPLATZ herausgekommen sein.

Sonst hätte kein PD Menzel am Nachmittag des 4.11.2011 den Axel Mögelin in Stuttgart angerufen und dem gesagt, die Waffe Kiesewetter sei gefunden worden, die doch erst gegen Mitternacht überprüft worden sein soll, und kein Schwabe wäre per Hubschrauber am 5.11.2011 nach Zwickau geflogen, während seine Kollegen in Eisenach das Womo auskehrten, schwäbische Hirn-Kehrwoche…

Der Bundestags-Verschwörungstheoriewiderlegungsausschuss ist wahrlich nicht zu beneiden… er wird scheitern. Und er weiss es.

7 comments

  1. jetzt die Frage, sind denn die alle ein bisschen sagen wir geistig zurück geblieben?

    – hochbezahlter BKA Beamter sagt „kein Wappen“

    – am 4. / 05.11. wollen die „Finder“ ein Wappen gesehen haben

    – eine Nummer nur auf den Waffen

    – zwei Nummern auf den Waffen

    – es könnten / sollen auch 3 Nummern auf den Waffen sein

    da kann man einen 10 Jährigen die Waffe ansehen und ein Gutachten verfassen lassen. Der macht auch nicht mehr Fehler als hochbezahlte Mitarbeiter von Polizei und BKA

    Wie lassen sich da hochbezahlte Abgeordnete verarschen? Die halten das Volk vermutlich für unterbelichtet

  2. “ und als Waffenfachmann nicht nach den 3 ab Werk vorhandenen Seriennummern zu schauen, bzw. nur 1 Seriennummer zu finden“

    Ja, von baugleichen Pistolen passt der Schlitten der Einen ja ohne Probleme auch auf die andere Pistole.

    Das ist somit die Seriennummer auf die ich am Wenigsten etwas geben würde. Die am Lauf ist doch viel wichtiger bzw. die einzig Entscheidende.

    Tolle Experten.

    Und das mit dem Wappen ist auch „seltsam“

    Kein Wappen, keine Polizeiwaffe 🙂

    (K)eine Räuberpistole!

  3. Gibt es denn zwei INPOL-Abfragen in den Ermittlungsakten? Bisher las ich immer nur von der Kiesewetter-Waffe, ich glaube gegen 23:00 wurde die Suchabfrage eingegeben. Komischerweise sagte der Nordgauer, dass ihn gegen 19:00 der Ruf aus Thüringen erreichte, oder? Aber es gab den thüringer Polizisten am Wohnmobil, der aussagte, er hätte die Waffe im Bad geborgen, also Arnolds Dienstwaffe.

    Sind eigentlich die Aussage-Protokolle in den Ermittlungsakten, von den beiden Polizisten, die am Wohnmobil Schüsse/Knallgeräusche hörten? Lecorte zitiert aus ihren Vernehmungsprotokollen vom 08.11. Außerdem zitiert er auch noch einen „Vermerk des BKA-Kommissars Bu. vom 21. November 2011“.

    1. Lecorte hat sogar einen Vermerk von 04. November, von einem der Polizisten:

      „Bereits am 4. November 2011 hatte Ma. einen Vermerk geschrieben, in dem er sehr zeitnah das Geschehen beschreibt, also mit einer hohen Zuverlässigkeit11. Dort schreibt er, er habe „gegen 12:07 Uhr im Innenraum des Wohnmobiles Rauch und Feuer wahrgenommen.”

    2. Nordgauer wurde von seinem Chef angerufen.
      Der wurde wohl von Mögelin angerufen.
      PD Menzel rief beim LKA Stuttgart an.
      NACHMITTAGS.

      Knobloch liess die erste INPOL-Abfrage machen.
      Sie sagte, eine Patronennummer…

      Wir kennen da die Wahrheit nicht, zuviele Widersprüche…

  4. Untersuchungsausschuss „Rechtsterrorismus/NSU BW“, 29. Sitzung, 16. Oktober 2015 UA „NSU BW“ 29P-B (öffentlicher Teil), D:

    Z.A.K.: …Darüber hinaus sind die Ausrüstungsgegenstände, die den beiden Kollegen K. und A. entwendet worden sind im Zusammenhang mit diesem Attentat, mit diesem Anschlag, in der Frühlingsstraße ebenfalls gefunden worden, namentlich Handschließen, ein Reizsprühgerät und ein MULTIFUNKTIONSTOOL. Diese drei Gegenstände, die wir K. und A. zuordnen konnten, sind ebenfalls in der Frühlingsstraße in Sachsen aufgefunden worden….

    Ist damit dieses Kiesewettersche Schweizer Taschenmesser gemeint, das erst nicht auffindbar und dann doch irgendwie wieder da war?
    DAS wurde in der Frühlingsstraße im Brandschutt gefunden?

    1. Nö, das wurde Wochen später dem Waffenwart in Boeblingen auf sein Klappbrett gelegt, so daß er nur einen AKtenvermerkt anfertigte, daß das MFT wieder da ist. War eigentlich nie weg oder so. Im Grunde wurden nur die Humanspuren entfernt, die der Aufheber am Tatort hinterlassen hatte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.