Heimatschutz: Das „TNT“ in der Garage 1998

Weil es so schön ist:

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tnt-rohre

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9-12 Gramm TNT, welches nicht mit dem TNT der Theaterbombe 1997 übereinstimmt.

Auch andere Rohre als bei der Theaterbombe.

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Noch Fragen?

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Ja!

1. Warum steht im Haftbefehl dann „Theaterbombe 1997“ am 28.1.1998, und nur Theaterbombe 1997, also 2 Tage nach der Razzia, wenn weder Garagenrohre noch Garagen-„TNT“  zu der „Bombe“ passten?

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siehe:

http://sicherungsblog.wordpress.com/2014/05/29/sach-und-lachgeschichte-nr-1-sie-finden-bei-einer-razzia-tnt-und-rohrbomben-was-tun-sie-dann/

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2. Warum fehlt die Erwähnung des alten Krams, 2 Jahre abgelaufener Reisepass Mundlos und uralte Adresslisten, alte Zeitungen etc? Nur altes Kram, das hat auch der NSU-Ausschuss Thüringen unterschlagen, dass es alles altes Kram war.

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3. Warum fehlt der Mietvertrag mit dem Polizisten Klaus Apel für diese Garage Nr. 5 ?

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4. Warum fehlt die spätere Äusserung von Mundlos, sie seien mit dieser Garage verarscht worden? Die ist aktenkundig!

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Schließlich kommt ein weiteres, hausgemachtes Problem hinzu. In einer weißen Geldkassette in einem Regal rechter Hand in der Garage hatten die LKA-Techniker einen Plastikbeutel mit beigefarbigem Granulat gefunden.

In den Listen wird der Beutel als »Tüte mit TNT« bezeichnet – der Inhalt der Tüte, das mutmaßliche TNT, wird jedoch nicht gewogen, bevor es vernichtet wird.

TNT explodiert ohne Zünder nicht, es kann also eigentlich sehr lange gelagert werden, und es besteht kein Grund, vor einer Gerichtsverhandlung diese Spur zu vernichten.

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Ach wirklich? Da steht „beiges Pulvergranulat“: „Tüte mit TNT“ steht da nicht.

tnt-granulat

5. Warum fehlt der Name Jörg Winter als angeblicher Lieferant des Sprengstoffes an Spitzel Starke?

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6. Warum wurde Winter nicht dazu vernommen? Weil man wusste dass das alles Blödsinn ist?

Warum fehlt die Information aus Protokoll 66b, Seite 13, Bundestag.de, dass Thomas Starke laut Schreiben des Generalbundesanwaltes vom 2.1.2001 eine langjährige Vertrauensperson mehrerer Dienststellen war?

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7. Warum fehlt die Aussage, dass das LKA die gezogenen Proben erst 2000 vernichtete?

http://www.thueringen.de/th3/polizei/lka/presse/aktuell/pm/66821/

Lediglich klarstellend wird darauf hingewiesen, dass im August und Dezember 2000 nur noch die verbliebenen Sprengstoffproben, die im Milligramm- und Grammbereich lagen, vernichtet wurden.

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8. Die Widersprüche die Uhrzeiten bei der Razzia betreffend werden nicht herausgearbeitet:

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razzia garage

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Es ist merkwürdig. dass man seitenlange Erzählungen über diese Razzia schreibt, aber nicht darauf kommt, dass der Böhnhardt abtauchen sollte, und Mundlos und Zschäpe gleich mit !

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Der NSU-Ausschuss Thüringen hat über diese Razzia Hunderte Seiten vollgeschrieben, ebenfalls ohne irgend etwas zu bemerken oder auch nur zu erahnen: Geplantes Abtauchen eines Trios zum V-Mann Starke nach Chemnitz.

siehe:

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/09/20/was-nicht-im-thuringer-abschlussbericht-steht-abgelaufener-reispass-altes-kram-keine-fingerabdrucke/

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/09/21/was-nicht-im-thuringer-abschlussbericht-steht-die-grosse-vertuschung-operation-drilling/

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Dafür können die Autoren Aust und Laabs allerdings nichts, dass der Thüringer NSU-Ausschuss wichtigste Fakten unterschlug. Man darf Absicht unterstellen. Es ist nämlich schon wichtig, ob da nur „altes Kram“ in der Polizistengarage lag, oder eben Aktuelles. Ob es Fingerabdrücke gab, und wie man sich ihr Fehlen erklärt.

Offensichtliche Manipulationen wollte man in Erfurt nicht erkennen. Kasperles-Ausschuss. Wie alle anderen NSU-Ausschüsse auch.

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Die Probe auf´s Exempel: Steht da „9-12 Gramm TNT in den „Bomben“ im Abschlussbericht, oder stehen da die geschätzten, nie gewogenen 1.392 Gramm, die „beiges Granulat sind“, und die nicht zum „TNT in der Theaterbombe“ passten, wie auch die Rohre nicht passten?

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Prüfen Sie das selbst, durchsuchen Sie die 1800 Seiten Abschlussbericht!

1392 gramm stammt aus einer Hochrechnung… steht drin.

Tüte kommt nicht bei Werkbank vor, beige(s)  gibt es nicht, Granulat auch nicht.

Geldkassette kommt nicht vor, Werkbank gibt es, bei Schraubstock, aber nicht bei Tüte oder Geldkassette.

Auf einer rechtsseitig gelegenen Werkbank wurde
ein Schraubstock mit einem Rohrstück festgestellt 

5 Treffer zu Schraubstock im Zusammenhang mit Werkbank

– es gibt auf Seite 18 das erste Mal das TNT-Märchen:

Seit der Durchsuchung dieser Garage am 26. Januar 1998, bei der
funktionsfähige Rohrbomben und ca. 1,4 kg TNT sichergestellt worden waren, befanden sich
Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe auf der Flucht.

Gähn…

Laut fernmündlicher Ergänzung durch OStA Schwarz am 19.09.2003 wurden in der Garage fünf Rohrbomben und ca. 1,4 kg TNT gefunden. Welche Fertigungsstufe diese Rohrbomben aufwiesen, kann durch die Staatsanwaltschaft Gera nicht gesagt werden. Zu genaueren Untersuchungen sah sich das TLKA aus Sicherheitsgründen nicht in der Lage. Aus diesem Grunde gab es auch keine Untersuchung auf Fingerspuren. Die Rohrbomben wurden gesprengt. Die Beschuldigten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos wurden zu Tatverdächtigen, weil diese die Garage der Beate Zschäpe betreten und benutzt hatten.

9-12 Gramm !!! Wo steht das denn? 1800 Seiten Märchen aus Erfurt?

Auffindens der Sprengmittel noch anwesend ist. Eine Festnahme erfolgt jedoch nicht. Böhnhardt kann unbehelligt in sein Auto steigen und davon fahren. In der Garage Nr. 5 werden unter anderem 4 Rohrbomben und cirka 1,4 kg TNT sichergestellt.

Die haben dort offensichtlich ein Problem mit der Wahrheit, die Thüringer Kämpfer gegen Rechts.

Daher machen sie auch weiter, steht im Koalitionsvertrag: Noch mehr Lügen braucht das Land !

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Wichtig ist das deshalb, weil es zuerst das Buch „Heimatschutz“ gab, und viel später den Thüringer Abschlussbericht. Man darf unterstellen, dass die Thüringer Parlamentarier das Buch gelesen haben. Sie habe aber ihre Märchen zum TNT nicht berichtigt.

Das ist wichtig.

Und das ist doch ein Schmankerl in dem Buch, oder etwa nicht? Sehr löblich.

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Verbrennt den hochgelobten Erfurter Abschlussbericht, er ist ein Lügenbericht, mit unterschlagenen TNT- und Rohr-Fakten, abgelaufenen Pässen etc, was auch unterschlagen wurden, und das alles sind keine „Ermittlungspannen“, das ist die pure Absicht. Absicht der Parlamentarier ist gemeint. Der VS handelte gemeinsam mit dem Staatsschutz der Polizei ganz nach Plan, davon darf man ausgehen.

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Das darf aber nicht herauskommen. Staatsgeheimnis Aushorchzelle. Aust und Laabs schützen es ebenfalls.

Sie bauen lieber NSU 2.0: Ganz viele Mörder, ganz viel Schuld des Verfassungsschutzes.

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sich über Fritsche beschweren, aber das Wort „Aushorchzelle“ fällt ihm nicht ein… wer soll das glauben?

7 comments

  1. Das mit dem TNT finde ich allgemein nicht soooo dramatisch. Während der Grundausbildung hat man uns gelehrt, dass die DM12 (heute DM22) simulation Mörsereinschlag mit 2g TNT befüllt ist. Sieht aus wie eine Wehrmachts Stabhandgranate, ist aus Styropor und hat unten am Stiel einen „im Frieden“ durch eine Kunststoffkappe gesicherten Zugauslöser mit ca. 4sec. Verzögerung. Ich hab mich nie getraut, eine aufzusäbeln, sonst könnte ich Euch sagen ob Bundeswehr TNT beigefarben ist. Wenn´s drei Meter vor der Stellung hochgeht bekommt man jedenfalls sofort Respekt vor dem „BUMS“, wenn man sich vorstellt, es geschähe in der eigenen Hand. Für 1392g müsste man allerdings ca. 700 Stück von den Dingern abzweigen und man müsste all die „Gelben Säcke“ vor der Haustür erklären :-). Während eines Manövers sollten aber locker genug für 9-12g abfallen. Dieser Lieferweg scheint mir der naheliegenste zu sein. Hätt ich auch früher drauf kommen können aber wenn man TNT liest …..uhhhhhhh, böser NSU. Man hatt halt den Frontlappen nicht immer unter Kontrolle. Allerdings hätten die Burschen von der KT uns den Hinweis auch in das Behördengutachten schreiben können.

    Hier noch ein Bild
    http://www.feuerwerk-forum.de/album/data/512/2126Simulator_IV.JPG

    1. Servus Fatalist,

      bitte ergänze meinen obigen Eintrag noch um:
      Aber bitte beachten: Eine Standard Handgranate wiegt komplett, also inkl. Splittermantel schon 200g. Und die zieht auch nicht unbedingt die Wurscht vom Brot. Mit 9-12g TNT würde also ein Standard-Terrorist bestimmt nicht auf Anschlagstour gehen. Mit dieser Menge scheint ein Lagerfeuer-Kiesgruben-Grill-Bereicherungs-Action-Kurzevent-Bespaßungs-BUMS eher wahrscheinlich.

      1. Himmelherrgott!!!

        Ich schreibe jetzt 100 mal auf, dass ich nie wieder zu früh auf Absenden drücke.
        Also bitte zwischen die beiden Posts noch einfügen, weil deswegen hab ich das ja alles aufgeschrieben:

        Das würde übrigens auch erklären weswegen die „Rohrbomben“ ohne Zünder in der Werkstatt liegen. Der Knallkopf hat es einfach nicht geschafft, den DM22 Zünder in die vervielfältigte Menge an TNT zu basteln. Da würde ich auch mal nachfragen: Wo bleibt denn jetzt der BUMS??

    2. In einer DM12 ist IMHO kein TNT enthalten – TNT ist in der Regel von der Frabe her Gelb, und ich habe so ein paar DM12 mit der Hand Zerlegt (also nicht gezündet) 😉 – in dem Styropor Körper war immer ein weiter „Papp- Behälter“ in dem Wiederum war gräuliches Pulver enthalten…
      beste Grüße.

  2. Fakt ist nun einmal, dass die Tüte mit dem beigen Granulat nicht beprobt wurde, ob das TNT ist. Könnte ebenso gut Unkraut Ex oder Ammonium-Dünger oder sonstwas sein…

    Fakt ist ebenfalls, dass das TLKA 2012 klarstellte, dass es Proben hatte, noch 2000, aber die dann vernichtete. Ohne Beprobung.

    Ihr müsst verstehen, dass es um Widersprüche aufzeigen geht, was damals wirklich wo drin war können wir nicht klären…

    Korrigieren musst Du deinen Kommentar schon selber, btw 😉

  3. Prof Mundlos hat ausgesagt vor Gericht, ein Bekannter vom Theater Jena habe ihm gesagt, der Koffer sei leer gewesen.
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    Solche Aussagen sind zwingend nachzuprüfen, der Bekannte ist zu vernehmen.

    es passt nämlich zur Aussage, das Trio sei mit der Garage reingelegt worden.

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