Monthly Archives: November 2025

NSU: Schauprozeß in Dresden

Auch Thomas Moser ist aufgefallen, daß da was nicht stimmen kann, was bezüglich Susann Eminger durchgezogen wird. So ist aber der Staat nunmal. Er zieht gnadenlos durch, was in seiner Macht steht. Und die Macht des Generalbundesanwaltes geht gegen Unendlich. Nicht ganz, aber fast.

Das ganze Verfahren erscheint künstlich und inszeniert, noch künstlicher als es der Münchner Prozess bereits war.

Neu soll jetzt sein, dass Susann E., als sie die drei unterstützte, gewusst haben soll, dass sie für Morde und Raubüberfälle verantwortlich waren. Und zwar spätestens ab 2007. Sie habe das, führt der BAW-Vertreter unbestimmt aus, entweder von Zschäpe oder von ihrem Mann erfahren. Spätestens an dieser Stelle fragt man sich, wie die Anklagebehörde das beweisen will. Ihre Anklage steht auf tönernen Füßen.

Das Gericht steht vor folgender Aufgabe: Es muss zunächst klären, ob die Angeklagte Susann E. Zschäpe tatsächlich in der Illegalität unterstützt hat, zum Beispiel durch ihre Krankenkassenkarte. Dann muss es weiter klären, ob Susann E. von den Morden und Rauben des Trios gewusst hat. Und drittens müsste es klären, ob Zschäpe selber Genaues von den Morden wusste. Streng genommen müsste es viertens sogar klären, ob das Trio beziehungsweise Duo tatsächlich für die Taten verantwortlich ist.

Ist der Prozess gegen Susann Eminger ein So-tun-als-ob-Prozess?

Er ist wesentlich eine Disziplinierungsmaßnahme. Alle Staatsdiener sind bei erfolgreichem Abschluß auch dieses Prozesses der staatlichen „Wahrheit“ aka Erzählung verpflichtet. Womöglich sind noch zahlreiche Verfahren offen, bezüglich denen ein Signal gesendet wird. Wenn ihr rumzickt, seid ihr dran, egal wie abstrus die Anklage auch ausfällt, denn wir kommen damit durch.

Profitipp: Die Kommentare beim Moser müßt ihr nicht durchlesen. Da ist jeder Papierkorb einer oberen Bundesbehörde mit mehr Intelligenz bestückt.

Außer den hier.

IBAN? Adresse? Bitte umgehend entfernen unterm Bild. Burn after reading

Noch am Mittwoch Vormittag war dieser Datensatz nämlich unter einem von Dirk Sukow angefertigten Foto beigefügt.

Bonustrack

Noch ein Schauprozeß

Ganz offensichtlich hat man die sogenannten „Reichsbürger“ zwar nicht wie den Grafen von Monte Christo im Chateau d’If eingesperrt und den Schlüssel weggeworfen, sondern nur in Hochsicherheitsgefängnissen wie JVA Stuttgart Stammheim (oben im Bild), JVA München Stadelheim und JVA Frankfurt am Main. Und die Schlüssel sind offenbar noch da.

Die sogenannten Reichsbürger-Terroristen sind alle betagt, einige sogar hochbetagt – eine Art Rollatorumstürzler.

Die Reichsbürger-Sache stinkt zum Himmel. Zwei der hochbetagten Angeklagten, Norbert G. und Hildegard L., sind im Alter von 70 Jahren, sozusagen bereits während ihrer Haftzeit, verstorben. Sie waren krank, und man hat sie erst kurz vor ihrem Tode in eine Klinik bringen lassen, wo sie das Zeitliche segneten.

Die Katzenfrau im Pressespiegel

Zuerst noch ein nachträglicher Glückwunsch an den Blog von fatalist und des AK NSU. Der letzte Beitrag dort, der mit dem Südwestfunkern auf Desinformationskurs, war dortselbst der 4000 Blogpost.

Zur Wiederholung nochmal zwei Posts, die der Katzenfrau gewidmet waren.

Nun zum Prozeß in Dresden die zitierte Wiederholung.

Warum machen obere Bundesbehördende sowas? Weil sie es können und weil es keiner merkt oder merken will.

Die Ramm im S-Wort-Schmierblatt kann man knicken. Zeilenschinderei für Honorar, mehr war da inhaltlich nicht.

Die Ramelsberger schreibt auf gleicher Stufe.

Doch nun unternimmt die Justiz noch einmal einen Anlauf, jemanden aus dem Helferkreis des NSU zur Rechenschaft zu ziehen. Es dürfte der letzte Anlauf sein. Susann Eminger, mittlerweile vierfache Mutter, steht seit Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Dresden.

„Obwohl sie seit 2007 von den Morden und Sprengstoffanschlägen wusste, entschied sie sich, die Angehörigen des NSU in ihrem Leben in der Illegalität weiter zu unterstützen“, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Barrot über Susan Eminger.

Sehr steile These. Mehr haben die nicht im Portfolio. Das sieht sehr traurig aus für den Staat und den Schauprozeß in Dresden.

Ich weiß jetzt nur noch nicht, ob Mitleid mit den Dienern des GBA angesagt ist, oder ob man das herzliche Beileid zum Ausdruck bringt, was für widrige Artbeitsbedingungen sie ertragen müssen.

Selbst der Aufschreibenden für die LVZ, Karin Schlottmann, ist das aufgefallen, auch noch so deutlich, daß sie es für notierenswert hielt.

Lohse: „Wir wissen, dass im Zusammenhang mit dem Gesamtgeschehen des Nationalsozialistischen Untergrunds vieles leider offen geblieben ist. Wir haben auch nicht die Erwartung, dass in diesem Verfahren sämtliche Fragen geklärt werden können“. Die Bundesanwaltschaft habe aber die begründete Hoffnung, dass zumindest in dem Ausschnitt, der jetzt in Dresden verhandelt werde, weitere Aufklärung gelinge und die eine oder andere neue Antwort gefunden werden könne.

Diese eher zurückhaltende Äußerung klingt mit Blick auf eine Verurteilung nicht nach einer ganz eindeutigen Beweislage gegen Susann E.

Das liest sich wie: Wir haben nichts aber give it a try.

Im deutschen Justizstaat ist das eben so. Kannste nix machen. Ändern schon gar nicht.

Der Brüller wäre ja, wenn mitten im Prozeß der Verteidiger der Eminger aufsteht und den Antrag an das Hohe Gericht stellt, daß seine Mandantin umfassend aussagen wollen täte tun würden, wenn der sächsische Innenminister und das Justizministerium eine umfassenden Aussagegenehmigung erteilen. Wenn nicht, gilt die von denen festgelegte Omerta. Ich stells mir grad als Ausschnitt eines abendfüllenden Films vor, der nicht in der ARD laufen wird, weil bestimmte Drehbücher bei der degeto gleich geschreddert werden, ehe zu viel Mitarbeiter davon Kenntnis haben.

Und nun zurück zu den Modenachrichten. Heute mit Wiebke Ramm vom S-Wort-Schmierblatt.

Nun, zu Beginn ihres eigenen NSU-Prozesses, trägt sie Brille, einen akkuraten Kurzhaarschnitt und die Haare blond statt schwarz.

Nina Monecke ist gottlob keinen Deut schlechter als die Wiebke.

Stattdessen trägt sie nun einen blond gesträhnten Kurzhaarschnitt und eine Strickjacke in leuchtendem Orange.

Quellen:

http://arbeitskreis-n.su/blog/2024/03/03/nsu-die-katzenfrau-ist-im-ursch/