Die ungeklärte Rolle der Geheimdienste beim Terror 3

Los geht´s:

Tobias Hufnagl und Holger Schmidt, zwei Journalisten des Südwestrundfunks, waren 2008 bei Recherchen zu ihrem Feature »Verschlusssache Buback. Eine Rekonstruktion« in der Birthler-Behörde auf zwei entsprechende Dokumente gestoßen. In einem am 2. Februar 1978 von der für Spionage zuständigen Hauptabteilung li angefertigten Aktenvermerk zur»BRDTerroristin Becker, Verena« heißt es:
»Es liegen zuverlässige Informationen vor, wonach die B. seit 1972 von westdeutschen Abwehrorganen wegen der Zugehörigkeit zu terroristischen Gruppierungen bearbeitet bzw. unter Kontrolle gehalten wird. Diese Informationen wurden durch Mitteilungen der HVA von 1973 und 1 976 bestätigt.«4

4 Von Major Siegfried Jonas unterzeichneter Aktenvermerk der Hauptabteilung II/2 vom 2. Februar 1978 des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit

Das ist gleich zu Beginn ein ziemlicher Hammer, denn es legt nahe, dass Becker seit 1972 eine Informantin war, und nicht erst seit 1980, wie es offiziell heisst.

Es erklärt auch warum die Bundesanwaltschaft die Angeklagte Becker 2010-2012 im Prozess verteidigt hat, und es erklärt warum nur einen Tag nach dem Buback-Mord 1977 „die zierliche Person, womöglich eine Frau“ aus den Nachrichten vom BKA ersetzt worden war gegen 3 Männer.

Einen Tag nach dem Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Buback, seinem Sicherheitsbeamten und Fahrer Wurster und Göbel werden die RAF-Terroristen Christian Klar, Günter Sonnenberg und Knut Folkerts als die mutmaßlichen Täter zum engsten Täterkreis eingegrenzt und stehen unter dringendem Tatverdacht.

Der Komiker vom BKA ist der Herr Boeden.

Gerhard Boeden (* 10. Februar 1925 in Gütersloh; † 26. Mai 2010 in Bonn) war ein deutscher Polizeibeamter, Vizepräsident des Bundeskriminalamts und Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz.

Bock, Gärtner, was soll man dazu noch sagen. TIEFER STAAT pur.

Kraushaar weiter:

Die Berührungspunkte von Verena Becker zu Geheimdiensten,
zum Verfassungsschutz, aber auch zum Bundesnachrichtendienst,
sind vielfältig und alles andere als ein Fantasieprodukt. Sie lassen sich
für die Zeit ab 1 972 im Zusammenhang mit dem Mordfall Ulrich
Schmücker durchaus nachweisen. Die Ermordung des Mitglieds der
Bewegung 2. Juni, der in Untersuchungshaft als V-Mann kooptiert
worden war, konnte auch in vier Gerichtsverfahren nicht geklärt werden und war wohl der größte Skandal, den es im Zusammenhang eines
bundesdeutschen Geheimdienstes mit dem Terrorismus jemals gegeben hat. Auf die Ähnlichkeiten des Falles Becker mit dem Mordfall
Schmücker hat der Spiegel bereits im Frühjahr 2007 hingewiesen: »Die
Parallelen zum Fall der Verena Becker sind unübersehbar. Auch in ihrem Fall hielt der Geheimdienst wichtige Informationen zurück, um
seine Quelle zu schützen – und nahm womöglich billigend in Kauf,
dass der wahre Tatverlauf während des Anschlags auf Buback bis
heute nicht aufgeklärt werden konnte.«

Zum Mordfall Schmücker siehe:

Erstaunliche Parallelen zum #NSU? Der Mord am V-Mann Ulrich Schmücker

Es gehe letztlich darum, ob die BRD ein Rechtsstaat sei, ob sich die Regierenden an die Gesetze halten oder eben nicht. Sehr wahrscheinlich ist das nicht…

Es spricht einiges dafür, dass wir es im Fall Becker mit einer
verschleppten Staatsaffäre zu tun haben könnten.
Bei der Klärung dieses Falles geht es um mehr als die Klärung eines
Verbrechens der RAF. Im Kern geht es um die Glaubwürdigkeit des
bundesdeutschen Rechtsstaates. Wenn hinsichtlich der Frage nach den geheimdienstliehen Dimensionen des Mordfalles Buback jene Kräfte
unterlägen, denen an einer rückhaltlosen Aufklärung gelegen ist, dann
erlitte die Demokratie einen kaum wiedergutzumachenden Schaden.

Hat sie längst, möchte man da einwerfen, und der Schaden zeigt sich immer stärker, immer schneller.

Dabei kann nicht auf eine Rekonstruktion des Mordfalles Schmü­cker und der Gründe für seine gescheiterte juristische Aufarbeitung verzichtet werden. Denn was in dieser Verfassungsschutzaffäre zum Vorschein gekommen ist, das könnte auch im Fall der Verena Becker von Bedeutung gewesen sein.

Aha. Na dann… wir lesen.

Der Mord an Schmücker konnte letztendlich juristisch nicht aufgeklärt werden. Die Verantwortlichen für die Manipulationen wurden geheimdienstlich gedeckt. Teilweise wird vermutet, dass diese Protektion bis in die Gegenwart andauert, um eine nachträgliche Aufklärung des Falls zu verhindern. Nach Überzeugung des Gerichts im vierten und letzten Prozess war der Verfassungsschutz erheblich mitschuldig am Tod Ulrich Schmückers, nach all den nachgewiesenen Manipulationen sei aber eine gerichtliche Aufklärung nicht mehr möglich.

Nein, die Verantwortlichen für die Manipulationen wurden von der Regierung gedeckt.

Auf der Tatwaffe hätten sich Kraushaar zufolge lediglich die Fingerabdrücke des Verfassungsschutz-V-Manns Volker Weingraber und von dessen V-Mann-Führer Michael Grünhagen befunden.

DESHALB versteckte der Berliner Verfassungsschutz die Mordwaffe für 15 Jahre im Tresor.

Der Prozess gilt als Justizskandal, da das Verfahren – wie offiziell festgestellt – vom Verfassungsschutz und mindestens zwei Staatsanwälten vielfach manipuliert und massiv behindert wurde, etwa durch Unterdrückung von Beweismitteln, wodurch die gerichtliche Aufklärung unmöglich wurde.

Staatsanwälte handeln weisungsgemäss. Noch Fragen?

Unter anderem war die Tatwaffe, eine Luger-Pistole, am Tag nach dem Mord in die Hände des Verfassungsschutzes gelangt, wo sie anschließend für 15 Jahre in einem Tresor versteckt und dies absichtlich vor den Strafverfolgungsbehörden verheimlicht wurde. In den ersten Verfahren wurden jeweils mehrere Unschuldige zu teilweise lebenslangen Haftstrafen verurteilt, vor allem auf der Basis falscher Zeugenaussagen eines selbst Tatverdächtigen.

3 Mal lebenslänglich, 3 mal Freispruch durch den BGH. Deutliche Parallelen zum Fall Becker/Buback, aber wohl auch zum NSU. Seite 131:

Zur Schmücker-AHäre schreibt der Journalist Wolfram Bortfeldt:
»Das Berliner Landesamt für Verfassungsschutz hat in diesem
Mordfall von Anfang an Regie geführt, hat ohne rechtsstaatliche Bedenken Polizei, Gerichte und Verteidiger an der Nase herumgeführt.
Einziges Ziel: Die Wahrheit darf nie ans Tageslicht kommen, weil
der Geheimdienst zu sehr in diesen Mordfall verstrickt ist. Um das
zu verhindern, ließen die sogenannten Verfassungsschützer kaum
einen schmutzigen Trick aus und manipulierten nach Herzenslust
[. . .] Beweismittel verschwanden, andere tauchten auf wundersame Weise auf. Briefe wurden gefälscht, Unfälle inszeniert, Zeugen prä­pariert, Anwälte bespitzelt. Der Verfassungsschutz agierte quasi im rechtsfreien Raum, weil ihn niemand kontrollierte.«

Beweise verschwinden oder werden konstruiert. Alles schon mal dagewesen. Mehrfach. Und die Geheimdienste schiebt man mutmasslich vor, um die Polizei heraus zu halten? Kennen wir vom NSU, gerade die linken Journalisten haben an dieser Vertuschung begeistert mitgewirkt.

Die Austs dieser Republik sowieso.

17 comments

  1. Verena ist eine gebürtige Westberlinerin.

    Zu Westberlin ist folgendes klar zu stellen:

    Westberlin ist vom Westberliner Senat regiert worden, allerdings unter Regie des Alliierten Kontrollrats und zwar bis zum 2.10.1990. Der Allierte Kontrollrat befand sich bis zum 2.10.1990 in Berlin Schöneberg im Kleistpark, heute Oberlandesgericht/Kammergericht des Landes Berlin.

    Der Allierte Kontrollrat bestand nach 1948 bis zum 2.10.1990 aus
    *der Amerikanischen Militärregierung
    *der britischen Militärregierung und
    *der französischen Militärregierung.

    In räumlicher Nähe zum Alliierten Kontrollrat im Kleistpark befand sich eine Depandance des Westberliner Verfassungsschutzes in der Potsdamer Straße.

    Im Westberliner Rathaus Schöneberg gab es bis 2.10.1990 auf derselben Etage des Regierenden Bürgermeisters und des Chefs der Senatskanzlei Büros der Verbindungsoffiziere der amerikanischen, britischen und französischen Militärregierung,- das war auch nicht geheim, die Büros befanden sich in der rückwärtigen Seite des Rathauses Schöneberg und waren entsprechend beschildert. Die Verbindungsoffiziere hatten jederzeit Zugang zum Regierenden Bürgermeister und zum Chef der Senatskanzlei und haben als Beauftragte Ihrer Militärregierung jederzeit Einblick in sämtliche Unterlagen gehabt und namens ihrer Militärregierung Befehle erteilt und die Ausführung der Befehle kontrolliert, das hat mit dem Wort KONTROLLRAT zu tun. Chef der Senatskanzlei in Westberlin war übrigens auch mal Egon Bahr.

    Das Westberliner Landesamt für Verfassungsschutz befand sich in Berlin Zehlendorf in unmittelbarer Nähe zum Hauptquartier der US Army in der Straße Am Grad. Die US Army wurde von einem militärischen Stadtkomandanten im Range eines Generals kommandiert, ähnlich wie im britischen und französischen Sektor von Berlin. Der „Gesandte der US amerikanische Militärregierung in Berlin “ war allerdings bis zum 2.10.1990 die politisch entscheidende Figur, ähnlich wie der „Hohe Kommissar der US amerikanischen Militärregierung “ in Westdeutschland bis 1949. Der letzte Gesante der US amerikanischen Militärregierung in Berlin war übrigens der allseits bekannte Mister Kornblum.

    Westberlin wurde also bis zum 2.10.1990 tatsächlich vom Alliierten Kontrollrat regiert. Der Allierte Kontrollrat ist nach außen hin lediglich durch die BKO bekannt geworden- BKO bedeutet „Berlin Kommandatura Order“. Die bekannteste BKO des Alliierten Kontrollrats war das Verbot der politischen Betätigung der NPD in Westberlin bis zum 2.10.1990. Eigentlich recht witzig, weil die NPD doch eigentlich eine Erfindung der Briten war, mit ihrem Agenten Adolf von Thadden als Bundesvorsitzenden der NPD in den sechziger Jahren ( britischer Humor?).

    Der Westberliner Verfassungsschutz stand also nicht nur unter Regie und Kontrolle der US amerikanischen Militärregierung in Berlin, sondern auch unter Regie und Kontrolle der britischen und französischen Militärregierung in Berlin, die beim Westberliner Verfassungsschutz, Senat, Polizei etc. ihre Verbindungsoffiziere hatten, im Regelfall zivile Angehörige der jeweiligen geheimen Dienste. Die US amerikanischen Dienste waren sicherlich führend, die geheimen Dienste der britischen und französischen Militärregierung in Berlin waren durch ihre Verbindungsoffiziere jedenfalls aber über die Tätigkeit des Westberliner Verfassungsschutzes umfassend informiert und haben die Tätigkeit des Westberliner Verfassungsschutzes auch gesteuert, sie werden in ihren Tätigkeiten nicht nur nicht erwähnt, sondern auch unterschätzt.

    Die Führung der Westberliner Polizei, die Funkbetriebszentrale und der polizeiliche Staatsschutz befanden sich bis zum 2.10.1990 im Gebäude des Flughafens Tempelhof und damit unter unmittelbarer räumlicher und personeller Kontrolle der amerikanischen Militärregierung in Berlin, selbstverständlich allerdings mit britischen und französischen Verbindungsoffizieren, die für ihren Sektor die Kontrolle ausübten.

    In räumlicher Nähe zum Alliierten Kontrollrat in der Winterfeld Straße im Westberliner Bezirk Schöneberg befand sich das Fernmeldeamt der Deutschen Bundespost. Sämtliche telefonischen Verbindungen innerhalb Westberlins und sämtliche telefonischen Verbindungen von Westberlin Richtung Westdeutschen DDR und Richtung von Westdeutschland und DDR nach Westberlin sind zentral und knotenpunktmäßig über das Fernmeldeamt im Westberliner Bezirk Schöneberg gelaufen und gesteuert worden. Der Westberliner Bezirk Schöneberg befand sich bis zum 2.10.1990 im amerikanischen Sektor von Berlin. Die Kontrolle über das Fernmeldeamt der Deutschen Bundespost hatte allerdings der Alliierten Kontrollrat mit amerikanischen, französischen und britischen Verbindungsoffizieren.

    Beförderung im Bereich der Westberliner Polizei ab der Besoldungsgruppe A12 waren bis zum 2.10.1990 nur nach vorheriger Zustimmung des Alliierten Kontrollrats möglich.

    Man könnte weitere Beispiele für die Ausübung der Kontrolle des Alliierten Kontrollrats und der damit verbundenen Tätigkeit der amerikanischen, britischen und französischen Militärregierung in Berlin bis zum 2.10.1990 darstellen,- belassen wir es aber zunächst mit den obigen Darstellungen der tatsächlichen Situation in Westberlin bis zum 2.10.1990.

    Im Zusammenhang mit Verena Becker, RAF, Tötung Benno Ohnesorg etc. wird die tatsächliche Situation in Westberlin und die umfassende und alles durchdringende Kontrolle der amerikanischen britischen und französischen Militärregierung in Berlin und iher geheimen Dienste bis zum 2.10.1990 bedauerlicherweise nicht dargestellt, obwohl die tatsächlichen Machtverhältnisse eigentlich klar sein müssten . Warum Kraushaar und andere das nicht einmal am Rande erwähnen, ist möglicherweise kein Zufall, sondern unterliegt bis zum heutigen Tage einer Regie.

    Also mal nachdenken:

    Sämtliche Aktivitäten der Protagonisten der RAF, Verena Becker, Otto Schily, Horst Mahler, Ströbele, Benno Ohnesorg und sonstige Protagonisten der damaligen Zeit und alle damit verbundenen Aktivitäten, insbesondere auch was den #Fernmeldeverkehr, Telefon, Briefverkehr, Telegramme etc# betrifft, sind umfassend und alles durchdringend kontrolliert und möglicherweise auch gesteuert worden. Also, wenn Ströbele, Schily, Becker oder andere Protagonisten der damaligen Zeit ( Regierender Bürgermeister Polizeipräsident Abgeordnete Journalisten etc) telefoniert haben, dann immer über den Knotenpunkt Fernmeldeamt im Westberliner Bezirk Schöneberg, gewissermaßen alles unter Kontrolle des Alliierten Kontrollrats

    Bis zum heutigen Tage gibt es übrigens keine umfassende Erkenntnisse über die tatsächlichen Tätigkeiten des Alliierten Kontrollrats in Berlin und über die Tätigkeiten der amerikanischen, britischen und französischen Militärregierung in Berlin im Zeitraum bis zum 2.10.1990 und ihrer Dienste. Es handelt sich gewissermaßen eben um Militärgeheimnisse.

    Auf YouTube gibt es eine Erzählung eines ehemaligen stellvertretenden Protokollchefs der französischen Militärregierung in Berlin, der auf sehr amüsante Art und Weise erzählt, wie das Protokoll der amerikanischen, britischen und französischen Militärregierung in Berlin selbst die hochrangigsten Politiker der Bonner Bundesrepublik Deutschland bis zum 2.10.1990 gedemütigt haben ( finde ich momentan nicht, Interessenten können ja auf YouTube suchen)

    1. Die Straße heißt AUF DEM GRAT, geht von der CLAYallee ab und liegt in Dahlem und nicht in Zehlendorf.

      Außerdem gab es die Berlinzulage und wurde mit dem Mauerfall abgeschafft.

  2. Es sind jene Westberliner Zustände und Besonderheiten, die letztlich auch zu Piatto geführt haben. Der wird ja nciht deswegen gezeugenschützt, weil er unendlich Erhellendes zu den Rechten in Königs Wusterhausen mitgeteilt hat.

    1. Piatto ist ja auch ein gebürtiger Westberliner, 1970 im Bezirk Neukölln geboren. Neukölln gehörte bis zum 2.10.1990 zum amerikanischen Sektor von Berlin.

      Die Verbindungen von Piatto nach Kansas City und zu Mister M. dürften möglicherweise schon zur alten Westberliner Zeit angebahnt worden sein. Ein Nachbarstaat von Kansas ist Oklahoma. In Oklahoma City soll ja mal der Timothy M. einen grauenhaften Bombenanschlag verübt haben. Timothy M. hatte auch Verbindungen zu einem Herrn Strassmeier. Herr Strassmeier war der Sohn eines hochrangigen Westberliner CDU Politiker gleichen Namens. Diese Verbindungen nach Oklahoma sind jedenfalls auch schon zur Westberliner Zeit angebahnt worden.

      Irgendwie kann man den begründeten Verdacht haben, das zur alten Westberliner Zeit durch die geheimen Dienste der Militärregierungen im amerikanischen Sektor von Berlin auch Piatto schon auf das Gleis gesetzt worden ist, auf dem er dann nach dem 2.10.1990 nach Brandenburg über Umwegen zum brandenburgischen Verfassungsschutz rutschte, direkt in die Arme von
      Dr. Meyer-P.
      Dr. Meyer-P. hat ja längere Zeit im Vereinigten Königreich studiert, was da alles so angebahnt wurde, kann man nur ahnen.

      Das erste Mal so richtig kriminell dürfte Piatto jedenfalls schon in Westberlin geworden sein, seine politischen Ansichten dürften auch schon in Westberlin aufgefallen sein. Möglicherweise hatte man Piatto schon zur Westberliner Zeit für geheime Dienste entdeckt und entsprechend rekrutiert, das ihm das nicht bewusst war, ist eine denkbare Möglichkeit. Gerade unter sehr jungen Leuten hat man in Westberlin in Studentenkreisen, bei jung kriminell gewordenen Fach- und Hilfsarbeitern, in den Kneipen und Gefängnissen V-Personen rekrutiert. Peter Urbach, der Agent Provokateur des Westberliner Verfassungsschutzes und der Militärregierung, ist auf diese Art und Weise auf das Gleis gesetzt worden, genauso wie der Edle von, der vom Leitenden Kriminaldirektor Manfred Kittlaus in der Zuhälterszene der Potsdamer Straße in Berlin Schöneberg für das LKA rekrutiert wurde und dann an den Verfassungsschutz weitergereicht wurde. Als Agent Provokateur hat er dann als Szenewirt einer unter Linken beliebten Lokalität, im Auftrag des Westberliner Verfassungsschutzes und der Militärregierung die Linken flach gelegt. Das Wirkungsfeld des Edlen von in der Zuhälterszene in der Potsdamer Straße und die Lokalität, in der der Edle von die Linken im Auftrag des Westberliner Verfassungsschutzes und der Militärregierung flach gelegt hat, befand sich übrigens auch im amerikanischen Sektor von Berlin.

      Ob Piatto, ähnlich wie Peter Urbach, mittlerweile auch auf der anderen Seite des transatlantischen Marktes untergebracht worden ist, ist eine naheliegende Vermutung.

      In Brandenburg gibt es mittlerweile ein neues Gesetz für den Verfassungsschutz und Bestimmungen für den Verfassungsschutz. V-Personen und V-Männer und V-Frauen gibt es dort jetzt nicht mehr- dieser Personenkreis von Kriminellen a’la Piatto nennt man in Brandenburg jetzt amtlich „Verdeckt Information gebende Personen“, und das auch noch ohne Gendersternchen.

    2. Ach ja, dann gab es im damaligen Westberlin auch noch die Zustände und Besonderheiten, die mit der Staatssicherheit der DDR zu tun hatten.

      Interessenten können googeln:

      #Westberlin Stadt der Spione ZEIT 23.7.2009

      und ein besonderer Leckerbissen für Liebhaber der Geheimen Dienste:

      #Stasi Stützpunkt Rheinland Deutschlandfunk Kultur 4.5.2016

      Die wahre Geschichte über einen Stützpunkt des Ministeriums für Staatssicherheit in einem Hotel direkt gegenüber vom Flughafen Tempelhof, dem Polizeipräsidium der Westberliner Polizei inclusive Staatsschutz und dem Stützpunkt der US Army inclusive CIA Stützpunkt im Amerikanischen Sektor von Berlin. Diese Geschichte könnte einem guten Spionagethriller aus Hollywood entstammen, hat sich aber tatsächlich so in Westberlin abgespielt.

      Also, der Westberliner Senat, Verfassungsschutz und polizeilicher Staatsschutz haben in Westberlin nun wirklich nichts gesteuert, auch nicht im Fall Becker und andere.

      1. aus dem sicherungsblog:

        KM
        vor 2 Tagen

        Die Einschätzung von Major Becker ist, auch ohne MfS ein alter Hut, der gerne ganz hinten im Regal liegend gewusst wird. Schade das Bommi dazu nichts mehr sagen kann.

        Und wie gehts eigentlich „Michael“ oder wer liegt in der Kiste vom Luger-Wegschließer Grünhagen?

        1. Im Zusammenhang mit dem Stützpunkt Rheinland taucht auch die Zuhälter Szene Frankfurt am Main und Berlin auf.

          Bernd Termer ist ein Zeitzeuge der alten Westberliner Zeit und war wohl das, was mit dem Milieu verbunden war.

          Bernd erzählt

          https://youtu.be/MwmpLO-j4c0

          Es gibt da Passagen in den Erzählungen, die sind hoch interessant. Interessenten der geheimen Dienste und der damit verbundenen Geschichten werden sie sofort und zutreffend einzuordnen wissen. Hat auch zu tun mit Justiz Rechtsanwälten Richtern Polizei und britischer Sektor.

          Bernd ist gewissermaßen ein kleines Mosaiksteinchen der Geschichte jener Zeit, welches das Bild vervollständigt und das hat auch eben mit dem Westberlin jener Jahre zu tun.

          Bernd ist genauso ein echt Westberliner Original, wie Bommi Baumann.

          Also, zurücklehnen und die Geschichten aus dem alten Westberlin, die der Bernd erzählt, genießen und die Mosaiksteinchen finden und in das Bild einfügen.

          Bernd ist ein echtes Westberliner Original, wie Bommi Baumann, da gibt es auf YouTube und im Internet noch mehr.

        2. Wenn man wüsste, welche Asche sich tatsächlich in der Urne von Corelli befindet, dann könnte man möglicherweise auch die Frage beantworten, wer in der Kiste vom
          Luger-Wegschließer liegt !

  3. Jetzt, wo mit baldigen Sonnenstrahlen gehobener Energiegüte zu rechnen ist, könnte man ja mal den @anmerkung bitten, ein berliner Ortsschild mit der Aufschrift „Bundeshauptstadt“ oder ähnlich abzulichten. Der fährt doch gerne mit dem Fahrrad durch die Lande.

    1. Da steht schlicht Berlin drauf mglw. noch der Stadtbezirk, damit man Neukölln nicht mit Marzahn verwechelt, soweit ich das in Erinnerung habe. Da ich meistens auf Schmugglerpfaden aus er Stadt flüchte.

    2. Natürlich ist Beate unschuldig.

      Heute gelesen:
      NSU, Lübcke, Hanau. Wann ist Schluss?

      Daran kann man mal wieder die Blödheit der Linken/ Antifa erkennen.
      Die Staatsterroristen brauchen Phantome.

  4. Es gab auch noch die Militärregierung der UdSSR in Berlin.

    Nach dem 2.10.1990 haben sich dann die Angehörigen der amerikanischen Militärregierung in Berlin und die Angehörigen der Militärregierung der UdSSR in Berlin freundschaftlich vereinigt, wie damals im
    Juni 1945.

    Ist den Berlinern in Ost und West seinerzeit verheimlicht worden, mittlerweile aber auf YouTube heimlich still und leise geleakt worden

    https://youtu.be/3Gzq_yglHxY

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