Mordfall Lübcke: War´s der V-Mann?

Zugegeben, es ist kompliziert, aber um den Titel klarzustellen: Stephan E. war niemals V-Mann oder Informant, so hat der Minister öffentlich gesagt, aber der Markus H., da hat der Minister das nicht so klar gesagt.

Trotz Nachfrage. Mehrfach.

Und warum hat der Stephan Ernst den Mord gestanden? Dazu lesen wir erstaunliches:

Nach Angaben von Anwalt Hannig habe E. mit seinem früheren Geständnis Markus H. schützen wollen – ihm seien dafür Schutz und finanzielle Vorteile für seine Familie versprochen worden. Auf eigenen Wunsch wurde Stephan E. nun erneut vernommen.

Read more: http://nsu-leaks.freeforums.net/thread/9/pressemeldungen-zum-thema?page=715#ixzz6Ahple9kI

Das klingt so, als hätte der GBA zusammen mit dem BKA-Staatsschutz einen Mörder geframed.

Man kann auch sagen…

Wieder ein Zschäpe-Deal, der schiefgegangen ist. Begreifen diese Deppen aber nie.

Noch eine These:

Das neue Geständnis macht Sinn. Wenn der zweite Täter ein V-Mann war und die treibende Kraft hinter den Ganzen.
Dann kommt jetzt richtig Freude auf beim GBA. Den Hintergrund würde man natürlich nicht öffentlich machen wollen.

Ist „aus Versehen ein Schuß gelöst“ schon die Exitstrategie, um aus dem Fall herauszukommen?

Es kann natürlich auch sein, dass die beiden Tatverdächtigen das klassische sich gegenseitig beschuldigen-Spiel aufführen, oder dass der Täter gar ein bislang Unbekannter ist, wer weiss das schon.

Was Stephan E. im einzelnen aussagte, dass erklärt sein Anwalt Hannig aus Dresden:

Warum ist den Ermittlungsbehörden der eine rechtsextreme Täter genehmer als der andere rechtsextreme Täter, sollte die Aussage des Erstgeständigen stimmen, er habe -gegen Versprechungen des Staates- den eigentlichen Täter heraushalten wollen/sollen?

Nun, das steht im Titel, und für den Tiefen Staat wäre ein staatlich bestallter Mörder suboptimal. Nicht mehr und nicht weniger.

Wobei der Bekannte der Familie Lübcke, gerufen samt Tatortreiniger, den man auf der Nordseefähre per SEK wegen der Tatwaffe abfing (bzw. gleich die ganze Fähre 2 Stunden lang aufhielt), tja nun, geklärt ist da offenbar gar nichts.

Die ganze Wahrheit dürfte niemals heraus kommen. Wer fährt denn mit einer Waffe (deren Kaliber sich angeblich sogar noch nachträglich änderte) zu einem Politiker, um ihm eine Abreibung zu verpassen, erschiesst ihn versehentlich und entsorgt die Tatwaffe NICHT?

Sorry, die Story kauf ich nicht.

13 comments

  1. Das erste Geständnis will er nach eigenen Angaben abgelegt haben, weil ihm von seinem damaligen Anwalt, einem Ex- NPD-Politiker, Schutz und finanzielle Vorteile versprochen worden waren.

    http://www.hessenschau.de/panorama/ermittlungen-gegen-ex-anwalt-von-stefan-ernst,kurz-ermittlungen-anwalt-luebcke-strafvereitlung-100.html

    Read more: http://nsu-leaks.freeforums.net/thread/9/pressemeldungen-zum-thema?page=715#ixzz6B4JpPEAV

    Alles sehr merkwürdig, aber viel mehr als der Bote dürfte der Anwalt kaum gewesen sein, oder?

    1. Man braucht ein paar Milieukenner für den ersten Anlauf. Wenn die Drecksarbeit erledigt ist, ist auch die Kuh vom Eis.

      So wie in diesem Fall auch. Man wird nur noch marginal von dem Fall hören, weil es wie immmer beim GBA ist. So wie es war, wird es nicht angeklagt, und so wie es angeklagt wurde, war es nicht.

    2. @admin
      „Wobei der Bekannte der Familie Lübcke, gerufen samt Tatortreiniger, den man auf der Nordseefähre per SEK wegen der Tatwaffe abfing (bzw. gleich die ganze Fähre 2 Stunden lang aufhielt), tja nun, geklärt ist da offenbar gar nichts.“

      Hör mal @admin, Du kennst Dich doch ger nicht mit den imperialistischen Methoden aus. Dein Stasi Wissen hift Dir da aber gar nicht weiter. Also unke nicht blödossisch rum.

      *** rumblödeln ist manchmal auch ganz unterhaltsam, aber nur in Maassen erträglich. Troll woanders ***

  2. Ich meine immer noch, daß man die Mord-Theorie ausblenden sollte. Die könnte vielleicht funktionieren, wenn die Anfangsberichterstattung nicht gewesen wäre.
    Ein Anwalt und NPD-Politiker kann wohl nur dann Schutz versprechen, wenn er gemeinsame Sache mit dem tiefen Staatsdöner macht. Da interessiert es, ob die gemeinsam den Ernst unter Druck setzten und ihn ausgetrickst haben. Wenn ja, WARUM??
    Die Aussage des Notarzt des toten Lübcke könnte bestimmt genauso erhellend erfrischen, wie beim 2006 erschlagenen Mafia-SIM-Benutzer.
    Ohne Fischer, Trittin, Roth, Kühnast, Göring-Doppelname und der Hofreiterin wären die Kollaborateure der NPD möglicherweise schlimmer als die Grünen.

    1. Der NSU war nicht zu dritt, skandieren sie immer und immer wieder.

      Dann laßt uns doch nach dem dritten Mann fragen. War es der Sohnemann, der jemandem etwas nachdrücklich klarmachen wollte, was schlußendlich schiefgegangen ist? Mußte sein Freund deswegen zur Tatortreinigung antreten? Jetzt sind es schon vier. Reicht das?
      —–
      Die fünfte Person ist seit heute raus.

      Mordfall Lübcke
      Bundesgerichtshof hebt Haftbefehl gegen einen Beschuldigten auf

  3. Wer sagt denn, dass das stimmt, was der Hanning da erzählt von finanziellen Vorteilen? Das ist doch keine Drucksituation für einen Beschuldigten! Die wird es erst, wenn man ihm die Folterinstrumente zeigt (Familie …) und ihm dann einen Ausweg anbietet: ein Geständnis wirkt sich günstig auf die Strafe aus, da können wir was machen!
    Wenn man dann einen V-Mann der Tat bezichtigt, liegt der Plumpssack möglicherweise wieder bei jemandem, der Interesse hat, dass nicht alles ans Tageslicht gelangt.
    Dass die Situation für E., gleich, ob er es war oder nicht, denkbar ungünstig ist, bleibt selbstverständlich in jedem Fall so. Ebenso wenig glaubhaft ist die jetzt kolportierte Räuberpistole vom Ablauf.

      1. Könnte es sein, dass die Festnahmeeinheit keine deutsche SEK in hessischer Uniform war? Die Waffen auf den Bildern warden gemäß Waffenkennern von amerikanischen SEAL Einheiten benutzt.

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