Stammheimer Todesnacht. Der Staat hörte zu, aber griff nicht ein, meint der Herr Aust

So als kleinen Abschluss auch dazu, warum auf Seiten der Staatsschriftsteller so sauer reagiert wurde, siehe:

Warum diese Aufregung wegen des RAF-Tatorts? Ist doch nur ein Krimi…

bietet sich das Interview des Herrn Aust in der Leipziger Volkszeitung an, anlaessich der „Sensation“ in der Neuauflage des RAF-Klassikers.

AUST: DER STAAT WUSSTE VON DEN SUIZIDPLÄNEN DER STAMMHEIMER, HÖRTE ZU, HALF ABER NICHT

Der Staat als Zuhoerer bei der Stammheimer Todesnacht, das ist die Sau, die Aust in seiner RAF-Maerchenbuch-Neuauflage durch das Dorf treibt:

Koennte durchaus interessant sein, denn Aust erfuellt wie immer seine Aufgabe bestens:

Ein Gatekeeper der Bundesregierung, ein Verkuender limitierter Wahrheiten, ein Blender, der sehr geschickt davon ablenkt, was nicht gedacht werden soll.

Wobei da immer auch Perlen zu finden sind, ebenso wie bei Heimatschutz, aber eben auch viele dicken Dinger komplett fehlen. Eine Perle ist zweifellos die Feststellung der Tatsache, dass der Staat nach 40 Jahren immer noch Akten zurueckhaelt, mauert, und an der ganzen Wahrheit keinerlei Interesse hat.

Aber bis heute wird eine Abhöraktion bestritten.

Das haben die immer bestritten. Vernichtete Akten, keine Aussagegenehmigungen für Beamte, selbst im Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen
Landtags wurde dazu kein Zeuge vernommen, obwohl schon damals ein weiterer Verdacht im Raum stand: dass nämlich die Zellen zusätzlich verwanzt waren durch den Verfassungsschutz.

Der Staat hat keinerlei Anspruch aufzuklaeren, weder bei Buback noch bei der Wiesn-Bombe noch bei Stammheim noch beim NSU.

Ach ja: Vergessen Sie keinesfalls die 3 Kommentare mit den Links im Nebenblog-Artikel zu lesen. Letztlich wird gemauert, um Herr der Geschichte zu bleiben, es geht um die Deutungshoheit des Staates, deren Narrative man nur maximal ein Aust weit anzweifeln darf, damit sie noch halten.

2 comments

  1. meint wohl der Herr Aust diese RAF Terroristen waren ein bisschen geistig zurück geblieben ? Die wussten doch dass sie abgehört werden. Und wenn hätten die Abhörer ja vorher wissen müssen dass die scharfe Waffen haben ? Herr Aust gehört zur Presseabteilung oder ist V-Pressesprecher des „Tiefen Staates“

    1. naja, die Selbstmorde waren so oder so willkommen, also warum sollte man denen die Pistolen wegnehmen?
      die wahrheit steht in irgendwelchen Akten, und die bleiben im Giftschrank.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.