Warum rückt das Innenministerium Erfurt die Stregda-Fotos nicht heraus?

Der NSU-Ausschuss Erfurt verfügt über die SD-Karte der Feuerwehr Eisenach, auf der einmal die Fotos aus Stregda waren:

foddos retten

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Geloeschte-NSU-Fotos-sollen-gerettet-werden-1020015058

Vorsicht, die Falle lauert schon im Untertitel:

Erfurt. Der Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss hofft, dass es gelingt, parallel zu den Ermittlungsfotos der Polizei weitere Tatortbilder zum Eisenacher Wohnmobil zu rekonstruieren.

Das ist grob irreführend, denn die Bilder von KOK Lotz fehlen ebenfalls.

Feuerwehrkarte:

Ausweislich der Asservatenliste der BAO ST TRIO 2011 – RegEA TH zum Fall des schweren Raubes am 04.11.2011 in Eisenach, dort lfd. Nummer 2, wurde die Speicherkarte mit der Bilddokumentation des Brandes im Wohnmobil bei dem Einsatzleiter der Feuerwehr Frank Nennstiel sichergestellt und am 11.11.2011 an einen Herrn Bugge – nunmehr jedoch ohne Bilder – zurückgegeben.

In der Asservatenliste befindet sich der Vermerk : „wo die Bilder sind ist unklar“.

Fundstelle: Ermittlungsakte 2 BJs 162/11-2;Asservate Objekt 35; Bankraub Eisenach;
04.11.2011, Ass-Nr.: 35 – 35.8.2.1.4.0; Seite 9 der gescannten Akte

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/02/14/nachtrag-feuerwehrfotos-vom-4-11-2011/

Wo sind KOK Lotz eigene Bilder?

In der Folge trafen weitere Polizeikräfte vor Ort ein, insbesondere der Leiter der Polizeidirektion Gotha, Herr PD Menzel. Nach entsprechender Lagebesprechung statteten sich Herr PD Menzel und der Unterzeichner  entsprechend aus, um das Wohnmobil zu betreten. Das war gegen 12:45 Uhr. Eine Gummimatte wurde über den Boden des Einstigbereiches des Wohnmobiles innen gelegt, um dieses Spuren schonend betreten zu können. Durch den Unterzeichner wurden dabei erste Fotos von der vorgefundenen Situation gemacht. Die Einnahme von Augenschein durch Herrn PD Menzel und den Unterzeichner hatte primär zum Ziel, zumindest im Überblick festzustellen, ob für die Schussabgaben im Wohnmobil oder auch sonst im Zusammenhang mit dem Sachverhalt noch eine dritte Person in Betracht kommt und ob im Wohnmobil jeder sich selbst getötet hat oder einer den anderen und dann sich selbst.

bilder lotz

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/06/04/was-sagen-die-feuerwehrleute-heute-aus-einer-sass-am-tisch-mit-einem-loch-in-der-stirn/

Der NSU-Ausschuss versucht laut TA, die Fotos der Feuerwehr zu rekonstruieren, weil die Fotos vom KOK Lotz nicht herausgegeben werden. Verantwortlich ist natürlich das Innenministerium.

Dort sitzt der Boss.

th-im

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Thueringer-Innenminister-ueber-geplanten-Stellenabbau-1892286286

Dasselbe gilt für die Tatortgruppe des LKA Erfurt, die ebenfalls Fotos machte, und die „Dienstpistole Arnold“ aus dem Badeingang genommen haben will, und das VOR dem Abtransport der Leichenfuhre. alles fein fotographiert, angeblich:

anmerk

http://die-anmerkung.blogspot.com/2015/08/nsu-blutbilder-aus-dem-wohnmobil-teil-4.html

Was schreibt die TA jetzt?

Nach Erkenntnissen unserer Zeitung liegt dem Gremium die Speicherkarte vor, auf der die Fotos der Feuerwehr von den Löscharbeiten am 4. November 2011 in Eisenach-Stregda gespeichert wurden. Die Polizei hatte damals den Fotoapparat samt Speicherkarte beschlagnahmt. Die Kamera wurde ohne Speicherkarte den Feuerwehrleuten zurückgegeben.Die Speicherkarte sei erst Wochen später wieder bei der Feuerwehr eingetroffen. Die Fotos waren gelöscht, bestätigten die Feuerwehrleute im Mai als Zeugen vor dem Ausschuss. Derzeit ist das Gremium auf der Suche nach einem Experten, um die gelöschten Fotos wieder rekonstruieren zu lassen, sagte die AusschussvorsitzendeDorothea Marx (SPD) unserer Zeitung. Ob das gelingen werde, sei noch völlig offen.Jörg Kellner, der CDU-Obmann im Ausschuss, begrüßt diesen Versuch. Es wäre wichtig, neben den Tatortfotos der Polizei weitere Bilder aus dem Wohnmobil zu Verfügung zu haben, sagte er. Dann könne eingeschätzt werden, ob sich beim damaligen Abtransport des Fahrzeugs auf einem Tieflader die Spuren im Inneren verändert haben.

Hajo Funke kennt da wirklich einschlägige Experten, Frau Marx 🙂 Hat bei den Utensilien aus dem Zauberauto vom Florian Heilig auch allerbestens geklappt… entweder verschwunden sind die Beweise, oder im Nirwana… oder:

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/07/23/gab-funke-das-florian-handy-ueber-gewaehrsleute-an-den-geheimdienst/

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Wir wittern Beschiss. Warum lässt man sich nicht die Polizei-Fotos vom Innenministerium beschaffen? Die vom Lotz, und die von der Tatortgruppe?

Thüringer Allgemeine, 2011-11-17 - WoMo-Bilder vor Abtransport 02 (mit Gerichtsmedizinern vor Ort) [von Sascha Willms]

Die Polizistin hat die Kamera in der Hand!

Warum vermeidet man es zu erwähnen, dass mindestens 3 Leute im Inneren des Wohnmobils Fotos machten?

  • Feuerwehrmann Nennstiel
  • KOK Lotz
  • TOG-Kommissarin, wahrscheinlich KHK´in Michel

Es ist keinesfalls ausgeschlossen, dass auch die Gerichtsmediziner Mall und Heiderstädt Fotos machten.

Seit Anfang Juni 2015 wird jedoch peinlichst genau vermieden, von anderen Fotos zu schreiben als von den Feuerwehrfotos. Was soll da vertuscht, wer genau soll geschont werden?

Der Innenminister, wer denn sonst? 

Zufall ist das Verschweigen garantiert nicht. Da läuft etwas total schief. Getürkt?

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7 comments

  1. Geschützt werden sollen Jörg Geibert, dazuma Inneminsiter des Landes und Hauptvertuscher als auch der jetzige „NSU-Aufklärer Ramelow“ ©®™℗ (Thomas Moser).

    Ramelow ist in Duldungsstarre verfallen, denn klärt er auf, war es das mit dem MiPrä, tut er so, verliert er weiter an Glaubwürdigkeit. Insofern schweigt er, in der Hoffnung, daß der Sturm an ihm vorüber zieht.

    Hinzukommt der Scheißesturm aus Richtung Pau und Renner, sollte Ramelow auch nur eine Sekunde daran denken, den Aufklärer geben zu wollen.

  2. Durchsuchungsbefehl für das Innenministerium in Erfurt und die Sache ist erledigt. Ob die Frau König darauf hinwirkt? Ihr Chef braucht doch bloß irgend einen Staatsanwalt anzurufen und sein Weisungsrecht auszuspielen.

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