Bei Anruf Mord – der Fall Kassel, Temme, die Anrufe Temmes am 6.4.2006

Elsässer und Riethmüller im aktuellen Compact August 2015:

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Welcher Anruf löste denn den Mord aus?

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Der hier nicht. Anruf am 9. Mai, der kann keinen Mord am 6. April ausgelöst haben… alles nur Gedöns.

Nächster Versuch:

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Es gibt kein islamistisches Milieu, es gibt nur ein islamisches Milieu. Neusprech, es gibt nur einen Islam!  Böses polCor-Foul!

Weiter im Text:

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Den Schlüssel haben sie aus der Bundestags-NSU-Ausschussvernehmung Temmes von 2012, aber es geht nicht um einen USB-Stick, es geht um eine Plastiktüte mit einem schweren Gegenstand darin, zum Beispiel eine externe Festplatte.

siehe:

Wer erschoss Halit Yozgat 20+ Minuten bevor Temme nachschauen kam?

Das ist doch ne gute Frage, oder?

Wen rief Temme dann an? Geheimnummer um 17:19 Uhr? 0152/03957141

Das ist auch ne gute Frage, gelle?

Was musste Temme noch unbedingt vom Rechner Nr. 2 abholen?

Schlüssel zum PC: Toter Briefkasten? Yozgat Temmes Informant?
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/CD14600/Protokolle/Protokoll-Nr%2027.pdf
Seite 16, unten rechts. Temme hatte einen Schlüssel für die PCs beim Yozgat!

Auch ne gute Frage, nicht wahr? Wollte Elsässer nichts von wissen… bislang

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/06/09/lfv-beamter-temme-hatte-donerceska-schmauch-an-den-handschuhen/

Weiter:

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Fakt ist lediglich, dass Compact Blödsinn schreibt 😉 

Die Telefonate Temmes sind zugeordnet, zu seinen V-Leuten, bis auf das Telefonat 20 Minuten nach dem Mord.

TEMME TELEFONIERTE 20 MINUTEN NACH DEM MORD YOZGAT MIT 0152/03957141, ABER WAR DAS VM 6623 ?
so steht das jedenfalls in seinem Terminkalender: April 2006, Morde 8 und 9 dort später vermerkt:

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/02/21/temme-telefonierte-20-minuten-nach-dem-mord-yozgat-mit-015203957141-aber-ist-das-vm-6623/

Die Telefonnummern von VM 6516 und von VM 6623 stehen drin.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/07/03/der-letzte-donermord-in-kassel-teil-4-bouffier-belugt-den-bundestag/

Und da stehen die Telefonnummern ja im oberen Teil drauf, während sie unten geschwärzt sind, diesmal hab ich das rot markiert, für die Halbblinden…(ich hatte das ebenfalls übersehen, zuerst…)

Bei 17:19 Uhr steht: “Nicht feststellbar”, wer hat Telefonnummern, deren Halter nicht feststellbar sind?
Gute Frage, gelle? VM 6623 ganz sicher nicht. Aber ein Geheimdienst schon. Oder Jemand aus der Regierung.

Der entscheidende Anruf ist der um 17:19 zu einer Geheimnummer, 20 Minuten nach dem Mord. Nur dieser Anruf ist wichtig, der morgendliche Anruf bei seinem V-Mann Islam ist nur wichtig gewesen für die Temme-Alibi-Prüfung für den Mord am 4.4.2006 in Dortmund. Das hat man bei Compact nicht erkannt, und nachlesen wollte man es auch nicht… es geht klar aus den geleakten Akten hervor. Auch dass man Null Interesse am Gärtner hatte… völlig zurecht! Linker Pappdrache.

Da Temme jedoch ein Dummy ist, schon 2006 eingefügt, ist (alternative These!) tatsächlich wenn überhaupt nur der tote Briefkasten entscheidend, und die Frage, ob dort Yozgat Verbindungsdaten der Moschee-Besucher für Temme speicherte, die Temme dann mit Schlüssel, externer Festplatte in Plastiktüte etc überspielte.

Es läuft darauf hinaus, was nie gefragt wird, auch nicht in Compact, obwohl es auf der Hand liegt: War Yozgat ein Informant Temmes, der wegen Verrat (Zusammenarbeit mit dem VS) erschossen wurde? 

Kam der VS auf die Observation des LKA-Drogendezernats 2004/2005 zurück, über 150 Anrufe der Dealer aus dem Cafe Yozgat heraus, um Yozgat zur Zusammenarbeit zu motivieren?

Was weiss Vater Yozgat davon? Klar lügt Temme, aber… was verschweigt Papa Yozgat? Nicht nur ungeklärte Einkünfte und eine bosnischen Drogenhändler-SIM-Karte, die er 2006 benutzte… statt seiner eigenen. Der Drogenhändler ist namentlich bekannt, und hätte man Yozgats Festnetzanschluss nicht überwacht nach dem Mord, man wäre gar nie drauf gekommen, dass der Vater die SIM eines Drogenhändlers verwendete, so wie Halit auch eine SIM auf fremden Namen verwendete… und sein Handy aus der Gerichtsmedizin verschwand… warum war das nötig bei Familie Yozgat?

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peinlich ohne Ende, und voller Lügen… aktenkundige Lügen…

Warum fehlt in den Akten das Bewegungsprofil Temmes aus seinen Mobilfunkdaten für den 6.04.2006 und den 4.04.2006, also für beide Morde, Dortmund und Kassel? Weil man die Daten nach Bayern senden liess, zum BLKA, und keine Kopie in seinen hessischen Akten benötigte? Was soll da vertuscht werden? Warum fehlt das Wichtige auch bei Compact?

Der Schluss, es ist wirklich ein langer Artikel, ist sehr gut:

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Das hat Martina Renner aber noch nicht kapiert, siehe ihre Verdummungsanfrage heute Morgen im Blog… immer schön dranbleiben!

Ja, wir haben immer was zu meckern, wenn wichtige Details falsch sind. Das wird auch so bleiben. Da müssen die Mimosen durch. Mit falschen Details und fehlenden Infos werden die Leser verwirrt, also das Gegenteil des Nötigen erreicht.

Yozgat überlebte die beiden Kopfschüsse mindestens um 30 Minuten, bevor er ca. um 17 Uhr tot vom Stuhl fiel. So steht es im 2006er neuropathologischen Gutachten der Uni Göttingen, das abgeheftet und niemals beachtet wurde. Erstaunlich. Der Professor war im NSU-Prozess als Zeuge vorgeladen, da spielte das Überleben auch keine Rolle… wurde gar nicht danach gefragt, wenn man NSU-watch glaubt (was höchst riskant ist…) Was heisst das? Dass man die Mörder nie gesucht hat. Genau das heisst das! Schon 2006 nicht.

Aber was heisst das in Bezug auf Temme, der in seinem Büro telefoniert haben muss, als die Schüsse fielen, und angeblich danach ins Internetcafe fuhr, samt Plastiktüte mit evtl. USB-Festplatte? Gesehen hat ihn nur 1 von 6 Zeugen… und das erst lange nach dem 6.4.2006. Ein Jugendlicher, Intensivstraftäter. 16 Jahre alt…

Meldete Temme um 17:19 Uhr Vollzug, alle Daten übertragen, Festplatte formatiert? Bei 0152/03957141 ? Warum fragt bis heute Niemand, wessen Nummer das war? Auch nicht der NSU-Ausschuss Bundestag, niemand! Wird niemals in der Lügenpresse thematisiert!

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Kennen Sie eigentlich den hiesigen, täglich mehrfach aufschlagenden Blogtroll mit ADS-Störung?

roger-troll nr 1

… verpufft ungelesen…

Alle „fatalist-Opfer“ sind mittlerweile zu friedensblick.de abgewandert. Der Troll ebenso wie der Gedönsexperte. Bitte noch konsequenter nur dort rumdödeln, das wäre nett. Danke.

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Auch nicht schlecht bei Compact: Warum eine fremdbenutzte Mordwaffe in Zwickau? 

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Kein Lob ohne „aber…“:

Es gibt keine 9-fach Mordserie mit immer derselben Waffe, da ist die Beweislage sehr sehr schlecht, es gibt noch nicht einmal ein externes Gutachten dazu, weil die „Verteidigung“ (sämtliche, nicht nur die Zschäpe-Nulpen) die BKA-Gutachter durchgewunken hat, die sich selbst (ihre Gutachten seit September 2000) begutachteten… ein Witz hoch 3, und ein Offenbarungseid… Kasperles-Schauprozess. Warum folgt Compact dem staatlichen Narrativ? Hoffentlich nur ein Versehen…

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Man-hört-sie-nicht-man-sieht-sie-nicht-Es-wird-ihr-doch-nichts-passiert-sein

http://julius-hensel.com/2015/08/man-hoert-sie-nicht-man-sieht-sie-nicht-es-wird-ihr-doch-nichts-passiert-sein/

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Aber, und das ist das Entscheidende:

Wie kann Temme 6 Mal vor Gericht nicht dazu befragt worden sein, wen er 20 Minuten nach dem Mord anrief, auf einer (den Ziffern nach bekannten) Geheimnummer? Warum wurden Temmes Kollegen auch nicht nach dieser Nummer befragt? Warum verschweigen das sämtliche linken Pseudoaufklärer ebenfalls? Wann wurden die Kopfschüsse auf Yozgat abgegeben? Warum wird das Gutachten weder thematisiert noch hinterfragt, sondern vertuscht seit 2006?

Was für ein Irrenhaus!

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14 comments

  1. 1 Stunde Prozess. Und der Laden war wieder voll und Lesben auf Heimaturlaub. Wo kommen die eigentlich immer her. Zum Strangulieren bin ich wieder nicht gekommen 😉

    Zschäpe trug ihre Haare zum Zopf, sah toll aus, frischer, gluecklich, sah verliebt aus; so angehimmelt hatte sie mal Heer, nun ist es Grasel.
    Wie schrieb die Luegenpresse. Sie versteckt ihr Gesicht hinter ihren Haaren. Davon war heute nichts zu sehen. Sie strahlte ins Publikum, gab Grasel freudestrahlend die Hand, die drei Luschen ignorierten sie trotzig. Keines Blickes haben die Drei ihr gewuerdigt. Stahl, der Oberstleutnant, sass rechts von ihr; hat stur in seinen Laptop geglotzt.
    Zschäpe guckt Nebenklage an, als deren Namen wieder runtergerattert werden.
    Zwei Ersatzanwälte fuer Wohlleben.
    Gerlachlein sitzt weiter links aussen. Schultze hat den irren ClarenceBlick. Tasten hier im Popes. Schultze ist so eine Nelke, hängt wie immer wie ein Schluck Wasser in seinem Stuhl. Ich kann den nicht ab.
    Einer seiner Anwälte liest irgendwas vor. Interessiert der Typ irgendwen. Ging um Sandro Tauber, der am 28.7. da war und aussagte, dass S. gut informiert war, wusste wo er steht und zu wem er steht. Und dass er es zur Fuehrungspersönlichkeit schaffte. Man, die Muschi ist ein Psychopath. Anwalt meint, dass es von Tauber keine authentischen Aussagen gegeben habe und dass er vieles angelesen hat und blablabla. Tauber habe sich auch wenig erinnert. S. war kaum da, hat Amt gut ausgefuellt.
    JM, Bamberg, war im Kreis. Erinnert er nicht.

    Anwälte wollen Tauber noch mal sehen, pruefen nach der Sommerpause.

    Ende 12.10Uhr.
    Beim rausgehen sah ich diese wundervollen zerschnittenen Arme einer Borderlinerin. Ich bin so verdammt böse.

    Zeuge R. später. Ich kann keen schwi(t)zerduetsch. Mir sans doch in Deitschland, kann man denn da nicht ein wenig hochdeutsch sprechen.

  2. Lieber Fatalist. Auf Seite 16 des von Ihnen verlinkten Protokolls steht:

    „Clemens Binninger (CDU/CSU): Was
    ich nicht wusste, was ich aber den Akten
    entnommen habe, vielleicht könnten Sie mir
    helfen, ob das wirklich zu Ihrer Zeit auch
    schon war: Wir haben immer ein bisschen
    überlegt: Welche Motivation gibt es für Verfassungsschutzmitarbeiter,
    in Internetcafés
    zu gehen, wenn nicht dienstlich, weil das
    privat ja nicht ganz ohne Risiko ist? Sie hatten
    ja Quellen geführt aus zwei verschiedenen
    Phänomenbereichen, Ausländerextremismus
    und Rechtsextremismus. Ist das
    richtig?

    Zeuge Andreas Temme: Ja“

    —————————————————————————————-

    Ausländerextremismus und Islamismus sind zwei total verschiedene Dinge!

    Ausländerextremismus bedeutet für den Verfassungsschutz in Deutschland:

    – Nationalistische Türkische Bestrebungen: Graue Wölfe

    – Türkische linksextremistische Organisationen in Deutschland (zB DHKP-C)

    – Arbeiterpartei Kurdistans (PKK)

    —————————————————————————————-

    Weiter im Protokoll:

    Clemens Binninger (CDU/CSU): Das
    war doch keine dienstliche Einrichtung, das
    Internetcafé? Es war zwar im Gebäude des
    LfV, Außenstelle Kassel – –

    Zeuge Andreas Temme: Es war ein
    ganz normales Gebäude, in dem das LfV
    entsprechende Räumlichkeiten gemietet
    hatte, die natürlich konspirativ betrieben worden
    sind. Das heißt, es gab kein Schild, an
    dem stand, wer dort Mieter ist. Und aus diesen
    Gründen, denke ich, hätten die Kollegen
    es bestimmt auch nicht sehr gern gesehen
    oder es hätte zu Fragen geführt, warum ich
    denn ausgerechnet in ein Internetcafé im
    gleichen Gebäude gehen muss.

    —————————————————————————————-

    und weiter:

    Clemens Binninger (CDU/CSU): Haben
    diese Rechner alle Diskettenlaufwerke?
    Eigentlich surft man mit denen ja nur. Kann
    man da auch eigene – –
    Zeuge Andreas Temme: Die Rechner
    waren in verschlossenen Holzkisten, und ich
    hatte dann einfach gefragt, weil ich ja das
    Anliegen hatte: Ich muss kurzfristig irgendeinen
    Rechner haben, um diese Sachen
    runterzuladen zu können. Ich bin dann einfach
    dorthin gegangen und habe gefragt, ob
    er etwas dagegen hat, ob das möglich ist bei
    ihm, und er hat auch, ohne lange überlegen
    zu müssen, gesagt: Natürlich. – Er hat mir
    den Schlüssel gegeben und gesagt, ich kann
    den Schrank aufschließen, ich kann die Diskette
    reinmachen, mir die Sachen raufladen,
    anschließend den Schrank wieder zumachen
    und ihm dann den Schlüssel zurückgeben.
    Deswegen – –

    Clemens Binninger (CDU/CSU): War
    das an dem Tag auch so?
    Zeuge Andreas Temme: Nein, das mit
    den Disketten hatte ich nur während meiner
    Ausbildung bei der Verwaltungsfachhochschule
    und dann später nicht mehr. Aber
    wenn ich dann später in – – Ich kannte das
    Café. Der Inhaber und sein Vater waren mir
    als nette, freundliche Menschen bekannt und
    ich sah dann keinen Grund, dort nicht mehr
    hinzugehen.

    —————————————————————————————-

    Jetzt denken wir mal nach:

    1. Die Yozgats (Vater und Sohn) hatten größere Geldbeträge zur Verfügung, die nicht zu ihnen passten
    2. Temme führte Quellen im Bereich Ausländerextremismus
    3. Temme hatte Zugang zu den Rechnern, Diskettenlaufwerken und Festplatten im Internetcafe.

    Und dann stellen wir eine Hypothese auf:

    Yozgat Senior und Yozgat Junior waren V-Männer des deutschen Verfassungsschutz (Hessen) und wurden von Herrn Temme (oder Timmerer oder wie auch immer) geführt.

    Ihr Internetcafe war eine Art „Außenstelle“ des Verfassungsschutz.

    Ziel war, über das Internetcafe die Drogenszene, die PKK-Szene oder die Graue-Wölfe-Szene in Kassel-Nord zu überwachen. Außerdem diente das Internetcafe als Treffpunkt und zur als stiller Briefkasten.

    Halit Yozgat verkehrte auch rege in der Drogenszene.
    Er macht Drogenkurierfahrten nach Holland.
    Dabei hat sich Halit Yozgat wohl mit den falschen Leuten angelegt oder die falschen Leute übers Ohr gehauen.

    So kam es, dass ein Nachwuchs-Vmann des hessischen Verfassungsschutz unter den Augen seines V-Mann-Führers von einem Killer-Kommando liquidiert wurde.

    Eine überaus unangenehme Situation für den hessischen Verfassungsschutz!

    Unklar ist in diesem Zusammenhang noch die Rolle des Kurden Hamadi Shahab.
    Arbeitete er auch für einen Nachrichtendienst?
    Oder war er auch ein V-Mann von Andreas Temme?

      1. War er doch von Anfang an. Bereits im Zustand der Abwicklung, als das passierte. Mit dem Todeszeitpunkt wäre ich vorsichtig. Volles Reanimationsprogramm von 17.05 Uhr bis 17.35 Uhr können sich auf Zunahme der Schwellungen auswirken. Die bisher ermittelte Zeitleiste in diesem Fall ist mit das Stärkste, was faktengestützt gegen das offizielle Narrativ spricht. Da es auch von der Soko Café geteilt wurde, ist das bislang eine größere Sollbruchstelle als Heilbronn oder Eisenach, auch wenn da vielleicht schon mehr an die Oberfläche gespült wurde. Habe mal alles, was ich hier in den Akten gefunden habe, zusammengetragen zu einem Résumee, das den bis jetzt bekannt gewordenen Fakten zumindest nicht wiederspricht und es mit „Heimatschutz“ verglichen. Ergänzt sich ganz gut. Interesse an Gastbeitrag?

      2. Kasseler Schützen
        Dies vorweg: die folgenden Überlegungen sind spekulativer Natur. Sie erklären nicht, was und wie es passiert ist, sondern stellen eine Möglichkeit dar, wie es gewesen sein könnte, ohne die bekannten Fakten zu ignorieren. Selbstverständlich gäbe es auch andere Konstellationen und Möglichkeiten.

        Vor einiger Zeit hat ein „Kasselaner“ bei NSU Leaks in der Kommentarfunktion geschrieben, daß Andreas Temme und der angeblich irakische Tatzeuge Faiz Hammadi Shahab sich vom selben Schützenverein kannten. Wenn das stimmt wirft das ein völlig neues Licht auf den Fall. Dies würde die stimmigste Theorie der damaligen Ermittler stützen, die Stefan Aust in seinem „Zeit“- Artikel „Der Mann mit der Ceska“ im Sommer 2012 auch schon vertreten hat, – und von der er als Anmerkung in „Heimatschutz“ lediglich erwähnt, daß der Titel „unglücklich formuliert“ worden sei. Aust ist vorsichtiger geworden. Natürlich hat es sich der Altmeister des Genres nicht nehmen lassen, das Standardwerk zum NSU herauszubringen, (- erst nach dessen Erscheinen wurden Akten geleakt). Darin folgt er weitgehend dem staatlichen Narrativ, schon allein um seine guten Verbindungen in die Sicherheitskreise nicht zu gefährden und natürlich mit der so gewonnenen „Glaubwürdigkeit“ bei der Masse kommerziellen Erfolg zu haben. Aber wer aufmerksam liest erkennt genau, wie er bei vier zentralen Komplexen gezielt angebrachte Zweifel streut: die Steuerung der V-Leute (explizit inklusive der Möglichkeit, BMZ wären selbst welche gewesen), die Zeugen von Eisenach (der dritte Mann), die Polizei- Verstrickung beim Fall Kiesewetter und eben Kassel. Er stellt minutiös klar, wie oft und schwerwiegend Andreas Temme gelogen hat. Er stellt in der sekundengenauen Ablaufanalyse des Falles die Unwahrscheinlichkeit der von Temme erzählten Geschichte dar (das Zeitfenster von 41 Sekunden, in denen wirklich alles passen müsste), ohne selbst den viel wahrscheinlicheren Ablauf nun noch konkret zu benennen. Er überlässt es den Lesern, ihre Schlüsse selbst zu ziehen. Wohlan: mit Kenntnis der Akten, die bisher dazu geleakt wurden, können wir die Frustration der Kriminalbeamten noch besser nachvollziehen als bisher. Diese finden am Tatort eine Leiche und sieben Zeugen sowie ein Kind vor. Der Zeuge Beyram hat die Polizei gerufen. Ein herbeigerufener Feuerwehrmann, der zufällig in der Nähe war, verständigte den Rettungsdienst. Der Vater des Ermordeten hat diesen gefunden, gemeinsam mit dem Iraker. Dieser stand, als Ismael Yozgat das Internetcafé betrat, laut dessen Aussage „rechts des Eingangs am Fenster“, – also in dem Raum nach Möglichkeit am weitesteten vom Opfer entfernt. Dort fiel einem der Sanitäter später ein Hocker auf, der Blutanhaftungen an den unteren Beinen hatte. (Vielleicht eine Möglichkeit, dem Opfer eines seiner Mobiltelefone abzunehmen, ohne mit der sich ausbreitenden Lache in Kontakt zu kommen?Oder um eine erhöhte Sichtposition am Fenster zu haben?) Anstalten Erste Hilfe zu leisten macht der Iraker nicht,- das machte der jugendliche Jordanier, der durch die Schreie des Vaters aufgeschreckt aus dem hinteren Raum nach vorn geeilt ist. Seine Reanimationsversuche pumpen zumindest weiter Blut durch den Körper des Opfers, zwei Minuten später übernehmen die Sanitäter, beginnen mit Beatmung und setzen die Herzmassage fort. Ein paar weitere Minuten danach intubiert der eingetroffene Notarzt. Erst nach einer halben Stunde geben sie auf. Es ist also möglich, dass durch diese Maßnahmen die Schwellungen an den Einschußstellen noch weiter zunehmen. Wann genau der Hirntod eingetreten ist, kann nicht exakt festgestellt werden. Die Aussagen der Zeugen decken sich nur zum Teil, was den Zeitpunkt der Wahrnehmung verdächtiger Geräusche und deren Art angeht. Die Frau mit dem Kind und der türkische Jugendliche aus dem hinteren Raum sind unverdächtig. Verdächtig ist für die Ermittler zunächst einmal der jordanische Jugendliche, da er körperlichen Kontakt mit dem Verstorbenen hatte, Blutanhaftungen hat und ihn auch kannte. Zudem ist er schon ziemlich oft polizeiauffällig geworden und somit kein unbeschriebenes Blatt. Und der Notarzt sprach zuerst von stumpfer Gewaltanwendung, weil er die Einschüsse nicht als solche erkannte. Der Jugendliche wird also festgenommen und als Beschuldigter vernommen. Seine ersten Aussagen unterscheiden sich von seinen späteren Zeugenvernehmungen, – und er räumt ein, zur fraglichen Zeit unter Drogeneinfluß gestanden zu haben. So erzählt er erst später von einem Mann, der im hinteren Raum am PC Platz zwei saß aber verschwunden ist, ein Deutscher, der den Beamten nun hochgradig verdächtig vorkommen muß, weil er sich nicht meldet. Das es sich um Andreas Temme handelt, der zu genau dieser Zeit dort surfte, ist bewiesen und wird ja auch von ihm nicht mehr bestritten. Verdächtig macht sich aber auch Faiz Hammadi Shahab, denn er erzählt eine unglaubliche Geschichte. Nach Beendigung seines letzten Telefonats um 17.03,26 Uhr habe er den Betreiber gesucht um zu bezahlen, ihn aber nicht gefunden. Er sei nach hinten und hätte nach ihm gefragt, sei zu den Toiletten und wieder nach vorn. Und dann hätte er auf ihn gewartet. Fast vier Minuten lang, bis Ismael Yozgat das Café betritt. Suchen ist ja ein aktiver Vorgang, und er ging angeblich zweimal am Schreibtisch vorbei, hinter dem das Mordopfer Halit lag. Dessen Vater findet ihn dagegen sofort, auf den ersten Blick. Die Beamten glauben dem Iraker also nicht und werden es schlichtweg nicht haben fassen können, als zwei Wochen später der nun ermittelte Deutsche Verdächtige ihnen exakt die gleiche Geschichte auftischt. Wenn nun diese beiden Verdächtigen mit der gleichen Geschichte sich gekannt haben, und zwar vom Schützenverein, dann bedeutet das nicht nur, dass auch Shahab ein geübter Schütze war, sondern bestärkt auch den Verdacht, dass sie die Tat gemeinsam begingen. Der Geheimschutzbeauftragte des Hessischen LfV wollte ja auch „nachdrücklich“ von der Kripo wissen, ob sie in dieser Richtung einer gemeinschaftlichen Tat Temmes mit einem V- Mann ermitteln. Für die Unschuld Shahabs sprach zunächst, dass er am Tatort verblieb und sich dort keine Tatwaffe fand. Von allen Beteiligten wurden Schmauchspuren genommen. Die Handabzüge gingen aber nicht an das hessische LKA, sondern gleich an das BKA. Und das Ergebnis wird die Ermittler verwundert haben. Anhaftungen beim Jordanier, der war auch mit dem Opfer in Berührung gekommen, geringe Anhaftungen beim türkischen Jugendlichen, der nur im Raum stand, und bei Shahab: nichts, keinerlei Anhaftungen. Und das, obwohl er doch zeitnäher zum Mord als die Jugendlichen zweimal den Raum durchquert haben soll. Einer der Jugendlichen gab an, Temme wäre mit einer Plastiktüte gekommen, die von einem schweren Gegenstand durchgedrückt worden sei. An dieser Aussage hing Stefan Aust seinen Artikel in der „Zeit“ auf. In gleicher Weise rekonstruierten auch die Ermittler die wahrscheinlichste Version. Denn gegen die These, dass andere Unbekannte in den ominösen 41 Sekunden den Laden betreten hätten, um Yozgat zu erschießen, sprach auch dessen Arglosigkeit und die Schüsse in den Hinterkopf. Gut, der Täter hätte auch nach der Toilette fragen können, im Durchgang kehrt machen und dann schießen, wenn das Mordopfer wieder auf den Monitor schaut, aber niemand hörte jemanden sprechen oder nahm sonst etwas in der Art wahr. Shahab hätte so etwas ja erzählen können, tat es aber nicht. Sinn macht also nur: Temme loggt sich aus, geht nach vorn und stellt die Tüte im Zwischengang ab. Er zahlt und geht hinaus. Das ist das Zeichen für Shahab. Der unterbricht seine Gesprächsverbindung nicht, verlässt aber die Kabine und geht Richtung Toiletten, nimmt die Tüte, macht kehrt, schießt und legt die Pistole in der Tüte auf den Schreibtisch. Zu dieser Zeit steht Temme draußen vor der Tür. Nicht um nach dem Betreiber zu sehen, sondern um dafür zu sorgen, dass jetzt niemand reinkommt. Dann geht er wieder rein, nimmt die Tüte vom Tisch (der Blutwischer auf dem Foto) und verschwindet. Shahab telefoniert in der Kabine weiter und danach spielt er seine Rolle. Nur dieser Ablauf deckt sich mit der Wahrnehmung der Jugendlichen, dass das Geräusch, als wäre etwas Schweres umgefallen, „einige Minuten“ bevor Shahab nach dem Chef fragte zu hören war. Wer ist nun dieser Faiz Hammadi Shahab? Man hat nie eine Berufsbezeichnung von ihm gehört, erst der anonyme „Kasselaner“ schrieb nun von einer Tätigkeit in einem dubiosen Autohandel. Das ist ungewöhnlich. Von fast allen Zeugen bei anderen Fällen wird der Beruf immer beiläufig benannt. Von Shahab liest man nur, auch bei Aust, dass dieser das Land verlassen hätte und schon „seit einigen Jahren“ wieder im Irak lebt. Wann genau verließ er das Land? Die Ermittler kommen jedenfalls nicht weiter mit ihm. Keine Flucht, keine Schmauchspuren, keine Tatwaffe. Und ein Einhalt gebietender Anruf von höhergestellten Sicherheitsinstitutionen scheint auch nicht ganz undenkbar. Temmes Geschichte glauben sie nicht, können sie aber eben auch nicht vollkommen ausschließen. Seine V-Leute dürfen sie nicht befragen, nicht erfahren, mit was er konkret befasst war. Aber genau darin könnte sich der Sinn und das Motiv für die Aktion erschließen. Hier lässt Aust uns dann im Stich, räumt aber mit einem vielen lieb gewordenen Erklärungsmuster auf. Temme wäre, wie er stets behauptet, rein privat da gewesen. Dann hätte er entgegen seiner Aussage die Leiche gesehen und sich aus dem Staub gemacht. Er hätte dienstlich nicht dort sein dürfen und das Chatten im Café vor seiner Frau geheim halten wollen. Das ist natürlich alles Unsinn, genau das Gegenteil stimmt. Gar nichts hat er vor seiner Frau verborgen, auch nicht, dass er am Tattag dort war. Er war schon wochenlang dort Kunde, aus dienstlichem Grund, so sagte es seine Frau,- die im Übrigen den Gedanken an eine mögliche Tatbeteiligung ihres Mannes aus dienstlichen Gründen in einem mitgehörten Gespräch mit einer Freundin nicht gänzlich abwegig fand. Aust schreibt, er hätte sogar einen eigenen PC Schrank Schlüssel gehabt. Über das Café wurden wahrscheinlich zwar auch Rauschgiftdeals abgewickelt, aber anscheinend war Temme ja hauptsächlich mit Islamisten beschäftigt. Und nach der Aktion telefoniert er mit einem nicht identifizierbaren Anschluss, höchstwahrscheinlich geheimdienstlicher Art. Jetzt ist Temme für die Kollegen „unser Held“. Seine Vorgesetzte spricht von „unserem besten Mann“. In den kürzlich bekannt gewordenen Abhörprotokollen der Telefonüberwachung spricht er davon, das alles mal zu erzählen, „wenn diese ganze Aufregung hier vorbei ist“, das wäre aber „besser nicht am Telefon zu besprechen“. Auch seine Festnahme und die Durchsuchung seines Büros führen nicht zu Verstimmungen, sondern erst die Presseveröffentlichungen im Juli, die eine gezielte Indiskretion durch Dortmunder Kripo- Beamte zur Ursache haben sollen und folgenreich sein werden. Was könnte das für ein besonderer Erfolg gewesen sein, der Temme zum Helden macht? Die Situation: Wir schreiben das Jahr 2006, die Terroranschläge von London und Madrid sind noch nicht lange her und die Fußball- Weltmeisterschaft im eigenen Land steht vor der Tür. Die infiltrierte Sauerlandgruppe ist längst auf dem Radar der Dienste, und die USA überlassen das nicht nur den deutschen Kollegen, sondern fliegen jede Menge eigenes Personal ein, da es um den Schutz amerikanischer Einrichtungen in Deutschland geht. Die Abwehr der islamistischen Terrorgefahr hat also für alle Sicherheitsbehörden in dieser Zeit absolute Priorität. Bei der Aufzählung der bei Temme gefundenen Bücher und Schriften unterschlägt Aust in „Heimatschutz“ etwas möglicherweise Entscheidendes. Neben dem unwichtigen Nazikram von früher und dem Buch „Immer wieder Töten“ über Serienmörder fehlt bei Aust die nicht öffentlich zugängliche Anleitung zur „Gegenspionage, – Enttarnung und Indienstnahme von gegnerischen Informanten“, von der jüngst in der „Welt“ die Rede war.
        Dazu hier jetzt ein Gedankenspiel. Wenn es stimmt, dass Ismael Yozgat ein langjähriger Informant des Inlandsgeheimdienstes gewesen ist, – und seine Warnungen 2001 zur Verhaftung eines PKK- oder Mafia- Kommandos geführt hatten- , ergibt es durchaus Sinn, dass Temme im neu eröffneten Internetcafé eine Informationstauschbörse einrichtet, nahe der beobachteten Moschee und nahe seiner Tarnwohnung. Mal angenommen, übergeordneten deutschen und befreundeten ausländischen Sicherheitsbehörden fiele es auf, dass sich im Raum Hessen immer wieder Islamisten Beobachtungen, Durchsuchungen und Verhaftungen entziehen können, so dass die Vermutung naheliegt, sie seien gewarnt worden. Dann sucht man nach dem Leck in den Diensten. Wo kann man am besten und nachweisbar einen „roten Hering“ auslegen? In einem Internetcafé, wo geheimdienstliche Mitteilungen über „Entwürfe“ in mail-programmen oder chatforen abrufbar sind. Gezielt wird eine Nachricht lanciert und dann schaut man, ob der erwartete Effekt eintritt. Wenn dies dann tatsächlich der Fall ist und jemand ein doppeltes Spiel spielt, der verwandtschaftlich und geschäftlich mit einer eigenen aktiven Vertrauensperson verbunden ist, ergibt sich ein echtes Problem. Über dessen Lösung man zudem möglicherweise gar keine eigene Befugnis zur Entscheidung hat. Vielleicht hat der etwas unbedarfte Halit Yozgat einen schweren Fehler gemacht und sich in eine Situation doppelter und sich ausschließender Loyalitäten gebracht. Vielleicht ahnte er nicht einmal etwas von der Informanten Tätigkeit des Vaters oder von der Gefährlichkeit derer, mit denen er sich einließ. Ob es dabei auch um Geld ging sei dahingestellt. Der Mord im Kasseler Internetcafé war nicht Teil einer Ceska Mordserie. Er sollte aber so aussehen. Als Andreas Temme danach gefragt wurde, ob er etwas über die angebliche Mordserie wisse, gab er absurderweise an, darüber vielleicht schon mal in der Zeitung gelesen zu haben. Näheres wisse er dazu nicht. Gelogen, wieder einmal. Zwei Wochen vor der Tat bekam er ein dienstliches Dossier dazu mit dem Auftrag, seine V- Leute über ihr Wissen darüber zu befragen. Wenn es also eine erfolgreiche Gegenspionage gegen sein eigenes Agentennetz gegeben hatte, und die Entscheidung zur Ausschaltung der Schnittstelle schon gefallen war, blieb über die Pflicht zur Mitwirkung daran nur noch die Art und Weise der Ausführung zu bestimmen. Der Inlandsgeheimdienst agiert bekanntlich unbewaffnet. Beschaffung ist etwas anderes. Es musste eine 7,65 mm Pistole sein, am besten eine Ceska 83, und die gibt es wie Sand am Meer. Sellier&Bellot Patronen. Hülsen mussten aufgefangen und entfernt werden. Der Hitman des befreundeten Dienstes musste sicher da raus kommen. Beweise gegen ihn durfte es nicht geben. Das Risiko bei hellichtem Tag und anwesenden Zeugen war hoch, aber nur so passte es zur „Ceska- Serie“. Eine schwierige Operation. Am nächsten Tag selbstredend Dienstfrei, nicht nur zum runterkommen, sondern auch für Entsorgung von Waffe, Klamotten („…ich habe aber gar keine grüne Jacke“) und gründlichster Fahrzeugreinigung. Er war für das Leck verantwortlich. Er musste das Leck stopfen. Vorher der Depp, jetzt der Held. Und natürlich ist es niemand anderer, der am Montag danach vom Amt zur Polizei gehen wird, um an der Besprechung teilzunehmen, wie der Mordfall zu bewerten ist, als Teil der Ceska Serie oder nicht. Temme hat es sich wahrscheinlich viel einfacher vorgestellt, den Ermittlungen der Kripo von Seiten seines Amtes einen Riegel vorzuschieben, als es dann war. Die höheren Sicherheitsinteressen des Landes musste letztlich erst der Innenminister durchsetzen, unter scharfer Beobachtung der Presse. Das seine Anwesenheit am Tatort bekannt wurde, erwuchs zu einem Riesenproblem. Nicht nur für Temme, sondern vor allem für Geier, den Chef der SoKo Bosporus in Nürnberg. Denn der wusste nun, dass in seiner Mordserie der Geheimdienst, wahrscheinlich sogar mehrere Dienste die Finger mit im Spiel hatten und das dies der hauptsächliche Grund dafür sein musste, dass die Taten nicht aufgeklärt werden konnten. Er wird sehr aufmerksam verfolgt haben, wie die Kollegen in Kassel frustriert aufgeben mussten, obwohl sie sehr wohl wussten, dass sie die Täter schon vor sich hatten. Um sie dann doch laufen lassen zu müssen. Dennoch war die Sache damit sozusagen aufgeflogen und ließ weitere Schlüsse zu. Bouffiers Schwierigkeiten, die Klemme, in der der Geheimschutz in Hessen nun steckte, Geiers und damit Becksteins Empörung, auch und gerade über das BKA werden Schily und letztlich auch Fritsche dazu genötigt haben, aktiv und international vorstellig zu werden, um der angeblichen Serie mit der Ceska ein für allemal ein Ende zu bereiten. Deren „Aufklärung“ würde sich eines Tages noch anderweitig verwenden lassen.

        1. Beziehe doch mal bitte in Deine Überlegungen mit ein, dass Temme 1 Tag vor dem Mord beim Yozgat war, und überlege dann, ob das erklären könnte, warum Vater Yozgat und sein Zollstock-Kumpel Bayram weder Temme noch seinen Mercedes direkt vor der Tür sahen…

          Der Dauergast Abu Tamam, der als Einziger den Temme „erinnerte“, aber erst viele Tage später, könnte sich um 1 Tag verhauen haben… denn die anderen Zeugen draussen und drinnen sahen Temme nicht am 6.4.2006.

          Temme gab an, er sei 1 Tag vorher dort gewesen.

          Ich frage mich, warum Niemand diese Möglichkeit ins Spiel bringt, die doch alles erklärte, der 3. Aussenzeuge, im Auto sitzend die ganze Zeit, der sah zwar Bayram und Yozgat senior, aber nicht Temme und Mercedes.

          Man muss doch zumindest mal drüber nachdenken, welche Indizien es gibt, ganz einfache… bevor man wild spekuliert.

  3. „Klar scheint nur, dass der ebenso angeklagte Carsten S. die Ceska auf Wunsch von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt Ende 1999 im Madley kaufte.“

    Sonnenklar!

    Ich habe so ein schlechtes Gehör, ich höre alles, verstehen tue ich nichts. Leider schaltet mein Hirn ab, bei solchen Dialekten und Stimmen.
    Zeuge Riechinger (bitte korrigieren), Patrick, 42, Polizist, wohnhaft in Thun.

    Es geht um Germann, 20./ 21.1.2011, das Ganze wurde vom Staatsanwalt delegiert. Polizei kann zwar einladen, aber nicht verhaften, man muss nicht erscheinen; Staatsanwalt kann vorladen.
    Pakete mit Waffen, dann war es doch nur ein Paket, Frau Germann sauer auf Mann wegen Vertrauensmissbrauch, Papiere 1996 angeblich aus dem nicht abgeschlossenen Nissan-PKW geklaut. Täter sollen Zigeuner gewesen sein.
    Dann ging es um ein geklautes Kfz. Diebstahl in Frankreich oder Spanien, eher Frankreich.
    Frau G. kann sich Zeitangaben (1990/96, ob man sich strafbar macht, wenn man die Jahreszahlen verwechselt, 1990 waren die Kinder klein) nicht mehr erinnern, mochte Petra Müller nicht sonderlich, die viel geraucht hat, war nicht mit ihr befreundet. Ihr Mann war jedoch mit Hans-Ulrich Müller befreundet, sind zusammen Motorrad gefahren und zusammen mit dem Club nach Bern verreist. Irgendein Thailandflug wird erwähnt und ein „Sonntag vor 10 Tagen“.
    Kontakt von Frau G. zu Frau M. gab es nur geschäftlich, da die Müllers als Landschaftsgärtner ihren Garten in der Flügelstr. 26 B „gemacht“ haben. Also für sie lief alles rein geschäftlich.
    Es soll sich um eine Waffe handeln, mit der in Deutschland 10 Morde verübt wurden.
    Hobby Schießen hatten die beiden Pärchen auch. Waren im Schützenverein, schossen mit Pistolen.

    Verbindungen der Frau Müller nach Deutschland zur kranken Mutter.

    Waffenerwerbsscheine gestohlen.
    Hausdurchsuchung 2009.
    Germann soll ein Chaot sein, weil er alles in seinem Auto lagert (ich auch).
    Hatten einen Wohnwagen.

    Rechtsanwältin Schneiders fragt zu welchem Verfahren Frau G. vernommen wurde. Gegen Ehemann.

    Vorhalt: Ist das im Protokoll festgehalten? Nein.
    Seite 159 EL Fall?

    Herr G. Einvernahme bekundet im Konjunktiv? Um aus der Haft zu kommen, behauptete er, was bekommen zu haben.

    RA Stahl: Protokoll Belehrung? Papier wird nicht unterschrieben und nicht beigelegt.
    Individuelles Belehren.
    Einvernahme nicht von der Polizei. Aussageverweigerungsrecht.

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