Der 1. Staatsmord: Benno Ohnesorg, hingerichtet per Kopfschuss am 2. Juni 1967

Ohne diesen Mord keine Studentenunruhen, keinen Terrorismus „2. Juni“ und keine RAF… etwas überspitzt, denn den Mordanschlag auf Rudi Dutschke muss man ebenfalls einbeziehen, den dieser 1968 nur knapp überlebte. Auch ein Kopfschuss dabei…

Hat die Stasi die von Westberlin ausgehenden Studentenunruhen mit 2 Auftragsmorden provoziert? Entdeckungen des kleinsten Geheimdienstes der BRD (Gauck-Behörde) legen diesen Schluß zumindest nahe.

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Bei beiden Attentätern hat man in den letzten Jahren STASI-Verbindungen und bzw Neonazi-Verbindungen in den Vordergrund gestellt, der Mörder Kurras im Fall Ohnesorg war ein ziviler Staatsschutz-Polizist in Westberlin, und der Beinahe-Mörder Bachmann 1968 von Dutschke waren angeblich Kontakte zu Neonazis (laut Gauck-Behörde) ermittelt worden.

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http://www.taz.de/!5151398/

Beim anschliessenden Protest gegen Springer reichte dann der Spitzel Peter Urbach die Molotow-Cocktails. Passt prima, denn die Dreckspresse (Lügenpresse) hatte zum Mord an Dutschke aufgerufen, liest man dazu.

In dieser 2014er ZDF-Doku wird das ausgeführt,, sehenswert:

Alles klar? Mitnichten. Der Staatsschutz war es, nicht die Stasi, was Ohnesorg angeht, und bei Dutschke war es der Verfassungsschutz, so herum wird ein Schuh draus!

Dutschkes Attentäter Bachmann bekam seine Waffe von der VS-Terrorzelle „Braunschweiger Gruppe“ um Paul Otte und V-Mann Lepzien, die später die lächerlichsten Bombenattentate der BRD-Geschichte durchführten: Sachschaden teils unter 2.000 DM, das muss man erst einmal schaffen!

Bisher galt Josef Bachmann, der den Studentenführer Rudi Dutschke 1968 in Berlin niederschoss, als Einzelgänger. Doch Auswertungen von Stasi-Akten und Polizeiprotokollen zeigen nun nach SPIEGEL-Informationen: Er hatte Kontakt zu Rechtsradikalen, die später als „Braunschweiger Gruppe“ durch Sprengstoffanschläge bekannt wurde.

Trotz mehrerer Hinweise in den Vernehmungen deckten die Ermittler des Attentates an Rudi Dutschke damals diese Zusammenhänge nicht konsequent auf.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/enthuellung-durch-stasi-akte-dutschke-attentaeter-hatte-kontakt-zu-neonazis-a-665334.html

Ein V-Mann bewaffnete den Dutschke-Attentäter… der dann von München nach Berlin fuhr und Dutschke auflauerte.

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http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13512210.html

2009, als Spiegel und taz den Fall wieder aufgriffen, da fehlte die V-Mann-Info, die der Leser dringend gebraucht hätte, um diesen Mordanschlag richtig zuzuordnen: „Einzeltäter“ mit Neonazi-Anbindung, oder „Einzeltäter“ mit Verfassungsschutz-Terrorzellenanbindung?

Die Desinformation hat System, eine nette Analogie zur NSU-Lügenpresse. Erklärt so Einiges…

Beim Staatsmord an Benno Ohnesorg wurde mehr oder weniger deutlich bewiesen, dass es sich um einen Mord des Westberliner Staatsschutzes handelte, vor Ort anwesend war der Ritterkreuzträger Starke, Kurras Chef:

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http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/83679109

Unbedingt lesen!

Dem Mord folgte die Vertuschung, „Schlag auf den Schädel“ statt „Schuss“. Wie in Kassel 2006, aber doch ganz anders… in Kassel lag es an den Beulen, welche die Einschusslöcher verdeckten. (lebte noch min. 30 Minuten)

Benno Ohnesorg Totenschein

Diesen falschen Totenschein unterzeichnete „zufällig“ der Sohn des Wirtschaftsministers des Schah, als Berliner Krankenhaus-Arzt.

Alles Stasi, oder was?

Der makaberste Teil der Vertuschung im Fall des 1967 getöteten Studenten Benno Ohnesorg fand nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus statt: Die Einschussstelle wurde manipuliert, Knochenstücke verschwanden – und in der Berliner Gerichtsmedizin lagern offenbar noch heute Teile der Leiche.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schuesse-auf-studenten-berliner-polizei-vertuschte-hintergruende-des-ohnesorg-todes-a-810583.html

Schädel

Mitnichten, Stasi ist falsch. Auch wenn der Linke Wolfgang Kraushaar das gerne so sehen möchte, (der sieht bei Verena Becker den BND ab 1975 bekanntlich auch nicht…) der Westberliner Staatsschutz erschoss Ohnesorg, deckte den Mörder Kurras, und vertuschte zunächst den tödlichen Schuss. Das war nicht die Stasi.

Eine gewisse Analogie zu Regine Igel und dem Oktoberfest-Attentat ist unübersehbar: War auch die Stasi… totaler Blödsinn.

Der 1. bekannte Staatsmord in der BRD war also nicht der an GBA Buback, sondern Ohnesorg. Als 2. Staatsmord käme der fast geglückte Mord an Dutschke infrage, was dann GBA Buback 1977 noch weiter „nach hinten schieben würde“… Stuberger muss da noch nacharbeiten, aber dieser Satz entschuldigt für manchen Mangel:

Staaten und ihre Institutionen waren auf verschiedene Art und Weise in den Terrorismus involviert, auch die Bundesrepublik Deutschland. Bis heute versuchen amtierende Bundesminister, Dokumente, die das beweisen können, vor der Öffentlichkeit zu verstecken,...

https://fatalistnsuleaks.wordpress.com/2015/07/28/prof-buback-scheiterte-aufgeklaert-ist-nichts-fazit/

Zu ergänzen wäre: … und Desinformanten von taz über spiegel bis zum zdf stellen die Zusammenhänge mittels Unterschlagung wichtigster Fakten zur Einordnung des Geschehens einseitig dar, so dass immer Propaganda, Desinformation und Gehirnwäsche dabei herauskommt. Cui bono? Berufskrankheit Martina Renner-Syndrom?

Selbstverständlich war V-Leute initiierter Terror in Rostock-Lichtenhagen nötig, um die SPD 1993 zur Grundrechtsänderung betreffs Asylrecht zu bewegen, so wie Staatsmorde nötig waren, um die SPD in der Grossen Koalition dazu zu bringen, einer Notstandsgesetzgebung zuzustimmen, und den Rechtsstaat 1968 zugunsten der hemmungslosen Überwachung abzuschaffen, Stichwort Artikel 10 Grundgesetz?

Oder ist diese Analogie falsch?  Ins Auge springt sie aber schon, irgendwie.

Na egal, war ja -wie immer- die Stasi 😉

kurras

http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/83679109

Aber das hier waren die Nazis, jawoll!

Die-Feuerteufel

http://julius-hensel.com/2015/07/die-feuerteufel/

oder so ähnlich…

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Zu „Bombenanschlägen der V-Mann-Truppe aus Braunschweig mit Sachschäden geringster Art“ könnte man auch auf Polenchinaböller kommen:

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http://www.tagesspiegel.de/politik/anschlag-auf-auto-von-linke-politiker-in-freital-illegaler-boeller-verursachte-die-detonation/12113590.html

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Dies soll das „zerbombte“ Auto sein, Quelle Facebook.

Na wenn das man keine VS-Aktion eines Agent provocateurs war… zeitlich pefekt passend, um berechtigten Protest gegen die Asylantenschwemme zu diskreditieren?

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16 comments

  1. Ich weiß, es ist gemein, aber der Michael Richter erinnert mich an ein Hausschwein das mit einem selbstgebauten Chinaböller die mediale Aufmerksamkeit der gesamte Republik erreichen wollte und schaffte. Ein Lob für das Hausschweinchen!

    1. Gemein, was können die süßen Glücksbringer dafür.

      Spurenbeseitigung durch Chinaböller nach gewöhnlichem Raub aus dem Auto wäre eine immerhin auch mögliche Option … und für eine „gute Sache“ könnte manch Politiker einen aus dem Auto fehlenden Wertgegenstand sicherlich auch glatt „vergessen“ zu benennen.

  2. Ich denke, du liegst mit der Richtung ganz gut. Die Stasi hätte nicht Führungsleute der Studentenbewegung ausgeschaltet, um einen Aufstand anzuzetteln. Außerdem dürften die eher Angst gehabt haben, dass so was rüberschwappen könnte.

    Zu München.
    Das Oktoberfestattentat könnte man mal hypothetisch in eine bayerische Reihe einordnen:
    1952 Sprengssatz Adenaueranschlag (Elieser Sudit) geht versehentlich hoch.
    1972 Olympia, GSG wird aufgebaut (angebl. mit Hilfe von Mossad)
    1980 Oktoberfestattentat, Mordanschlag auf Rabbi Lewin in Erlangen
    2003 „vereitelter“ Anschlag Martin Wieses auf die Synagoge

  3. Nach 1990 sind diese Stasi-Spuren in mehreren ungeklärten Kriminalfällen aufgetaucht, u.a. auch im Mordfall Barschel. Heinrich Wille beschreibt das in seinem Buch ziemlich ausführlich. Offiziell wollte die Gauckler-Behörde keine Akten herausrücken und hat die Staatsanwaltschaft Lübeck gleich am Anfang in Streitereien hineingezogen, mit denen Wille in der Presse und in der Landespolitik in Misskredit gebracht wurde. Inoffiziell sind danach immer wieder Journalisten mit Informationen aus den Stasi-Akten an ihn herangetreten. Herausgekommen ist dabei außer Aufwand insgesamt nichts Greifbares, aber die gesamte Ermittlung und damit die kriminaltechnischen Untersuchungen, die allein den Mord letztlich deutlich erhärtet haben, wären beinahe unter die Räder gekommen. Die Anmerkung, dass es sich bei der Gauckler-Behörde um einen (sehr wirksamen und vielseitig einsetzbaren) Mini-Geheimdienst handelt, trifft den Nagel also auf den Kopf. Die Umdeutung und Entschärfung der Kurras-Spur, die immer eine giftige Altlast geblieben war, auf dem Stasi-Friedhof würde genau in dieses Muster passen: das eigene Haus säubern und weiß anstreichen und den Dreck einer Leiche unterjubeln! Damit wären wir dann auch schon wieder bei den beiden Toten von Stregda und den ungeklärten Ceska-Morden bzw. dem Kiesewetter-Mord. Das Muster ist klar.

    1. es stammt tatsächlich von @anmerkung:

      Die Anmerkung, dass es sich bei der Gauckler-Behörde um einen (sehr wirksamen und vielseitig einsetzbaren) Mini-Geheimdienst handelt, trifft den Nagel also auf den Kopf.

      Man hat da jede Menge Trugspuren gelegt, oder zumindest überbetont, und der Zweck dürfte tatsächlich die Veruschung der eigenen Diensterolle gewesen sein.

      Es geht uns um Analogien, historische, die bestimmte Handlungsmuster erkennen lassen.

  4. Die Stasimorde, wo mir so auf schnelle viele ungeklärte Morde einenfallen. 1981 war sogar das Jahr der Fluchthelfermorde. Opfer waren u.a. Wolfgang Welsch, Karl-Heinz Welsche und im Umfeld viele plötzlich verunfallte Personen.

    http://germanmissing.blogspot.de/2010/06/rheinau-totungsdelikt-zn-von-karl-heinz.html
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Welsch_(Fluchthelfer)
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article6299413/Die-toedlichen-Methoden-der-DDR-Staatssicherheit.html

    *** der Fussballer fehlt… ***
    Du gibst dir stets Mühe, Kommentare hin zu Nebengleisen zu bringen. wir verzichten in Zukunft darauf.

  5. Hat dies auf BRD ? Die wahren ? Fakten ? rebloggt und kommentierte:
    Ohne diesen Mord keine Studentenunruhen, keinen Terrorismus “2. Juni” und keine RAF… etwas überspitzt, denn den Mordanschlag auf Rudi Dutschke muss man ebenfalls einbeziehen, den dieser 1968 nur knapp überlebte. Auch ein Kopfschuss dabei…

    Hat die Stasi die von Westberlin ausgehenden Studentenunruhen mit 2 Auftragsmorden provoziert? Entdeckungen des kleinsten Geheimdienstes der BRD (Gauck-Behörde) legen diesen Schluß zumindest nahe.

  6. Mord am Tag meiner Entlassung geht auf´s Konto der HV Auslandsaufklärung.

    *** Zu krude, diesen Blog als Verbreitungs-Tool zu nutzen wird nicht klappen.
    Im Forum könntest Du durchaus dazu eine Diskussion eröffnen, aber hier als Kommentar ist das ein no go. ***

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