Was hat die Berufsfeuerwehr fotografiert, weshalb die Fotos verschwinden mussten?

Frau König und Herr Förster berichten in der 3 SAT- Doku, Einsatzleiter Nennstiel habe den vorderen Bereich fotografiert, und den Brandherd, den er in der Küche wähnte, nicht auf der Sitzbank gegenüber.

„Wenn man die Fotos hätte könnte man sehen, ob die Waffen da auch schon da waren!“…  und: „Der Einsatzleiter hat den Herdbereich mit der Pistole fotografiert.“ (sinngemäss)

Hat er das gesagt?

womo1

Nennstiel sagte:

König: Und haben Sie Fotos angefertigt, nach links nach rechts geradeaus?
Nennstiel: Von der Tür aus in Richtung Fahrerseite fotografiert weil da war der Hauptbrandschaden
König: Und daher sind sie davon ausgegangen dort das der Brandherd..
Nennstiel: Davon bin ich ausgegangen in unmittelbar nen halben Meter hinter den eigentlichen Fahrersitz.
König: Haben Sie eigentlich auch nach links fotografiert?
Nennstiel: Nein
König: Aber nach links geschaut
Nennstiel: Ich habe nach links geschaut
König: Haben Sie dort die Leichen liegen sehen
Nennstiel: Ja
König: Wissen Sie noch wenn man in der Türe steht mit welchen Abstand von ihnen lagen.
Nennstiel: Von der Tür aus so 30 cm weitergegangen da lagen die Füße des einem…
König: Nach links
Nennstiel: Nach links im Heckbereich in Fahrtrichtung rechts gesehen lag der erste mit den Füßen im Eingangsbereich. Und der andere saß im Heckteil an den Schränken am Boden.

https://querlaeufer.wordpress.com/2015/07/13/sechster-zeuge-frank-nennstiel-berufsfeuerwehr-eisenach-teil-zwei-fragesteller-kathrina-koenig-und-joerg-kellner/

Wir gehen davon aus, dass Nennstiel später aussagte, was König und Förster in der Doku berichten. Nur ist da natürlich ein Glaubwürdigkeitsproblem, wenn er erst sagte, er habe nicht nach links fotografiert, sondern nach rechts, und später hat er nach links den Herdbereich mit Revolver fotografiert.

Die Glaubwürdigkeit kann ein Zeuge auch absichtlich gegen Null fahren, indem er sich innerhalb derselben Vernehmung dauernd widerspricht. Er kann sogar darum gebeten worden sein, so zu verfahren. Er schein dann „angespannt“ zu sein, wie es in der Doku heisst. Irgendwie „unter Druck“…

Um zu prüfen was wahr ist, braucht man die Fotos welche die Feuerwehr anfertigte UND die Fotos von KOK Lotz. Sämtliche Polizeifotos der KP Eisenach bzw. LPI Gotha vom 4.11.2011 sind verschwunden. Komplett unterschlagen worden.

gotha

Diese Fotomappe ist geleakt, und schon die Bezeichnung „6.11.2011“ zeigt an, dass die Fotos vom 4.11. und 5.11.2011 nicht dabei sind. Am 17.11.2011 übernahm das BKA, das Enddatum zeigt den Beginn des grossen Betruges an, das Startdatum verweist auf die fehlenden Fotos. Grosser Betrug, das ist das Auffinden einer 9 mm Hülse im Gang, „Schuss lebender Uwes auf die Polizei“, am 18.11.2011:

s1009 manipulierte pleter-schuss-hülse

Ergebnis des grossen Betruges: Die Selbstmord-Russlungenlüge von Range und Ziercke im Bundestag am 21.11.2011.

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Und in dieser Fotomappe gibt es keine Dienstwaffen. Es gibt keine Pumpguns, es gibt keinen Revolver auf der Spüle/Herd (Alfa Proj Bankraub Zwickau 2006, Einzeltäter, Bauchschuss auf Nico Resch, Bankazubi)

Warum nicht?

Weil sämtliche 8 Wohnmobil-Waffen am 6.11.2011 beim BKA eingingen, und die Fotomappe am 6.11.2011 erst beginnt! Die Waffen waren schon „weg“. Verpackt und auf dem Weg gen Westen… zum BKA…

Klingt gut, nicht wahr?

Ist aber falsch! 

Es gab 3 Waffen laut Tatortfotos der Kripo Menzel: Einen Revolver silbern, eine Ceska 70 Kal 7,65 auf dem Bett, und eine MP Pleter auf der Sitzbank.

1 2 3 4

Daraus ergibt sich, dass es 5 Waffen gar nicht gab. Sonst hätte man die ebenfalls in der Fotomappe der Soko Capron gefunden.

Irgendwelche logisch nachvollziehbaren Einwände? 2 Pumpguns waren unsichtbar, weil unter den Leichen versteckt, okay, das wäre noch gerade so begründbar. Aber nicht wirklich, denn die eine Pumpgun lag bei Mundlos Beinen, sichtbar.

Warum fehlt die Pistole auf dem Tisch? Warum die Pistole im Badeingang? Wo ist das Foto mit dem schwarzen Bankraubrevolver auf dem Gasherd, der doch laut KOK Lotz Einsatzbericht silbern war? 

Die Frage im Titel scheint falsch zu sein:

Statt:

Was hat die Berufsfeuerwehr fotografiert, weshalb die Fotos verschwinden mussten?

sollte sie besser lauten:

Was haben Nennstiel und KOK Lotz nicht fotografiert, weshalb die Fotos verschwinden mussten?

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Noch eine verrückte Idee zu den Dienstwaffen für Neuleser aus meinem Geburtstags-Blogbeitrag „Murphy´s law“ :

EIN SCHNÖDER ABLESEFEHLER LIESS DIE SCHWABEN AM 5.11.2011 ANREISEN? 110 ODER 118 STATT 116 ?

110 ist nicht 116… oder ist es 118?

https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/02/11/ein-schnoder-ablesefehler-liess-die-schwaben-am-5-11-2011-anreisen-110-oder-118-statt-116/

Mir schreibt dazu ein Leser, er lese immer 118 statt 116, und am Ende 89 statt 69. Ganz leicht, sich zu irren beim Eingeben der Nummer ins INPOL-System, meint er…

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Sind nur 3 Waffen original im Wohnmobil gewesen, plus evtl 1 Pumpgun unter den Leichen? 3 oder 4 statt 8?

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22 comments

  1. Es sagt sehr viel aus, wenn die SD-Card der Feuerwehr so gelöscht wurde, dass die Bilder nicht mehr zurückgeholt werden können. Es handelt sich also nicht um ein Versehen, die Karte musste vorsätzlich neu formatiert worden sein,oder sie wurde ausgetauscht. Das zeigt, dass hier etwas zu sehen war, was absolut nicht ins Drehbuch der NSU-Konstrukteure passte. Alles andere sind Märchen und reine Ablenkung von der Wahrheit, somit unglaubhaft.

  2. Die Verwicklung von Knust ist evident:

    http://file.arbeitskreis-n.su/nsu/Wohnmobil_Tatortbefund/Bd4-1Ordner1WohnmobilAllgemeines.pdf

    S. 26
    „Parallel zu den Maßnahmen am WoMo im engeren Sinne …. festzustellen, wem das WoMo mit dem Kennzeichen V-MK 1121 gehört….“ Das war frühestens ab 12.10 Uhr (siehe Seite 25)

    Dann wurde herausgefunden, daß man den Knust befragen muss. Das erfolgte dann am 4. November 2011 um 23.40 Uhr (S. 33 d.A.). „Am 4.11.11 gegen 23.40 Uhr wurde der Zeuge Mario Knust aufgesucht… Er weilte dort bei seiner Freundin“. (woher weiß die Polizei um die Adresse der Freundin und das mitten in der Nacht?)

    Aber wieso hat man den Knust denn schon um 13.30 Uhr (!!) beim KK 21 vernommen? Das steht nämlich auf den Protokollen Seite 34 und 35. Und da wird man sich wohl kaum zwei Mal im Datum vertan haben. Siehe auch Aktenvermerk S. 38.

    Wie sollte Knust auch bei seiner Freundin die Mietunterlagen und die Kaution vorliegen haben.

    Und toll ist auch, daß auf Seite 40 dokumentiert ist, daß jemand bei Knust wegen des WoMos angerufen hat.

    1. Moment, ging es dabei nicht darum „Bilder vom Gerlach“ vorzulegen(23:40)?
      Habe ich so in Erinnerung 13:30 in der Firma – Mietvertrag raus und Personenbeschreibung; die Vereinbarung „jede Kontaktaufnahme wegen V MK 1121“ zu melden – wie auch 15:45 geschehen Frau „Kurz“ von der Springer Presse(Unfall).

      Visitenkarte M.K. ausgehändigt – mit privater Rufnummer „falls es noch Fragen gibt“
      ____
      Mich wundert es viel eher, dass es knapp 10 Stunden gedauert hat, bis ein (un-)passendes Gerlach Bild aufgetrieben wurde^^
      ____
      Mehr zum Thema im Forum – wollte nur die Unklarheiten beseitigen

      http://nsu-leaks.freeforums.net/thread/453/11-2011-eisenach-und-stregda

  3. file.arbeitskreis-n.su/nsu/Wohnmobil_Tatortbefund/Bd4-1-3ObjTatbefundWoMo

    Band 4-1-4
    Band 4-1-5

    fehlen in der Downloadliste. Entweder hat das seitens BKA System, oder Euch ist das durchgegangen.

      1. … gibt es dort eine Verifizierung des Todeszeitpunktes, oder wird die postulierte Brandzeit gewissermaßen „blind“ übernommen?

        *** ist bereits mehrfach beantwortet. Nicht-Aussage. ***

  4. *** keine Kommentarorgien, dazu ist das Forum da! ***

    am 5.11. gab es keine Dienstwaffen mehr im Womo, die wurden angeblich am 4.11. entnommen, Arnolds noch vor dem Abtransport in die Halle

  5. “Wenn man die Fotos hätte könnte man sehen, ob die Waffen da auch schon da waren!”… und: “Der Einsatzleiter hat den Herdbereich mit der Pistole fotografiert.” (sinngemäss)

    Vielleicht die Fahrgestellnummer. Unter anderem.

    Neuere Fahrzeugmodell haben unterhalb der Frontscheibe im Fahrzeuggehäuse eine von außen sichtbare Fahrgestellnummer, die mit einer Art schmalen Plexiglasscheibe abgedeckt ist.

    Vielleicht haben Leute von der Feuerwehr diese Nummer fotografiert:

    Wenn nun aber die These von „Anmerkung“ zutrifft, dann würde die von außen fotografierbare reale Fahrgestellnummer (bzw. KfZ- Ident.Nr.) mit der Fahrgestellnummer, auf die das Kfz-Kennzeichen V-MK 1121 zugelassen ist, ABWEICHEND sein.

    Möglicherweise war es diese Abweichung, die Hektik bei Herrn Menzel auslöste als er am 04.11. in Stregda vor Ort war.

    Streifenpolizist: „Chef, die Zentrale sagt, die KfZ-Ident- Nr. für V-MK 1121 ist eine andere als die unter der Frontscheibe am Fahrzeug.“

    Menzel: „Prüfen, auf wen die Kfz-Identnummer dieses Fahrzeuges hier zugelassen ist.“

    Streifenpolizist: „Chef, die Zentrale sagt, für diese KfZ-Identnummer besteht ein Sperrvermerk eines Innenministeriums eines anderen Bundeslandes.“

    Menzel: „Heilige Scheisse! Verdammt, jetzt ist das eingetreten, was sie auf der Polizieschule immer gesagt haben, dass das nie passieren darf. Sofort alle Fotos beschlagnahmen. Und sofort eine Verbindung zu dieser Innebehörde aufbauen, sofort!“

  6. „Ich sehe es ein, bei Dir reicht ein Smiley nicht aus. mea culpa.

    Wo bleibt die Frage, was auf der Plakette für ein Kennzeichen steht?
    Antwort: Danke für diese clevere Frage! Steht leider nicht in den Akten.“

    Ok, jetzt verstehe ich. Bin halt manchmal schwer von Begriff.

    Aber noch etwas:

    Ohne jetzt Experte auf diesem Gebiet zu sein, aber: Ist die Feuerwehr bei Fahrzeugbränden denn nicht immer verpflichtet, oder wenigstens angehalten, Fotos vom brennenden Fahrzeugwrack zu machen? Allein schon wegen den Fahrzeugversicherern zum Nachweis?

    Solche Fotos sind doch Standard bei solchen Feuerwehrsätzen, oder?

    Warum kann Menzel die Fotos eigentlich einfach so beschlagnahmen? Hat die Polizei bei Bränden ein Weisungsrecht der Feuerwehr gegenüber? Oder hat Menzel hier vielleicht seine Kompetenzen überschritten?

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