Lügenpresse? Ausnahmen gibt es durchaus! Pfeiffer und Hanert

Kennen Sie Eberhardt Pfeiffer? Mit 3 „f“, eins vor und 2 nach dem „ei“?

rühmann

Nicht Heinz Rühmann, sondern den hier meinen wir:

pfeiffer

25 Jahre Thüringen: Der Reporter, der den V-Mann enttarnte

03.07.2015 – 04:00 Uhr

Erfurt. Eberhardt Pfeiffer, frühere Redakteur unserer Zeitung, deckte 2001 den bis dahin größten Verfassungsschutz-Skandal in Thüringen auf.

Lesenswert! Es sieht so aus, als habe Pfeiffer den Grundstein dafür gelegt, dass die Thüringer Allgemeine bis heute die nachrichtenehrlichste Tageszeitung in Deutschland ist, auch und gerade was den NSU angeht. Welten trennen die TA vom Geschmiere in der taz!, oder im Spiegel, oder gar in der ZEIT und in der Springerpresse.

Es konnte unterschlagen werden, dass BKA-Präsident Ziercke und GBA Harald Range am 21.11.2011 den Bundestag belogen, das taten sie konsequent alle.

Es konnte desinformiert werden, darin waren SPIEGEL, TAZ und DIE ZEIT unschlagbar.

Es konnte ansatzweise korrekt berichtet werden, das tat die Thüringer Allgemeine, der einzige Einäugige unter den Blinden. Die FAZ fällt bereits stark ab. Ziercke und Range als Lügner wurden allerdings auch bei den “Siegern” nirgendwo benannt.

https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/12/16/der-beweis-flachendeckenden-medienversagens-das-russlungen-dossier/

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Dafür ein dickes Lob. Das kann nicht einmal mehr „Correctiv“ versauen, wo die TA jetzt auch mitmacht. Vielleicht ist das sogar gut so, wird man sehen. Schraven ist allerdings Mainstream total:

http://friedensblick.de/16824/correctv-erhaelt-grimme-preis-fuer-irrwitziges-mh17-propagandastueck/

debes ta

Der Jubiläumsartikel oben stammt von Martin Debes / 03.07.15 / TA 

Sein ehemaliger Chef Pfeiffer hat bereits im November 2011 einen sehr brauchbaren Artikel zum NSU verfasst:

ta-pfeiffer

Wie auf einem Silbertablett werden den Ermittlern im Nachlass der toten Gangster Beweise für viele Taten präsentiert, in einer Fülle, die stutzig macht. Es wirkt, als hätten sie die Aufklärung der Taten genau so akribisch geplant wie diese selbst.

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Ein-Geruch-von-Inszenierung-im-Fall-der-Jenaer-Neonazis-436860266

Genial. Bis auf den „Grammatikfehler“: Nicht die „Gangster“, sondern die Sicherheitsbehörden… 

Das konnte aber damals niemand wissen. Heute sind sie schlauer. Auch wenn sie das nicht so klar und deutlich schreiben dürfen, gelle Herr Debes?

„Der Verfassungsschutz“, sagt Eberhardt Pfeiffer, „beschäftigte sich hauptsächlich mit sich selbst und wurde von niemandem richtig kontrolliert.“Und heute? „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es wesentlich anders ist.“ Pfeiffer, der zuletzt als Sprecher des Justizministeriums arbeitete, sieht den Verfassungsschutz immer noch skeptisch. Es habe, sagt er, mehrere Anlässe gegeben, diese undurchsichtige Organisation grundlegend zu reformieren, damals nach Brandt oder spätestens nach dem NSU. „Doch in beiden Fällen gab es nur kosmetische Veränderungen.“

Da weiss Einer, wo der Frosch die Locken hat. Er wusste es wohl schon 2011, oder ahnte es. Chapeau!

chapeau

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Norman Hanert ist ehemaliger Polizist, bei Compact kennt man ihn auch.

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Welche Rolle spielt der dritte Mann?

Die bisherige Darstellung des Todestages von Mundlos und Böhnhardt steckt voller unbeantworteter Fragen

http://www.preussische-allgemeine.de/nc/nachrichten/artikel/welche-rolle-spielt-der-dritte-mann.html

Auszug:

Wie aus den Ermittlungsakten hervorgeht, hat ein Zeuge ausgesagt, er habe knapp eine Stunde vor dem Banküberfall am Steuer des mutmaßlichen NSU-Wohnmobils eine männliche Person mit „schulterlangem“ Haar gesehen. Derselbe Zeuge, sah das Wohnmobil samt langhaarigem Mann 30 Minuten später nochmals an einem Parkplatz stehen. Diese Aussage passt ebenso wenig auf die kahlgeschorenen Mundlos und Böhnhardt wie die Beschreibung eines Zeugen, der den Bankraub unmittelbar miterlebte. Einer der Bankräuber sei „etwas kleiner und eher dicklich“ gewesen. Mundlos und Böhnhardt waren allerdings ausgesprochen großgewachsen und schlank.
Zunächst erscheint der Hinweis, dass die beiden Rechtsradikalen Mundlos und Böhnhardt ausgerechnet einen langhaarigen Komplizen gehabt haben sollen, erstaunlich. Eine mögliche Erklärung könnten Verbindungen des NSU-Trios zum Rockermilieu sein. So stimmt eine DNA-Spur, die nach einer Schießerei vor dem Clubhaus der Bandidos in Berlin-Wedding am 5. Juli 2012 gefunden wurde, zumindest teilweise mit einer Spur aus dem vermutlich letzten Versteck des NSU in Zwickau überein. Beate Zschäpe wiederum tauchte im Jahr 2010 als Besucherin auf, als in Erfurt Mitglieder der Rockergruppe Bandidos vor Gericht standen. [THS-Kumpel Hubeny, fatalist]

Die Vermutung des Bloggers „Fatalist“ zu diesen erstaunlichen Querverbindungen des NSU: „Wahrscheinlich sind sie eine Aushorchzelle gewesen, die in den letzten Jahren vielleicht sogar gegen die Hells Angels und Bandidos eingesetzt gewesen ist.“ „Fatalist“, dem von unbekannter Seite Kopien sämtlicher NSU-Ermittlungsakten zugespielt wurden, und dem Rechercheverbund „Arbeitskreis NSU“ ist es zu verdanken, dass inzwischen nicht nur Zeugenhinweise, auf einen weiteren Tatbeteiligten bei dem Bankraub vom 4. November 2011 bekannt wurden.

Interessant ist ebenso, dass die Berichterstattung der Lokalpresse darauf schließen lässt, dass sich die Thüringer Polizei noch am Nachmittag dieses Tages nicht einmal sicher war, ob die tot aufgefundenen Mundlos und Böhnhardt tatsächlich die gesuchten Bankräuber sind. Hätte man die Beute bei den beiden gefunden, wie dies offiziell dargestellt wird, dann hätte es eigentlich keine Zweifel geben sollen.

Auch die Kleidung von Mundlos gibt Rätsel auf – als er tot im Wohnmobil aufgefunden wurde, trug er keine „Bankräuberklamotten“. Zu klären ist ebenfalls, die Frage, warum die Polizei zunächst davon ausging, ein weiterer Täter würde sich auf der Flucht befinden.

Warum derlei Fragen weder in den etablierten Leitmedien, noch von dem Münchner Oberlandesgericht thematisiert werden, wird mit Blick auf die Details schnell klar. Unversehens stellt sich nämlich der Eindruck ein, dass die bisherige Darstellung des Todestages von Mundlos und Böhnhardt immer noch voller unbeantworteter Fragen steckt.

Norman Hanert

Sehr gut! So geht Journalismus! 

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DIE OBDUKTION DER TOTEN AUS DEM WOHNMOBIL ERGAB KEINEN ZUSAMMENHANG MIT DEM ÜBERFALL

5.11.2011, MDR:

http://www.mdr.de/nachrichten/eisenach110_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

Noch Fragen? Alles Schmuh. Sie hatten keine Beute, sie hatten keine Dienstwaffen. Sie hatten kein Interesse, den 3. Mann zu finden, deshalb befragten sie bis heute die Anlieger nicht, die ihn gesehen haben.

Weil er ein V-Mann war? 

Ist das wirklich sooo schwierig, Lügenpresse und Stadlidioten?

Das Gelächter wird riesig sein, Eure Blamage total… versprochen.

Thüringer Allgemeine, Hanert, Compact, Falk Schmidli bei Kopp, das sind die Ausnahmen eines erbärmlichen Berufsstandes, der zurecht kein grosses Ansehen mehr geniesst. Dafür können die hier Genannten jedoch nichts. Ihre Arbeit ist anzuerkennen, ohne wenn und aber.

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15 comments

  1. Die Thüringer Allgemeine kann auf das Lob von ein paar rechtsradikalen Verschwörungsspinnern wie diesem Blog hier getrost verzichten. Im Gegensatz zu euch bemühen sich die dortigen Redakteure -weitestgehend- um ihre journalistische Sorgfaltspflicht.

    *** das ist so gut, das lassen wir stehen. Was für ein Lacher. ***

  2. Die Vermutung des Bloggers „Fatalist“ zu diesen erstaunlichen Querverbindungen des NSU: „Wahrscheinlich sind sie eine Aushorchzelle gewesen, die in den letzten Jahren vielleicht sogar gegen die Hells Angels und Bandidos eingesetzt gewesen ist.“

    Aushorch- und Observationszelle.

    Dazu ein Detail, das ich in irgendeiner Meldung zum Brandhaus Zwickau gelesen habe:

    In dieser ausgebrannten Wohnung soll es einen Raum gegeben haben, in dem drei Betten gestanden haben sollen. Über diesen Betten soll jeweils ein Fernseher an der Wand montiert gewesen sein.

    So habe ich die Meldung in Erinnerung. Wo das stand, weiß ich nicht mehr.

    Was könnte dieser Raum mit den drei Betten und den Fernsehern darüber aber bedeuten?

    Nun, das könnte, denke ich, ein Raum gewesen sein, wo 24 Stunden-Echtzeitüberwachungen stattgefunden haben.

    Da wurden möglicherweise ein oder mehrere mit Kameras präparierte Autos vor ein Observationsobjekt plaziert, irgendwo in Deutschland, und die Bilder wurden in digitalisierter Form an eine geheime Adresse gesendet („AEmedig?“). Und das Observationsteam hat gemütlich in Zwickau in den Betten gelegen, beobachtet, vielleicht sogar nebenbei Kontakt mit anderen Einsatzteams gehalten, und anschließend in der Nachbearbeitung die interessanten Stellen „geschnitten“, auf CD gebrannt und diese auf dem dubiosen Info-Markt an irgendwelche Dienste oder sonst wen weiterverkauft.

    Ist jedenfalls ne Theorie.

  3. Sicherlich.

    Der Link sollte nur zur Veranschauung dienen um zu zeigen, wie die Vorgehensweise bei Überwachungsmaßnahmen heutzutage ist.

    Außerdem soll es die These untermauern helfen (sofern fundierte Anhaltspunkte dazu vorliegen), dass BMZ in eben dieser Branche tätig waren. Verdeckt und gedeckt von oben.

    Bei Mundlos jedenfalls dürfte kein Zweifel bestehen, dass er den Intellekt und das Können hatte, solche Überwachungsanlagen zu führen.

    Irgendwas müssen die Drei all die Jahre gemacht haben, Wenn nicht das, was dann?

  4. „Beate Zschäpe wiederum tauchte im Jahr 2010 als Besucherin auf, als in Erfurt Mitglieder der Rockergruppe Bandidos vor Gericht standen. “

    Wer sagt das ?
    Angeblich turnten im Gericht Zschäpe (und Mundlos und Böhnhardt ?) im Gericht herum aber es gibt nur einen „Zeugen“ … einen Rechtsanwalt.

    Bitte nicht vergessen:
    2011 beginnt die größte Serie von Razzien und Massenverhaftungen in der Geschichte der BRD. Sie kommt aus dem absoluten Nichts und richtet sich gegen sog. „Rocker“. Nachfolgend(!) erscheinen in allen Zeitungen bis auf den heutigen Tag fingierte Artikel über Verbindungen „Rocker und Rechtsradikale“.

    1. Wer das sagt?

      Ob es sich bei der Frau tatsächlich um Beate Zschäpe handelte, ist noch nicht geklärt. Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger sagte auf MDR-Anfrage, es gebe Hinweise, dass es so gewesen sein könnte. Die Bundesanwaltschaft bestätigte dem MDR, dass dieser Vorgang überprüft werde.

      http://www.mdr.de/nachrichten/zwickauer-trio316_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

      Auf Deutsch: Sie steht auf den Besucherlisten drauf. Fragt sich nur mit welcher Identität.
      https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/06/28/update-bandido-dna-beim-nsu/

  5. Der lobpreisende Text über die Rechercheleistung des Herrn Pfeiffer und einiger, nicht aller TA-Redakteure, ist sicherlich ironisch gemeint, oder? Wenn nicht, ist der Autor „fatalistsalterego“ auf dem Holzweg.
    Brandt wurde nicht von Pfeiffer enttarnt, wie es der verlinkte TA-Artikel dem Leser einreden möchte, sondern von einer Quelle, die vermutlich dem LfV entstammte oder einmal nahestand.
    Die Vorstellung, dass Pfeiffer (Text) und Roland Obst (Fotos) sich über mehrere Tage auf einem Baugerüst aufhielten, um Brandt während eines konspirativen Treffens mit einem Mitarbeiter des TLfV „abzuschießen“ ist, wer die beiden kennt, immerhin als putzig zu bezeichnen.
    Ebenso stellt sich auch die Frage: Wusste Pfeiffer zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, dass Brandt, immerhin offiziell, abgeschaltet war?
    Wenn ja, was ich um Pfeiffers Willen nicht hoffe, dann sieht es sehr übel aus mit dieser TA-Geschichte.
    Denn dann muss die Frage nach dem Motiv der Veröffentlichung dieser Geschichte zu diesem Zeitpunkt gestellt werden: Wem nutzte die Veröffentlichung der sogenannten „Enttarnung“ des zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in der TA schon offiziell abgeschalteten TLfV-Informanten Tino Brandt? Und: Handelte es sich hier um Kampagnenjournalismus?
    Der Artikel vom 21.11.2011 ist wirklich gut. Wobei ich ihn erstens für einen Kommentar halte und mich zweitens frage: Wurde der in die Tastatur diktiert? Nur von wem denn bloß?

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